Beiträge von hagebutte

    Hallo Wichtel,

    willkommen im Forum

    Zitat

    Warum kann ich mich von dieser Vorstellung einfach nicht lösen? Der Kopf weiß es, beim Herzen kommt es nicht an.


    Ganz ernst gemeinte Frage :
    Was hast Du denn davon, daß Du an dieser Phantasiewelt festhälts?
    Wie ist denn Deine Realität, daß Du die Phantasiewelt brauchst?

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch :wink:
    Gruß
    Hagebutte

    Hallo Heinrich,

    erst mal willkommen im Forum, gut, daß Du da bist.

    Ich als Co, die sich nur mühsam hatte lösen können, ziehe den Hut vor Deiner geraden Art. Natürlich ..... Du weißt wie das läuft beim Alkoholiker.

    Du schreibst so taff ......
    Du bist "angefressen"..... :?
    wo gehst Du mit Deinem Schmerz, Deiner Wut, Deiner Existenzangst hin?
    hat das irgendwo ausreichend Platz ?????


    Lieben Gruß
    Hagebutte

    Hallo Anke,

    Eine Phantasie die ich zu Deiner Situation habe:
    Bis Pfingsten... also bis zum Besuch der „neutralen“ Person (wieso neutral .... ist doch seine Schwester :? ) hast Du einen so netten, rücksichtvollen, liebevollen Mann, daß alle Welt Dich für krank hält, daß Du so einen Zirkus um sein wohlverdientes Feierabendvergnügen machst.

    Zitat

    TRotzdem werde ich es genießen, daß man im Moment vernünftig mit ihm umgehen kann.


    Und eventuell fangen Deine Zweifel wieder von vorne an....

    Für mich ein wichtiger Merksatz : Meine Wahrnehmung ist richtig, mein Gefühl ist richtig !!!!!
    Information ist gut ... mach dich aber nicht abhängig von seinem Verhalten (ändert sich wieder) oder sonstigen Personen.

    Deprimiert ? .... Ja .... Klarheit ist der Anfang Deiner Befreiung

    LG
    Hagebutte

    Hallo Anke,

    willkommen im Forum.

    Zitat

    bin verwirrt und brauche Rat.


    Mit dem gleichen Satz bin ich auch hier gestartet ..... ich kann Deine Verwirrung und Deine Fragezeichen so gut nachvollziehen.

    Erst als ich zwei Dinge verstehen lernte, konnte ich mich etwas orientieren:
    1. es gibt „Trinkpausen“ ... d.h. ein Alkoholiker kann unter Umständen einige Zeit ohne Alkohol auskommen .... das ändert nichts daran, daß er süchtig ist ... irgendwann wird es den nächsten „Absturz“ geben, der dann meist etwas länger dauert
    2. „nur nicht trinken reicht nicht“ ... das heißt (in meinem Verständnis! und auch für Co´s anwendbar), solange die betreffende suchtkranke Person nicht anfängt, sich als die „wichtigste Person“ in ihrem Leben zu begreifen, Bedürfnisse, Wünsche, Verhaltensweisen überprüft, die Verantwortung für das eigene Wohlergehen übernimmt, solange bleibt die Person auch abhängig und kann sich nicht dauerhaft vom Suchtmittel lösen

    Und so hart es auch ist: ein Süchtiger tut ALLES, damit sich NICHTS ändert

    Vielleicht schaust Du das Verhalten Deines Mannes mal unter diesen Aspekten an

    LG
    Hagebutte

    Liebe Nici,

    Hochachtung

    Zitat

    ..... ich sitz im Scherbenhaufen und muss "lächelnd mit einer Tasse Tee" das ICH-bin-glücklich-Programm aufstellen,


    musst Du gar nicht .... glaubt Dir sowie so keiner (und erst recht nicht Deine Kiddys – die kennen Dich doch)....... und auch mit eimerweise Tränen - bzw gerade damit - ist es sehr tapfer, wie Du Deinen Weg gehst

    Zitat

    ........ und ICH brauch das jetzt auch


    halt Dich daran fest..... das ist ganz wichtig

    Lichtlein kommt auch mit
    Gruß
    Hagebutte

    Hallo Monty,

    Zitat

    Ist man nur bei einem Alkoholiker Co oder kann es einem in einer ganz normalen Beziehung auch passieren


    Wenn ich so gaaaanz ehrlich zurückblicke, erkenne ich heute, daß ich mein Leben lang co-abhängige Beziehungen gelebt habe ..... nur ohne Alkohol, der kam erst in der letzten Partnerschaft ....

    Ich habe mein Leben lang einzelne Elemente, die „falsch laufen“ erkannt und mir immer vorgenommen, es anders zu machen ..... nur das ganze Ausmaß nie erfassen können und bin damit immer wieder in die gleichen Fallen getappt.....

    Mein Beruf ?– eine Variante des „Weißkittel“ .... zur Zeit ein immerwährendes Übungsfeld in Nicht-Co-Verhalten für mich (würden alle Co´s im Gesundheitssystem sich therapieren lassen, würden sämtliche Kliniken zusammenbrechen)

    Ja Monty, es ist schwer .... gerade am Anfang ..... und es wird vielleicht auch noch eine ganze Weile schwer bleiben.
    Der Vergleich mit einem Entzug hat bei mir voll zugetroffen ...... aber es geht vorbei

    LG
    Hagebutte

    Hallo NICI,

    ich habe das Gefühl, daß Du ganz schön hart mit Dir ins Gericht gehst .....
    dabei meisterst Du doch Deine Situationen wirklich gut und bleibst auf Deinem Weg

    natürlich haben wir Co´s durch unser Verhalten dazu beigetragen, daß das Elend so lange ging ... aber das ist Vergangenheit und die Gründe, warum wir gehandelt haben wie es war, liegen bei vielen in der eigenen Biographie ....

    im Heute geht es doch darum, daß wir uns selbst besser behandeln .... daß wir mit uns selbst liebevoller umgehen ...... und nicht darum uns selbst fertig zu machen, wenn es gerade einmal kein anderer tut

    diese Zeiten der Lähmung kenne ich .... bei mir war es zum Teil eine gnadenlose Erschöpfung durch die maßlose Überforderung durch die Situation und meine eigenen Ansprüche ..... und es hat nichts geholfen, als diesen Zustand anzuerkennen – dagegen kämpfen hat es bei mir nur noch schlimmer gemacht .... im Laufe der Zeit ist er vergangen

    Verlier Dein Ziel nicht aus den Augen und erinnere Dich an die innere Ruhe, als Du Deine Entscheidung getroffen hattest

    Ich wünsche Dir Gelassenheit
    Hagebutte

    Hallo Verena,

    Zitat

    Nein, ich bin noch lange nicht so weit, mir ein eigenes Leben mit meinem Sohn einzurichten.
    Ich bin leider auch der Typ Frau, der es sich gar nicht zutraut, alleine zu leben.
    Ich bin immer von der einen langjährigen Beziehung in die nächste gesprungen.

    denk doch einmal darüber nach, ob Dein Kind es Dir nicht wert ist, Deine Abhängigkeit (Sucht :( ) mit einer Therapie zu bearbeiten .... bei Dir selbst kannst Du etwas ändern, bei Deinem Partner nicht ....

    LG
    Hagebutte

    Hallo Candygirl,

    Zitat


    Meine Freundin hat gesagt,wenn ich wirklich so weit bin dass es bei mir nicht mehr geht und das ich genug gelitten habe,dann werde ich die richtige Entscheidung treffen


    Da hat Deine Freundin sicher recht .... so wie jeder Süchtige braucht vielleicht auch der Co-Abhängige seinen persönlichen Tiefpunkt .... nur wann das der Fall ist und wieviel inzwischen geschehen ist kann niemand von außen sagen.... bis zu meinem Tiefpunkt hatte es Jahre gedauert mit massiven negativen physischen und psychischen Auswirkungen

    Du hast ein Kind ... informier Dich doch einmal bei den erwachsenen Kindern von Alkoholikern, was die erlebt haben während die Familien auf die Änderung des Alkoholikers gehofft haben und was das für Auswirkungen hatte.

    LG
    Hagebutte

    Hallo Candygirl,

    leider kann ich mich Aurora nur anschließen.
    Dein Post von heute hätte ich ganz genau so schreiben können .... hab meine damalige Beziehung auch so erlebt / gestaltet. Und ich war 8 Jahre überzeugt, daß MEIN Mann die berühmte Ausnahme von der Regel ist.

    Nur .... es waren immer nur Trinkpausen .... teilweise bis zu 9 Monate ohne Alk ....
    Und mit jedem erneuten Absturz war ich in der Trinkphase etwas enttäuschter .... etwas kleiner .... etwas trauriger, resignierter .... etwas angepasster .... ich dachte ich könnte irgend etwas beitragen, daß die Trinkphase kürzer wird.
    Und in der irgendwann dann doch folgenden Trinkpause etwas mehr angespannt... etwas ängstlicher.... etwas angepasster..... ich dachte, ich könnte irgend etwas dazu tun, daß die „nüchterne“ Zeit länger anhält.

    Tatsächlich hatte ich überhaupt keinen Einfluss auf sein Trinkverhalten (die Pausen wurden im Laufe der Jahre auch immer kürzer). Also habe ich versucht mich damit irgendwie einzurichten.... eigenes Zimmer ..... gehen, wenn ein gewisser Pegel erreicht war .... sinnlose Diskussionen / Monologe vermeiden .... nichts kaufen, nichts sagen und versuchen die alkfreie Zeit auszunützen.
    Daß ich dabei immer kleiner, ängstlicher, angespannter, angepasster, trauriger wurde, habe ich selbst nicht einmal bemerkt ..... so schleichend und leise war dieser Prozess - bis ICH fast nicht mehr vorhanden war.

    Was ich damit sagen will : beobachte DICH ehrlich ...... schau genau hin und fühle, was mit DIR passiert ..... und unterschätze nicht die Last, die ein Angehöriger eines nicht krankheitseinsichtigen Alkoholiker ständig erträgt ....auch ohne, daß hochdramatische Entgleisungen geschehen, nur der ganz normale Wahnsinn einer Suchtbeziehung.
    Und frage Dich vielleicht irgendwann, ob das für Dich sein muß

    LG
    Hagebutte

    Hallo Candygirl,

    Zitate aus Deinem ersten Post:
    ....In den letzten Monaten sind Dinge passiert die mich einfach nur traurig machen im ersten Moment und später dann wütend.
    ....Ich fühle mich manchmal wie im Gefängnis
    ....... ich mach mir ständig Sorgen das was passiert ist
    ....... weil ich nur noch unglücklich bin und unzufrieden mit meinem Leben

    und heute:
    .....schweige auch wenn das vielleicht ein Fehler ist, aber ich kann einfach im Moment nicht anders. Es ist einfach zu schön um es kaputt zu machen.

    Was ist das für eine Partnerschaft, in der etwas „kaputt gemacht wird“, wenn Du darüber redest, wie es DIR geht ...... ?

    Dein Titel heißt : Was kann ICH ändern !!!!!

    Gruß
    Hagebutte

    Hallo Kerstin,

    alles alles Liebe zu Deinem Geburtstag ..... daß der Tag zu einem Start in ein neues Leben wird..
    Ich habe mir letztes Jahr zu meinem 50. Geburtstag ein neues Leben geschenkt.... Haus verkauft, umgezogen in eine ganz andere Umgebung, endgültige Trennung von meinem alkoholkranken Ex, Trennung von einem „Freundeskreis“, der mir nicht gut getan hat.

    Liebe Kerstin,
    ich habe noch gut Dein Bild vor Augen aus meiner Zeit im geschützten Bereich, es zeigte Selbstzweifel, Kraft und ich habe Deine unglaubliche Zähigkeit bewundert, mit der Du Deinen Weg gehst.
    Und Du hast Dich verändert, hast Stärke und Erfahrung gewonnen (auch wenn sich das im Moment ganz anders anfühlt)....... vielleicht ist jetzt endlich die Zeit für diese Auseinandersetzung gekommen (ist ja schon längst überfällig) ....... vielleicht brauchst Du jetzt niemanden mehr , der Dich nicht wertschätzt und nicht so unterstützt, wie es Dir zusteht sondern gegen Dich arbeitet....?
    Nimm diese Gelegenheit und schenke Dir ein neues Leben ...... es ist Deine Entscheidung !

    Ich habe auch nach fast einem Jahr noch genügend „Baustellen“ offen .... mein Leben ist noch lange nicht so, wie ich es mir vorstelle ...... mit vielen Tiefs, aber leichter, freier, geordneter, selbstbestimmter ......schöner !!!!!!

    Lieben Gruß
    Hagebutte

    PS : in die Klinik kannst Du jederzeit .... normalerweise ist da Achtung vor Menschen, die verantwortungsbewusst mit sich umgehen und zur Krisenintervension kommen BEVOR sie trinken

    Hallo Kathi,

    wie findest Du die Kraft zu widerstehen?

    Vielleicht fängst Du bei Deiner Wahrnehmung an.
    Du schreibst, die letzten 6 Wochen waren ein Traum .... gleichzeitig schreibst Du, die letzten Wochen hattest Du Dich etwas distanziert und der 3.1. mit der Suiziddrohung ist auch noch keine 6 Wochen her.

    Bei mir mußte ich feststellen, daß ich die Erinnerung an "schlechte Zeiten" bzw. an "nasses Verhalten" sehr, sehr schnell verdrängt hatte. Erst als ich angefangen habe, schriftlich festzuhalten, was tatsächlich abgeht und somit nachlesen konnte, habe ich Boden unter den Füssen bekommen .... und mit Erschrecken festgestellt, was ich alles ausgeblendet hatte. Heute gehören diese Seiten zu meinem Notfallkoffer und sind immer wieder wichtig, wenn sich die Täumereien "ist-doch-nicht-so-schlimm" einschleichen wolllen.
    Ehrlichkeit sich selbst gegenüber!

    LG
    hagebutte

    Hallo Meike,

    herzlich willkommen hier im Forum

    komm erst mal an und lies Dich durch die Threads der Co-Abhängigen und auch der erwachsenen Kinder von Alkoholiker.
    Du wirst bald merken, daß Du besonders auch für Dein Kind, gerade noch rechzeitig die Augen aufgemacht hast.
    Je mehr Du von der Krankheit Alkoholismus und der Krankheit Co-Abhängigkeit verstehen wirst, um so mehr wirst Du auch verstehen, daß Du alleine für Dich, Dein Leben und Dein Kind verantwortlich bist.

    Deinem Freund kannst Du nicht helfen, das kann er nur selber.
    Und Du hast auch keine Einflußmöglichkeit auf seine Entscheidung über "nass" oder "trocken" ... so schwer das auch zu glauben ist.

    Gruß
    Hagebutte

    Liebe Kathi,

    jetzt muß ich mich noch mal zu Wort melden.

    Erst einmal .... Du liest Dich besser ..... schön, weiter so 8)

    Zitat

    Nach seiner heutigen Aktion bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass er zu weit gegangen ist


    Das würde ich mir groß und rot an den Spiegel pinnen .... frau vergisst so leicht :?

    Und jetzt der unangenehme Teil:
    Ich bin auch dafür, die Polizei zu informieren, wenn auch aus einem anderen Grund als meine Vorschreiber .......
    wenn jemand sich wirklich umbringen will, schafft er das auch irgendwann und irgendwie, keiner wird ihn letztendlich davon abhalten können, leider meine Berufserfahrung

    ABER: jeden Menschen sollte man ernst nehmen in seinen Äußerungen/Handlungen und jeder Mensch sollte auch die Konsequenzen aus seinem Äußerungen/Handeln tragen

    Die korrekte Konsequenz aus seinen Äußerungen/Handlungen ist, daß sich professionelle Stellen um ihn kümmern ..... Angehörige/Laien können das nicht, keine Chance.....

    Ein einfacher Anruf bei der Polizei genügt ( suizidgefährdet und betrunken und im Auto) und die Verantwortung ist wieder da, wo sie hingehört .... und Du kannst ruhig Deinen Tag gestalten

    Was daraus entsteht, ist nicht Deine Verantwortung, sondern seine ... er hat den Stein ins Rollen gebracht

    LG
    hagebutte

    Zitat

    Wieso macht er das???


    Weil´s einstarkes Druckmittel ist .... und ja auch funktioniert .... die Verantwortung für sich selbst einem anderen Menschen aufdrücken .... Dir ....meine Phantasie dazu.
    Sollte er wirklich verzweifelt sein und etwas ändern wollen, weiß er sicher welche Schritte notwendig sind

    Zitat

    Ich WILL das alles nicht mehr!


    dann drück die Veranwortung für Dein Wohlbefinden nicht mehr einem anderen Menschen auf .... Ihm
    Solltest Du wirklich verzweifelt sein und etwas ändern wollen, weiß du sicher welche Schritte notwendig sind

    Schmerzhaft ist es ohne Zweifel (für beide gleichermaßen) ... da kann ich mitreden (selber Co-Abhängig)
    Co und Alkoholiker sind beide krank
    Und jeder für sich muß seine Erkrankung annehmen und entsprechend HANDELN, vielleicht zuerst im Inneren und dann im Außen .... aber handeln auf jeden Fall

    vielleicht ein bischen hart, aber herzlich gemeint
    Viel Kraft
    hagebutte

    Code
    .....,doch nun hat er mich wieder in seinen Bann gezogen!

    na dann hat er ja erreicht, was er mit dieser Aktion bewirken wollte, oder?
    Wo bleibt Deine Wut?

    Code
    Wie stellt man sein Herz ab???


    vielleicht geht das im Moment nicht .... aber den Verstand einschalten geht schon

    LG
    hagebutte