Beiträge von Nele 43

    Hallo Zwetschke,
    ich habe Dich eben erst gelesen und ich bin gerade in der gleichen Situation...in 7 1/2 Jahren mit 2 LZ war er jetzt als längstes! 1/2 ohne Alk, das war das 1/2 Jahre als wir zusammen in einer Wohnung wohnten, seit Dienstag vor Ostern ist er weg und kampiert bei seinen alten Saufkumpanen...es bestand kein Kontakt, obwohl ich schon versucht habe das er "aufweckt", ich wollte es nicht glauben...auch wir hatten viel vor, sonst wären wir nicht erst nach all den Jahren zusammengezogen...gestern erfuhr ich durch Zufall das er schon einen Mietvertrag gemacht hat und auf das OKAY der Leistung von Harz 4" wartet...wie ich mich fühle muß ich nicht sagen...er ist noch hier gemeldet und ich könnte mir vorstellen das er hier rausräumt wenn wir nicht da sind, aus lauter Feigheit...im Moment sind mir die Hände gebunden, ich krieg ihn ohne seine Unterschrift hier nicht aus dem Mietvertrag und ich kann auf dem Amt die mir zustehende Miete von ihm nicht beantragen, seinen Mietanteil, ich bekomme einen Teil vom Amt wegen meines geringen Einkommens, und wenn sein Mietanteil wegfällt weil er den storniert, müssen mein Sohn (11) und ich wieder für 2 Parten beantragen, der 3te fiel ja auf ihn...im Moment koche ich, zumal er noch Geld beantragt für die Ersteinrichtung und eh keine Lust zum Arbeiten hat, denen geht es zu gut, und was ist mit uns?Muß man erst zum Suchtkranken werden? Sorry! aber im Moment koche ich, da kann ich erstmal leider nicht an die Krankheit denken, ...ist auch nicht immer nur diese, bin bestimmt etwas vom Thema abgekommen, ich eröffne heute oder morgen ein neues Thema, entschuldigt bitte und liebe Grüße
    Nele

    Hallo an euch alle,
    also ich habe schon seit etlichen Jahren, seit ich in dieser Alkoholiker-Beziehung bin Eßstörungen in dem Sinne das ich nichts esse, nicht kann, weil einfach alles zu viel wird im Mund und ich das gar nicht schlucken kann....Wenn ich Probleme seelischer Natur habe geht mit essen gar nichts oder so gut wie gar nichts...wahrscheinlich nehm ich mir im allgemeinen keine Zeit dazu, nur dann wenn ich in "Ruhe" bin es es mir gut geht...ist seit 1 1/2 Wochen schon wieder nicht mehr der Fall... :( Ich denk mal das das auch schon in meiner Kindheit begründet lag, schon als ganz Kleine nahm ich mir keine Zeit zum Essen, es hat wohl Stunden gedauert bis ich wenigstens etwas, beim Märchenbuch vorlesen, gegessen habe und ich mußte wohl auch immer spielen...somit nahm ich mir keine Zeit dazu, alles "Nebensächlichkeiten", es gab wohl immer schon "Wichtigeres" als Essen.. :shock: und dann kam noch die Beziehung mit dem Alkoholiker dazu, da ging ja schon mal gar nichts mehr.... :(:( Ich bin schlank und nicht so sehr groß, aber 1...2 Kilo mehr würden auch noch gut aussehen. :lol: In meinen schlimmsten Zeiten und als ich noch nicht angefangen hatte was für mich zu tun und mir selbst Hilfe zu holen war ich oft schon fast der Magersucht nahe... :shock: Jetzt krieg ich dies schon was besser hin, wird auch wieder,...ich bin am Absprung,...aber dies schreib ich woanders,
    liebe Grüße Nele

    Hallo Biene,
    auch ich mußte die Erfahrung machen das man nur Verständnis von den Menschen erhalten kann, die sich entweder in der gleichen Situation befinden oder befanden...und der Weg raus ist für uns alle schwer...eben auch für den Betroffenen selbst. Ich habe auch ab und zu im Alkoholiker-Forum gelesen und habe auch Bekannte die schon länger trocken sind...aber auch ich kann mich noch nicht so richtig mit der Krankheit identifizieren und mich und den Betroffenen mit der Machtlosigkeit annehmen. Es ist sehr schwer. Auch ich habe für mich so den Gedanken das mein Partner noch nicht mit dem Trinken abgeschlossen hat, er ist noch nicht so weit, aber ich möchte nicht mehr mit dem Trinken leben. Auch ich liebe meinen Partner.Wenn ich Deine Zeilen lese habe ich ein ähnliches Gefühl...Du wirst Deine Zeit brauchen und allmählich eine Ruhe aufbauen und auch müssen, auch der Kinder wegen, ich habe einen Sohn, er ist 11 und macht das leider!!!schon fast 8Jahre mit, aber ich bin schon ein ganzes Stück gelaufen, auch wenn es wieder mal sehr zurück geht. Du wirst Deine Hilfe finden und Dir überlegst was Du für Dich möchtest, ich möchte auch einen trockenen Partner und glücklich sein, der arbeitet, er tut es auch nicht so wie man es möchte....ich seh da ähnliches in Deinen Zeilen wie bei mir. Verständnis für mein ewiges Zaudern und bei ihm bleiben krieg ich auch von niemand der es nicht selber kennt. Ich hoffe das wir eine Entscheidung treffen können, auch wenn es etwas dauert.Ich wünsch Dir erstmal eine gute Nacht,
    liebe Grüße Nele

    Hallo liebe Biene,
    willkommen bei uns, hier wirst Du beim Lesen merken wie sehr sich doch unsere Lebensgeschichten ähneln und merken Du! bist nicht allein! Ich bin auch so froh das ich dieses Forum für mich gefunden habe und es hat mir schon sehr geholfen, wenn man auch nicht immer gleich alles in die Tat umsetzen kann,...manchmal braucht es seine Zeit. Auch ich bin im Moment wieder in einer Situation die mir nur allzugut bekannt ist, auch mein Partner hat schon 2LZ hintersich und immer nur Trinkpausen, nicht länger als 1/2 Jahr! Seit einigen Tagen kämpfe und lese ich mich hier wieder extrem durch und es hilft!!!
    Geh es ruhig an und Du wirst einige Dinge für Dich finden und umsetzen können, die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. Ich wünsche Dir alles Liebe, liebe Grüße Nele

    Hallo ihr alle,
    ich finde das sehr gut was Boerni uns hier in unser Forum geschrieben hat, es ist im Moment auch sehr wichtig für mich da meine Situation im Moment auch wieder so ist das ich wieder mal versucht bin mich zu trennen. Ich habe mir seine Worte rausgeschrieben, was die Sucht betrifft, es liegt hier neben meinem Computer und ich lese es immer wieder...ich bin auch trotz der vielen Enttäuschungen immer wieder hin und her gerissen,...aber sehr aufschlußreich und hoffentlich auf Dauer hilfreich Boernis Worte. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend,
    lg Nele

    Hallo liebe Gartenarbeit,
    ja, ich bin auch traurig,...man hat so viel Kraft und Liebe gegeben das man selber manchmal schon fast umgekippt und reif für die Psychatrie war...um wieder feststellen zu müssen...man hat verloren...ob es wirklich immer an der Krankheit liegt..gerade bei ihm ist leider auch noch eine andere Art Sucht mit im Spiel. :( Ich weiß das ich nicht dafür kann und das ich das alles nicht verursacht habe)..dafür sind die Menschen verantwortlich die ihm hätten Liebe und Geborgenheit geben sollen. Was mich so traurig stimmt ist, das es uns wahrscheinlich nie vergönnt sein wird richtig glücklich und "gesund" zusammen zu sein können...eher das wir uns trennen müssen, der eine kann nicht wie der andere...zum Glück das ich nicht trinken muß! Ja, ich kenne das, man hat auch in trockenen Zeiten (es war jetzt das längste ein halbes Jahr!) immer das Gefühl man kennt ihn so wenig und ist doch auch immer nie so richtig in innerer Ruhe...man hat so viel! Enttäuschungen erlebt. Irgendwie genieße ich ja auch immer mehr die Zeit, das ich keine Angst zu haben brauch er haut ab, oder er ist schon weg wenn ich komme etc. Es war extrem, er war Tage und Wochen! weg....Und doch ist er auch liebenswert, er ist ein sehr ruhiger, verschlossener Mensch und genau das scheint das Problem, er redet zu wenig mit mir, teils als Rücksichtnahme weil ich eh schon die schlimmen Sachen weiß was alles so war, teils weil er der Meinung ist er hätte kein Problem...das konnte ja nicht gutgehen auf Dauer, viell. will er auch noch nicht...Ja, ich bin kaputt durch die vielen Jahre und war doch immer wieder da....
    Oh ja, hier war auch super Wetter und wir haben versucht es zu geniesen, wir haben einen schönen Garten...jetzt natürlich allerhand zu tun, aber ich mach mir im Moment nicht so den Streß....wie in der Entscheidung: Abwarten,...morgen geht auch noch was :lol: Bin eigentlich bißchen hektisch und neige zum Streß :wink: Hier das Forum tut so gut und ich bin so dankbar, ich wäre die letzten Tage sonst fast wieder umgekippt und hätte aus lauter Wut und Enttäuschung dann wieder Dinge getan die ich viell. bereut hätte...es ist mein Strohalm!
    liebe Grüße Nele :)

    Hallo an alle,
    so, nun sind die langen Feiertage vorrüber und man war wie so oft allein. Ich bin nur immer mehr dankbar das ich meinen Sohn habe und es ist in den letzten Monaten auch immer besser geworden das man sich mehr auf ihn und auf sich konzentrieren kann. Wenn es auch manchmal nicht für lange anhält, "die gute Zeit", aber paar Stunden klappt es schon ganz gut.Mein Sohn(11) hat mich heute schön "begrillt"...aber er merkt schon das Mutti traurig ist und kommt oft schmusen...Mein "Lebensgefährte" (kann man eigentlich nicht sagen wegen der wenigen Zeit die wir in den fast 8Jahren zusammen waren), er ist nun seit einer Woche weg und keinen Kontakt. Das Gefühl sagt mir das er sich eine Wohnung suchen wird, auf Dauer kann er wohl nicht mit den anderen alk. Menschen zusammen "kampieren"...ist auch nicht mein Problem, aber die entgüldige Entscheidung meinerseits konnte ich ihm noch nicht schreiben, meine Angst vor der Konfrontation und vor meinem erneuten "Umkippen" ist noch groß, man kennt ja auch den Menschen hinter der Krankheit. Ich habe viel gelesen hier am abend und lese so viel "Gleichheiten"...Feiertage weg, wiederkommen....wieder schafft man es nicht...die Gedanken kreisen, was ist wenn er endgültig aus Deinem Leben ist etc. Hat man die Liebe verloren oder ist tatsächlich mehr Abhängigkeit im Spiel...? Aber etwas muß passieren, mir fehlt sonst Miete und er hat auch noch alle Schlüssel von hier etc. Die ewige Ungewissheit und Warten das irgendwas geschieht...läßt mich nicht so gut zur Ruhe kommen. Morgen gehts wieder auf Arbeit, da kommt wieder etwas Ablenkung in mein Leben, obwohl mein Körper geschwächt ist, zu wenig Schlaf(es ging nicht) und auch essen klappt immer nicht in schwierigen Zeiten. So, jetzt möchte mein Sohn noch ran, ich schau dann später noch mal rein,
    bis dahin liebe Grüße Nele

    Hallo kleinerfisch
    herzlich Willkommen hier bei uns! Deswegen sind wir alle hier und wenn Du Dich mal etwas durchliest wirst Du merken wie sehr sich unsere Geschichten doch ähneln. Du wirst Dir sicher die nötige Hilfe, auch wenn es erst mal nur für den Moment sein sollte, holen können. Mir geht es im Moment auch so. Ich wünsche Dir ein paar schöne Stunden und noch einen sonnigen Ostermontag,
    liebe Grüße Nele

    Schöne Ostern... und ich danke den Betroffenen für die erklärenden Worte.
    Ich bin eine Angehörige und im Moment seit ein paar Tagen wieder in einer Situation die ich seit einem halben Jahr nicht mehr hatte. Im Moment geht es mir sehr schlecht und ich lese mich mal wieder kräftig durch. Ja, die Sucht beherrscht auch mich....eben die eines Co. Ich bin dankbar von den Betroffenen lesen zu dürfen um ein wenig Verständnis aufbauen zu können (es zumindest zu versuchen) um damit es mir etwas besser geht,
    einen schönen Ostersonntag euch allen!
    liebe Grüße Nele

    @Karotte:ich habe noch keinen Kontakt aufgenommen...(ich bin stolz auf mich),ich geh jetzt mit meinem Sohn, Stickzeug und Musik und meinen helfenden Büchern in den Garten und versuche abzuschalten
    @Kathrin:im Moment sagt mein Innerstes: NEIN!...Im Moment nehm ich keinen Kontakt auf, ich muß mein Selbstwertgefühl aufbauen, wer bin ich...?
    Ich müßte schon viel weiter sein, ich habe ja schon vor einigen Jahren angefangen was zu tun, SHG, Terapie, Bücher..und ganz wichtig in den letzten Monaten: hier das Forum!Es hilft mir sehr...ich habe mich aber in Bezug auf das jetzt Zusammenleben in Sicherheit gewogen und nicht erwartet das die alten Verhaltensweisen wieder so auftauchen. Ein halbes Jahr...so lange ging es noch nie gut...ich habe es noch nicht verinnerlicht die Machtlosigkeit der Sucht gegenüber und das man immer mit allem rechnen muß...es kam wieder sehr plötzlich und unerwartet, das hat mich so tief runtergezogen!
    Aber jetzt gehen wir erst mal in den Garten....super Wetter hier und ich versuche uns einen schönen Tag draus zu machen....leider kann das alle paar Minuten wieder anders sein...aber irgendwie schaffen wir das...
    Ich wünsche euch erstmal auch einen schönen Ostersonntag und bis dann heute Abend,
    sonnige Grüße von hier, Nele

    Hallo ihr zwei,
    und vielen Dank für eure aufmunternten Zeilen. Ich weis im Grunde auch was ich tun müßte, das weis ich schon lange...was mich in dieser Situation momentan abhält ist, das es jetzt ein halbes Jahr gutging und ich mit einem Rückfall nicht gerechnet habe. Ich weis noch nicht mal ob Rückfall der richtige Ausdruck ist, ich vermute das er immer nur Trinkpausen einlegt, nach all seinen Terapien war er immer nur kurz "trocken". Das halbe Jahr jetzt war die längste Zeit, ich denk auch er ist noch nicht so weit, ich kann heute und morgen auch noch nicht die Entscheidung treffen, er kommt nie wenn ich sagte er soll sein Zeug holen, er kam immer wenn nichts mehr ging...so nach dem Motto: "Sie ist immer für mich da und ist mein Halt"...Streit oder Agression gibt es bei uns nicht, er ist eher ein ruhiger Typ, und das macht es auch so schwer für mich, mein Wissen um ihn. Ich möchte schon ein Leben mit ihm aber nicht so wie es immer war und leider auch wieder ist. Ich zergrübele mir den Kopf und finde keine Entscheidung. Ich geh dann wieder mit meinem Sohn in den Garten und da kommen auch immer Erinnerungen hoch, an schöne Stunden aber auch daran, wie oft war ich alleine da war. Könnt ihr mir raten ob mein momentanes Nichtstun gut ist oder wie verhalte ich mich?
    Euch auch sonnige Grüße und seit gedrückt
    Nele

    Liebes Julchen,
    Danke für Deine lieben Zeilen, ja, ich weis das ich abspringen kann...ich hatte es die Jahre mehrmals versucht und es nie wirklich geschafft. Im Moment tu ich gar nichts...ob das der richtige Weg ist? Ich kann ihm noch nicht mal sagen oder schreiben das wir ihn nicht mehr wollen, die Angst vor einer Konfrontation mit ihm ( ich liebe ihn immer noch) und das er mich verläßt! sitzt tief. Im Moment weis ich nicht was ich machen soll, vorgestern mit einem kurzen Telefonat mit ihm, ich hatte ihm gesagt er solle nicht kommen und Zeug holen wenn ich nicht da bin, war er, im Hintergrund die Saufkumpane, auf dem Level er wöllte sein eigenes Leben leben und ich enge ihn ein...Das hat mir so Angst gemacht, obwohl ich denke er will so leben wie er jetzt seit 5Tagen wieder "lebt". Ich weis nicht wie ich mich jetzt richtig verhalte.
    Liebe Grüße und sei auch Du gedrückt, Nele

    Hallo liebe Elocin,
    danke für Deine schnelle Antwort.
    Ja, was möchte ich?
    Ich habe noch große Gefühle für ihn und ich kenne auch den Menschen hinter der Krankheit, ich kenn ihn besser als je ein anderer und weis um seine schlimmen Erlebnisse die ihn so geprägt haben...aber ich habe keine Schuld ich (wir, mein Sohn auch) leiden. Ich denk ich bin noch immer nicht so weit ihn zu verlassen, obwohl ich dies nie wieder erleben wollte. Ich habe für mich noch nicht die Machtlosigkeit der Sucht erkannt und nehm es auch persönlich, man kann nicht alles auf die Sucht schieben. Oder doch? Im Prinzip muß ich feststellen das alles so iist wie schon all die Jahre...Ich bin hin und her gerissen, selbst betroffene Alkoholkranke (trockene) raten mir ihn endlich mal nicht wieder zu nehmen, viell. ist er noch nicht zu tief gefallen...da muß er aber aus meiner Wohnung abgemeldet werden und ausziehen (vor einem halben Jahre zog er ein!) Wie gesagt, es ist ein Zwang für mich mich nicht mit ihm in Verbindung zu setzen und keine Mail etc. zu schicken...er ist wieder voll drauf ...und ich auch! Muß aber nicht was passieren? Wenn er seinen Mietanteil auf "Eis" legt fehlt mir auch das Geld...ich weis mir im Moment keinen Rat. Aber ich bin seit Beendigung seiner ersten LZ vor 3Jahren wenigstens schon so weit das ich mich abgrenze. und genau deshalb sind wir so oft getrennt weil er unter Alk. nicht mehr zu mir kommen darf.
    Ich bin sehr traurig und der Schmerz sitzt tief...
    Liebe Grüße Nele

    Hallo an alle,
    nachdem ich in letzter Zeit mehr gelesen habe und in anderen Beiträgen geschrieben habe...mal was von mir.
    Im Moment geht es mir schlecht und ich bin seit ein paar Tagen wieder in ein so großes Loch gefallen wie schon so oft in den letzten fast 8Jahren. Ich hatte mich schon letztes Jahr vorgestellt. Also, ich bin schon seit einigen Jahren mit einem alk.kranken Partner zusammen, er hat 2LZ und viele Rückfälle hinter sich. Die letzte LZ war voriges Jahr Sommer vorbei und nachdem er kurz danach erneut rückfällig (was Tage und Wochen sind) hatte, haben wir es doch gewagt zusammen zu ziehn, er wollte keinen "Rückzug" mehr in seine Wohnung und ich hatte auch gedacht das es funktioniert....Hatte aber auch große Bedenken...Ich habe gewisse Anforderungen gehabt, d.h. das er arbeitet und sich auch sonst mehr am Familienleben (mein Sohn ist 11) beteiligt. Wir haben auch einen gemeinsamen Garten. Er bekam über die Diakonie eine Euro-Job für trocken werdende Alkoholiker, und ab Mai sollte eine ambulante Terapie beginnen (von Geburt an hat das Schlimmste erlebt und das sollte er mit aufarbeiten) Die ganzen Jahre war er im Grunde genommen mehr weg als da und leider spielt da nicht bloß der Alkohol eine große Rolle sondern auch noch andere Sachen die man als Partner nicht akzeptieren kann...ich jedenfalls nicht...Es ging jetzt alles ein halbes Jahr gut, bis der Job auslief und die neuangebotene Arbeit über die Diakonie ihm auch mal wieder keinen "Spaß" machte...er ließ sich nach einen Tag krank schreiben...Alte Verhaltensmuster war mein erster Gedanke...und das habe ich ihm gesagt. Seit letzter Woche ist er wieder weg(alte Verhaltensmuster) und kampiert in alten Kreisen....Vorgestern war er da als wir nicht zu Hause waren und hat seinen Rechner und paar Klamotten geholt und seinen Anteil am Wirtschaftsgeld mitgenommen, als ich ihn anrief und fragte was das sollte meinte er das ist sein Anteil und da er nicht mehr bei mir wohne wäre es sein Recht. (Ich hatte ihm nach der ersten Nacht seines Fernbleibens einen Zettel an das Auto gemacht, er solle seine Sachen holen und sich wegen des Auszugs kümmern (meine alten Verhaltensmuster). Ich sehe keinen Weg mehr vor mir und ich bin seit Tagen wie "betrunken"...der Morgen ist nichts mehr wert und ich quäle mich über den Tag und nachts kann ich kaum schlafen und bin früh zeitig wach und die quälenden Gedanken der Realität sind allgegenwertig. Ich sehe das sich nichts geändert hat und ich eine Entscheidung treffen muß (wie schon so oft, was ich nicht lange aushielt), immer wieder war ich inkonsequent, ich liebe ihn trotz allem?,.Mein Sohn macht das alles schon die ganzen Jahre mit, er tut mir so leid und trotzdem finde ich nicht raus...im Gegenteil ich habe Angst das der "Alki" nicht mehr will, weil er nicht so leben kann und will...Arbeit, Familie, geregeltes Leben...ohne das Suchtmittel. Rückblickend sage ich das ich wieder an dem gleichen Punkt bin wie all die Jahre und auch das Gefühl habe das er die LZ nur wegen mir gemacht hat, er wollte nicht das ich ihn verlasse. Ich bin selbst in Terapie, ist aber leider nicht jede Woche und ich lese in Büchern, SHG hat mir nicht so viel gebracht, hier im Forum fühle ich mich wohl und helfe mir, aber den Schritt muß ich tun....Nach der ersten Wut und Enttäuschung spüre ich wie immer eine Hilflosigkeit und ich warte auf was, auf was? Durch den Zusammenzug ist es auch nicht mehr so einfach, Sachen nehmen und weg....ich weis nicht wo er ist, nur das er mit den alten Saufkumpanen wieder wie immer zusammen ist und dort kampiert. Aber was sonst so läuft...man sitzt wie auf einem Pulverfaß....Die Angst und Unruhe ist allgegenwärtig und ich bin wie gelähmt... :(
    Ich freu mich auf eure Antworten und grüße euch in den schönen Ostersonntag, liebe Grüße Nele

    Hallo Thelma,
    ich merke für mich in letzter Zeit immer mehr verstärkt wie schwierig es ist mit einem trocken werdenden Partner zusammen zu leben...nach mehrmaligen Trennungen(richtiges Loslassen war es nicht, so weit war ich nie, aber räumlich und das über Wochen und Monate...), 2LZ und mehreren Rückfällen sind wir vor einigen Monaten zusammengezogen, und jetzt merk ich eben wie schwer es ist nicht wieder in alte Gewohnheiten reinzuverfallen,...sie sind teilweise schon wieder da, und wie schon mal jemand schrieb, es ist auch bei dem "trockenem" Partner die Manipulation noch teilweise allgegenwertig, und damit habe ich auch in meiner Phase der Genesung tüchtig dran zu knaubeln. Momentan wissen wir auch nicht ob wir noch zusammenbleiben, das Vertrauen in ihn ist weg, da liegt aber nicht bloß am Alkohol, ist ein anderes Thema, aber dies hat mich mehr verletzt als alles andere und ich brauche meine Zeit um es wieder zu "finden", leider wurde ich immer wieder eines Besseren belehrt. Es gibt Tage da geht es mir richtig gut und da kann ich auch ganz gut "loslassen", andere Tage wieder ziehen mich Kleinigkeiten, die mich an die nassen Jahre erinnern wieder so runter das ich Schwierigkeiten habe mich da wieder rauszuholen,... heute ist so ein Tag...Ich habe aber das Gefühl das jeder von uns versucht sein Bestes für die Beziehung zu tun, aber für uns Angehörige ist eben auch viel in den Jahren passiert wo wir Mühe haben es irgendwie so aufzuarbeiten das man harmonisch zusammen leben kann. Auch der trockene Partner erwartet wohl zu viel, ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, es sind nicht bloß wir, und das macht die Sache nicht immer einfach. Man sieht es mir an wenn es mir nicht gutgeht, ich kann es nur teilweise überspielen und versuche mich abzulenken,...klappt aber nicht immer so und dann geht es in Vorwürfe und Streit über, leider! Ich wünsche Dir "gutes Gelingen" ...
    liebe Grüße Nele

    Hallo Thelma,
    das ist schön das Dein Mann sich auf den "Weg gemacht" hat und Du so voller "froher" Erwartungen bist. Selber fragst DU Dich selber ob Du nicht zu viele Erwartungen an ihn (euch) stellst...Mag sein, ich habe bei meinem Partner seiner ersten Terapie geglaubt es ist alles gut und es erwartet mich ein "neuer" Mannn..heute seh ich das anders, er hat schon die zweite hinter sich...aber ich denk auch Du durch Dein vieles Lesen und Schreiben hier im Forum weist Du schon wie "hoch" die Erwartungen sein können, denn es geht ja nicht um ihn sondern auch um Dich und wie ihr mit der neuen Situation umgehen könnt, dafür haben uns die Jahre so gezehrt...Für mich ist es bis heute nicht immer einfach und ich muß sehr an mir arbeiten und beachten das ich nicht allzu in alte Verhaltensmuster verfallle. Nun bist Du so hibbelig und ich freu mich für Dich...das wird schon alles irgendwie werden und ich freu mich von Dir zu lesen und sende Dir liebe Grüße Nele

    Hallo Antje,
    es ist wirklich schwer den Standpunkt zu verteten und zu sagen:"Geh weg und komm nicht wieder!"..und dann auch noch so "fest" zu sein und es durchzuziehen...Man ist sich noch nicht sicher und fragt den "Partner" was er möchte...nicht was man selber möchte,...das weis man zwar aber man ist noch nicht so weit um es umzusetzen und ihn wegzuschicken. Und da überläßt man eben ihm die Entscheidung weil man keine Kraft hat...das Bsp. mit dem Baum und den Früchten trifft es auf den Kopf und wir wissen es! Ich kenn das auch so gut und habe die letzten Jahre auch so "rumgeeiert", man kann nicht verlassen und man möchte nicht verlassen werden...sie tun uns nicht gut und doch steckt man mittendrin und schafft es ("noch") nicht! Du wirst die Entscheidung treffen wenn Du soweit bist, ich habe mich da immer an einen guten Vers aus einem meiner Tagessprüche gehalten: "..wenn Du nicht weist was Du tun sollst dann tu erst mal nichts...." mir hat es geholfen, ist zwar nicht ein "Allerheilmittel" und irgendwann muß man sicher eine Entscheidung treffen. Ja, diese verbalen Verletzungen userer Seele haben unser Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl ganz schön in den Keller gedrückt, aber wir kommen da raus, entweder mit oder ohne ihnen...
    Ich sende Dir liebe Grüße Nele

    Hallo Oskar,

    NEIN!!!!... Du bist nicht Schuld, an nichts was Dein Partner tut oder auch nicht tut. Auch ich habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht, ...hätte ich das nicht gesagt...hätte ich das nicht gemacht etc....Jeder Mensch trifft seine eigenen Entscheidungen und macht was er machen will, und mit der Sucht ist das ja dann noch viel schlimmer, da ja ein Zwang dahinter steckt. Es ist ja auch so einfach sein eigenes Schuldgefühl auf andere "abzuwälzen"...Im Grunde kannst Du tun was Du willst,...Du kannst "verrücktspielen", Du kannst "lieb" sein..egal was auch immer, es wird sich solange nichts ändern wie er das nicht will,...und viell. weis er ja selber noch nicht das er ein Problem hat...Ich habe das volle Programm hinter mir, im Moment sind wir beide dabei jeder was für seine eigene Genesung zu tun, aber auch das muß jeder für ich entscheiden.
    Wichtig ist das Du Dir keine Schuldgefühle mehr einreden läßt, manchmal ist es besser den Raum zu verlassen oder ganz wegzugehen...
    Kümmere Dich sehr um Dich, es gibt gute Literatur,SHG hat mir auch sehr geholfen und wichtig ist Dein Kind (ich habe auch eins und mache mir heute große Vorwürfe das ich das so viele Jahre mitgemacht habe und nicht immer die Mama sein konnte die er gebraucht hätte)....!Ich wünsche Dir alles Gute und freu mich von Dir zu lesen, liebe Grüße Nele

    Liebe Chanell,
    schön das Du auch hierher gefunden hat. Auch ich kenn all diese Gefühle und den Druck etwas tun zu müssen und es ist tatsächlich wie ein Entzug gewesen wenn er mal paar Tage nicht da war(war ja meist der Fall) oder wenn man nichts gehört hat...irgendwann habe ich mir dann so "geholfen" das ich seine Tel Nr. gelöscht habe, weil immer dieser "Zwang" da war in zu kontaktieren, wenn ich es schon mal paar Tage ausgehalten hatte. Es ging mir auch immer elend, anfangs wußte ich nicht das ich "verrückt" geworden bin...als ich merkte das auch ich krank bin habe ich mich auf den Weg gemacht...In den letzten Monaten ist dieses Forum meine Hilfe und mein Halt wenn es mir wieder mal schlecht geht und die Gedanken an die Vergangenheit verrückt spielen und mich runterziehen,...aber ich habe mit SHG und Terapeut sehr gute Erfahrung gemacht. Es hilft ganz toll wenn man liest man ist nicht alleine und das was einen quält kann man hier "loswerden" oder man liest bei anderen wie sie sich helfen. Ablenkung ist ganz wichtig, ich habe wieder angefangen alte Hpbbys aufzunehmen...hatte ich Jahrelang keine "Zeit" und keine "Kraft",...
    Ich sende Dir liebe Grüße und viel Kraft
    Nele

    Hallo Angelika,
    eigentlich wollte ich etwas zu Deinem Thema schreiben aber nun laß ich Deine letzten Beiträge und da kann ich verstehen das sich diese Überlegungen wohl "erstmal" erledigt haben..Ich bin auch sehr erschüttert was nun auf Dich und Deinen Mann zukommt und die erschreckende Diagnose. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und versuch Dich auch um Dich und Deine Genesung zu kümmern, ich wünsche Dir alles Gute und liebe Grüße Nele