Beiträge von Maruschka

    Hallo Caro,

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    ER IST EINFACH NUR AUFGEREGT!weil ER für 6 personen den kochlöffel schwingt und UNSICHER ist.er hofft das alles super duper lecker wird,jedoch traut er es sich NOCH nicht so wirklich zu...das erzeugt stress bei IHM,welchen er irgendwo loswerden muss,lächel...ganz einfach.


    O ja, kann ich gut nachvollziehen. Mein Mann ist ähnlich gepolt in stressigen Situationen. Und wenn ich jetzt ehrlich bin, ich auch (aber nur ab und zu, grins...). Und mir gelingt es auch immer besser, mein Ego ein bißchen zurückzunehmen und nicht gleich total beleidigt zu sein, wenn mein Mann ein bißchen quengelig ist. :lol: Ist doch wirklich einen Streit gar nicht wert.

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    ich bin glücklich...und fühle mich und meine gefühle..

    es ist ein sehr schönes gefühl befreit glücklich zu sein...


    Schon allein das zu lesen, macht mir ein schönes Gefühl. Freu mich für dich.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Manfred,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Ich musste gerade herzlich lachen, als ich folgendes las, da ich in meiner letzten Psychotherapiestunde einen ähnlichen Vergleich (mit Dominosteinen) gemacht habe:

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    Im Grunde kann ich dem Schicksal dankbar sein, dass der erste Dominostein angestoßen wurde, sonst hätte ich das ganze weitere Leben unter einer Glocke verbracht und nichts geschnallt.

    Bei mir war auch das Lesen des Buches "Um die Kindheit betrogen" ausschlaggebend, dass ich endlich aufgewacht bin,

    Ich wünsch dir viel Erfolg auf deinem Weg. Es lohnt sich, ihn zu gehen. Auch wenn es immer wieder mal zu Rückschlägen kommt. Nur nicht entmutigen lassen.
    :D

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Weitsicht,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort zu meiner Frage. :)

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    Dieses Schweigen des mystischen Weges verbindet religionsübergreifend alle Menschen und es verbindet Gott mit dem Menschen und mit der ganzen Schöpfung. Und wenn wir uns in unser inneres versenken, werden auch die brachliegenden Liebeskräfte im Menschen wiederbelebt, werden Ordnung, Ganzsein und Mitgefühl wieder wachsen und dies alles sind religiös übergreifende Erfahrungen.


    Ich bin jetzt nicht besonders gläubig. Und würde daher für mich "Gott" mit " die Höhere Macht" austauschen. Ich hoffe, das ist in Ordnung für dich? Meditation ist für mich ein wichtiger Bestandteil geworden auf meinem Weg. Das hätte ich früher nicht geglaubt.

    Du schreibst, dass du auch meditatives Tanzen gemacht hast. Bei uns wird das auch angeboten. Was genau kann ich mir da vorstellen?

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    Ich weiss, dass nur die Liebe heilen kann.


    Die Liebe zu sich ist das Wichtigste. Das habe ich jetzt auch begriffen. Nur dann ist es möglich, diese Liebe auch zu leben und an andere zu schenken.


    Freut mich, dass du schon Erfolge beim Abnehmen hast. :D

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    beim Box-Training


    Mit dem Personaltrainer, oder wie darf ich das verstehen? :lol::lol:

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    Einmal bemerkte ich heute, ganz kurz nur, darf es mir so gut gehen, ohne dass jetzt was schlimmes passiert.
    Das war eindeutig von meiner Mutter das Muster. Kam ich gutgelaunt nach Hause, hatte sie immer was parat, um mir meine gute Laune zu nehmen.
    Das möchte ich heute nicht mehr zulassen, hat mir viele unbeschwerte Tage in meinem Leben genommen. Bin froh darüber, dass ich es merken kann


    Es darf uns gut gehen. Ein wunderschöner kurzer Satz, den wir uns nicht oft genug sagen können. Wir haben das verdient. Jaaaaaa..... :lol:

    Liebe Grüße und weiter viel Erfolg.
    Renate

    Hallo Weitsicht,

    ich habe mir gerade dein Buch bestellt. Hab mal nachgeschaut, um was es geht und es hat mich sehr angesprochen. Ich bin mir jetzt nicht so sicher, aber ich glaube eine Freundin von mir hat es auch schon gelesen (kam mir wenigstens jetzt bekannt vor mit den Märchen und Mythen).

    Darf ich dich fragen, was für dich Spiritualität bedeutet? Da gibt es doch ziemlich unterschiedliche Bedeutungen. Brauchst aber nicht zu antworten, wenn dir das zu persönlich wird. :):wink:
    Für mich bin ich noch ein bißchen auf der Suche, was es für mich bedeutet. Die Klinik, in der ich war, hat einen spirituellen Ansatz. Z.B. auch viel Meditationsangebote. Ich hatte hier einige Erlebnisse, die auf einem spirituellen Behandlungsansatz beruhten. Vorher war ich gar nicht offen für diese Richtung. Habe mir die Klinik aber bewußt wegen dieses Ansatzes ausgesucht. Seltsam, nicht wahr? Konnte mich auch auf viele Dinge gut einlassen und bin daher für einige Gedanken wesentlich offer als früher. Wobei es aber hinsichtlich dem was als Spiritualität bezeichnet wird noch viel gibt, was für mich aber noch eher befremdlich ist. Aber wie gesagt, mein Denken hat sich hier wesentlich verändert. Es ist da nicht mehr so beengt.

    Heute habe ich meinen letzten Urlaubstag. Morgen ist bei uns Feiertag :D . Am Mittwoch geht es dann wieder los.
    Einfacher wird es dahingehend, dass ich morgens und mittags nur für mich verantwortlich bin bzgl. des Essens. Mein Mann will das ganze nicht so extrem angehen. Ich hab mir z.B. ein Spezialmüsli zusammengemischt. Er isst halt dieses zucker- und fetthaltige ungesunde Fertigzeugs. Es ist halt schwierig, da er von "gesundem" Essen nicht so begeistert ist und da ist viel Überlegung angesagt, was ich koche und wie ich es zubereite. Ich will ja auch nicht endlose Zeit in der Küche verbringen. Abends koche ich dann. Da wird es insoweit schwierig, weil es schnell gehen soll und oft nicht so viel Zeit ist, z.B. Gemüse zu schnippeln und frisch zuzubereiten. Aber ich denke, das werde ich irgendwie in den Griff kriegen. 8)

    Liebe Grüße
    Renate

    Liebe Weitsicht,

    das mit den Dickmachern und dem Entzug kann ich gut nachvollziehen. Sonntag Nachmittag war für mich immer schön zu meinem Kaffee auch ein schönes Stück Kuchen zu essen.. Heut gab es Quark mit Zimt und Kakao, ungesüßt. Sehr gewöhnungsbedürftig, so gar kein Zucker. Ich will jetzt ja auch nicht auf künstliche Süßstoffe zurückgreifen. Ich hoffe aber, dass durch diese Abstinenz meine Geschmacksnerven mit der Zeit wieder besser den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln aufnehmen können.

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    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Töchter von suchtabhängigen Müttern, grosse Probleme haben unseren Körper anzunehmen. Über unseren Körper leben wir unsere Gefühle. Meist fangen die Gewichtsprobleme in der Pubertät an, war bei mir genauso. Wie kann man sich auf sein Frau-Sein freuen, wenn die eigene Mutter damit grosse Probleme hat, umsonst schluckte sie keine Tabletten oder Alkohol runter.


    Aus meiner Sicht stimme ich dir hier uneingeschränkt zu. Auch meine Mutter hatte immer Probleme mit ihrem Körper (nennt sich bei ihr Adipositas - Fettsucht). Wie sollte sie mir dann etwas anderes beibringen können?

    Wenn ich immer bei dir über deine religiöse Erziehung lese, kommt bei mir immer die Wut hoch. Was so alte, lebensfremde Kerle (entschuldige den Ausdruck) in Kindern anrichten können mit ihren Thesen :evil: . Ich war zwar auf einer reinen Mädchenschule (Realschule), in der auch Klosterschwestern unterrichteten. Da kamen auch manche Dinge, die so im Nachhinein etwas befremdlich wirken. Aber so krass war es gottseidank nicht.

    Ich freu mich, dass wir unser Vorhaben gemeinsam angehen. Gegenseitige Unterstützung kann hier nicht schaden.

    Liebe Grüße
    und einen schönen Nachmittag noch.
    Renate

    Hallo Mali,

    ich wünsche dir ein gutes neues Jahr. :D

    Wie geht es dir jetzt? Hat sich mit deiner Mutter alles geregelt?

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    Nicht über alles die Kontrolle zu haben- oder besser gesagt, scheinbar die Kontrolle....
    Meistens kommt es eh nicht so, wie ich es mir vorstelle.

    Die Erkenntnis kommt früher oder später jedem EKA. Ich habe auch versucht Kontrolle auszuüben, damit alles so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Und es war dann manchmal eine Katastrophe für mich, wenn das Ergebnis dann ganz anders war.

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    Aber wenn ich auch noch mitleide, dann mach ich nichts besser. Sie hat meine Nummer, und weiß, dass sie mich jederzeit anrufen kann.


    Durchs Mitleiden kannst du deiner Mutter nicht helfen. Sie weiß aber, im Notfall kann sie auf dich zählen. Das ist wichtig.

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    Ich lasse mir nicht helfen, weil ich nicht hilflos sein will!

    Kann ich auch gut nachvollziehen. Ich mache auch viel selber mit mir aus. Als ich vor einiger Zeit einer Freundin erzählte, das es mir nicht gutging, frage sie mich: Und warum rufst du mich dann nicht an? Und ich dann nur noch sagte: Öh......
    Aber ich habe mir letztes Jahr Hilfe geholt, indem ich in eine psychosomatische Klinik ging. So weit brauchst du ja nicht gehen. :D
    Hast du schon mal daran gedacht, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen oder eine Psychotherapie anzufangen. Mit einer SHG habe ich jetzt zwar nicht viel Erfahrung. Aber es gehen einige hier noch zusätzlich zu einer realen SHG.

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    Aber wie ändere ich es?


    Tja, das Patentrezept gibt es nicht. Jeder hat seinen eigenen Weg. Lies dich einfach durch die verschiedenen Threads. Vielleicht kannst du was mitnehmen für dich.


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    Ich nehm nur einen Tag nach dem anderen


    Ist zur Abwechslung mal was anderes, nicht wahr. :wink: Nicht schon weit in die Zukunft planen, weil ... es kommt ja eh immer anders.

    Liebe Grüße
    Renate

    Liebe Weitsicht,

    ich wünsche dir ein gutes neues Jahr. Voller Klar- und Weitsicht!

    Nachdenkliche Gedanken zum Jahreswechsel? Find ich gut. Zu erkennen, hier ist etwas noch zu tun und sich bewusst darauf vorzubereiten. Fast eine Art Ritual. Und es hat nichts mit den üblichen guten Vorsatz-Überlegungen zu tun.

    Diese alten Kindheitsmuster zu erkennen und daraus zu lernen, du hast es schon so oft getan. Du wirst eine Lösung finden. Sie ist in dir drin.

    Ich drück dich ganz fest.
    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Caro,

    ich will dir jetzt nicht wieder Gefühle unterstellen, die du nicht hast. Oder dir Gefühle ausreden, die du doch hast. :wink:

    Ich möchte dir jedoch meine Meinung schreiben:
    Okay, du kannst mal kurz wütend über dich sein, dass du schwach geworden bist. Weinen und traurig sein, find ich in Ordnung. Zumindest mich erleichtert es ungemein.

    Du brauchst dich jedoch nicht zu schämen und schon gar nicht zu hassen. Einen Rückfall in alte Gewohnheiten haben wir doch alle immer wieder.
    Und ich denke, du hast gut reagiert. Du hast deiner Mutter wieder ihre Grenzen gezeigt. Und nächstes Mal kannst du diese auch einhalten. Sei nicht zu streng mit dir.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Weitsicht,

    schön dass du wieder da bist. Habe dich, deine Posts und deine klugen Fragen vermisst! Sie gaben mir immer wieder Grund nachzudenken.

    Freut mich, dass du deine Rouladen gerade noch retten konntest :lol: . Da kannst du sie ja nochmal so richtig geniessen vor dem Jahreswechsel. Ich habe heut Pfannkuchen gemacht - richtig ungesund mit weißem Mehl und viel Marmelade. Die standen jetzt das letzte Mal auf der Speisekarte. Da muss mein Mann jetzt auch durch :lol: .

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Caro,

    vielen Dank, dass du uns teilhaben hast lassen an deiner Geschichte. Sie hat mich sehr berührt. Ich weiß man wächst in so einer Situation über sich selber hinaus und entwickelt Kräfte, die man in sich gar nicht selber vermutet hat. Ich habe es bei mir selber erlebt, als mein Vater letztes Jahr starb.
    Ich kann verstehen, dass du dem Sterben deiner Mutter nicht mehr zusehen kannst und auch nicht willst. Du musst dich selber schützen.
    Und es wichtig für dich ist, sie loszulassen.

    Ich bin mir sicher, du bist für dich auf einem richtigen Weg.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Caro,

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    schreibst du mir mal drüber


    Gefühle die mich bewegen würden
    Wut, dass sie meine gesetzten Grenzen mißachtet
    Hoffnung, ein Wunder könnte passiert sein und sie zur Einsicht gekommen sein
    Zweifel und Gewissheit, dass es so ist
    Angst, wieder in alte Muster zurückzufallen
    Liebe, die ich zweifellos immer noch im Herzen hab
    Haß, dass sie mich nicht in Ruhe läßt
    Bedrohung, meine kleine heile Welt bricht auseinander
    Sehnsucht, die ich immer noch nicht ganz loslassen konnte

    (folgendes unterstelle ich dir, weil ich keine eigenen Kinder habe:)
    Mut einer Löwin, dein Kind vor dieser Krankheit und deiner Mutter zu beschützen

    Vielleicht magst du mir schreiben, was dich bewegt hat?

    Herzliche Grüße aus dem ebenfalls sonnigen, kalten und ziemlich schneearmen Bayern in den hohen Norden. :D
    Renate

    Hallo Loreen,

    darf ich auch kurz vorbeischauen?

    Diese Zeilen haben mich ganz tief berührt.
    Ich bin froh für dich, dass du diese Schritte zur Versöhnung einleiten konntest und hier über dich selber rausgewachsen bist. Es hat sich gelohnt für dich und deine Kinder!

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Mali,

    ich habe auch meine Gefühle abgestellt. Habe meinen Schmerz, Trauer, Angst und Wut in mir unterdrückt. Von Kindheit an. Die Folge war, dass ich mich irgendwann diesen Gefühlen nicht mehr stellen konnte. Sie waren zu heftig um sie noch aushalten zu können. Also hat meine Psyche mir geholfen. Sie hat Ablenkungsmanöver gestartet in der Form, dass sie mir mit körperlichen Symptomen (u.a. Spannungskopfschmerz, Tinnitus, HWS-Syndrom) einen Ausweg geliefert hat. Ich habe mich lange Zeit nur mit diesen physischen Problemen beschäftigt. Und mußte mich dann nicht mit meinen unterdrückten Gefühlen auseinandersetzen. Aber sie sind immer da. Du kannst meine Geschichte auch in meinem Thread nachlesen.
    Sicher ich habe geweint, ich habe gelacht. Aber das Lachen ging immer weniger. Die Freude verschwand immer mehr aus meinem Leben. Wenn emotionale Probleme auf mich zu kamen, war ich immer weniger in der Lage, mich diesen Problemen zu stellen. Ich unterdrückte und funktionierte. Wie ein Automat. Aber jetzt bin ich gerade dabei, meine alten Emotionen wieder auszugraben. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich diese "fühlen" muss, um Platz für Neues zu schaffen.

    Zitat

    Ich hab manchmal richtig Angst davor und überspiel dann mit sarkastischen Bemerkungen, damit keiner sieht, wie ich wirklich bin...

    Ich habe mich zurückgezogen, war für mich allein in meiner kleinen Welt zusammen mit meinem Mann. Wir zogen uns gegenseitig in einer Spirale hinab. Aber jetzt klettern wir zusammen wieder aus dem Abgrund hinauf. Jeder auf seine Weise.

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    Dies hier ist die erste kritische Situation, in der ICH mich und meine Bedürfnisse nicht hintenanstelle- und das ganz bewußt. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich mit blinder Aktionswut nichts besser mache. Das ich die Dinge einfach mal laufen lasse und darauf vertraue, dass alles auch OHNE mich seinen Weg findet... Dass meine Eltern das ohne mich auch zu klären bringen, ganz egal was dann raus kommt.....

    Ich hatte diese Situation vor einem Jahr. Mir ging es letztes Jahr immer schlechter und im August beschloss ich bereits, in eine psychosomatische Klinik zu gehen. Im September wurde ich im Büro auf eine andere Stelle versetzt. Im Oktober erfuhr ich, dass mein Vater an seinem Lungenkrebs sterben würde. Kurz darauf hatte meine Mutter durch was auch immer (zuviel Tabletten, Alkohol, Durcheinander - keine Ahnung) einen totalen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. Ich telefonierte mit ihr und dachte ich dreh durch. Sie wusste nichts mehr von der Krebserkrankung meines Vaters (meine Eltern waren geschieden, hatten aber Kontakt) oder ihres Schwagers. Lapidare Auskunft des Hausarztes, den ich in meiner Hilflosigkeit anrief: Das wundert mich nicht, bei der Medikamentenanforderung des Pflegedienstes (meine Mutter war damals im betreuten Wohnen). Kurz darauf ist mein Vater verstorben. Und drei Wochen nach seinem Tod hatte meine Mutter einen weiteren Schlaganfall, der sie seitdem an den Rollstuhl fesselt.
    Zu der Zeit wußte ich bereits, im Januar gehe ich in die Klinik. Dies war eigentlich das einzige, was mich vor dem Zusammenbruch bewahrte. Der Gedanke, endlich Abstand zu haben und nur an mich denken zu können. Als wir bei meiner Mutter auf den Notarzt warteten, dachte ich: Ich kann nicht weg. Ich muss mich um meine Mutter kümmern. Dass alles geregelt ist. Den Gedanken hatte ich ca. 5 Sekunden. Und dann sagte ich mir: Nein, jetzt denke ich an mich. Das muss jetzt ohne mich gehen. Ich habe ganz bewusst die Verantwortung losgelassen, die ich damals zu haben glaubte.
    Es kümmerten sich zwar mein Bruder und vor allem dessen Lebensgefährtin. Aber im Notfall gibt es auch Sozialdienste im Krankenhaus, die das weitere veranlassen (haben auch den Hospizplatz besorgt für meinen Vater). Die Situation regelt sich meistens auch ohne unser Zutun. Wir glauben nur immer, unentbehrlich zu sein. Wir wurden darauf konditioniert.

    Ich denke, es ist ganz gut, erst mal abzuwarten und Vertrauen zu haben.

    Liebe Grüße
    Renate

    P.S.
    Ich wollte noch folgendes dalassen:

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    Manchmal hab ich das Gefühl, ich bin innerlich kalt, wie ein Klotz Eis. In solchen Situationen schalte ich meine Gefühle ab


    Vergiss nur nicht wo der Anschalter ist. Es mag ab und zu gut sein, das Zuviel der Gefühle abzuschalten. Aber nicht auf Dauer.

    Renate

    Hallo Mali,


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    Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie mich und meinen Bruder da raushält, dass sie nicht verlangt, dass ich sie jetzt zu Hause unterstütze. Sie hat gesagt, das wäre im Moment gar keine Hilfe. Ich würde ihr mehr helfen, wenn ich NICHT komme.


    Hut ab vor deiner Mutter, die an euch denkt auch in ihrer schwierigen Situation. Eine starke Frau.

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    Und ganz ehrlich, für mich wäre es die einfachere Lösung, wenn sie in einem Heim wäre, weil sich dann die Besuche problemloser gestalten liessen- ohne Konflikte.


    Würde euch beiden sicher gut tun.


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    Irgendwie bin ich gar nicht so verzweifelt wie ich gedacht habe, dass ich es in so einer Situation sein werde. Dass es einmal soweit kommt, damit hab ich eh gerechnet...


    Man malt sich in seinem Kopfkino oft die größten Horrorszenarien aus. Aber mir es es oft so gegangen, dass im Notfall ganz aus mir raus eine große Kraft gewirkt hat. Die ich nie zuvor in mir vermutet hätte.

    Ich wünsch dir, dass du diese Kraft in dir selber findest.

    Liebe Grüße
    Renate

    Hallo Loti,

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    Nein, ich soll ihnen das ausreden.

    Das mit dem "Du sollst" oder "Du mußt" kenn ich nur zu gut.

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    Hab ihnen klipp und klar gesagt, wie werd ich denn

    Super!

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    Und ja, es geht mir gut dabei.

    So ist es richtig.


    Schönen Restfeiertag wünsch ich dir noch.

    Liebe Grüße
    Renate