Beiträge von sibi

    Danke für deine Sichtweise doro,

    ich denke schon, dass manches aus dem Leid meiner Mutter heraus verstehbar wird.
    Natürlich hätte sie wegen mancher Schicksalsschläge nicht das Trinken anfangen müssen, aber das es bei ihrer Geschichte und ihrer Persönlichkeitsstruktur eine erhöhte Gefahr gegeben hat, das habe ich nun verstanden.
    Hat für mich was mit Barmherzigkeit und loslassen in LIEBE zu tun.

    Grüssle
    Sibi

    Ja, Lavendel

    du hast recht. Ich brauche die interlektuelle Seite des Verstehens. Aber dann muss ich aussteigen.
    Es gelingt mir schon in Ansätzen.
    Und doch - ein Teil von mir wird immer an diesem Thema dran bleiben, weil ich manche Denk- und Reaktionsmuster noch neu lernen muss und wissen muss, wo sie herkommen.

    Aber der "Forscherrahmen" muss eng begrenzt bleiben und zum Abschluß kommen - da hast du wirklich recht....

    Danke
    sibi

    Gestern Abend hab ich im i-net über Alkoholkrankheit recherchiert. Ich wollte einfach vestehen, warum es soweit kam.
    Bin auch fündig geworden und konnte manches einordnen.
    Und doch wars dann wieder hammerhart, da ich manche Symptome wie vermehrte Infektanfälligkeit auch in ihren vermeintlich trockenen Phasen in Erinnerung habe.
    Auch die kurzen Synapsen, die si immer wieder hatte, passten ins Bild.
    Das macht mich dann irgendwie wieder ziemlich fertig.
    Ich fühle mich traurig und unfähig nichts von all dem konnte ich verhindern.
    Mit dem Kopf weiß ich wohl, dass das echt nicht meine Aufgabe war - und doch ist das Herz da irgendwie anderer Ansicht.
    Es ist keine Furcht, eher die Trauer, dass ein geliebter Mensch neben dir elendiglich zugrunde geht und in seinem eigenen Schmutz verreckt.
    Welche Macht muss dieser Alkohol haben, dass man davon einfach nicht die Finger lassen kann.
    Wie groß muss die seelische Not gewesen sein, all das in Kauf genommen zu haben?

    Verwirrte
    Sibi

    Ja weitsicht, es IST gut.
    Heute nachmittag war ich walken und als ich so nachdachte, kamen mir auch die schönen Momente als Kind in den Sinn. Ja-auch die gab es in meiner Erinnerung - nur oft so überlagert von den anderen Bildern, die so würdelos waren und mich so einsam machten.

    Es ist ganz komisch.
    Momentan drängen in meinem Kopf die guten Erinnerungen nach oben, weil die anderen ihren Schrecken verloren haben.
    Ich muss keine Angst mehr haben - irgendwie ist das unendlich befreiend.

    Ja Weitsicht-Gospels sind eine meiner Leidenschaften :D
    In ihnen drückt sich sooooo viel aus - und mit meinen Liedern konnte ich oft ausdrücken, was mit Worten nicht ging.

    Grüssle
    Sibi

    Weitsicht,
    es geht mir gut. Richtig gut.
    Es war die richtige Entscheidung gewesen, mich auf diese Weise von meiner Mutter zu veabschieden.

    Gestern konnte ich seit langem mal wieder singen - das ist für mich fast wie Atemholen. Ich habe früher 16 Jahre in einem Gospel Chor gesungen.

    In Liebe loslassen. Ja. Heute morgen habe ich wirklich in .Liebe an meine Mutter denken können.
    Früher war es immer Angst und Liebe. Und heute stellte ich erstaunt fest, dass die Angst weg ist.

    Draußen scheint die Sonne und erfreut mein Herz.
    Heute ist ein guter Tag und das will ich auch so mit allen Sinnen wahrnehmen

    Sicherlich wird es auch noch andere geben - aber ich spüre, dass ich zu leben beginne.
    Ich kann nichts mehr am Leben meiner Mutter ändern. Die Würfel sind gefallen.

    Danke das du geragt hast

    In herzlicher Verbundenheit
    sibi

    Danke!!

    Nun ist es geschafft.
    Es war eine kleine, aber würdevolle Beisetzung.
    Bei der Trauerrede ist mir zwar ein paar Mal die Fassung ein wenig abhanden gekommen, aber ich habe es zu Ende bringen können.

    Es waren auch zwei ehemalige Kolleginnen meiner Mutter anwesend. Die eine war sehr angenehm - die andere weniger. Sie hat es mir übel genommen, dass ich ihr bei der Überbringung der Todesnachricht auch die Alkoholsucht erwähnt habe. Das passte für sie nicht ins Bild.

    Die andere Kollegin sagte mir, meine Mutter habe zu ihr mal gesagt, sie bewundere mich und wünsche sich so sehr etwas von meiner Stärke.

    Ja, meine Mutter war sehr sensibel, hatte ihre Not so mit dem Leben ansich. Nach außen immer hilfsbereit, aber ihren wirklichen Wert kannte sie nicht.....

    Nun darf ich nach vorne sehen.
    Durch die Trauerrede konnte ich abschließen.
    Das ist gut.

    Sibi

    Danke, liebe Weitsicht

    Deine Worte tun mir gut.
    An meinem Geburtstag kamen so nette Sachen an wie die Einäscherungsrechnung, die Friedhofsrechnung.....

    Es ist schon hart, dass die Leute vor lauter Kohle nicht mehr an die Gefühle denken. Meiner Meinung nach kann man sowas auch noch NACH der Beisetzung versenden....

    Ja-der Montag ist so ein Tag vor dem mir ein wenig graut.
    Die Verwandtschaft meines Mannes (wohlgemerkt nicht mein Mann!!) machts mir auch nicht gerade leicht.
    Mir wurde ein paarmal gespiegelt, dass ich mich nicht so anstellen solle, da müsse ich nun eben durch, könne ja schließlich keiner was dafür, dass ich keine Geschwister o.ä. hätte :evil::evil::evil::evil:
    Ich solle meinen Mann nicht so damit belasten...

    Als Gott Barmherzigkeit verteilt hat, waren die wohl gerade auf dem Klo :?:?

    Das frustriert mich gerade. Da gibst du zu, dass du Unterstützung brauchts, was einem EKA ja nicht gerade in den Schoß fällt und dann sowas...

    Mein Mann unterstützt mich so gut er kann.
    Aber er kriegt halt außer zur Beisetzung nicht frei. Und so muss ich manches alleine durchstehen und denke mir manchmal: Den Hausstand aufzulösen hat was davon, einen Gefangenen ins Gefängnis zurückzuschicken mit dem Auftrag es abzureißen.
    Es ist gut dass zu tun, aber es ist alleine verdammt schwer.

    Grüssle
    Sibi

    Liebe Weitsicht,

    sitze hier gerade und heule.
    Heute habe ich den Beisetzungstermin festgemacht.
    Am kommenden Montag.

    Ich werde den Lebensweg meiner Mutter nachzeichnen und ein väterlicher Freund wird hinterher einen Psalm lesen, ein Gebet sprechen und wir werden mit dem "Vater Unser" schließen.

    Ich habe mir Psalm 90 in der modernen Übersetzung von "Hoffnung für alle" gewünscht. Darin kann ich mich wiederfinden.

    Am Telefon sagte besagter Freund: "Ich denke viel über dich nach, Madla. Und ich frage mich, wann du mal schwach sein darfst und nicht immer strakt sein musst."
    Darauf ich: Das habe ich mir so nie gesucht"
    Darauf er "Ich weiß, wenn du mich brauchst, bin ich für dich da"

    Ja und nun heule ich.
    Warum? Weil ein über 70 jähriger versteht und eine Schulter anbietet. Er und seine Frau sind mir so treue Freunde und bieten mir ein Stück elterliche Begleitung, die ich so nie hatte.

    Dieser Mann hat eine Schwester in einem geschlossenen Heim für Alkoholiker und war früher (ca vor 20 Jahren) selbst abhängig.

    Seine Anteilnahme bringt mich zum Weinen der heilenden Tränen die nötig sind.

    Danke für alles Nachfragen Weitsicht!!!

    morgen habe ich Geburtstag und so gar keine Lust und so gar keinen Plan.
    So erlaube ich mir das einfach. Schwach sein.

    Liebe Grüße
    Sibi

    Liebe Weitsicht

    an den Richter-Gott glaube ich auch nicht, sondern an den barmherzigen Gott, der meine Schuld sieht, vergibt und dafür seinen Sohn gab.

    Jaja, "Eltern ehren" ist ein heißes Thema. Komischerweise hat mein Vater alles was mit Gott und Kirche zusammenhängt abgrundtief gehasst. Vermutlich aufgrund schlechter Erfahrungen.
    Aber dieses "Eltern ehren" hat er mir immer wieder um die Ohren gehauen und eingefordert.

    Die Frage heißt aber, was "ehren" überhaupt ist.
    Ehren heißt, als Erwachsener eine Erwachenenbeziehung auf Augenhöhe zwischen Kind und Eltern anzustreben.
    Das heißt auch, dass ich nicht verantwortlich bin für die Gedanken und Gefühle meiner Eltern.
    Habe ich mir oft sagen müssen in den letzten Jahrzehnten :oops:

    Es ist normal und auch biblisch, dass Kinder ihre Eltern verlassen und eine neue Familie bilden.
    Blos die fromme Tradition fordert uns oft so schräge andersklingende Sachen ab.

    Und dieses Verlassen ist ja oft der Dreh- und Angelpunkt.
    Wenn wir Alki Kinder unsere Eltern verlassen, dann fühlen wir uns doch eher so, als würden wir ein Kind im Stich lassen, oder?
    Und doch ist es richtig und wichtig es zu tun.

    Aus diesem Grunde habe ich vor 15 Jahren eine gutdotierte Bankkarriere in der Stadt beendet und bin zu meinem Mann aufs Land gezogen.
    Nur mit 70 km Abstand zu meinem Elternhaus hatte unsere Ehe eine Chance.
    Damals hat mein Mann sich erst einmal eine Stelle suchen müssen, da er vorher im elterlichen Betrieb gearbeitet hatte, den mein Schwieva aus Altersgründen aufgab.
    Ich selbst habe in einer Bank auf dem Lande völlig neu begonnen.
    Bis die Kinder kamen..... :wink::D

    Für sie wollte ich da sein. Ich wollte ihnen nicht zumuten Mittags heimzukommen und keinen Mutter vorzufinden.
    All das hat mich auf Fianziell viel gekostet - aber wenn ich in die Augen meiner Kinder sehe, hat es sich gelohnt und ich würde es wieder tun.
    Sie ruhen in sich und sind sich ihres Wertes bewusst.
    Noch brauchen sie ein Nest, aber unsere Große erprobt schon ihre Flügel.
    Und es macht mich sehr glücklich wenn ich sehe, mit welchem Selbstvertrauen und Gottertrauen sie sich in ihre Welt des morgens, in der ich nicht mehr wichtig sein werde vorwagt.

    Sibi

    Ja Weitsicht, die kenne ich

    Min Mann und ich arbeiten bei der christlichen Ehe und Familienarbeit von TEAM F Neues Leben für Familien mit.

    Mein Schwerpunktthema dabei ist die Ursprungsfamilie :wink:
    Allerdings habe ich meine Mitarbeit bem diesjährigen Seminar Mitte Oktober abgesagt.
    Meine Seele muss erst wieder hinterherkommen und das Vorgefallenebearbeiten, bis ich wieder mit anderen Menschen an ihrer Geschichte arbeiten kann.

    Für mich ist Schuld schon was anderes wie Fehler.
    Fehler passieren mir. Bei Schuld habe ich mich bewusst guten Ordnungen (z.B in meiner Sichtweise Gott und seinen Geboten) widersetzt.
    Bei Schuld habe ich bewusst an einer Reaktionsweise festgehalten, weil ich mir davon Halt und Sicherheit versprach.

    Es ist ein hartes unpopuläres Wort - ich weiß....
    Ein Fehler passiert stets ohne Vorsatz, aus Unachtsamkeit o.ä.
    Vor einem weltlichen Gericht wird ja auch die Schuld geprüft...

    Ja Nordstern - wir werden es schaffen. Da hast du recht.
    Und ich wünsch dir in all dem Bedrängenden und allen Unwägbarkeiten, die deine Mutter betreffen, dass dein Herz im Heute zur Ruhe kommt.
    Und ich weiß auch, wie schwer das an manchen Tagen ist.....

    Sibi

    Nadinsche, das klingt traurig.....

    Ja - heute dachte ich auch: Endlich keine Angst mehr haben.
    Sie war eingentlich ein sehr lieber, sensibler Mensch - so will ich sie in Erinnerung behalten.
    Und trotzdem der Tatsache ins Auge sehen, dass es auch die andere Seite gab, die das Leben mit ihr belastet hat und mir meine unbeschwerte Kindheit gekostet hat.

    Aber ich muss mir auch sagen, und das weiß ich als Mutter auch nur zu gut:

    Keine Mutter und kein Vater der Welt kommt schuldlos an seinen Kindern vorbei.

    Von der Urne habe ich immer noch nichts gehört....
    Heute bin ich dankbar: Ich darf leben.....

    Sibi

    Liebe Nordstern,

    ich aknn dir Beratung und Therapie nur wärmstens empfehlen.
    Meine Mutter ist ja erst vor kurzem an den Folgen der Alkoholsucht verstorben.

    Hätte ich vorher das Ganze nicht aufgearbeitet, würde ich mein Heute nicht schaffen.

    Für mich war ganz wichtig zu erkennen warum ich "so" bin, aber eben auch, dass ich kein Opfer mehr bin und mich nicht mein Leben lang darauf ausruhen kann, was andere Menschen mir "angetan" haben. Ich darf mein Leben gestalten.
    Ich habe vergeben und kann nach vorne blicken.
    Ich kann die Herausforderungen meiner Persönlichkeit annehmen und kenne meine Schwachpunkte.
    Ich will ehrlich zu mir und anderen sein.

    Es hat mich leiser gemacht, nicht mehr so forsch auftretend - die Abwehr muss ja auch nicht mehr so "massiv" sein ;)

    Wenn ich dir etwas raten darf, dann trenne dich von deinem Partner und gehe keine neue Beziehung ein, bis du weißt, wo deine Stolperfallen sind.

    Sei herzlich gegrüßt
    Sibi

    Liebe Weitsicht, liebe simmie

    Es erstaunt mich, wie ähnlich wir uns in manchen Bereichen zu sein scheinen.
    Es tut mir gut, das von euch zu lesen, weil ich dadurch lerne wie "normal" ich für meine Geschichte bin.

    Gestern hat mein Mann 2 PKW Ladungen Flaschen meiner Mutter entsorgt. Gut, dass er mir das abgenommen hat.

    Sie hat 2 Leben gelebt, das perfekt scheinende und das wirkliche ...
    Sogar in ihrer Wohnung spiegelte sich das in den verschiedenen Zimmern....

    Ich möchte das für mich anders machen. Ich will daran arbeiten, echt zu sein - mit Haut und Haaren.

    Mal sehen, was die nächste Woche bringt.

    Der Austausch mit euch ist mir sehr wertvoll und ich danke euch für eure Offenheit.

    sibi

    Liebe weitsicht

    Es ehrt mich, dass du an mich denkst :D

    Bis heute abend habe ich noch nichts gehört.
    Also werden wir es vermutlich nächste Woche nicht mehr hinkriegen, da ich 2-3 Tage Vorlauf brauche und am Donnerstag Geburtstag habe.

    Heute ging es mir gut. Das erste Mal seit langem.
    Ich war morgens bei einer Freundin frühstücken - wir haben lange über das Vorgefallene geredet. Es hat mir gut getan, meine Gedanken in ihrer Gegenwart zu sortieren.

    Ansonsten ist Freitag immer viel Fahrerei wegen der kids.
    So war ich beschäftigt mit Fahrdiensten bei strahlendem Sonnenschein.
    Das konnte ich ganz intensiv wahrnehmen - war nicht immer so...

    Mein Herz hat sich nur kurz zusammengekrampft als ich Schreibtischarbeit wegen meiner Mutter machte.

    Morgen werde ich ja daheim bleiben mit unserem Pflegeesohn und der Rest der family fährt in meinen Heimatort.

    Ich merke, dass ich mir nicht soviel zumuten darf, ich muss lange genug in mein jetziges Leben eintauchen um wieder zu Kräften zu kommen für das, was heilen muss.

    Weißt du, heute habe ich eine Satz gefunden, der ist für mich stimmig:

    "Ich muss meiner Mutter vergeben, dass ich ihr weniger wert war als eine Flasche Wein."

    Ich denke, das ist es.
    Es tröstet mich, dass ich meinen Wert darin habe, wie Gott über mich denkt.
    Sonst könnte ich obigen Gedanken nicht aushalten.

    Mal sehen wie es mir geht, wenn ich an ihrem Grab stehe und wieder an dem Bett stehe in dem sie gestorben ist.

    Aber heute und morgen tue ich es nicht und da werde ich alles dafür tun, dass es mir gut geht.

    Wie geht es dir im Moment?
    Wo ist dein Herz nach all der Zeit zur Ruhe gekommen?
    Wo ruderst du noch?

    Sei behütet
    Sibi

    Liebe Weitsicht

    du textest mich überhaupt nicht zu.
    Es ist gut was du schreibst, denn es zeigt auch mir, wie "normal" meine Herausforderungen im Leben sind und wo sie ihren Ursprung haben.

    Ob ich das mit dem Essen dauerhaft schaffe, weiß ich ja auch nicht. Ich kann nur für mein Heute und mein Gestern sprechen und so gut wie möglich für mich sorgen, dass mein Morgen gelingen könnte.

    Ich wünsch dir so sehr, dass es dir auch gelingen möge zu weinen.
    Das war für mich enorm wichtig.

    Bis heute nehmen mich viele Menschen als extrem starke, witzige Person wahr.
    Sicherlich habe ich eine gewisse Grundstärke aufgrund der Gene meines Vaters geerbt.
    Aber Vieles war eben auch einfach Schutz.
    Da gilt es immer wieder zu reflektieren was echt und was Schutz ist...

    Was mich immer wieder tröstet ist auch, das ich immer wieder Menschen in meinem Leben hatte, die für mich da waren als meine Eltern mir nicht gerecht wurden.
    Immer nur in kleinen Dosen aber immerhin.
    Das ist für mich der Segen meines Lebens.
    In all dem Grauen gab es Menschen, die es gut mit mir meinten.
    Vielleicht gab es ja auch bei dir den einen oder anderen Menschen...
    Lehrer, Ärzte, Nachbarn.... wer weiß...

    In meiner Kindheit hab es mehrere lange Krnkenhausaufenthalte als ich mit 7 Jahren von einem Auto überfahren wurde.
    Das waren trotz aller Schmerzen und Behandlungen gute Zeiten in meinem Leben, denn im Krankenhaus war Frieden und Sicherheit.

    Derzeit warte ich auf die Nachricht dass die Urne zur Beisetzung freigegeben wird.
    Es macht mich ängstlich und unruhig wenn das Telefon klingelt.
    Mal sehen, wann sich was tut.
    Nächste Woche habe ich auch noch Geburtstag.
    Es wäre schön, wenn die Beisetzung vorher wäre.
    Dann könnte ich den Geburtstag als Beginn meines "neuen" Lebens sehen. Mit dem Blick nach vorne.

    Naja, Gott weiß.....

    Sei lieb gegrüßt
    sibi