Beiträge von Roa

    - über dem dunsthaubenabzug in der küche
    - im einkaufwagen
    - in jeglichen taschen/Rucksäcken die so rumhängen im Flur
    - hinter dem Staubsauger
    - unter einem haufen plastiktüten in der küche
    - im keller hinter der waschmaschine
    - unterm bett
    - im kleiderschrank

    ich muss sagen entweder ist meiner mutter die kreativität abhanden gekommen oder ich weiß nichts von ihren letzten verstecken, weil mir das suchen zu blöd wurde. falls du das hier jemals liest mama: in meiner schreibtischschublade liegt noch ne volle flasche korn, bedien dich...

    PS: Ich hoffe diesen Thread nimmt niemand zum Anlass seine Angehörigen auf weitere Verstecke zu überprüfen, die z.B. hier aufgeführt sind... CO!!

    Hallo Krümel,

    das tut mir sehr, sehr Leid. Es geht mir nahe, denn ich weiß so oder so ähnlich könnte es auch jederzeit mit meiner Mutter laufen. Und ich fürchte den Zeitpunkt.

    Ich wünsche dir, dass du auch weiterhin ganz viel halt aus deinem Freundeskreis schöpfen kannst, da jetzt hindurch zu kommen.

    Schreibe auch hier jeder Zeit, wenn es dir gut tut, dein Herz zu erleichtern.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Roa

    Liebe Morgenröte,

    Herzlich Willkommen im Forum! Schön dass du dich angemeldet hast.

    Romane lesen wir hier alle übrings nur allzugern, also kannst ruhig so weiterschreiben ;)

    Deine Situation kommt mir in vielem sehr bekannt vor. Meine Mutter ist ebenfalls die Alkoholikerin und mein Vater Workaholic und er will sich nicht trennen.
    Statt nem Hund haben wir unsrer Mutter zum Glück mal 'nur' ein paar Fische geschenkt, naja, die existieren auch alle nicht mehr...

    Ich wünsch dir, dass du hier all das findest, was du in deinem zweiten Beitrag geschrieben hast :)

    Lieber Gruß, Roa

    meine großeltern hatten immer so eine holzgeschnitzte 'pyramide' aus dem hartz mit so 'propeller'blättern ( sorry beschreiben ist nich so meins ;) )oben die von kerzen angetrieben war. falls irgendjemand versteht was ich meine, gilt das auch als kult?

    ich mag auch mit machen in der erinnerungsrunde ;)

    Hallo Manfred,

    auch Psychologen sind nur Menschen. Es gibt welche die sind besser in ihrem Beruf als andere. Und es gibt welche mit denen kommt man ganz einfach besser klar als anderen.

    Aber du erkennst das ja auch, also lass es dir nicht so nah gehen! Einfach nach anderen umschauen!

    Zitat von Manfredsch

    Heute Morgen habe ich dann ein paar Weihnachtseinkäufe gemacht und mir sogar einen kleinen Kunstweihnachtsbaum mit elektrischen Lichtern gekauft. Eigentlich ist er potthässlich, aber meine geliebte Oma hatte immer so einen und darum besitzt er einen gewissen Kult.

    Kult ist Kult. dann gehört dazu, viel spaß dami ;)

    Roa

    Hallo Default,

    auch von mir: Mein Herzliches Beileid!

    Und ein warmes Willkommen hier im Forum.

    Ich stimme Weitsicht zu, gerade jetzt brauchst auch du Zeit zum Trauern. Und wenn es deine Mutter gegen euch beide ist, dann ist das ihre Entscheidung und du kannst leider nichts daran ändern, dass der Familienzusammenhalt nicht stimmt.

    Meine Mutter benutzt häufig das Verhalten meiner Oma als Entschuldigung dafür, dass sie trinkt. Wenn meine Oma vor ihr verstirbt, dann wird sie das als Aufhänger nutzen. Die Sucht verschwindet leider nicht mit den (vorgeschobenen) gründen...

    Liebe Grüße, Roa

    Hey thundervalley,

    erstmal: Herzlich Willkommen im Forum!

    Ich hoffe du findest hier eine Möglichkeit für dich durch Schreiben und Lesen weiterzukommen auf deinem Weg.

    Kurz vorweg: meine mutter ist die alkoholikerin in meiner familie.

    Ich geh einfach mal direkt auf deinen Beitrag ein:

    Zitat von thundervalley

    Meine Mutter will das alles nicht mehr und hat nun die Scheidung eingereicht... Er weis noch nix.. Ahnt es aber sicher. Aber nicht nur wir wollen nicht mehr.. Die ganze Familie, Frende und Bekannte wennden sich von ihm ab so wie ich das bemerke.


    Klingt eigentlich verhältnismäßig gesund was da vorgeht in deiner Familie. Denn damit können sie sich selbst rettem bevor sie in den sog 'Familienkrankheit' geraten.

    Zitat

    Ich weis nicht ob ihm klar ist was er da tut. Wenn ich mit ihm rede fängt er machmal an zu weinen und schwört mir das er sich bessern will.. Einen Tag später schielt er mich wieder im Suff an, bekommt kaum den Mund auf und Stingt wie eine Kneipe.


    wenn sie nüchtern sind ist den meisten alkoholikern 'klar' was sie tuen und das schlechte gewissen oder die angst bilden häufig den nächsten grund fürs trinken

    Das unberechenbare, wechselhafte verhalten, das kennen wir alle hier...

    Zitat

    Dazu kommt ja noch das er auch so Sturz-betrunken Auto fährt und somit nicht nur sich, sondern auch andere Menschen in gefährdet. Und am Ende hängen wir mit drin wenn er so ein Quatsch macht.

    Ich kann es nur immer wieder schreiben. Das beste und einzige was du oder der rest deiner familie in dieser Situation tuen kannst: die polizei rufen. das ist lebensgefährlich. in welche gefahr der trinkende sich selbst bringt...gut sein problem, aber all die andern menschenleben die dann in gefahr sind.

    Zitat

    Ich denke dass sich, wenn es mit der Scheidung erst mal los geht, sich die ganze Lage noch verschlimmern wird.

    wahrscheinlich ersteinmal, langfristig gesehen, kann es sogar positives bei dem vater bewirken. ersteinmal ist aber schon grund genug: dadurch kann sich deine mutter scützen.

    Zitat

    Ich will ihn nicht fallen lassen, denn immerhin ist er mein Vater..

    Niemand will seine Eltern fallen lassen. aber bevor ich meiner mutter mein leben opfere zum dank dafür, dass sie mir die kindheit verdammt schwer gemacht hat. bevor das geschieht, kümmer ich mich lieber um mich...

    aber glaub mir, wir alle kennen diesen gedanken

    Zitat

    Ich weis nicht was ich machen soll... Ihn sich selbst überlassen wenn er zuhause weg muss will ich nicht, da mir klar ist was dann wohl passieren wird. Aber irgendwie bin ich es ganz einfach leid mir darüber gedanken machen zu müssen...


    auch den gedanken kenn ich nur zu gut. ich bin ausgezogen vor einigen monaten. und seitdem ist nichts mehr mit dem blick ins schlafzimmer: atmet sie noch? Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass meine mutter es da raus schafft, sprich ich gehe davon aus, dass sie früher oder später an der alkoholkrankheit versterben wird. und ich will das nicht, ich wünschte ich könnte das ändern. aber sie ist selbst verantwortlich für ihr leben, ich kann sie nicht ändern, sie nicht überreden. und immer an ihrer seite zu sein in der hoffnung das schlimmste eventuell noch ein paar mal verhindern zu können, bevor es zu spät ist. da bin ich mir selbst zu wertvoll für...

    Zitat

    Irgendwann möchte ich ja auch mal zur ruhe kommen und mich freuen können nach hause zu kommen und nicht immer in dieses vom Suff gezeichnete Gesicht zu blicken. Mir kommen dabei die Tränen wenn ich das schreibe, aber machmal will ich einfach das er weg ist.


    es ist ein schrecklicher gedanken, ja. ein weiterer der auch mir sehr vertraut ist.

    ich hoffe hier zu schreiben und zu lesen, dich auszutauschen hilft dir mit solchen gedanken umgehen zu können, dich dafür nicht schuldig zu fühlen.

    Lieber Gruß und noch einmal Herzlich Willkommen! Roa

    Hallo Frozen Tears,


    tut mir leid, wenn die Fragen zu sehr nach Provokation klangen. Ich weiß einfach ich könnte sowas nicht. Ich würde da automatisch "inszenieren". Da hab ich wohl etwas zu viel projeziert.
    Aber ich finde deine Erklärung gut nachvollziehbar und so oder so ist es natürlich deine Entscheidung ;)

    Von deinem letzten Beitrag ist mir folgendes in die Augen gesprungen:

    Zitat von Frozen Tears


    Zum Thema Liebe fällt mir halt Vertrauen, Nähe, Alleingelassen werden, Verantwortung , Zuverlässigkeit ein. Das sind Dinge, die ganz nahe an Liebe grenzen, finde ich. Das sind Dinge, die in meinem Elternhaus nciht mehr funktionierten und mir dann so vorgelebt wurden.


    In meinem Elternhaus wurde nicht offenkundig liebe gezeigt. kein vertrauen, keine nähe, ich wurde allein gelassen, musste sehr früh die verantwortung übernehmen für mich, konnte mich nicht auf meine eltern verlassen.
    Irgendwo haben mich oder besser lieben mich meine eltern 'auf ihre art', als kind musste ich das glauben, von dem glauben musste ich mich distanzieren. ganz los lassen, das ist mir (noch?) nicht möglich.
    Aber was du geschrieben hast macht es mir gerade sehr viel leichter das für mich zu sortieren, aber ich merke auch da is das puzzle noch nicht vollständig. Aber du hast mich grad auf ein paar neue Teile gestoßen, danke dir.

    Einen schönen Tag! Roa

    Liebe Tochter1990,

    Zitat

    das ist wohl das einzig positive an der sache: ich hab respekt vor dem kram bekommen... Was für eine einstellung hast du denn zum trinken bekommen?

    hm meine einstellung, ähnlich würde ich mal so sagen. Ich hab lange gar nichts getrunken, das zeug gehasst und alle die was tranken verachtet. Irgendwann war der soziale Druck, die Neugierde oder was auch immer dann aber doch zu groß und ich hab mit getrunken. Und dann auch 'richtig', ziemlich viele erinnerungslücken, abstürze, gekotze...
    Ein grund dafür, war sicher auch, dass es mich auf der einen seite offener dem anderen geschlecht gegenüber machte und ich mir anerkennung der jungs ertrank. aber irgendwann kam ich nicht weiter damit. fühlte mich zunehmlich unwohl und auch die gefahr der sucht spukte mir stets im hinterkopf. darum habe ich mein verhalten überprüft: aus welchen gründne trinke ich mit, was schmeckt mir wirklich, will ich die kontrolle auch weiterhin verlieren, wie groß is die gefahr, dass es mich dahin führt wo meine mutter jetzt ist? und und und. ich bin zu dem ergebnis gekommen: ich trinke nur noch dann, wenn ich lust habe auf den geschmack, sagen wir mal eines cocktails oder glühwein oder was weiß ich, zu hause hab ich allerdings nie alkohol und ich werde auch keinen mehr verschenken.


    Zitat

    wie beeinträchtigt eigentlich alkohol bei alkoholikern das fahren? Ich mein normale menschen können dann sicherlich nicht mehr fahren, aber wie ist das bei den alk.? Merkt man da überhaupt noch irgendeine wirkung oder erst ab einer bestimmten menge die dann natürlich die eines normal trinkenden weit übersteigt?

    ich kenne die med. fakten nicht, aber ich glaube, dass ein alkoholiker auch bei seinem normalen pegel das auto nicht mehr entsprechend unter kontrolle hat. er trink ja auch um gefühle, um wahrnehmung zu betäuben. das ist sie durch den pegel...

    Zitat

    braucht sie wirklich erst irgendein schreckliches schlüsselerlebnis um zu kapieren dass es so nicht weiter gehen kann?

    für die meisten alkoholiker trifft das leider zu. lies dich da mal im alkoholikerthread ein oder frag einfach ganz direkt, da bekommst du ehrliche antworten.

    Zitat

    Muss ich einfach tatenlos warten bis sie irgendwann vollkommmen zusammenbricht?...

    'tatenlos' nicht so lange kannst du etwas für dich tun!

    Ich weiß es ist hart, aber du machst dich nur selbst kaputt, wenn du versuchst ihr zu helfen und vor allem bewirkt gut gemeinte 'hilfe' häufig das gegenteil, sie erleichtert es häufig dem Alkoholiker weiter zu trinken, wenn irgendwer anders dafür sorgt, dass der rest seines lebens nicht aus den fugen gerät.

    Ich wünschte ich könnte was ändern, meine mutter ändern. aber die letzten 10 Jahre haben mir gezeigt, das liegt nicht in meiner hand. alles was ich für sie tun kann: etwas für mich tun. :roll:

    Liebe Grüße, Roa

    Zitat von Frozen Tears

    Er hilf mir sogar dabei, mich an Dinge zu erinnern und nochmal zu durchleben. Ich leide nicht in unserer Beziehung.
    Es tut mir gut, wie ich auf Dinge gestoßen werde, die wohl irgendwie in meinem Unterbewußtsein schlummerten.
    Ich verstehe mehr und mehr die Hintergründe vom Alkoholismus, udn dadruch auch mehr meinen Vater. Kann ihn besser verstehen und verzeihen. Ich spüre auch langsam Gefühle, die ich wohl als Kind unterdrückt hatte. Wut. Enttäuschung. Hilflosigkeit. Ängste.
    Nicht nur durch meinen Freund, auch durch Lesen im Forum. Durch meine freund erfahre ich es noch hautnaher.

    Hallo Frozen Tears!

    Für mich klingt das ein bisschen so, als würdest du deinen 'Freund' benutzen. Klar, jeder Mensch nutzt die Erfahrungen, die er mit anderen macht für sich, aber...

    und sich zwingen alles noch mal zu inszenieren um es zu verstehen, ob das richtig oder falsch ist vermag ich nicht zu sagen, risikoreicher ist es allemal.

    Gruß, Roa