Beiträge von Roa

    Hallo Schnubbel,

    Zitat von Schnubbel

    Das ist eine Frage die ich auch gerne mal einem Therapeuten oder so stellen würde, doch ich habe iregndwie Angst sowas aufzusuchen.

    Na, dann tu das doch einfach, was hindert dich daran?

    Zitat

    Denn im Endeffeckt habe ich ja nichts mir geht es ja gut.Es zieht mich jetzt nicht sooo dermaßen runter das ich mein Leben nicht mehr Meistern kann bzw das sich meine Gedanken nur noch um meine Mutter drehen. Es ist halt immer nur in dem Moment WENN sie trinkt das ich dann halt sehr traurig bin und mir Gedanken mache was passiert wenn sie nicht damit aufhört. Was Du meintest das ich aufgewühlt bin oder so habe ich ja nicht das ist es ja ich selbst habe ja nichts ausser traurige Gedanken manchmal.

    Das geht mir ähnlich Schnubbel, auch ich habe nicht das Gefühl in einem absoluten tiefen Loch gelandet zu sein oder ähnliches. Es macht mich halt manchmal traurig, aber an sich komm ich klar.

    Aber ich will nich bloß klar kommen, ich mag mein Leben so leben wie ich will und glücklich sein :)
    Zum Beispiel was tun gegen mein geringes Selbstwertgefühl, was mit Sicherheit auch mit meiner Kindheit zu tun hab.
    Darum habe ich mir Hilfe gesucht. Um die "kleineren Problemchen" die ich hab anzugehen und vor allem um nicht alles ruhen zu lassen und irgendwann in ein riesen Loch zu fallen. Denn ich weiß wenn ich meine Kindheit nicht aufarbeite würde es mir irgendwann so ergehen.

    Zitat

    Im endeffeckt bräuchte ich jemanden der mir sagt was ich tun muss wenn meine Mutter wider mal am trinken ist wie ich mich verhalte was ich sage und und und

    Dann ließ weiter hier und geh zu einem Therapeuten, ich versprech dir dabei kannst du so einiges herausfinden, was den Umgang leichter macht ;)

    Lieber Gruß, Roa

    Zitat von Nachwuchsoptimist

    Ich spreche eigentlich wirklich gerne mit Ärzten, fällt mir gerade auf. Auch die Ärzte in meinem Freundekreis schätze ich sehr. Viele von ihnen sind sehr kluge und vielseitige Menschen. In einem einem Arztgespräch lässt sich immer etwas lernen.

    (Irgendwie ironisch :roll: du hast zwar Recht, meine Eltern sind auch sehr klug und wunderbar im theoretischen Verständnis. Hat meine Mutter aber nicht vor der Alkoholabhängigkeit und meinen Vater nicht vor einer Art Co-abhängigkeit bewahrt.)

    Aber darum gehts mir eigentlich grad gar nicht. Als meine Mutter mal für, ich glaube, etwa 3 Monate in eine Klinik zur Therapie gegangen ist. Hat mein Vater mir erklärt sie würde dafür nüchtern bzw. entgiftet sein müssen.

    Dass es gefährlich ist das zu Hause zu machen, habe ich damals noch nicht verstanden. Und erst nach vielem Lesen hier bringe ich das wirklich in Zusammenhang mit einem kalten Entzug. Jetzt macht es auch Sinn, dass wir die Schule schwänzen sollten, bzw. mein Vater nicht zur Abreit ging, damit jemand bei ihr ist. Trotzdem irgendwie verantwortungslos, aber so ist er leider als Arzt meint er für sowas wäre ein Arztbesuch nicht nötig, da er ja selbst genug Ahnung hat.

    Was ich mich Frage meine Mutter hat zwischendurch auch immer mal nicht nasse phasen. Bis zu zwei Monaten, im Prinzip geht sie dann doch jedesmal durch dieselbe Entgiftung. Dann allerdings auch noch ohne das sie überhaupt jemand beobachte. :roll:

    Ich würd jetzt fragen, ob mir jemand Delirium tremens näher erleutern kann. Aber ich such erstmal, ob ich hier im Forum die richtige Info-Seite dazu finde. ;) Ansonsten gibts ja immer noch das www .

    Irgendwie erscheint mein Beitrag jetzt irgendwie inhaltlich unbedeutend. :roll:

    Worauf ich hinaus wollte. Als meine Mutter damals den kalten Entzug machte, da haben wir sie im Grunde überredet in eine Klinik zu gehen. Nach einer ganz schlimmer Phase habe ich ihr nach studenlangem ringen das versprechen ihrer kinder zu liebe abgerungen. Im nachhinein nicht überraschend, dass sie nach einigen Monaten wieder rückfällig wurde. Ich schätze mal, abgesehen von der Gefahr die ein kalter Entzug birgt, haben wir ihr damit auch die Kontrolle entzogen. Statt sie selbst ihr Leben in die Hände von Ärzten geben zu lassen, haben wir, oder vielleicht eher unser Vater, ich und meine Schwester waren noch viel zu jung zu dem Zeitpunkt, es in unsre hand genommen. :roll:

    Ich kann nicht sagen, ob es anders gelaufen wäre auf anderem wege, aber grundsätzlich wäre es mit Sicherheit besser gewesen.

    Hallo ihr Lieben,

    bzw. eher gute nacht ;) hab nur grad das mit den kiddies und therapie aufgeschnappt.

    Könnte mir vorstellen, dass sich das ganz schnell ändert. Ich fand die Vorstellung lange unheimlich beschämend mit wem Fremden zu reden über alles. Aber mit 15 bin ich "mit Freuden" zum Therapeuten meiner Mutter, was heißen soll, ich hab von mir aus einen schon länger zurückliegenden vorschlag meines vaters mal hinzugehen aufgenommen und bin auch hin. hat mir sehr gut getan damals, ich meinte allerdings ich brauch nich noch mehr hilfe, zumindest nicht akkut (bin dann eh ein halbes jahr ins ausland). aber das war bei mir sowieso immer der fall. prinzipiell war ich komplett überzeugt therapien, shgs all sowas wären sicher super für mich, aber akkut nicht nötig. umso stolzer bin ich, dass ichs jetzt endlich durchgezogen hab und auch noch ohne dass es mir erst richtig dreckig gehen musste :)

    aber worauf ich eigentlich hinaus wollte, ich könnte mir gut vorstellen, dass deine kinder früher oder später darauf zurück kommen zu der psychologin zu gehen. Oder vielleicht zu einer anderen!? Ne freundin von mir hat schon so einige durchgetestet, man muss sich ja auch wirklich wohl fühlen.

    Also gut nacht ihr beiden!! Roa

    hey caro,

    ich find den thread auch ne super idee.

    Überlege krampfhaft was sich bei mir zum besseren gewandelt hat, ich weiß das klingt jetzt bitter so fühlt es sich aber gar nicht an.

    Ich glaube ich hatte einfach Glück und hab Dinge geändert, bevor es mir so richtig schlecht ging. Das Schlimmste liegt schon Jahre zurück.

    Aber auch die kleinen Dinge zählen denk ich mir ;)


    Manchmal muss ich über mich selbst lächeln, wenn ich merke wie ich mich weigere mich schlecht zu fühlen, weil jemand (der mich kaum kennt - meine minderwertigkeitsgefühlen zeigen sich nur bekannten gegenüber.scheinbar ist mein unterbewusstsein der meinung, wenn dich jemand kennt, dann muss er dich mögen :D naja vielleicht auch eher, wenn sich jemand die mühe gemacht hat dich so gut kennen zu lernen, dann mag er dich wirklich :D) sich nicht mehr zeit genommen hat noch ein paar worte mit mir zuwechseln. Oder dann wenn es jemand tut, ich nicht bloß überrascht reagiere. Sondern die Überraschung wahr nehme und mir selbst sage "sollte dich doch nicht überraschen". Dann muss ich immer schmunzeln.

    Und hier im Forum hab ich gelernt, dass ich wirklich dinge gutmachen kann, indem ich das kleine kind in mir beschütze und liebe. Dieses Gefühl des Heilens der Wunden des kleinen Mädchens, das ist so schön :).

    Und dann habe ich endlich denn Schritt gewagt in eine Selbsthilfegruppe zu gehen und trotz langer Fahrt am späten Abend, ich weiß jetzt das lohnt sich. Die Wertschätzung die einem entgegengebracht wird ohne irgendeine begründung ohne vorsicht, das tut mir gut.

    ja, doch schon so einiges, was mir da plötzlich einfällt ;)

    lieber gruß, Roa

    oh man, nicole, so ein riesen-pech. das ist wirklich unfair.

    und schade. aber hey der spaß den du beim vorbereiten hattest ist deswegen noch lang nicht weg.

    und aus einer blöden geschichte sein gutes zu ziehen, das kann fast genauso schön werden.

    ich wünsch dir viel spaß mit deinem Mann, sehr lieb von ihm, find ich.

    und die große feierei wird einfach verschoben ;)

    wow, ich glaube ich hatte nie so einen harmonischen abend mit meinen eltern, wie du gerade mit deinem vater und sohn, zumindest keinen an den ich mich noch erinnern kann, vielleicht als ich noch ganz klein war. :(

    und trotz aller hoffnung der traum das eines tages mal zu haben scheint so schrecklich unrealistisch. :roll:

    ich wünsch DIR aber noch einen wunderbaren rest abend :)

    Roa

    Hallo Romicella!

    Das hört sich wirklich übel an was du beschreibst und ich finds toll wie es dir gelingt dich emotional davon abzugrenzen.

    Ich würde dir raten einen Anwalt zu konsultieren wie das ist mit Schulden erben. Vielleicht findest du im Internet den ein oder anderen Hinweis was du tuen kannst, aber am sichersten ist sicher mal mit nem Anwalt zu reden.

    Lieber Gruß, Roa

    Hey Schnubbel,

    das ist ein wirklich schweres Thema, eins der schwersten. Es geht gegen jede allgemein in der Gesellschaft verfestigte Meinung einen Menschen der sich selbst zu Grunde richtet damit allein zu lassen. das kann er ja nich wirklich wollen; wenn mans nur oft genug versucht; da wurde einfach nicht genug getan

    Ich hatte das letzte Mal als ich zu Hause war ein Gespräch mit meiner Mutter. Ich sagte ihr unter Tränen, dass ich wünschte ich könnte was tun, aber sie kann sich bloß selbst helfen. Inhaltlich entsprach ihre antwort folgendem: sie wisse das, aber sie könne nich mehr leben, sie wolle nich mehr, sie schaffe das nicht mehr, es ginge einfach nicht.

    was soll ich da noch sagen? wenn sie sich entscheidet, dass sie nicht will, dann kann ich nichts tun.
    wenn sie sich entscheidet hilfe zu holen, dann bin ich die erste die ihr zur seite steht.

    darum muss und werde ich mich nicht schludig fühlen, wenn sie stirbt.

    ich will es nicht, aber ich kann es nicht ändern. ich bin MACHTLOS.

    und es fällt mir sicher nicht leicht das zu schreiben, das zu denken und noch weniger das zu fühlen.

    aber es is der einzige weg auf dem ich heil aus allem rauskommen kann, darum gehe ich ihn.

    Lieber Gruß und eine gute Nacht! Roa

    Hallo Melli!

    oh mann, das tut mir Leid für dich. Ich wünsch dir ganz viel Kraft.

    Was du schreibst ist wie so ein kleiner flash in meine Zukunft mein gefühl sagt mir, das wird mir auch mal bevorstehen meine Mutter sie unter diesen umständen im krankenhaus liegen zu haben.

    Alles gute wünsch ich dir!! Roa

    Hallo Amenda,

    freut mich, dass das mit dem zitieren verständlich erklärt war, hast ja auch schon reichlich davon gebrauch gemacht ;)

    Du hast gefragt:

    Zitat von Amenda

    Wie sieht diese Unfähigkeit aus? Wie arbeitest Du an Deinem Selbstwertgefühl?

    zur ersten frage: ich bin zwar noch jung, aber trotzdem bedrückt es mich noch nie mit einem Jungen/Mann zusammengewesen zu sein. Die Jungs, die ich toll fand wollten mich nicht, nicht gut für mein Selbstwertgefühl. Und zeigte wer Interesse an mir, da bin ich in nichts besser als jemanden ganz schnell und wirkungsvoll von mir zu stoßen. Ich schätze, dass da ganz viel Angst vor Nähe und Unfähigkeit damit umzugehen mitschwingt, die ich aus meiner Kindheit mitbekommen habe.
    Inzwischen habe ich festgestellt, es war vielleicht nicht immer schlecht, dass es nichts geworden. Einer der letzten Kandidaten, ist nicht älter als ich, aber zeigt schon Anzeichen von Alkoholabhängigkeit, das wurde mir erst im Nachhinein bewusst. Nun bin ich froh, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

    Das Selbstwertgefühl wurde natürlich nicht gestärkt, während ich in meinem Umkreis Liebesbeziehungen entstehen und zerbrechen sah, während ich konstant alleine blieb.

    Was ich dagegen tue: mir immer wieder bewusst machen, niemand ist perfekt, man sieht es vielleicht nicht, aber all die anderen denen ich mich vielleicht unterlegen fühle, die tragen genauso ihre päckchen mit ihnen herum. sich das zu sagen, das ändert schon viel. Auf ähnliche weise "lobe" ich mich auch selbst für alle möglichen Dinge. Man kann natürlich nicht alles selber kitten, aber ich habe wunderbare Freunde und eine tolle Schwester, die stets bereit sind mir zu sagen wie gern sie mich haben, wenn ich doch mal down bin ;)
    und ich versuche mehr für mich zu tun. dann von einer party zu gehen, wenn ich keine lust mehr habe, nicht wenn ich meine ich hätte meine sozialen aufgaben erfüllt. solche sachen. ich nehme mir zeit für mich, bin mir selbst wertvoller, gehe selbstbewusster mit meinen meinungen und meinem geschmack um (sagen wir mal musikgeschmack).
    und mache wieder etwas mehr sport.

    --

    Zitat von Frozen Tears

    Heile, gesunde Menschen sind für mich immer gut, auch von ihnen fühle ich mich angezogen. Ich weiß, dass ich von ihnen lernen kann, dass ich sie auch brauche um am Leben zu bleiben, dass nur sie mich unterstützen können, aber dennoch bleiben sie mir fremd. Kaputte Seelen hingegen empfinde ich als seelenverwandt. Ich weiß genau, was abgeht und sie können mir nichts vormachen. Auch ohne Worte. Jeder hier, der mal eine Sucht hinter sich hat weiß sicher wovon ich rede.

    Ich hab zwar keine Sucht hinter mir, aber auch ich erkenn mich wieder und mir gefallen die Worte die du gewählt hast sehr. Das werd ich mir mal merken ;)

    Liebe Grüße! Roa

    klick bei dem beitrag den du zitieren willst rechts oben auf zitat und dann lösch alles bis auf die gewünschte stelle oder benutze [ ] und schreib darein quote, wo's zu ende is [/ ] und wieder dazwischen quote (kann ich jetzt nich reintun, sonst zeigt ers natürlich als zitat an) kannst aber auch bei antwort erstellen auf den button "quote" klicken und nochmal zum beenden und den text reinkopieren.

    verständlich?

    Hallo Amenda,

    Herzlich Willkommen im Forum!

    Bei deiner Geschichte kommt mir der (so oder so ähnlich) altbekannte Satz "man muss erstmal ganz unten sein um wieder rauszukommen" immer wieder in den Sinn. Etwas was man auch hier bei den Alkoholikern ständig liest.

    Ich wünsche dir, dass das für die "neueste sucht" nicht der fall ist.

    Zitat von Amenda

    Irgendwie hab ich es jetzt klarer. :roll:

    Hast du? Und eindeutig Co oder doch nicht, oder was? Ich frage so, weil ich mir die Frage in ähnlicher Form auch schon gestellt hab.

    Ich gehöre zu den Erwachsenen Kindern. Habe in meiner Kindheit mitgewirkt die Krankheit meiner Mutter zu vertuschen - eindeutig co - , flaschen versteckt - co - .... Aber ich habe mich von meiner Mutter zuerst innerlich und dann auch real distanziert - nicht co/nicht mehr co? - Ich fühle mich nicht (mehr) verantwortlich für sie - nicht co - , ich erledige nichts für sie, opfer mich bestimmt nicht für sie auf - nicht co - ....

    War ich nur als kind co, weil alle kinder das sind, um zu überleben und jetzt nicht mehr. Aber was ist mit meiner Unfähigkeit eine Beziehung zu einem männlichen Wesen herzustellen, was ist mit meinem mangelnden Selbstwertgefühl?

    Ich glaube es ist schwer zu sagen, wo ES anfängt und wo ES aufhört. Und "sind wir nicht alle ein bisschen co?" ;)

    Viel wichtiger ist, dass wir etwas ändern möchte, dass wir merken irgendwas tut uns nicht gut und wir wollen UNS "heilen".

    Lieber Gruß, Roa

    Hallo Julia,

    ich wollt nur mal loswerden, dass ich denke du handelst die Situation so gut es dir eben möglich ist :) ist sicher alles nicht leicht und sich darüber klar zu werden, wie man für sich selbst am besten handelt, das ist was was uns EKAs allen nicht so leicht fällt, glaub ich.

    Zitat von Julia84

    Dass ich dann einfach nur, wenn ich auf die Gerüchte angesprochen werde, sage: Ja, mein Vater ist Alkoholiker, nein, ich will jetzt nicht drüber reden, ja, es geht mir gut, und jetzt arbeiten wir weiter.

    So würde ich das auch machen. Ich wünsch dir viel Erfolg, aber ich denk das wirst du alles schon hinkriegen :wink:

    Grüße von Roa

    Liebe Bopunty,

    ersteinmal Herzlich Willkommen hier!

    bei dir ist ja grade eine Unmenge passiert, kein Wunder dass dir so vieles durch den Kopf schwirrt.

    Lass es einfach einmal alles raus, es kann so gut tun dinge einfach aufzuschreiben.

    Vor allem wenn dir so eine schwere OP bevor steht solltest du jetzt erst einmal an DICH denken.
    Zur Ruhe kommen dich entspannen. Ein Bad nehmen, eine Tasse Tee trinken, was auch immer es ist, dass dich beruhigt.
    Umso unbeschadeter wirst du auch die OP überstehen.

    Ich wünsche dir, dass alles glatt läuft!

    Grüße, Roa