Beiträge von Roa

    Liebe Mali,

    du bist ja auch nicht allein. Alkoholkranke Eltern sind gar nicht so selten ;)

    Zitat von Mali80

    Ich lebe in einem ständigen Kreislauf von helfen wollen, enttäuscht zu werden, mir selbst Schuldgefühle zu machen und mir zu wünschen, dass sich irgendwie- wie durch ein Wunder- alles zum Besseren wendet.

    Ich kenne diesen Kreislauf auch, aber man kann ausbrechen, glaub mir :)

    Zitat

    Mir kommt vor, momentan freuen sich alle auf Weihnachten- ein besinnliches Fest für die Famiele. Aber ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann Weihnachten das letzte Mal schön gewesen ist. Im Grunde bin ich einfach froh, wenns endlich vorbei ist.

    jaja, Weihnachten...ganz im Ernst, wie viele Familien gibt es schon, wo es wirklich harmonisch läuft. Es wird einfach von allen Seiten von allen Beteiligten zu viel erwartet, das kann ja nur schief gehen.

    Und bei uns ist dann ja noch die Variable Alkohol im Spiel.

    Ich bin auch schon gespannt auf dieses Jahr. Trinkt sie, trinkt sie nicht? Rastet mein Vater aus, wird er unglücklich, spielt er happy family? Kommt sie mit zu den Verwandten, oder weigert sie sich? Die Fragen bleiben, aber es ist nicht mehr entscheident für meine Gefühle. Ich werd es mir so schön wie möglich machen und einfach keine Wunder erwarten.

    Liebe Grüße, Roa

    Liebe Caro,


    ich wollt auch mal ganz liebe Grüße dalassen, habe mehr oder weniger mitgelesen, was bei dir los war, hatte leider nicht die Ruhe dir zu antworten.

    Finde es toll, wie du mit den negativen Gefühlen umgegangen bist.

    Wow, vor allem wenn mal die Anfänge deines threads liest.

    Vergiss nie, wie stolz du auf dich sein kannst, wie weit du es geschafft hast!

    Roa

    Hallo Mel,

    auch von mir ein Herzliches Willkommen hier! Ich kann mich Linde eigentlich nur anschließen und dir wünschen, dass für deinen Vater dieser Krnakenhausaufenthalt genau diese Wende, dieser Tiefpunkt ist.

    Was die Erfahrungen mit deinem Onkel betrifft. Das läuft ja niemals gleich ab. Viele Frauen bleiben bei ihren alkholkranken Männern (die Diskussion kannst du auch hier im Forum immer wieder finden) und viele trennen sich wird der Alkoholiker trocken wird, klingt verrückt oder? Wirst du aber verstehen was ich damit meine wenn du dich mal durchliest.

    Und auch wenn die Frau deines Vaters ihn verlässt, könnte das Auslöser sein, dass er auch wieder für sich selbst kennt. Also mach dir da mal keinen Kopf drum, es kommt drauf an, was dein Vater für sich entscheidet, was er tuen will.

    Alles was du sagen kannst ist, dass du da bist, wenn er dich um Hilfe bittet.

    Liebe Grüße, Roa

    Hallo Mali,

    auch von mir ein Herzlich Willkommen.
    Ich habe das Gefühl um das zu erreichen, was du hier aufschreibst, war der Schritt hierher schon mal einer, der dich noch sehr viel weiter tragen kann.

    Das Leben, die Gefühle nicht mehr von den Eltern abhängig machen, das steht ziemlich weit oben auf der Liste, der Dinge an denn man arbeiten will, bei den meisten hier.

    Das mit den Freunden kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hab wundervolle Freunde um die ich sehr froh bin, aber eine kleine Lücke bleibt doch immer, es kann ihnen ja einfach nicht möglich sein zu 100% zu verstehen.

    Mir hat es auch geholfen einfach drauf loszuschreiben, was von mir zu erzählen. Von Problemen die ich jetzt hab (selbstbewusstsein, beziehungen, stimmungsschwankungen etc.) und wie das in beziehung zu meinen eltern stehen könnte.

    Also schließ ich mich Caro mal an ;)

    und liebe Grüße, Roa

    mensch krümel, toll dass er nach hause kann! was heißt denn das jetzt, is er über den berg?? letzte woche waren die ärzte ja noch sicher, dass es zu ende geht!?

    oh man, deine mutter is ja auch ne krasse nummer.

    ich hoff mal, dass das trotzem irgendwie hinaut.

    dir auch nen schönen 4.Advent

    hey liebe caro,

    ich seh grad du hattest auch nicht so nen superduper tag.

    ich glaub du nimmst dir da etwas zu viel vor.

    ja, die typischen co-fallen, co-fragen, die sollten dir auffallen, die solltest du vermeiden.

    aber wenn du es merkst sobald du es denkst, was willst du denn noch mehr tun?

    Die gedanken kontrollieren: können wir das, sollten wir das?

    freu dich doch, dass es dir auffällt, dass du dich zurück halten kannst.

    und überfordere dich nicht. ich glaube auch "löschen" is nicht so ganz das richtige wort.

    ihren einfluss auf dein leben willst du loswerden, aber wenn es dich nicht mehr beeinflusst, dass sie trinkt, dann kannst dus ja auch ruhig wissen, brauchst nicht zwanghaft alle info von dir fernhalte, wenn du damit umgehen kannst.

    und wenn du merkst, es geht anders nicht, anders fällst du wieder rein auf die co-knöpfe, warum sagst du das nicht auch deinem mann?

    Ich wünsch dir einen schönen entspannten abend vorm tv, alles liebe, Roa

    Liebe Tanja,

    was? wirklich nur noch 8mal?
    Ich zähl im Moment noch Tage bis die Ferien anfangen? Dann kann ich mich vollends auf Weihnachten konzentrieren...

    ein bisschen optimistischer is besser als gar nicht, was? ;)

    dann soll deine mutter das mal testen, wenn sie das möchte, würd ich sagen...

    ah schöne bunte wandfarben toll, ich habs irgendwie versäumt in meinem neuen zu haus zu streichen, aber wenn ich nächstes mal noch mal umzieh, dann auch gern bunt :)

    was für farben sinds denn geworden?

    wie gut, dass ich keine Flimmerkiste hab, dann fühlt sich mein Laptop nie vernachlässigt ;)

    liebe grüße Roa

    Liebe moonshadow,

    Willkommen bei uns Kindern ;)

    Ich denke, dass auch die Co-abhängigen mit alkoholkrankem elternteil, hier stehts immer richtig aufgehoben sind. Die Co-abhängigkeit ist dann häufig akuter und darum liegt es näher sich erstmal dort umzuschauen und dann das "Erbe der Kindheit" mal anzugehen.

    Du bist ja überzeugt, dass du in keinerlei Co-abhängigkeit steckst, dennoch hast du dir auch mal die Grundbausteine angeschaut?
    ich denke aber mal du wirst dich schon richtig einschätzen und du scheinst dir ja auch jede menge gedanken zu dem thema gemacht zu haben und da dein partner ja auch trocken ist.

    schreiben darfst du hier auf jedenfall auch unsortiert ;) tu ich auch nur allzu gerne.

    erzähl doch mal, in wie weit du dich von der kindheit immer noch belastet und negativ geprägt fühlst. womit bist du unzufrieden. was bringst du in zusammenhang mit deiner mutter??

    sich der zusammenhänge bewusst werden heißt nicht die kindheit als entschuldigung für jetziges fehlverhalten/selbstzerstörerisches verhalten zu benutzen. so lange du dich ändern willst und meinst das was du ändern willst is auf deine kindheit zurückzuführen, ist es voraussetzung, dass du dich eingehend damit beschäftigst.

    liebe grüße, Roa

    ja, solltest du!!

    Es ist der Trugschluß auf den wir hier wohl alle mal reingefallen sind.

    Aber sich selbst was gutes tun, egoistisch sein, das ist paradoxer weise sogar manchmal der auslöser, dass der alkoholabhängige sich endlich daran macht sich um seine krankheit zu kümmern, denn so lange sich das leben aller anderen um seine sorgen kreist, hat ers ja irre bequem.

    die letzten monate waren deine schönsten? wie kommst du dann auf den gedanken irgendwas davon freiwillig wieder einzubüßen ;)

    nichts da, tu dir jetzt was gutes. und wenn deine mutter will, dann wird sie das gleiche für sich tun.

    mit den feiertagen kann ich dir wenig zu sagen. aber ich würde da auf spedi's worte horchen. es hängt von ihr ab, sie entscheidet was passiert. und so verlockend es auch ist, versucht nicht ihr die entscheidung abzunehmen.

    ganz liebe grüße, ich drück dir weiterhin die daumen, dass das alles was wird (und freut mich schon mal, dass der arzt sich so positiv geäußert hat)

    Roa

    Liebe Jenny,

    erstmal nochmal rasch (das hatte ich doch schon längst schreiben wollen) freut es mich, dass du mit deinem Freund gesprochen hast und dass es so gut geklappt hast.

    und zum kontakt mit deinen eltern, da find ich hast du genau die richtige entscheidung getroffen.

    mit deinem vater das wirft das jetzt ja alles wieder durcheinander. könnte sein dass er wirklich krank ist oder er versucht euch damit wieder an die angel zu bekommen, zu hoffen wäre da ja noch letzteres.

    aber wenn er keinen kontakt will, na da könnt ihr nichts ausrichten.

    find ich super, dass du dir wieder unterstüzung geholt hast!!

    lg Roa

    hallo liebe caro,

    mensch da machst du mich auch ganz neidisch.

    ich hab den ganzn tag in der bibliothek gehockt. :(:wink:

    aber dafür habe ich ein schönes mittagessen mit zwei freundinnen genossen und hab mich vor allem darüber gefreut, dass mit der einen, die ich in letzter zeit wegen unistress ziemlich wenig gesehn hab alles noch genauso eng und warmherzig is wie vorher. (da kamen mal wieder schon die ersten 'verlassensängste' sagen wir mal in milder form auf.)

    es freut mich, dass du so nen super tag hattest :)

    Liebe Grüße, Roa

    positiv denken

    ich habe mich immer für einen positiv denkenden menschen gehalten.
    Und ja, ich kann sagen, auf eine gewisse art war ich das stets: ich schaff das hier durch, ich werde meine ziele erreichen, ich werde glücklich sein, ich kann mich ändern, dinge können sich zum guten wenden, ich werde glück haben...

    gerade lerne ich etwas neues, ich denke nicht mehr nur positiv in die zukunft, ich denke positiv über das hier und jetzt: mir geht es gut, ich genieße den moment, ich bin glücklich, ich befinde mich jetzt gerade auf meinem weg.

    ich hab das wirklich dauerhaft glückliche befinden immer vor mir hergeschoben. erst "wenn mama aufhört mit trinken, wenn papa mich endlich lieb hat" dann "wenn ich mal im ausland bin" (na da folgte auch ein monatelanges tief als ich da zurück war) "wenn ich erst die schule fertig hab", "wenn ich ausgezogen bin"...und es könnte ewig so weiter gehen "wenn das auslandssemester erstmal da is", "wenn der bachelor vorbei is", "der master", "ich nen job hab", "ne familie", "die kinder wieder los bin"

    aber ich hab genug von "wenn...dann" - ich leb schließlich jetzt diese sekunde.

    ich weiß ich brauchte dieses denken, es rettete mich durch die schlimmen phasen der kindheit. es half mir überlegen. aber jetzt bin ich erwachsen, jetzt wird es zeit sich auch von dieser überlebensstrategie zu trennen, jetzt gehts darum zu leben.

    nein gelingen tuts mir noch nicht oft, aber immer öfter ;)

    ich danke dir Linde, denn dein Beitrag hier zum Thema Zeit hat mir geholfen all das noch einmal zu reflektieren!

    Vaan : ja, hab ich mal dran gedacht, aber kontrolliert hab ichs nie

    zum glück, so richtig konsequent co-abhängig kontrollierend und sowas war ich dann doch nie

    'lustig' irgendwie: nichts war leichter zu finden als die ostereier zu ostern, da hätte sich meine mutter ruhig mal genauso viel mühe geben können :roll:

    Zitat von Morgenröte

    Allerdings denke ich erst, wenn sie einsieht, dass sie wenigstens eine ambulante Therapie braucht oder mal zu den AA geht, dann hat das ganze wirkliche eine Chance. Ansonsten sind es wieder ein paar Monate und dann geht es wieder los.

    Hoffentlich tut sie das. Halt uns auf dem Laufenden!

    Wie gehts dir denn jetzt?