Liebe Mimmi,
ersteinmal Herzlich Willkommen hier im Forum!
Wir alle haben ähnliches durchgemacht, und können dir vielleicht in manchem Hilfestellung geben.
Ich antworte mal direkt auf deine Fragen, so komm ich am leichtestens ins schreiben rein 
oh und ich bin 19 und meine Mutter Alkoholikerin (von meiner frühesten kindheit an)
Zitat von Mimmi123
Dazu muss ich aber erwähnen das sie sich nie vor uns Komatös betrunken hat sondern immer ein LEvel hatte das sie "abwesend" erscheinen lies. Wisst ihr wie ich meine? Wie ein Geist hat sie sich dann bewegt.
kenn ich sehr gut, was du da beschreibst. wenn der pegel stimmt, ist es für aussenstehende nicht direkt ersichtlich, aber irgendwie is sie nicht so recht da.
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Nach dem Geb., versprach sie mir eine Psychotherapie zu beginnen. Was sie auch gemacht hat. Jedoch konnte ich nie 100% kontrollieren ob sie Ihre Termine auch wargenommen hat.
gut, dass sich deine Mutter in Psychotherapie begeben hat. aber so lang sie nicht selbst überzeugt ist ein Problem zu haben, Hilfe zu brauchen, "überredet" wurde, sind die Chancen meist leider gering, dass es großen nutzen hat. - 100% kontrollieren: is nicht bös gemeint, aber das is sooo typisch
haben wir hier alle gern gemacht, bringt uns aber keinen schritt weiter und mit uns mein ich uns kinder. du kannst es eh nicht ändern, sie muss es wollen. richte den fokus lieber auf dich, dir kannst du gutes tun, dein leben kannst du kontrollieren.
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Am nächsten Tag konnte sie natürlich nicht arbeiten und rief deshalb eine Bekannte an. Die hat GsD die Gunst der Stunde gepackt und meine Mama bearbeitet das sie doch endlich einen Entzug machen soll. So kam eines zum anderen und heute Mittag gings ins KKH......
das gleiche gilt hierfür. Ich wünsch dir natürlich, dass es bei deiner Mutter nicht klappt, ich weiß nur aus Erfahrung wie wenig es bringt Alkoholiker zu überreden etwas zu tun, denken tuen sie meist weiterhin wie sie wollen, das kann man nicht kontrollieren. Das musste ich leider irgendwann lernen und ich sag dir ich hab da ne menge kraft reingesteckt, meine mutter auch mal erfolgreich überredet. aber sie ist schnell rückfällig geworden, denn sie ist nur für uns dahin gegangen. und all die kraft die ich darein gesteckt habe, mensch, die hätt ich gut gebrauchen können. um mein selbstbewusstsein aufzubauen, sie in freundschaften investieren, und und und.
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Das schlimme ist, das ich eigentlich nie die starke sein wollte aber ich das Gefühl hatte es sein zu müssen. JETZT im Moment bin ich nur froh das unsere Freundin der Familie das ganze in die Hand genommen hat und es nicht an mir liegt 
die starke, das war immer und immer wieder meine rolle in der familie. kam es zum clash, dann hab ich alles so gut es ging geregelt, vermittelt. auch meine schwester, meinen vater weggeschickt "nein, ich rede mit mama. ich kann das am besten"
aber ich war kind, ich hätte diese verantwortung nicht von meiner mutter nehmen sollen.
das führt mich hierzu:
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was kommt danach? Ich kann sie ja schlecht in Watte packen? Ich würd sie so gerne beschützen doch ich kann das nicht? Wie weit soll ich mich einmischen oder soll ich das ganz lassen?
wenn sie trocken wird und die verantwortung für sich selbst wieder übernimmt, dann gibt es keinerlei grund sie in watte zu packen und auch beschützen musst du sie nicht! das muss sie in der klinik lernen, selbst wieder gut zu sich zu sein. Du kannst sie nicht vorm Alkohol beschützen, denn das heißt sie vor sich selbst zu schützen und das lässt nur gewalt im kampf gegen einen süchtigen. ist also sinnlos meiner meinung nach.
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Wie bereite ich die Entlassung vor etc etc....
Ich kann dir nicht sagen, wie mans richtig macht, aber wie mans falsch macht: wir haben damals nichts geändert. der alkohol war weg, aber kommunikation, umgangsformen, alltag alles ist dasselbe geblieben. meine mutter wäre natürlich selbst verantwortlich gewesen dinge da zu ändern, aber ich glaube das ist etwas wo auch angehörige wirklich helfen könne. wo sie da sind, und wenn der alkoholkranke um hilfe bittet bei neuordnung seines lebens, dann würde ich auch zur seite stehen. und wenn man selbst noch aktiv am leben teil hat (besonders wenn man noch zusammen wohnt) dann sollte man seine eigenen verhaltensweisen überprüfen. kennst du schon die grundbausteine der co-abhängigkeit? (findest du bei zu den informationen)
Und vorallem reden darüber reden, das haben wir versäumt. halte ich aber für sehr sehr wichtig, ganz offen mit der krankheit umgehen. evtl. schuldgefühlen der mutter etc.
hui, das is jetzt aber viel gewesen.
ganz wichtig: das is kein patentrezept, das sind meine gedanken und erfahrungen.
ich hoffe aber, dass ich dir damit weiterhelfen konntest und du eine bessere vorstellung dafür bekommst, wie du mit allem umgehen willst.
Liebe Grüße, roa