Beiträge von Roa

    Hallo Rikkushari,

    auch von mir Herzlich Willkommen!

    es ist nicht falsch, dass du an das finanzielle denkst, an das was da auf dich zukommen könnte.
    ich hab da keine ahnung, aber die andern haben dir da ja schon antworten zu gegeben.

    Mich würde auch interessieren: wie geht es dir mit alldem?

    Auch meine Mutter trinkt seit meiner frühesten Kindheit. Wie lange sie so noch weitermachen kann weiß ich nicht. Passieren könnte jeder Zeit was. Jahrelang zuschauen zu müssen wie sich die Eltern umbringen, natürlich geht einem das ans Herz....

    lg Roa

    Liebe Tanja,

    Zitat von Tanja83

    . Ich lauf den ganzen Tag mit einem grinsen im Gesicht durch die Gegend und lach über mich selbst :lol: ... wirklich schön zur Abwechslung mal!

    ach, das is doch fein. dürfte doch ruhig mal zu dem normal- und nicht dem abwechslungszustand werden ;)

    Zitat

    und meine Mutter hat sich gestern am Telefon nicht so toll angehört... aber ich dachte mir solang sie von selbst nichts erzählt... ich frag nicht nach :oops: ... steckt vielleicht einbißchen Feigheit dahinter?!

    würd ich genauso machen, ich wills wirklich eigentlich gar nicht wissen, warum das leben jetzt mal wieder das allerltzte is und eigentlich so ganz prinzipiell unerträglich.

    Zitat

    Meine Mutter bekommt aufjedenfall noch ne Woche Verlängerung... also bis 21. Januar ist noch Ruhe angesagt... und die genieß ich.


    tu das, aber ich hoffe du lässt dich auch von deiner Mutter nicht mehr ganz so aus der Ruhe bringen ;)

    lg Roa

    Liebe Mimmi,

    ersteinmal Herzlich Willkommen hier im Forum!

    Wir alle haben ähnliches durchgemacht, und können dir vielleicht in manchem Hilfestellung geben.

    Ich antworte mal direkt auf deine Fragen, so komm ich am leichtestens ins schreiben rein ;)

    oh und ich bin 19 und meine Mutter Alkoholikerin (von meiner frühesten kindheit an)

    Zitat von Mimmi123

    Dazu muss ich aber erwähnen das sie sich nie vor uns Komatös betrunken hat sondern immer ein LEvel hatte das sie "abwesend" erscheinen lies. Wisst ihr wie ich meine? Wie ein Geist hat sie sich dann bewegt.


    kenn ich sehr gut, was du da beschreibst. wenn der pegel stimmt, ist es für aussenstehende nicht direkt ersichtlich, aber irgendwie is sie nicht so recht da.

    Zitat

    Nach dem Geb., versprach sie mir eine Psychotherapie zu beginnen. Was sie auch gemacht hat. Jedoch konnte ich nie 100% kontrollieren ob sie Ihre Termine auch wargenommen hat.


    gut, dass sich deine Mutter in Psychotherapie begeben hat. aber so lang sie nicht selbst überzeugt ist ein Problem zu haben, Hilfe zu brauchen, "überredet" wurde, sind die Chancen meist leider gering, dass es großen nutzen hat. - 100% kontrollieren: is nicht bös gemeint, aber das is sooo typisch ;) haben wir hier alle gern gemacht, bringt uns aber keinen schritt weiter und mit uns mein ich uns kinder. du kannst es eh nicht ändern, sie muss es wollen. richte den fokus lieber auf dich, dir kannst du gutes tun, dein leben kannst du kontrollieren.

    Zitat

    Am nächsten Tag konnte sie natürlich nicht arbeiten und rief deshalb eine Bekannte an. Die hat GsD die Gunst der Stunde gepackt und meine Mama bearbeitet das sie doch endlich einen Entzug machen soll. So kam eines zum anderen und heute Mittag gings ins KKH......


    das gleiche gilt hierfür. Ich wünsch dir natürlich, dass es bei deiner Mutter nicht klappt, ich weiß nur aus Erfahrung wie wenig es bringt Alkoholiker zu überreden etwas zu tun, denken tuen sie meist weiterhin wie sie wollen, das kann man nicht kontrollieren. Das musste ich leider irgendwann lernen und ich sag dir ich hab da ne menge kraft reingesteckt, meine mutter auch mal erfolgreich überredet. aber sie ist schnell rückfällig geworden, denn sie ist nur für uns dahin gegangen. und all die kraft die ich darein gesteckt habe, mensch, die hätt ich gut gebrauchen können. um mein selbstbewusstsein aufzubauen, sie in freundschaften investieren, und und und.

    Zitat

    Das schlimme ist, das ich eigentlich nie die starke sein wollte aber ich das Gefühl hatte es sein zu müssen. JETZT im Moment bin ich nur froh das unsere Freundin der Familie das ganze in die Hand genommen hat und es nicht an mir liegt :(


    die starke, das war immer und immer wieder meine rolle in der familie. kam es zum clash, dann hab ich alles so gut es ging geregelt, vermittelt. auch meine schwester, meinen vater weggeschickt "nein, ich rede mit mama. ich kann das am besten"
    aber ich war kind, ich hätte diese verantwortung nicht von meiner mutter nehmen sollen.

    das führt mich hierzu:

    Zitat

    was kommt danach? Ich kann sie ja schlecht in Watte packen? Ich würd sie so gerne beschützen doch ich kann das nicht? Wie weit soll ich mich einmischen oder soll ich das ganz lassen?


    wenn sie trocken wird und die verantwortung für sich selbst wieder übernimmt, dann gibt es keinerlei grund sie in watte zu packen und auch beschützen musst du sie nicht! das muss sie in der klinik lernen, selbst wieder gut zu sich zu sein. Du kannst sie nicht vorm Alkohol beschützen, denn das heißt sie vor sich selbst zu schützen und das lässt nur gewalt im kampf gegen einen süchtigen. ist also sinnlos meiner meinung nach.

    Zitat

    Wie bereite ich die Entlassung vor etc etc....

    Ich kann dir nicht sagen, wie mans richtig macht, aber wie mans falsch macht: wir haben damals nichts geändert. der alkohol war weg, aber kommunikation, umgangsformen, alltag alles ist dasselbe geblieben. meine mutter wäre natürlich selbst verantwortlich gewesen dinge da zu ändern, aber ich glaube das ist etwas wo auch angehörige wirklich helfen könne. wo sie da sind, und wenn der alkoholkranke um hilfe bittet bei neuordnung seines lebens, dann würde ich auch zur seite stehen. und wenn man selbst noch aktiv am leben teil hat (besonders wenn man noch zusammen wohnt) dann sollte man seine eigenen verhaltensweisen überprüfen. kennst du schon die grundbausteine der co-abhängigkeit? (findest du bei zu den informationen)

    Und vorallem reden darüber reden, das haben wir versäumt. halte ich aber für sehr sehr wichtig, ganz offen mit der krankheit umgehen. evtl. schuldgefühlen der mutter etc.

    hui, das is jetzt aber viel gewesen.

    ganz wichtig: das is kein patentrezept, das sind meine gedanken und erfahrungen.

    ich hoffe aber, dass ich dir damit weiterhelfen konntest und du eine bessere vorstellung dafür bekommst, wie du mit allem umgehen willst.

    Liebe Grüße, roa

    Liebe Morgenröte,

    ich drück dir die Daumen. Aber skeptisch bleiben, dass würd ich auch an deiner Stelle.

    Hoffe du hattest auch ein schönes Wochenende mit Schnee.

    Ich hab leider keinen momentan ;)

    Gruß, Roa

    Liebe Jenny,

    Zitat von Jenny85

    Ich fühle mich zurzeit traurig und sehr machtlos, da ich meinen papa nicht helfen kann und das nun endlich auch begreife.
    Das muss man erstmal verdauen.

    Das ist verständlich. Nimm dir alle Zeit dafür, die du brauchst!

    Zitat

    so wirklich habe ich ihm das nie erzählt was in meiner Kindheit alles passiert ist. (...) Irgendwie kann ich aber nicht, immer wenn ich glaube ich bin soweit, bekomme ich kein Wort heraus.
    Ist das normal?


    Klar, wir alle haben ja gelernt, das Familiengeheimnis zu wahren. Von außerhalb durfte es ja keiner mitbekommen. Darum ist da ne Riesenhemmschwelle.

    Ich denke aber, wenn dus mal über die Lippen gebracht hast läuft das gespräch dann ganz von selbst.
    Aber stress dich nicht zu sehr deswegen, such in Ruhe den richtigen Zeitpunkt, vielleicht entsteht der ja auch ganz spontan.

    Alles Gute, Roa

    Liebe Susi,

    ich bin meinen Eltern nur eins schuldig: die selbstbewussteste, glücklichste, erfolgreichste und ausgeglichenste Version meiner selbst zu werden, die ich sein kann.

    Und wenn meine Eltern schwer krank werden und es mir möglich ist ihnen durch meine Pflege zu helfen und ich das aus Liebe tue und weil es mir gut tut ihnen beistehen zu können und nicht aus schlechtem gewissen, dann werde ich sie auch pflegen.

    Meine Mutter ist schwer krank: alkoholkrank.

    Aber diese Krankheit ist eine Sucht und beinhaltet damit noch ein paar andere Lücken.

    Wenn ich auf ihre Krankheit mir Co-abhängigkeit reagiere, dann unterstütze ich den Fortlauf ihrer Sucht bloß noch.

    Verweigere ich es ihr ihr leben bequem zu machen und ihr erst dann zur seite zu stehen wenn sie gesund und trocken werden will, dann kann das im besten fall sogar dazu führen, dass sie ihren tiefpunkt erreicht und ernsthaft trocken werden will.

    Wer Kinder bekommt der sollte sich bewusst sein über die enorme Verantwortung die er jahrelang für die Kinder übernimmt. Die gesamte Verantwortung liegt bei ihnen. Und wenn sie ihre Kinder mit Liebe erziehen und ihnen den Weg in ein gesundes, gutes Leben zeigen, dann werden sie dies Liebe auch zurückbekommen. Die Kinder aus Liebe im Alter, bei Krankheit helfen.

    Meiner Meinung nach.

    Als Kind bin ich aber nicht von vornherein Schuld für das Leid meiner Eltern. Meine Mutter hat sich schon vor meiner Geburt für die Sucht entschieden.

    Und der Grund für das Trinken/das Leid meiner Eltern zu sein, den Gedanken habe ich endlich abgestreift. Das reden sie einem gerne ein, die lieben Eltern. Aber sie sind erwachsen, tragen die Verantwortung für sich.

    Jetzt musst du dich erstmal um dich kümmern, etwas für deine Trockenheit tun, dabei deinen Vater völlig außer Acht lassen!

    Lieber Gruß, Roa, Erwaschenes Kind

    Was ich von Co's und von Alkoholikern lernen kann:

    Denn ich bin weder noch, aber Kind beider...

    I) Ich lerne die Zusammenhänge, das System, die "Knöpfe" besser zu verstehen. Ich fühle mich somit besser gewappnet für den zukünftigen Umgang mit meinen Eltern.

    Ich kann besser einschätzen was ist Trockenphase...was ein ernstgemeinter Versuch.

    Ich durfte lernen, auch mein Vater ist krank. Wie auch schon mehrfach erwähnt in den Einträgen vor mir: Co-abhängigkeit ist sehr viel schwammiger.

    Die Krankheit meiner Mutter zu akzeptieren und weg zu stecken "ein leichtes" für mich. Aber mein Vater war von Charakter aus böse und konnte nich lieben. Jetzt kann ich ihm bestimmte Verhaltensmuster vergeben, denn ich entlarve sie.

    II) Ich sorge vor: als kind einer alkoholikerin und einem unglücklichen vater war eins immer das ziel schlechthin: bloß nicht so enden wie sie

    dennoch: ich weiß gerade für mich als kind aus einer solchen familie ist die gefahr besonders hoch. ich kenne ja keine anderen formen der problembewältigung etc. heißt ja nich umsonst "Familienkrankheit" die häufig von Generation zu Generation weiter gegeben wird.

    ich profitiere in dem fall vor allem von den beiträgen co-abhängiger so wird mir bewusster und klarer wie schnell und leicht man hineintappt und durch das viele lesen verankern sich die "Warnsymptome" und Grundbausteine


    ich lese aber auch bei den alkoholikern mit, allerdings ohne festeres 'motiv'. Denn alle die dort schreiben sind trocken oder versuchen trocken zu werden. das beides trifft auf meine mutter nicht zu. ich verstehe vielleicht ihr sucht-denken eher, aber es bringt mich nicht weiter, helfen kann ich ihr nicht.

    es unterstützt bloß meine erkenntnis, dass die chancen auf einen weg hinaus sehr unwahrscheinlich sind und nährt eventuell die hoffnung, dass manche leute es dennoch auch im hohen alter noch schaffen.
    und das bringt mich kein stück weiter. (und auch hoffnung aufbauen im bezug auf sucht, das ist nich mein ziel. kann im gegenteil sogar böse enden. das enttäuscht werden hab ich genug gelernt in meiner kindheit)
    trotzdem lese ich auch gern dort, und wie irgendwer hier schon erwähnte, manchmal erkennt man auch erst später die signifikanz von gelesenem.

    Im übrigen: Wer will findet wege, wer nicht will findet gründe. Den Spruch habe ich mir auch für mich von den Alkoholikern hier übernommen.

    Lieber Gruß, Roa

    ich habe heut angefangen zu malen, das war schön und entspannend. endlich wage ich es die dinge durchzuziehen, die ich immer auf "wenn ich mal erwachsen bin" verschoben hab.

    ich habe letzte woche eine freundin angerufen und gefragt ob ich auf nen sprung vorbei kommen kann vor ner vorlesung, weil ich nichts zu tun hat.
    früher hätte ich lieber in der kälte gewartet als mich der 'gefahr' einer spontanen ungewohnten situation zu stellen

    ich frage tatsächlich sogar häufiger freundinnen, ob sie vorbei kommen mögen bei mir.

    Liebe Susi,

    ich gehöre zu den Erwachsenen Kinder von Alkoholikern. In diesem Fall einer Alkoholikerin.

    Dein Vater entscheidet selbst, ob er trinkt oder nicht.

    Das wichtigste für mich war zu lernen ich bin niemals Schuld daran, dass meine Mutter trinkt.

    Egal wie schlecht es ihr geht, ob sie zur Flasche greift bleibt ihre Entscheidung.

    Und dass sie sie trifft, das kann ich nicht ändern. Es gibt auch andere Wege solche Probleme zu lösen und ich denke das ist auch ein Thema auf das du noch häufiger stoßen wirst auf deinem Weg in die Trockenheit.

    Liebe Grüße, Roa

    PS: Hier kannst du nie zu viel schreiben, nie zu viel von dir erzählen! Dafür sind wir alle hier! Um uns endlich mal die Seele aus dem Leib schreiben zu können und auf Menschen zu stoßen, die es lesen, daraus sogar etwas für sich ziehen können.

    gute frage!

    und das ist genau das was du hier lernen kannst, was wir hier alle versuchen zu lernen.

    Den Kontakt zu seiner Familie komplett abbrechen, das ist ein Extrem das hier wenige wählen. (Kann aber notwendig sein)

    Es geht mehr darum dein Leben nicht für deinen kranken vater aufzugeben, dich selbst in den Vordergrund zu stellen. An deinen Problemen arbeiten (zB: selbstwertgefühl,partnerschaften,depressionen,atuoaggressionen, da kämpfen hier viele von uns mit)

    auch dir hier dinge vom herzen zu schreiben gehört dazu dir selbst zu helfen ;)

    vielleicht kannst du einfach damit anfangen, dass du ein wenig schreibst, wie es dir eigentlich gerade geht:
    bist du traurig, gestresst, unglücklich, unter druck?

    und was bräuchte es, dass dir es besser geht, mal abgesehen davon, ob dein vater weiter trinkt oder nicht.

    ich hoffe das erklärt es jetzt ein wenig.

    lieber gruß, roa

    Liebe Jenny,

    zuerst einmal: Herzlichen willkommen im Forum!

    ich las gerade folgendes bei dir:

    Zitat von Jenny85

    habe vor allem meiner mama gesagt sie solle da auch hingehen, denn sie hat es ja noch schwerer als ich.

    Das hab ich auch immer gedacht, meine armen Eltern, die habens ja sooo schwer.

    Aber das ist nicht wahr, wir als Kinder haben Dinge erfahren müssen die keinem zu wünschen sind. Wir haben Verantwortung übernommen für unsere Eltern.

    Und es ist weder unsre Schuld noch liegt es in unserer verantwortung, dass unsere trinkenden Eltern trocken werden.
    Und genauso wenig liegt es in unsrer Verantwortung, dass der andere Elternteil sich davon befreit. Er/Sie hat das selbst in der Hand. Hätte vielleicht früher handeln müssen, um uns zu retten.

    Klar, ihr vorschlagen da mal hinzugehen, es anregen. Ihr sagen, dass sie damit nicht alleine sein muss, das is gut und wichtig...

    Ich kann verstehen wie schwer es meine Eltern hatten, ich kann darum vergeben, aber ich kann nicht entschuldigen, dass sie sich nicht selbst aus ihrem Mist heraushalfen. Dass sie verantwortung auf mich abwälzten, dass sie mir keine Liebe gaben...sie waren schließlich die erwachsenen

    mein leid mit dem meiner eltern vergleichen und "kleiner machen" das will ich nicht. Ich war schließlich das hilflose kind.

    und jetzt: jetzt helfe ich mir selbst.

    darum geht es mir besser als ihnen, darum habe ichs nicht so schwer.

    Lieber Gruß, Roa

    - die oma macht mich verrückt mit ihrem putzfimmel
    - ich hatte es nicht leicht mit der frau zur mutter
    - sie will immer wissen wies mir geht, ich will bloß meine ruhe
    - dein vater ist alles schuld, er hat alles kaputt gemacht, er liebt mich nicht
    - er ist immer so kalt
    - schwiegermutter ist krank
    - die frau macht mich krank
    - die sind doch all krank (Familie meines Vaters)

    'krank' wurde hier in romanlänge ausgeführt und erklärt

    aber mein Favorit:

    Ich will nicht mehr Leben.

    - Jackpot - :roll: