Hallo Thelma, ich bins die Malinca. Wie Du in meinem Thread nachlesen kannst, bin ich auch mal wieder umgefallen. Aber wieder dabei aufzustehen. Mir ging es auch immer wie Dir. Beim leistesten Anzeichen, das vielleicht Alk im Spiel ist Anspannung pur. Ich hatte auch soviel Hoffnung in die damalige Therapie gelegt und wurde bitter enttäuscht. Das Resultat ist eigentlich nur daß ich jetzt ein militante Antialkoholikerin bin und "ein Hauch von Bier" auch bei nicht Erkrankten kaum aushalten kann. Das kommt halt von unserem Leben. Und ich bin mir jetzt eigentlich bewußt, daß die Therapie meines Mannes halt meines Mannes nicht aus eigenem Antrieb geschehen ist, sondern situativ, er sah wohl erst mal keine Möglichkeit mich anders zu "besänftigen" Jetzt fühlt er sich nur noch von allen bevormundet und bevor er doch nochmal eine Therapie macht, muß er es wohl aus seinem eigenen Tiefsten herauskommen, sonst wird er das nicht schaffen. Ich habe gemerkt, Alkoholiker lügen, was das Zeug hält und man glaubt alles eine ganze lange Zeit. Bis man es merkt und handelt dauert es nochmal eine lange Zeit, aber irgendwann wird es auch für uns Anghörige genug sein. Und nur eine räumliche Trennung finde ich in meiner momentanen Stimmung auch nicht sinnvoll, ich glaube mittlererweile schon, daß man mit dem trockenen veränderten Partner nicht mehr klar kommt. Das Vertrauen kommt einfach nicht mehr zurück und mit den Kontrollen und Mißtrauen kommt der trockene Partner nicht klar. Liebe Grüße Malinca.
Beiträge von malinca
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Und noch was, ich haue ihn natürlich finanziell über´s Ohr und hätte das ganze letzte Jahr nur mitgemacht auch finanziellen Gründe. Ich habe einen Superjob und kann mir unsere gemeinsame Wohnung problem alleine leisten. Denn ich gehe jeden Tag arbeiten.
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Hallo, hier bin ich mal wieder mit Riesenrückschritten. Habe leider doch wieder reagiert und ihn angerufen nachdem hier Post mit
Wohnungsangeboten kam. Ein Wort gab das andere und er sagte er wolle wieder nach Hause, das übliche bla,bla,bla und ich bin wieder darauf reingefallen, obwohl ich es doch besser wissen müßte. Er ist ja gerade im Krankenhaus wg. seiner Depressionen- Angst- und Panikstörung. Ich habe mir bisher immer gesagt, wenn es sich bei ihm einzig und alleine um die Alkoholkrankheit handeln würde wäre ich schon längst weg. Aber da habe ich mir wohl was vorgemacht. Letzten Endes kam er dann Wochenende wieder nach Hause und hat das ganze Wochenende verschlafen, da er neue Antidepressiva bekommen hat. Heute sollte er zu seiner Laufgruppe fahren und auch zu heute schlafen. Letztenendes habe ich ihn dann auf unserem Dachboden "erwischt" konnte zwar noch kein Alkoholgeruch wahrnehmen aber bat ihn dann zu einem Gespräch. Dabei machte er mir dann nur wieder Vorwürfe und egal was ich sagte, er hat alles immer umgedreht. Bin ich also wieder die Böse, kenn ich ja. Letztenende habe ich ihn gebeten in die Klinik zurückzufahren, was er aber erst leider morgen tun wird. Hoffentlich. Beziehung wieder offiziell beendet, und ich will keine großen Töne spucken, aber ich habe jetzt echt die Schnauze gestrichen voll. Auch wenn er seine psychischen Erkrankung hat, ich kann nicht mehr. Er fühlt sich von mir kontrolliert. He? Er will zur Laufgruppe fahren und sitzt dann auf dem Dachboden, weil er aufgrund seiner psychischen Erkrankung auf einmal doch nicht mehr fahren konnte? Und ich die Böse kontrolliere ihn immer und immer, so kann der Arme nicht mehr leben. Warum wollte er dann zurück (war nur eine rethorische Frage) zu mir. Also bitte steht mir bei, ich will nicht mehr, keine Verantwortung mehr für ihn, keine verbalen Verletztungen mehr, kein Mitleid mehr. Ich will nur noch für mich alleine sein. Weiß jemand an wen er sich wenden könnte, um in diesem Fall an eine Wohnung zu kommen, Er bekommt ja schon seit 1 Jahr Krankengeld. Das hört sich schon wieder so an als ob ich alles für ihn tun will, das heißt aber im Klartext, ich will ihn nur so schnell wie möglich aus der Wohnung habe, denn ich habe jetzt entgültig die "Schn..." gestrichen voll. Liebe Grüße Malinca. -
Hallo, nehme mir gerade Skybirds Worte zu Herzen. Lieber schreiben als bereuen. Nachdem ich ja so einige Sachen in Bewegung gesetzt habe bin ich heute doch fast wieder soweit gewesen und hätte beinahe Super-Co-mäßig reagiert. Seit Dienstag habe ich nichts mehr von ihm gehört, weiß aber, das er sich mittlerweile um eine Wohnung kümmert. Aber anstatt mich darüber zu freuen hat das eine tiefe Traurigkeit in mir ausgelöst, zumal er mich nicht darüber informiert hat, daß er sich jetzt wirklich um eine Wohnung bemüht (muß er ja auch nicht). Aufgrund dieser Traurigkeit und Sehnsucht nach ihm, hätte ICH ihn heute fast angerufen. Dann habe ich aber schnell die Notbremse gezogen und meine Schwester angerufen. Und die hat mich dann wieder etwas aus meinem Tief rausgeholt. Sie fragte mich "wonach hast Du denn Sehnsucht, daß er bei Dir sitzt, nach Alkohol riecht, Dir Vorwürfe macht und in seinen Depressionen versinkt". Nein natürlich nicht, sondern nach dem Mann der er einmal war. Tja und der würde auch nach einem blödsinnigen Anruf meinerseits hier nicht mehr auftauchen. Im Gegenteil, wenn ich angerufen hätte, wäre doch wieder alles prima. Hätte ich doch wieder prima Co-reagiert. Also schreiben oder telefonieren (wenn man jemanden dafür hat) wenn man es nicht alleine schafft durchzuhalten. Mittlerweile habe ich durch den ganzen Mist schon 14 Kilo abgenommen und mir ist klar, daß wenn es so weiter geht mein Körper nicht mehr mitmacht. Ich habe nämlich immer das Problem, daß ich in solchen Situationen nicht essen kann und jetzt bin ich schon ziemlich untergewichtig und deshalb muß ich heute wohl mein Spiegelbild anschauen und mir sagen, so nicht mehr. Aber fürs erste Wanckel-Situation überstanden und wieder etwas Mut für mich geschöpft. Wünsche ich Euch auch da draußen, nicht unterkriegen lassen. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo gurki, im Sommer, als ich das erste mal für 3 Wochen zu meiner "kleinen Schwester- 27- 10 Jahre jünger als ich" gezogen bin hat sie etwas zu mir gesagt was ich heute erst für mich annehmen konnte. Sie sagte sie fühle sich ganz hilflos mir gegenüber, ich wäre immer ihre "große Schwester" gewesen, immer so stark und taff. So wirke ich anscheinend nach außen, auch wenn ich mich nicht so fühle. Sie war ganz verunsichert. Ich habe aber immer so weiter gemacht, nach außen hin zu meinen Freunden und zu meiner Familie sag ich immer es geht halt alles schon irgendwie, ich werde das schon schaffen. Aber hier, in diesem Forum traue ich mich so zu sein wie ich mich fühle. Ganz klein, ganz traurig, aber mit dem Willen es zu ändern, für mich und egal wieviele Tränen da noch fließen werden. Man hat das Gefühl das Herz geht Stück für Stück entzwei und so darf es einfach nicht weiter gehen. Aber ich finde das super von Dir, daß Du einen Termin bei einer Psychotherapeutin hast, die wird Dir sehr viel helfen können. Ich drücke Dir die Daumen, daß er die Kur antritt. Dann kannst Du erstmal durchtatmen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo gurki, mir tut das echt so leid. Das Dein Mann aus diesem Grund alles ablasen will, heißt einfach er hat seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht. Ich habe das mit dem "Tiefpunkt"auch immer hier im Forum gelesen und wollte das wohl irgendwie nicht wahr haben. Aber mittlererweile habe ich es zumindest begriffen, auch wenn es mir sehr schwer fällt. Aber liebe gurke, ich wollte nie Kinder und darüber bin ich jetzt froh. Denn den Weg den ich jetzt versuche, ich betone mit aller Kraft und Mühe und Tränen versuche zu beschreiten, hätte ich sonst nicht gehen können. Meine Schwester fragte mich, ob ich das bis an mein Lebensende mitmachen will. Meine Antwort war "nein, aber laßt mir einfach die Zeit die ich brauche". Mit all den Fehlern und Stolpern und Hinfallen. Der eine kann ganz schnell Entscheidungen treffen, der andere brauch länger dazu. Ich bin auch eine von denen die länger brauch, aber ich weiß so will ich nicht mehr leben und das ist ein Anfang. Und bei Dir ist es auch, sonst würdest ja nicht hier sein. Du willst auch nicht mehr so leben und hast hier Deinen Anfang gemacht. Mach kleine Schritte, die sind leichter. Wenn Du Dich nicht räumlich trennen kannst, versuche Dich nicht mehr so um ihn zu kümmern. Wenn er nichts ißt, ißt er halt nichts, wenn er sich nicht wäscht, wäscht er sich halt nicht, ist seine Sachen. Wenn Deine Kinder schon etwas älter sind, kannst Du ihnen vielleicht erklären, daß das Signale sind ihrem Vater zu zeigen, daß er für sich selber verantwortlich ist. Druck auf ihn auszuüben, ohne ersichtliche Konsequenzen, das nützt leider nichts, das habe ich zumindest so erleben müssen. Beim letzten Rückfall war der Grund, ich würden ständig von diesem "Thema Alkohol" reden und das hätte ihn so wütend gemacht, daß ihm alles egal gewesen wäre und er dann getrunken hätte. Einen Grund zum Trinken werden sie immer finden, den Grund zum Nichttrinken kann man ihnen "vielleicht" mit Konsequenzen zeigen. Du hast ja sicherlich meinen letzten Beitrag in meinem Thread gelesen, nach diesem Telefonat habe ich noch nichts wieder von ihm gehört. Das heißt wohl, er liebt nicht mich sondern den Alkohol. Aber so soll es wohl sein. Auch wenn ich täglich Tränen vergieße, ich muß damit leben und ich will wieder leben und fröhlich sein. So oder so. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo gurki, herzlich willkommen. Das was Du gerade versuchst habe ich alles hinter mir. Ich habe auch geglaubt wenn ich ihm immer wieder vor Augen führe wie ihn der Alkohol verändert hat würde er es irgendwann begreifen. Aber das ging nach hinten los. Meiner hat einen Entzug und Therapie hinter sich und ist wieder rückfällig geworden. Warum ? Nachdem ich mich hier durch das Forum gelesen habe ist mir klar geworden, daß er das ganze nicht aus eigenem Willen gemacht hat und seinen persönlichen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat. Er hat seinen Tiefpunkt noch immer nicht erreicht, aber ich. Und das heißt für mich nicht nur mit Konsequenzen drohen sondern sie auch durchziehen. Auch ich bin erst am Anfang, aber schlimmer kann es doch gar nicht mehr werden. All Deine Gefühle und Ängste kann ich verstehen, aber Du hast 3 Kinder. An die mußt Du denken, Dein Mann ist erwachsen und für sich selber verantwortlich. Wie wäre es für den Anfang mal mit dem Antrag für eine Mutter-Kind-Kur. Sollte in Deinem Falle doch bewilligt werden, wenn Du die Alkoholkrankheit Deines Mannes und die daraus resultierenden extrem psychischen Belastungen für Dich und Deine Kinder angibst. Dort hast Du dann Zeit für Dich und kannst mit Abstand vielleicht einiges anders sehen. Alles Gute Dir und Deinen Kindern, Malinca.
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Hallo Elocin, das Forum hat mir schon soviel geholfen und aufgezeigt. Und mit den immer sehr langen Texten schreibe ich mir viel von der Seele. Und ich kann es für mich nachlesen, um auch dabei zu bleiben. Ich schreibe immer sofort nach den entsprechenden Situationen, da man sonst gleich immer viel vergißt oder anders interpretiert. So kann ich meine eigenen Gefühle auch nachlesen und schauen ob ich beim Schreiben nicht schon wieder unbewußt Co bin. Außerdem freut man sich über alle Ansprachen von Euch. Ich weiß so, daß ich nicht alleine bin. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo skybird, vielen Dank für Deine Antwort. Das waren auch meine Gedanken bei dem Telefonat. Er versucht die entsprechenden Knöpfe zu drücken und leider hat es diesmal nicht geklappt. Ich habe mich aber auch schon für die wohl kommenden Telefonate gewappnet und mal nach Wohnungen für ihn geschaut. (Was er ja nicht weiß). Da ich mir denke das er mit damit kommt, daß der Sozialarbeiter ihm in punkto Wohnungssuche nicht helfen kann. Habe die Wohnungsanzeigen ausgedruckt und werde ihm sie bei Bedarf auch vorlegen. Damit er sehen kann, daß es mir unter den gegebenen Umständen ernst ist. Habe auch schon für die anderen evtl. kommenden Argumente (Finanzen ect.) die dementsprechenden Antworten, die ihm aufzeigen werden, daß er sehr wohl in der Lage ist sich um sich zu kümmern. Das habe ich auch heute nochmal betont. Ich kümmer mich jetzt und mich und das ich die für mich entstehende finanzielle Situation sehr gerne in Kauf nehme für ein Leben das nicht von Alkohol begleitet wird. Ich lebe jetzt wie ein Alkoholiker und freue mich über jede 24 Stunde ohne Co-Tätigkeit. Liebe Grüße Malinca.
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Und noch ein Nachtrag, das hört sich jetzt alles knallhart an, wenn es nach meinem Herz ginge, wären meine Worte folgende gewesen" Bitte wach auf, ich liebe Dich doch über alles und stehe alles mit Dir zusammen durch" - aber was dann gefolgt wäre kennt ihr ja alle........heul, heul, heu.l.
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Noch ein Nachtrag, er hat natürlich auch die Möglichkeit zu gehen und nicht zu trinken.
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Hallo Ihr, vielen Dank für Euren lieben Zeilen. Das alles zu sagen und zu tun war gar nicht so extrem, da im Hinterköpfchen bei uns Co´s ja immer der Gedanke lauert, daß jetzt vielleicht der Tiefpunkt kommen könnte. Bei meinem nicht, kann ich Euch sagen. Jetzt brauche ich ganz viel Kraft. Gerade hat er mich angerufen, um mir zu sagen das er beim Sozialarbeiter im Krankenhaus war und der ihm sagte als erstes müsse er ein Konto eröffnen, am besten bei der Postbank worauf dann sein Krankengeld eingehen müßte. Ich daraufhin "du hast bereits ein eigenes Konto" wir haben keine gemeinsamen Konten. Das hätte er nicht gewußt. Tja woran das wohl liegt. Dann fragte er mich, ob er am Donnerstag das Auto ausleihen könnte, da er ja zu seiner "Suchtlaufgruppe" wolle. Ja, er geht zu einer Suchtlaufgruppe obwohl seine Einstellung ist er wäre kein Alkoholiker. Ich habe ihm gesagt er bekommt das Auto nicht, er soll mit dem Bus hinfahren. Derartige Konsequenzen kennt er nicht von mir und dementsprechend überrascht. Ich habe ihm gesagt, ich wüßte ja nicht ob er angetrunken fährt und das ich mich auf seine Worte ja nunmal nicht mehr verlassen könnte und somit das Auto bei mir besser aufgehoben ist. Dann fing er doch tatsächlich wieder an, er hätte gedacht vielleicht gibt es noch eine Chance. Ich ihm dann gesagt die hätte er doch Sonntag gehabt und sich dafür entschieden "ich kann nicht sagen ob ich in meinem Leben nie wieder Alkohol trinken möchte" und das mit dieser Aussage die Sache für mich durch ist. Er meinte dann ich würde halt wenn wir zusammen sind immer über das Thema "Alkohol " sprechen und das hätte ihn so wahnsinnig gemacht am Sonntag, daß ihm alles egal gewesen wäre und somit aus Provokation getrunken hätte. Ich also wieder Schuld, daß er zur Flasche gegriffen hat. Nehme die Schuld aber nicht an. Ich habe ihm gesagt er soll doch jetzt mal in Ruhe in der Klinik nachdenken was er will, mein Standpunkt habe ich ihm ja ausdrücklich erklärt und sich dann wie ausgemacht nächste Woche melden kann wenn er möchte. Eine Chance gibt es nur wenn er eine Krankheitseinsicht hat und sich dann die für ihn passende Hilfe sucht (Gruppe ist nichts für ihn, seiner Erfahrung entsprechend.). Als er merkte, daß ich mich diesmal nicht wieder mit bloßen Versprechen "ich will ja nichts mehr trinken" abspeisen lasse, wollte er das Gespräch auch ganz schnell beenden. (Ganz ehrlich war ich schon wieder kurz vorm einknicken). Aber Schritt für Schritt, diesmal nicht eingeknickt. Was nicht heißt, das ich beim nächsten Telefonat nicht doch wieder 2 Schritte zurückmache, aber nehme mir ganz fest vor bei mir zu bleiben. Er hat alle Möglichkeiten dieser Welt. Gehen und trinken, oder Bleiben und sich mit den Tatsachen auseinander setzten. Auch wenn ich seine anderen psychischen Erkrankungen dabei nicht aus den Augen verliere, ist die Alkoholkrankheit ein wesentlicher Bestandteil. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo Angie, herzlich willkommen. Diese Fragen haben wir uns alle einmal gestellt. Bei meinem Mann wußte oder wollte ich nichts von dem Alkoholproblem sehen, da er in meiner Gegenwart max. 1-2 Bier getrunken hat, jetzt weiß ich das er den Rest heimlich konsumiert hat. Dein Mann ist Alkoholiker. Alkhololiker sind Gewohnheitstrinker, deshalb machen die meisten ja auch nach dem Entzug eine Entwöhnungstherapie. Also nachdem ich so ziemlich alles falsch gemacht habe, kann ich Dir nur aus meinen Erfahrungen raten. Wenn Du nicht mehr mit dem Alkoholkonsum Deines Mannes leben möchtest dann rede mit ihm darüber. Ganz wichtig, bei diesem Gespräch muß er nüchtern sein. Wenn er es nicht einsieht, solltest Du ihm sagen, daß Du aber nicht mehr so leben willst und deshalb für Dich folgenden Konsequenzen ziehst. Diese Konsequenz solltest Du Dir aber im Vorraus genau überlegen. Denn Du solltest diese Konsequenzen dann auch einhalten. Wenn Du sie nur androhst, merkt er ganz schnell, "die macht es ja sowieso nicht" - also mach ich so weiter wie bisher. Ich habe diesen Fehler gemacht, habe aber aus diesem Forum viel gelernt und versuche es jetzt umzusetzen. Alles braucht seine Zeit. Gehe alles ganz ruhig an und überlege Dir genau was DU willst, wie DU leben willst. Und stelle Deine Fragen hier, es kann Dir immer jenand antworten. Alles Liebe Malinca.
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Hallo almacya, diese Schritte gestern zu tun und dieses Gespräch mit ihm zu führen waren zwar sehr schwer, aber die Angst um ihn ist geblieben. Ich will jetzt ganz stark sein, aber weiß nicht ob ich das kann. Die nächsten 14 Tage durchzuhalten, ohne nach dem Handy zu greifen und ihn anzurufen wird ganz, ganz schwierig. Aber mir ist bewußt geworden, dass ich ihn alleine laufen lassen muß. Mein Wunsch wäre wieder ein normales Leben mit ihm zu führen, aber ich mittlererweile kann ich mich auch mit dem Gedanken anfreunden, getrennt zu sein. Auch wenn ich über alles liebe. Aber gerade weil ich ihn liebe, muß ich ihn loslassen damit er wieder laufen lernt. Das zu schreiben ist so einfach, es zu leben sehr schwer. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo odins-tochter, es ist immer schwer zu begreifen was der Alkohol aus einem von uns geliebten Menschen macht. Auch mein Mann hat eine superschwere Kindheit (inclusive bescheinigtem Trauma) hinter sich, aber ich habe für mich erkannt, ich kann ihm nicht helfen was seine Alkholsucht betrifft. Das kann nur er selber. Dein Freund ist ein Alkholiker, denn wenn ich es richtig gelesen habe trinkt er eigentlich jeden Tag, außer Montags. Zumindet glaubst Du, daß er Montags nichts trinkt. Dann kommt ja auch noch der Kontrollverlust dazu. Er hat Dich geschlagen, das darf NIEMAND und dafür gibt es KEINE Entschuldigung. Wenn er mal wieder schlimm getrunken hat und Eurem Sohn schlägt? Außerdem bekommt der Kleine bestimmt auch mit wenn es Dir schlecht geht.Du hast es richtig gemacht und ihn rausgeschmissen. Laß ihn nicht mehr in Dein Leben - er wird es immer wieder tun. Eine Therapie nützt nur dann wenn er das für sich selber will und auch einsieht das er Akoholiker ist. Das mußte ich auch erst lernen und der Lernprozeß dauert auch bei mir noch an. Die Tränen werden noch lange kullern, bleibe konsequent auch wenn es schwer fällt, das geht uns allen so. Alles Liebe und viel Kraft, Malinca.
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Hallo S. Käferchen, ich werde mir das zu Herzen nehmen und mal in meinem Innersten kramen. Ich glaube ich habe meine Bedürfnisse etwas vergessen und muß sie für mich wieder herausfinden. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo S. Käferchen, mir fällt das noch ziemlich schwer, etwas für mich zu tun. Meine Familie ist und war immer bereit mir zur Seite zu stehen, das habe ich aber immer abgelehnt. Habe sie aber heute gleich angerufen, nachdem mein Mann weg war und sie sind gleich gekommen. Das war mir aber auch schon nach kurzer Zeit wieder zuviel. Ich weiß das das Alleinesein bzw. das Zurückziehen vielleicht nicht das Richtige ist. Morgen wollte ich mir erst freinehmen, habe aber beschlossen, das meine Arbeit mich gut ablenken wird. Sonst kreiseln die Gedanken doch immer hin und her. Ich möchte mir endlich keine Sorgen mehr machen müssen, ich möchte endlich wieder mal aufwachen können ohne das meine Gedanken als erstes um ihn kreisen. Meine absolute Lieblingsbeschäftigung ist lesen. War am Wochenende natürlich nicht möglich mangelnder Konzentration. Das werde ich mir für morgen vornehmen. Nach meinem Job mein Buch auslesen.
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Hallo Ihr, heute ist es etwas über eine Woche her, daß mein Mann in stationäre Psychatrie gegangen ist. Leider ist alles nicht so gelaufen. Donnerstag ist er ja reingegangen und am Samstag und Sonntag war er tagsüber schon wieder zu Hause. Mußte nur zum Schlafen in die Klinik. "Belastungswochenende" wurde das genannt. Es verlief o.k., aber am Montag wurde ich dann schon wieder bitter enttäuscht. Da kam der Garageninhaber auf mich zu und bat mich um ein Gespräch über meinen Mann. Ich lehnte ab und sagte er sollte mit ihm sprechen. Wenn etwas vorgefallen ist, sollte er das mit ihm persönlich klären, ich würde dafür keine Verantwortung übernehmen. Er sagte dann müßte man anderweitig vorgehen (Polizei) und da mein Mann ja in der Klinik ist, ließ ich mich auf das Gespräch ein. Ende vom Lied, fristlose Kündigung der Garage (mir sehr recht, da Saufrückzugsort). Habe das mit meinem Mann in der Klinik besprochen und am Donnerstag war er dann bei seiner Suchtlaufgruppe und schlief mit Genehmigung zu Hause. Was mir nicht recht war, das habe ich auch gesagt. Wochenende dann wieder "Belastungswochenende" und er sollte etwas alleine machen. Ende vom Lied, er kam nach Hause, ich hatte das Gefühl er hat getrunken und er wollte ins Bett gehen. Habe ihn dann gefragt was in seinem Rucksack ist und was war da wohl - Alkohol. Ich habe ihm den Rest weggenommen, da ich heute morgen im nüchternen Zustand mit ihm reden wollte. Habe ihm dann heute vormittag gesagt, daß ich möchte daß er sofort seine Sachen packt und in die Klinik geht. Ich mich hiermit von ihm trenne, ich habe die Kündigung des gemeinsamen Mietvertrags fertiggemacht (ich übernehme ihn als alleinige Mieterin zum 01.01.09) und er hat das auch unterschrieben. Zum Glück schon mal wieder einen Schritt weiter. Ich habe gestern abend noch das gemeinsame Auto weggebracht und die Autoschlüssel weggenommen und ihm gesagt, daß er jetzt kein Auto mehr hat. Schließlich zahle ich die Raten. Ich habe ihm empfohlen, sich an einen Sozialarbeiter in der Klink zu wenden, betreffs der Wohnungsfíndung, da es mit Krankengeld ja etwas schwieriger ist und habe mir für die nächsten 14 Tage absolutes Kontaktverbot erbeten, nur falls ein Arzt oder ein Therapeut mit mir reden möchte kann er mich anrufen. Die Wohnungsschlüssel habe ich ihm auch weggenommen, damit ich die nächsten 14 Tage wirklich zur Ruhe kommen kann. Habe ich das alles richtig gemacht, denn er ist ja nicht auf einer Suchtstation sondern auf einer Psychischen für Depressionen, Angst-Panik- und Persönlichkeitsstörung. Dort ist die Alkoholkrankheit (die er gerade wieder verleugnet) aber bekannt. Ich fühle mich jetzt sowas von traurig, weiß mir aber nicht mehr anders zu helfen. Hat jemand Erfahrung mit Sozialarbeitern in Krankenhäuser, können die meinem Mann helfen. Ich kann es einfach nicht mehr. Fühle mich am Ende meiner Kräfte und einfach heul, heul, heul.....
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Hallo Ihr, wollte mich wieder melden. Ich habe Ihn am Montag nicht geweckt und bin einfach zur Arbeit gefahren. Er war dann zwar am Montag in der Depressionstagesklinik und kam am Abend aber spät nach Hause. Ich saß dann bereits im Wohnzimmer und er kam natürlich rein und fing wieder an "er kann nicht mehr mit Vorschriften leben, er fühlt sich überfordert, seine Depressionen sind so schlimm ect. Ich habe nur gesagt, ich schreibe ihm nichts vor, er soll das machen was er für richtig hält und mich da bitte raushalten (sprich Schuldzuweisungen). Am Dienstag rief er mich dann auf der Arbeit an und meinte er wäre von der Depressionstagesklinik nach Hause geschickt worden wg. "schwerer Depressionen" Ich habe gedacht ich bin im falschen Film. Letzen Endes war es natürlich so, daß er gar nicht hingefahren ist, sondern sich krankgemeldet hat. Da habe ich wieder gesagt "alles Deine Entscheidungen". Ja und heute ist es eskaliert. Als ich von der Arbeit kam, teilte er mir mit, daß er heute auf dem Dach stand und springen wollte, er sich aber nicht getraut hätte. Er hat dann aber zum Glück in der Klinik angerufen und wird jetzt morgen endlich in die stationäre Psychatrie gehen. Ich werde mit ihm gemeinsam hinfahren. Ist das jetzt auch wieder ein Co-Fehler oder ist das in diesem Fall in Ordnung. Ich weiß schon gar nicht mehr was ich richtig oder falsch mache (was Hilfe oder Nichthilfe) betrifft. Da er sich aber immer so gegen eine stationäre Behandlung seiner Depressionen, Ängste, Panikattacken gesträubt hatte, bin ich natürlich froh, dass er jetzt von sich aus geht. Was aber auch klar ist, er ist definitiv nicht trocken. Er wird morgen nüchtern dorthin fahren, aber weiß natürlich nicht, ob er sagt das er letzte Woche wieder getrunken hat und die Leberwerte waren ja am Anfang der Woche in Ordnung. Da in der Klinik die Alkoholkrankheit aber bekannt ist hoffe ich mal das die das dann auch merken. Falls er dort einen Entzug bekommt, wäre er dann dort ja eigentlich auch richtig. Oder sehe ich das falsch. Ich bin erstmal erleichtert und hoffe das morgen alles glatt geht. Liebe Grüße Malinca.
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Hallo Paddy, ich glaube das hast Du wohl recht. Ich kann mich innerlich auch schon mit dem Gedanken anfreunden, alleine zu leben. Habe ihm da ja auch schon gesagt. Meine Gedanken sind momentan auch, ich kann nichts für sein Depressionen, Ängste, Panikattacken, für seine Traumatisierung. Aber der Alkohol hilft ihm dabei nicht sondern schadet ihm nur. Alles schon besprochen ohne Wirkung. Werde jetzt versuchen auf dem Weg zu bleiben und hier regelmäßig zu schreiben, damit ich nicht mehr davon abkomme. Ich wünsche eine gute Nacht und versuche ein wenig zu Ruhe zukommen. Vielen Dank für die Antworten. Liebe Grüße Malinca.