Hallo Löwenherz, hallo Weitsicht,
vielen Dank für Eure Antworten. Ich war an dem Tag wo ich meinen letzten Beitrag geschrieben habe sehr aufgewühlt. Ich hatte das Gefühl ich mußte es jemanden erzählen, ich komme mir nur manchmal etwas komisch vor, weil ich mich meist nur hier melde wenns mir mal wieder nicht so gut geht.
Es ist nicht so, daß es mir immer schlecht gehen würde. Da habe ich auch nicht direkt das Bedürfnis zu schreiben (vielleicht aus der Angst raus ich könnte mich danach wieder schlecht fühlen). So geht es mir manchmal mit meiner Therapeutin: ich gehe eigentlich recht gut gelaunt dahin und gehe mit einem inneren Schmerz wieder da weg, weil es auf ein Thema kam dass mein Innerstes betraf.
Aber ich muß sagen: es hat mir geholfen, dass ich es hier schreiben durfte und auch so aufmunternden Antworten bekommen habe.
Ich denke ich mag mich oft nicht, es gibt mittlerweile Zeiten da finde ich mich ganz o.k.: aber dann gibt es Zeiten wo ich mich als Stück Sch... empfinde. Ich weiß auch nicht: da kommt eins zum anderen. Da fühle ich mich gerade gut und bin mit mir zufrieden und dann wird mir wieder vor Augen geführt:da eine Freundin die einen neuen Freund hat, da ein glückliches Ehepaar. Das zehrt an meinem "ich fühle mich in Ordnung". Ich weiß auch nicht wie ich das besser erklären soll. So auf die Weise: als würde mir mein Boden langsam immer dünner werden.
Meine Therapeutin hält nicht viel davon dass man erst sich selbst lieben lernen soll . Wenn man das dann kann dann kann einem erst ein anderer lieben.
Ich habe nur neulich mit Bestürzung festgestellt:auch wenn ich es mir so sehr wünsche: ich denke nicht dass ich mich nicht in der Lage fühle eine Beziehung zu führen. Das ist so traurig. Ich fühle mich gefühlsmäsig nicht in der Lage. Ich habe immer und immer wieder die Erfahrung machen müssen, daß wenn ich mit einem Mann zusammen bin meine Ängste, meine Selbstzweifel, meine Wut u.a. Gefühle sehr sehr stark wieder kommen. Das ist fast unerträglich für mich und auch fast nicht meinem derzeitigen Partner erklärbar. Ich fühle mich dann so hilflos und weiß aber selber nicht was mir jetzt helfen würde. Das geht dann meist soweit, daß ich mich so blöd verhalte, daß ich die Beziehung dadurch zerstöre.
Ich weiß nich wie ich mich jetzt in einer neuen Beziehung verhalten würde, da ich ja mittlerweile doch einige Sachen für mich entdeckt habe die mir in schlechten Phasen helfen. Aber ich weiß nicht ob diese Mechanismen in einer Partnerschaft greifen würden. Ich habe nur Angst davor.
Das ist vielleicht einer der Gründe warum es bei mir nicht mit den Männern klappen will. Obwohl das so paradox ist.
Gruß von bookfriend