Beiträge von Inseläffchen

    Ich glaube es geht hier keinem um die €10. Sicherlich haben manche hier so wenig, dass auch €10 zu viel sind. Nur das ist doch nicht das Hauptproblem glaube ich. Ich glaube nur die allerwenigsten hier hindert die €10 daran in den geschlossenen zu gehen und/oder an seiner/ihrer Trockenheit zu arbeiten.

    Gruss
    Tanja

    Hallo Oscarchen,

    ich bin alleinerziehende Mutter eines 11-jährigen Sohnes. Ich bin Alkoholikerin und mein Ex, der Vater meines Sohnes, ist auch Alkoholiker.

    Mein Sohn hat alles mitbekommen. Ich habe noch funktioniert, mein Mann ist irgendwann völlig ausgetickt...hat seine Arbeit verloren, schon morgens getrunken, er hat sich um gar nichts mehr gekümmert. Wir haben uns nur noch gestritten und mein Sohn war mittendrin.

    Als ich mich dann getrennt habe, ging es uns besser, aber ich habe weiterhin getrunken. Ich habe funktioniert, aber so richtig da sein konnte ich nicht für meinen Sohn. Habe nicht viel unternommen, habe vermieden, dass seine Freunde vorbeikommen, da ich ja dann nicht hätte trinken können, die Fahne ist auch meinem Sohn nicht entgangen etc. etc.

    Ich habe mit Hilfe dieses Forums meine Alkoholkrankheit akzeptiert. Mir und meinem Sohn geht es seitdem viel besser. Wir reden auch wieder mehr miteinander.

    Tja was kann ich dir raten? Sei ehrlich mit deinen Kindern, aber beschütze sie so gut du kannst. Es kann nicht gesund sein für die kleinen Kinderseelen, wenn sie ihren Vater betrunken sehen und richtig kümmern kann er sich doch dann auch nicht. Will sich dein Mann Hilfe suchen?

    Zitat

    Sie merken seine schlechte Laune,seine Fahne,seinen Zusammenbruch.

    Falls er nichts ändern will, dann bleibt dir über kurz oder lang nur der Weg der Trennung.

    Passt auf euch auf!

    Tanja

    Hallo Sensei,

    ich bin auch noch keine alte Häsin, aber ich möchte mich auch gerne dazu äussern, wenn’s dir recht ist.

    Ich habe auch meist nur abends alleine getrunken. Das Umfeld oder auch seine Gewohnheiten ändern ist beim Trockenwerden ganz wichtig. Einfach nur nicht trinken reicht nicht. Das zu Hause muss unbedingt alkoholfrei sein, ohne wenn und aber. Aber das weisst du und ich finde du hast doch schon so einige Veränderungen gemacht.

    Neue Kontakte, wo der Alkohol keine Rolle spielt knüpfen. Neue Hobbies. Sich immer wieder mit unserer Krankheit beschäftigen, täglich an sich arbeiten...und sich sehr gut beobachten.
    Ja, du bist immer noch alleine zu hause und musst deinen Pflichten nachgehen, aber was machst du jetzt anders? Was machst du jetzt als erstes, wenn die kids aus dem Haus sind?
    Achte auf dich und deine Gedanken. In welchen Situationen hast du getrunken und wie gehst du jetzt mit diesen Situationen um?

    Ich habe anfangs zum Beispiel nur nicht getrunken. Ja mein zu Hause war alkoholfrei, aber ich habe immer noch einsam vor der Glotze gesessen und dann halt meinen Tee getrunken.....irgendwann kamen bei Problemen dann wieder diese Gedanken auf....irgendwann wurde es wieder zum Kampf und der Rückfall war da.

    Also ich finde es auch sehr wichtig sich selbst zu beobachten, vor allem in Situationen wo man früher getrunken hat und wenn’s geht diese Situationen zu meiden.

    Ich hoffe, du verstehst was ich meine.

    Bleib auf deinem Weg.

    LG
    Tanja

    Hallo Demi,

    ich habe auch alleine getrunken oder aber da wo alle getrunken haben. Mein Ex hat alleine und in Gesellschaft getrunken, aber nicht heimlich.
    Mein Vater trinkt eher nur in Kneipen und meine Mutter hat heimlich getrunken.
    Also man könnte fast glauben, dass Mann und Frau die Sucht anders aus- bzw. erlebt?!?
    Vielleicht ist es aber auch so, dass vor allem Mütter noch funktionieren wollen...müssen...und da eher alleine und heimlich trinken. Und die Väter flüchten eher....wollen zu Hause auch nicht ständig auf ihr Trinkverhalten aufmerksam gemacht werden und begeben sich lieber in Gesellschaft von Saufkumpanen?
    Aber sicherlich gibt's auch Männer die heimlich alleine zu Hause trinken und Frauen die eher in Gesellschaft ihre Sucht ausleben.
    Aber alle haben das gleiche Problem...den Alkohol. Anders therapieren? Ich weiss es nicht...jeder Mensch ist sowieso anders...also gilt immer, das erste Glas stehen zu lassen.

    Zitat

    Ich finde es irgendwie schlimmer als wenn der Vater Alkoholkrank wäre.


    Nein...das Kind macht da keinen Unterschied. Für's Kind ist es IMMER schlimm.

    Die Sucht macht keinen Unterschied zwischen Mann und Frau.

    LG
    Tanja

    Oh ja, auch ich habe kräftig Minzbonbons gelutscht....die extra starken. :roll: Habe meistens irgendwie versucht meinen Mund zu verdecken, wenn ich mit jemanden reden musste. Dachte zuerst auch...na ja..habe ja abends getrunken..morgens dann Zähneputzen...Mundwasser..und dann die besagten Minzbonbons....da wird ja wohl keiner was riechen. Auf Arbeit ist eine Kollegin die ist sowieso schon sehr empflindlich was Gerüche angeht...und ich hab’s sie dann auch mal tuscheln gesehen....war mir sicher es ging um mich, da ich öfters mit ihr reden musste. Ich weiss nicht, ob es um mich ging...aber es war halt so in meinem Gehirn verankert. Habe dann vesucht alles über Email zu erledigen... :oops:
    Jetzt merke ich das auch eher, wenn jemand was getrunken hat....und ich muss dafür mit demjenigen nicht sprechen. Wie muss ich gestunken haben....und mein armer Sohn. Weiss ich doch noch, als er mir sagte...endlich kann ich dir nen richtigen Gute Nacht Kuss geben..... :oops:

    Jetzt kann ich wieder mit Menschen reden...so von Gesicht zu Gesicht.....!!!

    LG
    Tanja

    Liebe Kicki,

    der Rückfall beginnt nicht beim ersten Pils....das passiert schon vorher. Der Rückfall beginnt in deinen Gedanken.
    In Maria' s signature steht....Achte auf deine Gedanken, denn sie der Anfang deiner Taten. Ich finde, dass das auch immer wieder zutrifft.

    Du sagst, dass dir jetzt nicht gleich danach ist, einen Kasten Bier zu kaufen...und das Pils hat dir auch gar nicht geschmeckt.
    Wenn du aber das nächste mal Lust auf ein Pils hast...was machst du dann? Und genau das ist der Knackpunkt...diesmal ist es ja gut gegangen...also kann ich ja ab und zu mal ein Pils trinken....und dann kommen vielleicht Zweifel, ob man überhaupt abhängig ist. Und ganz schnell schmeckt das Pils wieder und der Kasten ist gekauft.

    Willst du's wirklich darauf ankommen lassen, ob es beim nächsten mal gut geht???

    Achte auf deine Gedanken.

    LG
    Tanja

    Hallo Ele,

    das erinnert mich ein bisschen an mich selbst. Ich habe mich auch immer so ungeliebt gefühlt. Wenn ich mal eine Trinkpause gemacht habe, hat mein Mann kräftig weitergetrunken....nichts hat sich an meiner Situation geändert. Keiner scheint gemerkt zu haben, ob ich nun trinke oder nicht....also warum nicht weitertrinken. Ich habe lange gebraucht, um zu kapieren, dass ich mich von den Menschen, die mir nicht gut tun, trennen muss. Entweder man zieht zusammen an einem Strang...in die gleiche Richtung oder aber man verabschiedet sich.
    Ele, unterstützt Dich Dein Mann in irgendeiner Weise auf dem Weg in Deine Nüchternheit? Nicht nur mit Lob...aber einfach auch mit Verständnis und Rücksicht. Habt ihr eine alkoholfreie Wohnung?
    Ich kann Dir natürlich nicht sagen, ob Du glücklich bist oder nicht....ob Du Dich von Deinem Mann trennen sollst oder nicht....aber hör doch einfach mal in Dich rein. Du hast ja hier sicherlich schon gelesen, dass einfach nur ‚Nichttrinken’ nicht reicht. Tu etwas für Dich.

    Hoffe von Dir zu lesen.

    LG
    Tanja

    Hallo Marla,

    Dein Hintertürchen meldet sich aber ganz schön lautstark bei dir. Du baust dir die Gründe so zu recht....aber du weisst ja es gibt keinen Grund zum trinken.
    Marla...ich kenn das auch....man baut sich die Situaton so auf...damit man dann doch tatsächlich einen Grund hat, zu trinken. Nur danach fühlst du dich total mies....und die Probleme sind immer noch da....!
    Marla.....lenk dich ab...schreib hier....geh raus spazieren....ruf eine Freundin an....aber lass den Teufel Alkohol nicht rein....mach das Hintertürchen fest zu und sage dir.....HEUTE TRINKE ICH NICHT

    Trinke viel Wasser....Säfte...Tee....ess was....das alles wirkt gegen den Saufdruck.

    Bleib stark
    LG
    Tanja

    Stephan,

    nur damit Du mich nicht falsch verstehst......ich stehe vollkommen hinter diesem Forum und deren Betreibern. Ich will auch auf gar keinen Fall zu einem kalten Entzug raten. Halte die Risiken so gering wie möglich...es gibt so viele Hilfsangebote.....nutze sie.
    Ruf' doch jetzt bei Deinem Arzt an und mache einen Termin für morgen früh. Lass Dich gründlich untersuchen und beraten.
    Hast Du jemanden Bescheid gesagt, der im Notfall zu Dir kommt?

    Nur aufhören zu trinken reicht nicht...das kannst Du mir glauben.

    Bitte sei vorsichtig und hole Dir Hilfe!!!

    LG
    Tanja