Beiträge von Inseläffchen

    Hallo Flieder,
    ich kann hier sicherlich nicht so viel raten, da ich selber noch die ersten 24 Stunden vor mir habe. Aber was Maria sagt, trifft den Nagel auf den Kopf. Ich habe einen 10jährigen Sohn, bin alleinerziehend und trinke täglich (ca. 4-5 Liter Bier...am Wochenende auch mal mehr). Habe meinem Sohn auch schon oft versprochen, dass ich aufhöre und ihn immer wieder enttäuscht. Auch er guckt in den Einkaufswagen und seine Enttäuschung sieht man ihm an. Es ist so traurig, aber trotzdem habe ich den ersten trockenen Tag immer noch nicht geschafft. Wenn Du Dir aber schon mal bewusst bist, dass Du alkoholkrank bist und Du weisst, dass Du JETZT etwas tun musst, dann ist das doch schonmal der erste Schritt. Geh zum Arzt und lass Dich beraten.

    Pass auf Dich und Deine Kinder gut auf.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.
    Inseläffchen

    Hallo Maria,

    ersteinmal herzlichen Glückwunsch zum 2. Tag ohne Alkohol. Super!!! :P
    Ich bin noch ganz am Anfang....habe die ersten 24 Stunden leider noch nicht geschafft. Das mit dem Einkaufen finde ich auch schwierig....aber an Dir sehe ich ja, dass es zu schaffen ist. Werde mir ein Beispiel nehmen.
    Das mit den Entzugserscheinungen würde mich auch interessieren. Hast Du denn körperliche Entzugserscheinungen und wie kommst Du damit klar? Trinkst Du jetzt viel Wasser und Säfte oder hast Du gar keinen Durst mehr zu löschen?

    Ich wünsche Dir auch noch viel Kraft und freu Dich auf ein trockenes fröhliches und gesundes Leben.....Tag für Tag.

    Liebe Grüsse
    Inseläffchen

    Danke für Eure Antworten.
    Also eigentlich ist mein Arzt ja ganz ok und wenn ich ihn nach einem leichten Beruhigungsmittel frage, würde er's mir vielleicht sogar verschreiben. Es ist nur immer schwer bei einem bestimmten Arzt einen Termin zu bekommen. Aber ich werde heute mal anrufen.
    Ich habe gestern übrigens das erste Mal bei AA angerufen. Mich hat dann jemand aus meiner Gegend zurügerufen. Tja, ich muss sagen, so richtig happy war ich nicht. Sie hat viel von Gott und so geredet. Und das ist ja auch ok...aber ich will mich eigentlich nicht in die Religion stürzen, sondern nur vom Alk wegkommen. Sie sagte auch, dass ich akzeptieren müsste, dass ich allergisch gegen Alkohol bin. Mmmh...konnte ich auch nicht so richtig verstehen, da ich z. B. auch allergisch gegen Nüsse, Aepfel etc. bin und da ich weiss, dass ich eine allergische Reaktion erwarten kann, da lass ich halt die Finger davon und konsumiere diese Lebensmittel nicht übermässig, so wie ich's halt mit dem Alk mache. Sie hat auch ein paar gute Tipps gegeben...nicht an das 'nie wieder' denken und immer nur an heute. Aber so im ganzen kommt mir das schon sehr 'kirchlich' vor. Habt ihr Erfahrung mit der AA gemacht?
    Ehrlich gesagt, hat mich das gestrige Gespräch ein bisschen abgeschreckt.
    LG
    Inseläffchen

    :oops: Hallo Ihr,
    wollte heute eigentlich gar nicht schreiben....ich wollte euch eigentlich berichten, wie meine ersten 24 Trockenstunden waren....leider kann ich euch nichts darüber berichten, da ich's mal wieder nicht geschafft habe. Gestern war ich mit meinen Sohn bei einem Fussballspiel. Dort gab's auch Bier und Wein und die Versuchung war gross. Ich habe mir aber einen Kaffee geholt und habe auch Wasser getrunken. Na ja und abends habe ich mir dann doch wieder was geholt. Wieder mit dem Versprechen, dass ich MORGEN aufhören werde. Warum fällt es mir nur so schwer....ist wahrscheinlich eine doofe Frage, da ich mir diese sicherlich nur selbst beantworten kann :(
    Habe auch noch eine Frage an Euch, was Entzugserscheinungen betrifft und Entziehung an sich. Also ich trinke nur schon ne ganze Weile....kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich mal nicht getrunken habe. Meist abends...so zwischen 3 und 5 Litern Bier :shock: Habe eine innere Unruhe am Nachmittag und meine Gedanken kreisen halt ständig um den Alkohol...morgens ist mir manchmal auch schlecht. Ich war ja schonmal beim Arzt und dieser hatte mich zu so ner Therapeutin geschickt, die man aber nur alle 2 Wochen sehen kann und dann auch nur Mittags....und da ich ganztags arbeite ist es schlecht. Medikamente hatte er mir nicht verschrieben. Meine Frage: wenn ich es z. B. heute mal tatsächlich schaffen sollte nichts zu trinken...muss ich dann vor grösseren körperlichen Entzugserscheinungen Angst haben? Im Forum habe ich schon gelesen, dass es sogar lebensgefährlich sein könnte. Soll ich es einfach mal riskieren.....oder ist der Entzug ohne Medikamente zu gefährlich?
    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Inseläffchen :roll:

    Das ist aber lieb von Dir Britney. dass Du an mich denken willst. Und Glückwunsch zum 9. Tag der Trockenheit.
    Bei mir kommt jezt schon wieder diese Unruhe auf. Dann der Gedanke, dass ich noch diese Büchsen im Kühlschrank habe. Wie bin ich nur so weit runter gekommen. Ist schon schlimm. Meine Gedanken kreisen wieder nur um das eine....!
    Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, glückliches, fröhliches und trockenes Wochenende.
    Liebe Grüsse von der Insel

    Hallo Karsten,

    Ich möchte und muss aufhören. Ich merke, dass ich mich und wahrscheinlich auch meinen Sohn mit meinem Trinken kaputtmache. Zur Zeit kann ich mir wie gesagt noch nicht vorstellen, dass ich für immer aufhören kann oder will. Ich muss da wirklich erstmal die erste Stunde und dann den ersten Tag etc. überstehen. Auch finanziell ist das bald gar nicht mehr möglich.
    Ich wünschte mir nur, dass die ersten 24h schon vorbei wären....aber so einfach ist's dann doch nicht.
    Wie geht ihr denn mit der Situation um, wenn vielleicht mal jemand vorbeikommt mit ner Flasche Wein oder so...sagt ihr ganz einfach Nein oder ist es jedes mal ein Kampf? Ich merke schon, dass ich wieder mal viel zu viel nachdenke.
    LG
    Inseläffchen

    Hallo Ihr!
    Vielen Dank erstmal für den netten Empfang und die Tipps.
    Das die Uebelkeit am Morgen und auch diese Unruhe Entzugserscheinungen sind war mir schon irgendwie bewusst. Gelesen habe ich ja auch schon viel über dieses Thema. Vom Kopf her bin ich schon ganz schön abhängig, sonst würde ich ja nicht ständig an Alkohol denken. Ich habe auch Angst davor, dass die körperlichen Entzugserscheinungen stärker werden und dass ich dann wirklich gar nicht mehr ohne kann und vielleicht meine Arbeit darunter leidet. Mein Sohn (10 Jahre) merkt es auch schon. Ich bin auch so doof und sag ihm ständig, dass ich ab 'morgen' aufhöre.....und immer wieder enttäusche ich ihn. Ich hatte ihm gesagt, dass ich jetzt zur Fastenzeit mit dem Trinken aufhöre. Er gibt Schokolade auf (war seinen Idee) und ich halt Bier......habe gestern auch wieder getrunken....nur 3 Halbe, da ich erst um 1930 Uhr anfangen konnte....aber na ja.
    Vor ca. 2 Jahren war ich bei meinem Arzt und der hatte mich dann zu ner Einzelberatung geschickt. Allerdings ist diese Beratung nur 1 mal die Woche um 1200 Uhr mittags. Und ich arbeite ja ganztags. Bin aber hin und mir gefiel es nicht so, da sie mir geraten hatte erst mal weniger zu trinken bevor ich ganz aufhöre.....aber das ist ja mein Problem....ich kann halt nicht einfach weniger trinken....na ja bin dann trotzdem nochmal hin, aber sie war krank. Da bin ich dann nicht mehr hin. Hab dann eine Diätgruppe besucht und habe so ca. 2 Monate nichts oder kaum was getrunken, um abzunehmen. Habe auch ganz gut abgenommen. Bin dann irgendwann nicht mehr hin und dann hat sich der falsche Freund Alkohol ganz langsam, aber sicher wieder eingeschlichen. Bin dann vor 3 Monaten wieder zum Arzt und ich hatte wieder einen Termin mit der Therapeutin (immernoch zur gleichen Uhrzeit)....bin nicht hingegangen.
    Ich habe noch 9 Büchsen Bier im Kühlschrank. Ich habe mir mal wieder vorgenommen diese heute zu trinken und dann ab morgen versuche ich nichts zu trinken. Ich will es diesmal schaffen. Das mit der Stunde zur Stunde werde ich mal versuchen. Und ich werde mir viel Mineralwasser kaufen.
    Chrissyta hatte vorgeschlagen, einem Hobby oder so nachzugehen.....allerdings habe ich so wenig Zeit und ich habe ja auch immer meinen Sohn bei mir. Samstags ist auch immer vom Fussball bestimmt (mein Sohn spielt Fussball) und ich gucke ihm unheimlich gerne zu und dann gehen wir meist einkaufen.....und meistens...nein IMMER landen einige Büchsen Bier im Einkaufswagen.
    Ich habe auch schon versucht in einen anderen Supermarkt zu gehen, wo's meine Biermarke nicht gibt....aber dann gehe ich doch nochmal los und kaufe was. Habt ihr da Tipps wie man solcher Situation am besten aus dem Weg gehen könnte...???
    Leider habe ich zu Hause keinen PC und kann hier im Forum immer nur vorbeischauen, wenn ich auf Arbeit bin. Also.....ab morgen höre ich auf....also erstmal die erste Stunde morgen und dann die zweite etc. etc. Am Montag hoffe ich dann, dass ich Euch ein Erfolgserlebnis berichten kann......ich muss stark bleiben.
    Heute könnt ihr aber gerne noch schreiben...bin noch bis 1730 Uhr (dt. Zeit) online.
    Oh man, da habe ich aber wieder viel geschrieben....ihr seid auch die ersten und einzigen mit denen ich mein 'Geheimnis' teile. Schorni hat wahrscheinlich recht...die Verwandten wissen's vielleicht schon...und ich habe die Befürchtung, dass Leute schon manchmal meine Alkoholfahne vom Vortag gerochen haben. Wie peinlich.
    Vielen Dank für's 'Zuhören'.

    Viele liebe Grüsse von der Insel

    Hallo Ihr,

    ich habe so vor 2 Wochen dieses Forum entdeckt und lese fast täglich die Beiträge.
    Ich habe auf jeden Fall ein Alkoholproblem :oops:....das ist mir klar. Ich trinke jeden Tag...so zwischen 6 und 10 Halbe. So oft sage ich mir...morgen trinkst Du nicht...nur noch heute und ab morgen ist Schluss. Ich finde es so schwer. Finde auch immer wieder Grund zum Trinken. Letztes Jahr im August haben sich mein Mann und ich getrennt. Ich bin jetzt mit meinem Sohn alleine. Mein Mann unterstützt uns überhaupt nicht.....ich bin einsam...frustriert....etc. etc. Zu den AAs will ich irgendwie nicht...ich kann mir noch nicht vorstellen nie wieder zu trinken....! Ich habe auch noch keine richtigen Entzugserscheinungen. Mir ist morgens wohl manchmal schlecht und am Nachmittag kommt so eine Art Unruhe in mir auf...aber ich trinke erst nach der Arbeit. Oft schütte ich den Rest dann auch weg, da ich mir in dem Moment vornehme aufzuhören...na ja und am nächsten Tag kauf ich mir wieder was.
    Was soll ich nur tun. Ich habe hier wohl noch die Mutter und Schwester von meinem Mann (ich wohne in England) aber ich will denen nicht von meinem Alkproblem erzählen. Mir ist das so peinlich. Und so richtig weggehen will ich auch nicht mehr....!!!!
    Habt ihr Tipps, wie ich den ersten nüchternen Tag schaffen kann?
    Auch jetzt kreisen wieder Gedanken in meinem Kopf....ob ich trinken soll etc. Wie komme ich nur aus diesem Teufelskreis raus.

    Auf Eure Kommentare würde ich mich freuen.