Guten Morgen Matthias,
ich hoffe dir schmeckt dein kaffee heute morgen? Lach....
Solche Momente kann ich inzwischen auch ganz dolle geniessen, einfach nur sein und Spass haben. Ich bin so froh darüber das diese schlimmen Zeiten vorüber sind, mein Leben weitestgehend im Griff habe und nicht Tag täglich dieses grübeln und dieses im Kreis drehen (Gehirnwichsen)und nicht mehr aufhören können habe. Mann wenn ich darüber nachdenke wie schlimm es mir schon gegangen ist und diese Zeit nochmal hoch hole schaudert es mir und es läuft mir eiskalt den Rücken runter.Ich war damals wirklich weit weit weg von mir, so weit weg das ich Bildlich gesehen irgendwie neben mir stand und mich anschauen konnte. Zudem so negativ zu mir, weiss ich heut nicht mehr was in mich gefahren ist mich dauernd nur runter zu machen.So schlimm, ständig den Trähnen nahe und mit dem Gefühl selbst nichts wert zu sein und schuld dafür zu haben.
Hier im Forum, als auch wäärend der Therapie hab ich von vielen gelesen denen es ähnlich gegangensein muss. Zudem Konnte ich wärend der Therapie endlich erleben wie es mir gelang mein innerstes Kind in den Arm zu nehmen und zu trösten.Diese kleine zarte fast schon püppchenhafte Erscheinung musste früh schon so viel aushalten.
In der letzten Sitzung erzählte ich wieder von mir als Kind. Damals stritten die Eltern nur noch, es war für mich Horror, Tassen Teller Mehtüten Besteck flogen durch die Gegend, meine Mutter hatte sich nicht im Griff. Einmal riss sie die Türe aus der Verankerung.Ich fühlte mich schuldig, räumte hinterher alles auf um es wiedrgut zu machen. Die Scherben schmiss ich weg in der Hoffnung es hört auf.Ich konnte tun und lassen was ich wollte meine Mutter war nur böse mit mir, gab mir dauernd die Schuld das es so chaotisch aussah,machte mich runter was für ein schlimmes Kind ich sei.Sie schlug mir ins Gesicht, sobalt ich nicht funktionierte.Oft sass ich am Fenster und streckte die Beine raus, ich wollte das es aufhört, ich wollte endlich Ruhe haben und wäre am liebsten gesprungen.....nur die Angst vor dem Schmerz beim Sterben hielt mich zurrück....dann schrie ich los, laut damit alle meinen Schmerz hörten, ich schrie doch alle schauten mich an, dachten ich sei verrückt, keiner half mir und ich war einfach nur dem ganzen hilflos ausgeliefert.Wenn ich dann wieder runter kam, sass meine Mutter meisst voll stock besoffen da und schaute ins leere..........damals schon war es Grundgelegt worden, das ich als Erwachsene durch die Diagnose Krebs und die Aussage nur noch ein Jahr zu leben in diese Ebene zurrückgefallen bin.Dorthin muss ich zurrück, da liegt mein Schmerz, meine Angst,meine Panik. Das ist der Grund warum es mir so schwer fällt hilfe zu holen, warum ich fremden Menschen zwar ein Stückweit vertrauen kann, doch immer mit nem "Plan B" in der Tasche rumlaufe.Ich weiss das ich mich nie wirklich auf jemand verlassen konnte, ich war allein dem ganzen ausgeliefert. Szenen wie diese beschreiben gut mein Leid.
Heute darf ich darüber reden, kann es aufschreiben und es tut so gut es zu tun.Ich versteh meine Eltern nicht.Ich spreche von mir als Mutter die ihre Kinder liebt und ihnen das alles gibt, geben kann weil es mir Freude macht. Sie zu lieben, sie in den Arm zu nehmen, sie trösten, für sie dastehen für sie zu kämpfen, sie stark zu machen, ihnen sensibilität zu vermitteln...einfach für sie da zu sein ohne wenn und aber...mein e Güte es ist so was herrlich schönes Kinder zu haben und ihnen das geben zu dürfen.....Ich versteh meine Eltern nicht....das sie das nicht konnten.............das macht mich traurig und zugleich wütend.Wie können Erwachsene Menschen so unveratwortlich sein und ihren Kindern so viel leid antun?
So in der Therapie hab ich gelernt das ich mich zeitweise auf solches einlassen soll, doch dann am Ende wieder mit nem guten Gefühl rausgehen soll. Geb ich mir jetzt auch wieder, dieses gute Gefühl. Matthias, mein Kaffee schmeckt herrlich heute morgen!!!!!!!! 