Liebe Frozen tears,
ZitatOb Du Alkoholsüchtig oder coabhängig bist- egal- alle haben Halt in seinem Suchtmittel gesucht und das ist ja der erste Schritt, den man gehen MUSS- Halt wieder in sich selbst zu finden. Überhaupt wieder zu sich selbst finden, sich wahrnehmen. Das kann mitunter auch schmerzhaft , unangenehm sein. Denn plötzlich wird man auch mit seinen Unfähigkeiten konfrontiert und unangenehme Dinge für sich lösen, die man bisher weggeschoben hat.
Das schöne ist, dass man daran wächst. Ich habe irgendwo mal was interessantes gelesen, weiß nicht mehr wo. Aber sinngemäß befinden wir uns noch in alten verhaltensmustern unserer Kindheit, die wir nie überwunden bzw abgelegt habn. Vielleicht weil wir auch nie was anderes kennengelernt haben. Vielleicht, weil wir es so gelernt haben, dass es richtig ist. Doch jetzt sind wir Erwachsene. Jetzt müssen wir lernen diese alten Muster neu zu überdenken. wir müssen einen gewissen kreislauf druchbrechen, der sich verselbständigt hat. Sehr schwierig sich von alteingesessenen flachen denkweisen und Verhaltensmustern zu lösen.
Aber dazu bin ich hier. Mich zu durchschauen. Mich in Euch wiederzufinden wie ein Spiegel, um so auch meine Fehler zu erkennen. jeder findet hier ein Abbild seiner selbst in abgewandelter Form. Lauter Aha- und Deja- vu- Erlebnisse. Bei anderen sieht man immer mehr, als wenn man selbst emotional beteiligt ist und sozusagen selber in einer Situation drin steckt.
Man liest und weiß schon: So darf es nicht sein. Und jede solche Erkenntnis macht man im Grunde hier für sich selbst. Und wenn man es dann 20mal gelesen hat und 20mal überdacht hat, dann beginnt es auch allmählich sich zu verinnerlichen und die alten Muster zu überschreiben. So denke ich. Darum halte ich es für gut VIEL hier zu lesen. Vieles haben wir vom Verstand her schon kapiert. Abere unsere gefühle sagen vielleicht noch etwas anderes. Einiges schwirrt noch im Unterbewußtsein herum und genau da ist glaube ich sehr schwer ranzukommen. Aber darin sehe ich den richtigen Weg. Für mich. wieder Halt zu bekommen. Wieder eins mit mir selbst zu werden. Nach meinen Bedürfnissen zu leben. Eine innere Ruhe zu bekommen.Neben dem Lesen versuche ich erst einmal das was ist zu akzeptieren. Mir selbst einzugestehen, dass es so ist wie es ist. Dass ich so bin wie ich bin.
Aber auch dass es nicht ok ist und ich mich verändern muß. Dazu muß man sich aber auch selbst vertrauen und den Mut finden einen neuen Weg einzuschlagen. Die Kraft und die Überwindung finden. Niemand sagt einem, dass es dann besser wird. Es ist ja gewissermaßen Neuland. Hier können wir uns auf das Gelesene berufen. Von denen, die es geschafft haben und wie die sich besser fühlen. Auf unseren Verstand, der das ja alles schon wahrgenommen hat. Denn alle werden sich hier schon nicht irren. Und egal aus welcher Sucht man aussteigt. es wird danach ja immer besser. auch wenn nicht immer das absolute Happy End, so doch dann immer besser als vorher. Normalität zumindest, ohne ständiges Leid, Mitleid, Selbstmitleid. Das ist es schon Wert dafür zu kämpfen, finde ich. Der Verstand und das Gefühl müssen wieder in Einklang gebracht werden.
Störenfried ist meiner Meinung nach das Unbewußte, das ich aus der Kindheit falsch erlernte. Ich versuche dies beispielsweise, indem ich mit meinem 'Inneren Kind' gedanklich spreche. Ich versuche es für voll zu nehmen, es zu respektieren mit all seinen Ängsten und Sorgen. Mein inneres Kind muß lernen, dass es nciht mehr so hilflos ist wie es einmal war. Dass es jetzt ganz andere Möglichkeiten hat. Gedanklich also spreche ich zu meinem inneren Kind. Das tut mir sehr gut. Und ich verspüre danach Erleichterung, mehr innere Ruhe. Geduld. Geduld mit sich selbst ist sehr wichtig und Respekt auch. Kleine Schritte sind auch Schritte.Das sind zwei Möglichkeiten, die ich ausprobiere zu mir selbst zu finden. Auch ich würde mich freuen zu hören wie IHR damit umgeht
Das trifft ales auf den Punkt genau......Ich muss dazu nicht mehr schreiben. Ich nehme mein inneres Kind oft in den Arm und schenke ihm den Trost, den es nie bekommen hat. So helfe ich ihm sich nicht mehr allein zu fühlen, sich angenommen zu fuhlen, sich zu spühren, auch mal Kind sein zu dürfen.....das tut gut und ich nehme es einfach an.....dieses kleine Mädchen von damals hatte keine schuld, es konnte nichts dafür und ist heute eine ganz super taffe Frau geworden. Nimm das mit....
Alles Liebe Melanie