Liebe Nici,
Da mach deine Grenzen für dich klar.
Dein Haushalt, deine Finanzen, das was du brauchst für dich und deine Kinder. DEINS.
Sein Haushalt, sein Job, seine Finanzen. Das regelt er für sich. SEINS.
Egal was er macht, ob er sich nun wegschmeisst oder nicht. Es ist nicht mehr deins. Es ist echt schwer das zu regeln. In diesem Bereich habe ich damals klare Fakten geschaffen. Mein Bereich, wo ich lebe finanzier ich. Seinen er. Was die Kinder betrifft das regelte das Gericht und das Jugendamt.Alles andere führt nur zu Streit und Stress von beiden Seiten.
So Materielles das lässt sich gut trennen und regeln.
Doch was ich auch lese sind Treffen und Begegnungen mit dir und den Kindern, die wohl auch nicht so glücklich verlaufen. Die auch oft da sind. Auch die Kontrolle ist da, Sein Kühlschrank, SEIN Bier und DU machst Dir immernoch Gedanken dazu.Ich denke du bist noch nicht getrennt.Räumlich ja aber innerlich noch nicht.
Auch dieses "Deine Mutter ist schuld das es mir schlecht geht. Sie hat mich rausgeschmissen" "Opfer getuhe" kenn ich nur zu gut. Was er dan mit dem Kind anstellt ist nicht gut. Mir tun die Kinder dann so leid.
Wenn meiner dann meine Kinder benutzte um wieder zu mir zu kommen habe ich riegeldicht gemacht. Auf dem Hacken umgedreht und bin gegangen.
Doch klar, ich bin ewig schon weg von ihm. Innerlich war der Rausschmiss auch eine deutliche Trennung zuwischen uns gewesen. Ich machte mir da keinen Kopf mehr um sein Trinkverhalten. Bei ihm stehen Falschenweise Rotwein in der Bude, die übrigens aussieht wie eine Rumpelkammer. Er hat sich heute noch nicht Häusslich eingerichtet.Die Kinder konnte ich dann bei ihm lassen, wenn ich wusste, seine Schwester ist da oder ein Kumpel ist mit ihm unterwegs.Jahrelang stand ich im Zwiespalt, wie gut oder wie schlecht es ist ihm die Kinder zu lassen. Ich meinte aber, es war trotzdem richtig, er ist kein schlechter Mensch.Solange er nicht allein mit ihnen war ging es mir gut.Doch ob bei ihm Flaschen stehen oder nicht, oder wie es bei ihm aussieht ist mir heute richtig wurscht. War es damals auch schon, wobei ich die Kinder mitgenommen hatte, wenns gar so schlimm war, das ich es nicht mehr verantworten konnte.Mir war das auch wurscht piep egal, ws er dazu meinte.
Diskossionen fingen erst wieder an, als er von meinem Anwalt gepfändet wurde. Da meinte er er müsse wieder von vorne anfangen mit mir zu streiten, wie wärend der Ehe.Ich bin dann hier ins Forum und habe erfahren dürfen, das Grenzen so wichtig sind. Die zu setzen und sich dann nicht auf solche Spielchen einzulassen machen die Trennung leichter. Abstand nehmen, nicht nur Räumlich auch innerlich.Seitdem sind wir wirklich getrennt. Meine Kinder auch, wir sind weg von ihm. Das dauerte so viele Jahre.
Heute ists ok. Ich begegne ihm neutral. Er trinkt sein Bier immernoch vor mir. Auch das löst in mir nichts mehr aus. Aus der Nummer bin ich inzwischen total draussen. 
Du siehst, es geht nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit. Nimm dir diese Zeit, begib dich in dieses neue Leben mit deiner ganzen Energie und so lösen sich auch viele Dinge von ganz alleine, ohne dei zutun. Du musst dichts mehr kontrollieren, managen und machen, was ihn betrifft. Er hat sein Leben und du hast dein Leben..
Das du den Job kündigst ist denk ich eine Erleichterung. Ich lese das so raus. Such dir andere Hilfen. Wohnegld, Sozialhilfe, Kindergeldzuschlag. Es gibt sie und nimm die in Anspruch.Dann hast du auch mehr Ruhe und Zeit für dich und deine Kinder.
Du packst das
Lieben Gruß Melanie