Guten morgen nici, stella, Linde, oxalis, Gotti und Welia und auch ihr anderen Leser,
Zitat
Und ich hab mich lieber um die Angeschlagenen gekümmert, die die froh waren um jeden der ihnen half.
Das erinnert mich an eine Zeit weit vor meinem Zusammenbruch letzes Jahr. Ich war Elternbeirätin, im Gewaltprävensionsteam.Hatte mich gern auch zu den anderen aussergewöhnlichen Veranstaltungen gemeldet um meine Hilfe anzubieten.
Ich war als Freundin beliebte Zuhörerin die sich allzeit bereit die Probleme der anderen nicht nur anhörte, diese auch löste. Ich war ständig unterwegs mit den Gedanken bei anderen.
Meinen Eltern habe ich vom Garten bis zum Haus geholfen wo sie immer Hilfe brauchten.Ich habe für sie eingekauft.Geputzt geackert gemacht getan.
Die Probleme mit meinem Ex hatten sich ja auch nicht aufgelöst nur weil ich mich trennte. Ich hatte lediglich mehr Luft und Ausruhphasen, doch alle zwei Wochen ein riesen Knatsch mit ihm wegen der Kinder oder weil er sich nicht an absprachen gehalten hatte.Ein ständiger Kampf und eine Rangelei von Abhängigkeit.Das hing noch Tage später nach, die Gedanken kreisten.
Das alles trotz meiner eigenen Probleme die ich als Alleinerziehende hatte, ging arbeiten hatte meinen eigenen Haushalt.Ich habe zwei Jungs die auch nicht ganz einfach sind zu begleiten, das auch die Kinder zu selbständigen und Selbstbewussten Menschen werden.Ein Mädchen, das durch ihre Art und weise nicht auffällt, die ich aber auch niemals vergessen möchte.
Dann noch die verkorksten Beziehungstüten die ich mir auch noch aufpackte, bei denen ich nicht annehmen wollte wie sehr ich mich da ausnutzen liess. Zum Glück habe ich das derzeit immer noch gespührt gehabt und konnte es beenden.Die letzte Trennung macht mir heute immernoch zu schaffen, weils mir sehr sehr weh tut, auch wenn es erst ein halbes Jahr her ist. Ich war schon sehr sehr verliebt und ich kann nachvollziehen wie schmerzhaft Trennung ist, die vollzogen werden muss um sich selbst zu schützen.
Das alles sind die Relikte aus vergangener Zeit die ich mitbekommen habe . Durch das Aufwachsen mit einer kranken Mutter und einem Vater, der sich rausgehalten hat, mich nicht schützte.Der selbst krank wurde und ich glaube heute mir seine Verantwortung auf den Rücken schnallte.Ich merkte es nicht mehr, schwer war die last auf meinem Rücken eh schon.
Vergangen, es ist vorbei. Seit einem Jahr schaufel ich mich nach und nach frei.Lasten habe ich zurrückgegeben, packet für Packet jedem seins wieder zurrückgebracht. Ich habe so viel geweint, ich hatte so viel Schmerzen. Es war fast nicht mehr auszuhalten so Schmerzen hatte ich. Heute weine ich immernoch. Die Schmerzen sind zum Glück nicht mehr so schlimm, sind auszuhalten.Körperlich kommen nicht mehr so oft, habe sie ganz selten.Das ist eine Erfahrung die ist grausam, das scheint etwas wie Entzug zu sein, Körperliche/ seelische Entzugserscheinungen.
Es kommen aber inzwischen auch andere Tränen in mir hoch. Es ist sowas wie ein aha Effekt, da macht es klick im Kopf und die Erleichterung kommt hoch. Dann fliessen auch Tränen, massenweise Tränen. Die sind hinterher aber viel leichter, machen mich frei.
Ja und ich kann wieder lachen, mich wieder freuen. Kann es geniessen wenn Menschen um mich herum sind. Kann diese Menschen gern haben und sie in den Arm nehmen.
Ich kann Nähe zulassen auf einer ganz unbekannten Ebene. Das ist neu, das lässt auch was bewegen. In mir scheit ein Kampf zu kämpfen das spürt sich an wie der Davin gegen Goliat. Da kommen in solch glücklichen Stimmungen plötzlich Gefühle hoch wie Angst und Wut. Ich verstehe das selbst nicht, die gehen aber zum Glück auch ganz schnell wieder. Wie ein Funkenflug kommen dann solche Gefühle in mir hoch.Das macht mir die Stimmung nicht kaputt aber lässt mich unsicher werden. Ich frag mich "was ist denn los, warum ist das so?" und komme dann auf den Schluss das es nicht wichtig ist zu fragen warum. Damit würde ich wieder Zeit verbrauchen um meinen Kopf hin und her zu krampfen um Antworten zu bekommen.
Nein, ich glaube das ist nicht wichtig zu fragen warum, es ist wichtig es wahr zu nehmen, anzunehmen und zu lernen damit umzugehen. Besser viel besser.
Gefühle, Neuland, es liegt vor mir bunt und schön. Ich kann es betreten, trotz dieser Angst. Manchmal erwische ich mich den Schritt zurrück und ertappe mich das ich auf mich sauer bin. Relikte aus alter Zeit, Perfektionismuss.Ich mache mir selbst Druck. Anzunehmen das auch das geschehen wird, es ist neu und ich habe Angst vor dem Neuen.Das auch mal einen Schritt zurrück gegangen wird, das ist halt so.Gelassenheit, es nicht so ernst zu nehmen, sich wichtig nehmen aber keinen inneren Druck aufzubauen. Hier in einer ausgeglichenen Art und Weise die Wage zu halten und nicht böse sein auf mich, wenn nicht klappt. Gut mit mir umgehen, mich nicht schlecht zu fühlen weil ich was nicht kann, mich selbst in den Arm nehmen und Trost geben. Das fällt mir schwer, das kenn ich nicht. Das lässt es wieder fliessen, die Tränen kommen hoch, ich habe das einfach nie gelernt und es ist so schwer.Doch auch wenn es schwer ist lass ich dafon nicht ab, denn ich merke es lont sich da durch zu gehen.Das macht stark.
Jetzt bin ich bei mir. Doch kann ich mit anderen umgehen. Wir wälzen und kreisen nicht um Probleme die wir zu lösen haben, wir reden um Ideen für ein freieres gelösteres Leben um diese dann umzusetzen.Eigene Ideen für sich selbst. Es wird bestärkt, sich selbt bestärkt und ich muss mir keine Gedanken machen, wie der andere seine Probleme löst. Das macht er schon für sich. Schön ist das zu erleben. Dann wird um was anderes geredet, es macht einfach Spass...............
Liebe Grüße sendet euch
Melanie