Hallo zusammen,
das Leben läuft, mir gehts relativ gut dabei. Ich bleibe immer mehr bei mir und sehe ganz klar und deutlich meine Entwicklung.
Der Hund meiner Eltern macht ihnen zu schaffen. Nicht mein Problem, heute nicht mehr. Wenn ich daran denke, ich wäre fast wieder in mein Co gefallen, hätte mich da engagiert. Sie können ihn ja abgeben, wenn er ihnen nicht gut tut. Niemand zwingt sie etwas zu tun was sie nicht wollen. Mich beeindrucken sie damit nicht mehr. Wenn ich einen Hund will hole mich mir einen eigenen.
Meinen Sohn hat meine Mutter immer wieder am Bandel, doch der sagt eifrig Nein, wenns um das Spazierengehen geht, bekommt er von ihr Geld fürs ausführen. Damit ist das ganze eine Geschäftsbeziehung und ich mag mir darum auch weiter keine Gedanken machen.
Klar, es ist mein Kind, mach ich mir Gedanken um ihn. Doch ich sehe mir das an, sehe wie er damit umgeht und denke mir,Mann ihr drei habt heute was drauf, was ich jetzt erst mit 38 Jahren lerne. Ihr könnt alle drei Nein sagen und eure Bedürfnisse klar formulieren. Ihr seit nicht abhängig, lasst euch nicht einwickeln, geht euren Weg. Ich lehne mich zurrück, beobachte und freue mich über diesen Fakt.Ich bin bei ihnen. Ich werde auch zukünftig darauf acht geben, das das so bleibt. Doch die Chancen stehen gut.
Nachdem ich nun immer wieder in der Therapie darüber im klaren bin, das dies alles in mir liegt, das ich es drauf habe, mein eigenes gesundes Leben in die Hand zu nehmen bin ich am Leben. Hilfe die ich brauche hole ich mir.
So bin ich die Tage auf die Sozialarbeiterin zugegangen und habe sie zu mir eingeladen. Sie arbeitet in der Schule mit meinem jüngsten. Doch auch meine Familie und mein grosser werden mit ins Boot genommen.Sie wird mir helfen, wenns mal brennt und ich jemanden zum löschen brauche.
Mein grosser hängt wie schon gesagt erschreckend viel am PC. Die Freunde die er hat sind schon lange nicht mehr hier gewesen. Lieber gehen die in den nächsten Ort und lungert dort mit älteren rum, die dort auch Alkohol trinken. Ich rede offen mit meinem Sohn darüber, er hat es probiert, findet es aber nicht gut. Ihm geht es um die Begegnung mit anderen Jugendlichen, landet hier leider in einem Kreis, der für ihn nicht gut ist. Ich rede offen über meine Angst die ich um ihn habe und das er mir wichtig ist. Das ich hinter ihm stehe und für ihn da bin. Er weiss es und geht nur selten dort hin, ich glaube fast das das der Grund ist, das er am PC hängt.Dort ist er sicherer, er weiss, das er sich von dieser Runde dort distancieren muss. Ich unterhielt mich weiter mit ihm, das ich es nicht verbieten möchte, das er Jugendliche triff, das ich es schön finde, wenn er sich unterhalten kann. Aber das ich es gefährlich finde, es in so einem Rahmen zu tun. Ob er es schafft dort Nein zu sagen?
Gleichzeitig gehe ich in eine Position zu sagen, es sind seine Entscheidungen die er trifft. Er ist 15 Jahre alt, doch ins offenen Messer lasse ich ihn dennoch nicht rennen.
Wir reden solange er noch bereit ist mit mir zu reden. Zum Glück ist das noch so. Mehr glaube ich, kann nich nicht tun.Ihm fehlt was, ich denke es ist der Vater. Den kann ich ihm nicht ersetzen, leider ist das so. Das tut mir weh, doch mein Schmerz hier hilf keinem weiter.
Der Vater ist Alkoholiker, er kümmert sich nicht um seine Kinder, weil er es nicht kann.Nicht weil er sie nicht liebt und das versuche ich den Kindern zu vermitteln, damit sie es nicht persönlich nehmen. Leider kann ich da auch nicht mehr machen.
Was die drei mitmachen müssen in ihrem jungen Leben, heute nicht vor dreissig Jahren, das ist nicht schön. Es ist prägend und ich hoffe für sie, das ihr Leben das sie später mal führen mit viel Glück und Zufriedenheit leben können. Das ist die Hauptsache, das sie siech durchsetzen können und sich für ihre eigenen Bedürfnisse stark machen.Wie es dann aussiehet ist ihrs, das werden sie für sich dann sicher rausfinden. Ich hoffe, das ich durch mein Vorleben, meine Beziehung zu ihnen, meine Bemühungen ihnen etwas mitzugeben hier eine gute Basis gegeben habe. Ein stabiles gutes Fundament auf dem sie dann ihr Leben bauen können.
Es sind meine Kinder, ichmache mir täglich Gedanken um sie, weil ich ihre Mutter bin. Vieles kann ich ihnen Mitgeben, habe ich schon getan. Ich bin eine gute Mutter für meine Kinder, sie bekommen bei mir so viel Kraft, das sie sich aus dieser Schleife der Abhängigkeit lösen können. Mir ist bewusst geworden, das ich da mein Ziel erreicht habe.
Meine Mutter hatte vor zwei Tagen einen Zusammenbruch. Gerade da, wo ich den Autoschlüssel abgegeben habe. Sie heulte Rotz und Wasser.Melanie, ich habe gerade einen zusammenbruch, gib mir ein Hochhaus und ich springe runter. Da kahm mein Vater ums Eck, dem ich den Schllüssel in die Hand drückte und bin gegangen. Ich dachte bei mir in dem Moment, mit mir nicht mehr. Du bekommst mich nicht.
Ich laufe nun gestern, einen Tag später mit meiner Freundin hier am Haus meiner Eltern vorbei und sehe meinen Vater mit meiner Mutter und dem Hund zum Einkaufen gehen. Beide sehen mich an, meine Mutter wollte schon zu mir kommen, da drehte ich den Kopf weg und ging weiter.Sie dann ins Auto.Mit mir nicht, dachte ich nur und gut, endlich sind die Aufgaben dort wo sie hingehören.
Wie es mir dabei geht? Gut, sogar sehr gut. Ich merke immer mehr, wie weit sie von mir weg sind und ich immer mehr bereit bin mich von ihnen zu entfernen und zu distancieren. Mein Wunsch von liebevoller Mutter und Vater ist noch da.Doch ich weiss das er sich nicht erfüllt, weil sie es nicht wollen sie es nicht können, beide sind krank.Mir geht es nicht mehr schlecht damit.Es war ihre Aufgabe sich zu kümmern.Meine Schuld ist wie weggeblasen. Ich war Kind, konnte nichts dafür. Heute bin ich selbst Mutter und das werde ich meinen Kindern niemals an tun, darum kümmere ich mich auf jeden Fall!
Dann kommen eben noch diejenigen Menschen, die ich mir aussuchen kann. Ich kann mir gute Menschen um mich herrum aussuchen, ansammeln, dann werden die beiden immer mehr aus meinem Leben verschwinden. Es geht. Wenn beide sich dann entscheiden im Elend unter zu gehen, dann werden sie untergehen. Ich habe dann mit der Sache nichts zu tun.Da bin ich inzwischen auch frei, habe mich befreit. Kein Mensch dieser Welt wird das schafen, mich dafür wieder Verantwortlich zu machen auf keinen Fall, denn ICH habe mich frei gemacht und es liegt an MIR und in MIR diese Freiheit zu leben.
Kleines Pflänzchen ich habe dich letztes Jahr gesäht.Ich kümmer mich um dich, giesse dich , gebe dir Nahrung um stark zu werden. Kleines Plänzchen du bist am gedeihen, siehst so frisch und jung aus. Ich werde mich darum kümmern das du gross wirst.Mein Plänzchen nenne ich Eigenständigkeit und Freiheit, nenne es Unabhängigkeit nenne es Ich.
Ja es geht mir gut. In letzer Zeit geniesse ich es ein Buch zu lesen, die Sonne zu geniessen. Ich geniesse es mich mit Freunden zu treffen, meine Kinder um mich zu haben. Ich gehe spazieren, gehe indie Stadt zum einkaufen und bummeln und lebe.
Es liegen diese Anträge immernoch auf Eis doch ich sag mir langsam aber sicher, das auch dort alles vorliegt und ich alles gemacht habe, was von mir erwartet wurde. Ich will mich nicht ärgern, aufregen. Ich habe ein Recht das meine Anträge bearbeitete werden und das wird sicher noch passieren. Einen kurzen Anruf bei der Vorgesetzten wird nächste Woche hoffendlich das Warten verkürzen.Oder der Besuch bei einem Anwalt.
Mal schauen, heute ist erstmal heute, die Sonne scheint, meine Kinder schlafen noch. Mein grosser kann sich einwenig das Taschengeld aufbessern, alles ist heute gut. Was morgen ist weiss ich nicht aber ich werde mich heute darum kümmern das ich es morgen auch noch schön habe. Danke fürs mich lesen und einen schönen Tag an euch alle.
Lieben gruß Melanie