liebe alky,
Mein Sohn lässt seine komplette Wut an mir aus und schreit mich auch oft an (das war auch der 1. Grund, die Familientherapie zu beginnen), ich wäre schuld, ich wäre blöd usw.... Manchmal hat er von morgens bis abends schlechte Laune, ist unausgeglichen und meckert nur rum... kann ich auch verstehen, ich bin schließlich sein Blitzableiter, er ist noch sehr klein (5). Ich versuche, das alles nicht so nah an mich ranzulassen, nicht persönlich zu nehmen, und das klappt auch ganz gut. Allerdings komme ich hier oft an meine eigenen Grenzen, und es fällt mir nicht leich, damit umzugehen! Es ist sehr anstrengend, denn man kann so das Leben nicht so leicht genießen, wie man es eigentlich möchte...
oh weh. kinder in dem alter sind schwierig. sehr schwierig zum teil!
versetz dich mal in die lage des kleinen. der vater ist weg, die mutter überfordert mit der situation. hin und hergerissen das kleine kerlchen, wird vom vater mannipuliert und muss mama auch aushalten. nicht persönlich nehmen. doch deine wut auf deinen ex spührt der kleine, die haben so gute antennen!
kinder können misstände nicht so ratonal verarbeiten wie wir erwachsenen. es läuft viel auf gefühlsebenen ab. ein kind das sich nicht so ausdrücken kann, es nicht in worte fassen kann, wird eben reagieren. ein 5 jähriger kann es nicht anders ausdrücken, so wird er die wut ausleben. dann wird getreten, gebissen, geschlagen. beschimpft, beleidigt. eine reaktion darauf das dem kleinen was fehlt, er sich nicht wohl sicher und geborgen fühlt.
oft helfen da klare strukturen für die kinder. sicherheit und halt bekomen sie durch feste rahmenbedingungen. ein auf das kind abgestimmter tagesablauf gibt ihm da sicher viel halt und stabilität. ich habe mit den kindern ein plakat gemacht, auf dem ich zeiten, und symbole draufgemalt habe. zb frühstück 7.00 uhr mit dem symbol gedeckter tisch. bettzeit 20.00uhr mit dem symbol bett.uhrzeit hab ich auch mit ner uhr gemalt, damit sie den vergleich hatten.
papazeiten wurden immer am gleichen we zur gleichen uhrzeit gemacht. klar, bei meinem ex musste ich sehr hart sein, mich durchsetzen. der kahm auch oft zu spät. 
dann immer wiederkehrende rituale. zb vor dem schlafen zähneputzen (ich sang immer das zähneputzlied) dann schlafi anziehen, ins bett kuscheln und 10 min vorlesen.
oder wenn ich wohin gegangen bin hab ich 10 minuten vohrer gesagt, in 10 minuten gehen wir.dann wussten sie bescheid und konnten sich darauf einlassen.
so konnten die kinder sich an den ablauf gewöhnen. für mich war das plakat auch hilfe, ich konnt den kindern immer zeigen welchen punkt wir jezt angehen.
ja, und dann den liebevollen umgang. ruhig bleiben bei attaken. tritte nicht wegstecken, klar sagen das das weh tut aber nicht laut werden oder gar zurrückgeben.nein, sagen und konsequent bleiben. bei dem tritt folgen konsequenzen, bei so nem kleinen langt schon für 5 min ins zimmer zu gehen. klare ansage, mir tut das weh, darum gehst du in dein zimmer. punkt.
danach ists vorbei, das kind in den arm nehmen und nicht selber weitermachen.
ich weiss nicht ob du nicht da ein oder andere schon für dich umsetzt. wenn nicht, dann kannst du dir mal darüber gedanken machen. das hilft wirklich.
lieben gruß melanie