hallo kathrin,
hatte gestern therapie mit dem kleinen. die therapeutin ist auch der meinung mein kleiner hat extreme rückschritte gemacht. ich solll das nicht persönlich sehen das sei normal. wir hatten aber auch ne lange pause gehabt,vielleicht wirds wieder besser wenn er regelmässig in die therapie geht.
beim gespräch mit dem lehrer haben wir ausgibig über den kleinen geredet. da der lehrer der direktor der schule ist verspreche ich mir schon mehr von meinen gesprächen. da wir auch zusammen das gewaltprojekt ins leben gerufen haben ist er sehr offen und dankbar über meine informationen. ich habe ihn gebeten sich mehr mit den kollegen auseinander zu setzen ud sie über den kleinen zu informieren. da wir hier ne minni schule sind ist das meiner meinung nach möglich und er sieht das zum glück auch so.
mir den eltern kann ich nicht reden. da diese eine gefestigte meinung über mich und meine lebensumstände haben hab ich keine chance da mit ihnen zu reden. ich bin und bleib bei ihnen die absondeliche alleinerziehende deren kinder der vater fehlt. deren vater alkoholiker ist und deswegen meine jungs nicht gut drauf sind. der versuch eltern ist gescheitert an vorurteilen, neid, missgunst. zudem hab ich hier eher das gefühl diese klasse braucht auch in der elternschaft einen sündenbock und da kann man sich ja das anscheinend schwächste glied, das nicht in den rahmen passt gut gebrauchen. ich steh dem ganzen machtlos gegenüber.
mein bemühen hier meine präsenz zu zeigen indem ich an der schule viel ehrenamtlich mitarbeite und jetzt auch den job da angenommen habe um die kinder besser kennenzulernen scheint eher das gegenteil zu bewirken.
frag mich nicht was diese eltern denken. ich hab da drauf inzwischen keine lust mehr und versuche dem kleinen zu helfen wo es für mich möglich ist.mehr kann ich nicht mehr machen und hoffen, dadurch das ich eng mit der schule zusammenarbeite dem kleinen ein stück sicherheit geben kann.
was meine nachtbarschaft angeht , das wird immer schwierig sein. mein bemühen ist es mit ruhe hier zu signalisieren, dass mein leben nicht schräg läuft.es gibt genug menschen hier die mich kennen und mich mögen.
wie gesagt inzwischen ists mir egal was der rest von mir denken, denn vorurteile sind eben vorurteile und die halten sich hartnäckig. jeh mehr ich darauf rumreite desto schlimmer mach ich das ganze. also alles in ruhe, mit selbstsicherheit versuchen vorzuleben das ich die bin die ich bin und mich da nicht verbiegen werde.ich lass mir von aussen nicht diktieren wie ich zu leben habe.
mein sohn wird noch ein jahr in dieser schule zurrechtkommen müssen. wenn ich weiterhin mit den lehrern so gut arbeiten kann, werden wir die situation noch entschärft bekommen, das werd ich auf jeden fall durchsetzen.zur not klopf ich hier in der schule mal auf den tisch.schliesslich hat mein sohn das recht in einem gewaltfreien und angstfreien rahmen zu lernen.
jetzt genug dafon, mir geht die geschichte zu sehr an die substanz. mehr will ich jetzt nicht von mir geben. mir tut das in der seele weh und ich weiss manchmal keinen ausweg mehr. wie oft lieg ich nachts im bett und weine mich in den schlaf wenn ich an meinen süssen denke. was war das für ein süsser als der so unschuldig lieb und nett im kiga war und sich noch keiner auf ihn eingeschossen hatte.ein offener kleiner starker junge, der so viel lebensenergie hatte.inzwischen rennt er bewaffnet mit stöcken herum und haut um sich wenn die anderen kinder im pulk auf ihn los gehen und ärgern. und da er sich mit gegenständen wehrt ist er natürlich der buhmann, denn das macht man nicht. ich kann ihn tausend mal erklähren das er sich anders wehren soll, aber er findet für sich keinen anderen ausweg. schon ist er zweimal gestraft.
ich wünsche mir nichts sehnlicher, als das es ihm besser geht und er daran nicht zu grunde geht.ich habe manchmal richtig angst um ihn!was soll daraus werden?hoffendlich können wir das noch irgendwie retten!
liebe grüße melanie