Beiträge von Melinak

    hallo karsten,

    da fällt mir die ganz klare gemeinsame eigenschaft sowohl des cos als auch des alkoholikers ins suchen immer andere für ihr unwohlergehen verantwortlich machen zu wollen.

    drum karsten ist das forum hier auch sehr ich bezogen. weil das jeder für sich mal darauf achten sollte, was IHN selbstst betrifft und nicht was den anderen betrifft.

    ein co der anfängt auf sich auf zu passen und nach sich zu schauen sollte da nicht auch noch aufgefordert werden (ich versteh dein anliegen so)den anderen an zu schauen. da kommt der co wieder ins gleiche fahrwasser rein aus dem er raus kommt.

    erklährend dazu:
    ich selber habe fast zwei jahre gebraucht mich im alkoholikerforum bei den alkoholikern langsam auszutauschen. vorher war mir das zu heikel. denn obwohl hier viele schreiben die trocken sind, verhaltensstrukturen sind da weiterhin häufig noch vorhanden und mich triggern da und dort aussagen, die ich von früher her kenne.ich kann erzählen das wenn mich was triggert im inneren auge meine mutter auftaucht. inzwischen sind das klare bilder für mich die ich deuten kann.

    ich spüre ganz genau wo es mir nicht gut tut und doch bin ich noch viel zu oft eben nicht in der lage grenze gleich zu ziehen sondern das dauert immernoch einige zeit bis ich das dann auch sehen kann.dann kommen eben auch reaktionen von mir die für manche nicht nachvollziebar sind. ob das hilfreich ist wage ich persönlich zu bezweifeln weil ich da in der hinsicht immernoch nicht stabil genug bin.bei manchen geht es schon ganz gut im austausch, da merk ich den "zug"dort nicht.

    gruß
    melanie

    hallo zusammen,

    nun beim jammern fällt mir auf, das ich viele jahre nicht gejammert habe sondern ertragen hatte. erst als mir bewusst wurde, was ich tat fing ich an zu begreifen. mein jammern darüber was das mich begreifen und mein leid das ich hatte auszusprechen hat mir unendlich gut getan.

    mal hin zu sitzen und zu weinen und zu jammern um dann mich wieder aufzurichten und zu sagen, aus dem leid will ich raus, da will ich nie mehr hin.

    mal los zu werden WAS ich alles ERTRAGEN hatte zu erzählen war ein ganz wichtiger part in meiner aufarbeitung. dabei SICH zu sehen und bei sich zu bleiben wiederum eine erkenntnis die ich später erst bekam.aller anfang ist schwer und jede/r der hier her kommt und anfängt zu schreiben beginnt erstmal zu erzählen das ist schritt eins. das das erstmal gut tut ist doch toll. den zweiten schritt, sich zu erkennen kann keiner hier erwarten.denn nach eins kommt zwei und nicht anderstrum.

    ich persönlich begreife erstmals das jammern und wehklagen auch ein wichtiger part im leben eines menschen ist und genauso seine berechtigung wie freude und zuversicht.

    denn wie oft kommen wir in den bereich rein "jammer nicht, mach weiter" und nehmen uns in der ganzen situation nicht mehr selber wahr. ich selbst spring dafon ab so zu denken. wenns mir schlecht geht jammer ich. tut mir was gut freu ich mich. so finde ich zu meiner mitte und kann mich wieder als mensch mit der gesammtheit meiner ganzen emmozionalität und eigenschaften die ich habe auch annehmen und akzeptieren.

    gruß
    melanie

    lieber jürgen

    Zitat

    ich denke, es geht nicht um Schuld, sondern Verantwortung.
    Du bist verantwortlich dafür, daß Du geblieben bist.
    Daran gilt es (für Dich) zu arbeiten - klare rote Linien ziehen lernen und mit klaren Konsequenzen versehen.

    genau so seh ich das auch. in der zeit der schuldzuweisungen gings mir sehr schlecht. erst als ich begriffen habe darum gehts nicht sondern um mich und mein verhalten, das aushalten, das mitmachen, das keine grenzen ziehen können und es mit mir machen lassen hab ich begriffen wie tief doch coabhängigkeit gehen kann und wie weit es gehen kann.das ist ein lernprozess der nicht einfach aber sehr wohl machbar ist.

    ich kann auch verstehen, wie menschen die coverhalten nicht nachvollzihene können kopf schüttelnd da stehen und sich fragen warum macht er/sie das denn so lange mit? es ist ein so schwer zu erklährendes suchtverhalten das cos leben. weils nicht stoffbedingte sucht ist die mit einem weglassen des suchtmittels dann erledigt ist. :wink:

    danke dir
    gruß
    melanie

    lieber jürgen,

    bis ein cowahrnimmt das es MIT IHM SELBST zu tun hat, das er SEINE sucht auslebt das dauert mindestens genau so lang bis ein alkoholkranker zugeben kann "ich bin alkoholiker" erst dann stellt sich das wie du es nennst "abgeneigt sein dem alkoholiker gegenüber " beim co auch wieder ein.

    um dahin zu kommen tun sich viele menschen doch schwer. es ist einfacher über andere nach zu denken als über sich selbst. denn dann gehts ans eingemachte. :wink: das kann schon ganz schön schwierig sein und menschen sind nunmal sehr bequem.

    im allgemeinen ist das so, egal wohin du schaust. reden tun die menschen lieber über andere als über sich (ratsch klatsch, presse fernsehn überall wird haufen geld damit verdient sich über andere und deren probleme zu unterhalten oder zu berichten). das ist weit verbreitet, da musst du nicht mal bei suchtkranken schauen das ist die norm.wir alle hier haben eine chance da aus zu brechen. doch jedem einzelnen ist es selbst überlassen ob er das möchte oder nicht.

    un den punkt von karsten möcht ich aufgreifen. ich habe selbst gewalt erlebt. das ich nicht besonderst gut auf den ex zu sprechen bin. ich such nicht die schuld . ich versuche mit meinem erlebten um zu gehen. ich weiss aber eins ganz sicher, das ich als frau klein und zierlich gegen einen mann einen kopf grösser wie ich kräftemässig immer unterlegen bin und er das ausgenutzt hat. das dreh ich jetzt nicht so hin als wär ich selbst schuld gewesen. denn dann würd ich die nächste beziehung suchen in der das wieder vorkommt.
    nein hier in diesem bereich ist schluss damit zu sagen, der alkoholiker ist krank er kann nichts für seine krankheit und der angehörige hätte besser auf sich aufpassen können. das wär mir zu einfach.

    ich lese du selbst hast alles im grünen bereich gehabt, warst.lagst keinem auf der tasche und deine frau hatte auch nicht leiden müssen, da sie wohl mitgetrunken hatte.nun gut. vielleicht fehlen dir diese erfahrungen und du kannst es nicht verstehen wenn dem co sowas passiert ist.

    dein gefühl cos jammern mehr liegt vielleicht daran das ich als co solche situation im klaren bewusstsein erlebt habe. keine ahnung, er war ja besoffen erinnert sich nicht mehr daran, läugnet die gewalt.ich steh da uns bin nun in der position diese gewalt die ich erlebte und erfahren habe in mir zu verarbeiten.das klingt vielleicht manchmal nach jammern, weils einfach fakt ist, das sowas ungemein traurig ist, wenn man sowas erlebt hatte.

    gruß
    melanie

    hallo lindi

    das was du schreibst empfinde ich eben auch so. ich kann mein verhalten in vielen bereichen ableiten und in vielen siuationen sehen das ich ein suchtverhalten habe. es ist nicht nur das rauchen, das mich um partner und angehörige kümmern müssen (coverhalten) es ist in so vielen bereichen die ich mir anschaue offensichtlich geworden das ich das habe. vor einigen wochen bei der finanzberatung sprach mich die beraterin auf mein kaufverhalten bzw mein finanzverhalten an und sprach von suchtverhalten.meine essensverhalten viele jahre früher war genau das was ich heute weiss geprägt von kontrollsucht, ich hatte die kontrolle über meinen körper, konnte über den hunger hinaus soweit gehen ihn nicht zu spüren und daraus eine esstörung entwickeln.wenn ich an etwas arbeite und ich damit fertig werden will dann mach ich so lange bis ich körperlich am ende bin und noch weiter, achte nicht auf pausen und klappe schier zu sammen im drang danach es machen zu müssen, auch hier erkenne ich das ich das auf mich achten und mein perfektionismus den ich lebte so auslebte das ich mir mehr schadete als nutzte .es gibt so viele verhaltensmerkmale für mich als suchtorientierten menschen die mir nach dem es mir bewusst wurde und ich das ändern konnte inzwischen so klar sind wie tief das geht.

    es ist für mich sehr sehr wichtig alle bereiche an zu schauen und zu erkennen coabhängigkeit die ich in ausgeprägter form lebte hat sich ausgebreitet und ist viel mehr als nur eine beziehungssucht geworden.jedes abwehrverhalten das ich in mir spüre ist ein verläugnen für mich, ein verdrängen, ein nicht wahr haben wollen kommt ebenso in meinem suchtverhalten vor, das gehört genauso dazu.

    es ist zu erkennen gewesen bei mir, das ich auch hier anfänglich anderen mit tips und guten hinweisen weiterhelfen wollte bei mir selbst aber keinen schritt weiter gekommen bin. das waren die anfänge und mit der zeit erfuhr ich, das es mich nur weiter bringt wenn ich anfange mich selbst an zu schauen, wie ich mich verhalte, in allen bereichen und mir wurde klar das sich das in so vielen bereichen meines lebens ausgebreitet hatte, ein verhalten das sich durch so viele ebenen durchgezogen hatte.zwänge, kontrolle haben müssen, mannipulationen, geltungssucht alles das gehört mit rein.

    heute weiss ich dafon, habs mir angeschaut bin dabei das heute anderst zu erleben und auf mich zu achten. auf mich achten bedeutet auch das zugeben. das ehrlich sein. hat lang genug gedautert das ich auch das konnte.mich selbst wahr zu nehmen und die situation in der ich lebte ernst zu nehmen war eins der wichtigsten dinge überhaupt.

    gruß melanie

    hallo hartmut

    hier:

    Zitat

    Hallo Speranza

    geht es hier nicht um
    Zitat:
    Unbewußte Sucht?
    wie es im Thread Titel steh t?

    Ich spreche niemanden damit persönlich an , sonst hätte ich es namentlich erwähnt. Dazu bin ich auch nicht qualifiziert und überlasse es jedem selbst auf sich zu achten.

    Ich stellte es nur mal zur Ansicht, als meine Erfahrung hier rein.

    Gruß Hartmut

    oder waren es erfahrungen in der suchtverlagerung in den anderen süchten gemeint? dann hab ichs in den bereich co gesteckt weils hier für mich zumindest über coabhängigkeit im bereich coabhängigkeit steht.

    gruß
    melanie

    hallo speranze, lieber hartmut,

    es ist in keinsterweise ein vergleich der süchte hier. ich weiss nur das mein suchtVERHALTEN das ich zeige sowohl im bereich des rauchens als auch dem bereich der coabhängigkeit liegt. meine erfahrung. hat mit hypochondrie nichts zu tun.

    fakt für mich. sonnst müsst ich anfangen coabhängigkeit wieder zu minimalisieren und mir sagen mei ist doch alles halb so schlimm, gibt schlimmeres oder ich bilde mir was ein. ist aber nicht so. gelitten habe ich lange genug unter meiner coabhängigkeit als das ich sagen könnte ich hätte mir das alles nur eingebildet gehabt.

    denn jetzt gehts mir gut, habe keine körperlichen beschwerden mehr seit es das coVERHALTEN bei mir nicht mehr in dieser extrem ausgeprägten form gibt.

    keine gliederschmerzen mehr, rückenproblehme mehr migräneanfälle mehr. keine bauchbeschwerden (reizdarm) mehr ich fühl mich nicht ausgelaugt und fertig sondern voller tatendrang und energie.

    das es eben wichtig ist zu erkennen wo ich mir schadete und was ich tun konnte mir weiter zu schaden. das sind ergebnisse und erfahrungen die ich gern weitergebe. ich such nicht nach krankheiten mehr, denn die beschwerden sind weg.

    hartmut, du sprichtst aus erfahrung eines coabhängigen? das ist mir neu!
    .

    gruß
    melanie

    nun vorgestern hat der vater der kinder seine tochter hier ab geholt. inzwischen gibt es kaine diskussionen mehr, er kommt rein, wir plappern über das wetter und er geht wieder. ich bin da sehr entspannt.es sind allerdings auch nur noch wenige begegnungen mit ihm unter dem jahr, nur an geburtstagen der kinder.

    erreicht hab ich das denk ich mir damit das ich auf diskussionen nicht mehr eingegangen bin. ein satz hört auf mit einem punkt. wenn ich keinen punkt setze hört er nicht auf. so seh ich das ganze inzwischen. der punkt ist gesetzt,diskussion ende. sehr entspannt das ganze. wenn ich nicht diskutieren möchte dann geh ich auch nicht in diskussion. dann lass ich mich auch nicht darauf ein und rede über banalitäten.so und nicht anderst gehts.
    melanie

    liebe BC,

    mein anliegen war dir mitzuteilen wie ich mit der situation, der analysiererei umgehe. nicht mit dem hintergrund des verformen wollens sondern dem hintergrund dir meins mit zu teilen. da ich reaktionen erlebe, auch die deinen, war ich vorsichtig wie ich da formuliere, das es nicht als solches bei dir ankommt. war es mein ziel dich zu informieren und nichtst anderes.das post ist für mich (MEINS!) eben das was ich kenne als "ball zurückgeben wollen" und ich geh darauf auch nicht tiefer ein.darüber kannst du wenn du möchtest dir selbst gedanken machen, bist ja erwachsen und kannst selber aggieren.

    einen wunderschönen frühlingstag
    melanie

    liebe BC,

    das was dich betrifft mit dem analysieren von menschen, was du ja nun auch zugibst zu tun hat zum beispiel bei mir diese ablehnung ausgelöst hebabt dir weiter zu schrieben. ich bin da ehrlich. ich mag es nicht . bitte jetzt den ball nicht wieder zurückgeben wollen oder denken "du bist ja nicht besser" denn meine erfahrungen gebe ich nun weiter, ich versuch diese analytischen gedanken ab zu schalten, den hund begrabe ich auch inzwischen.

    mein wunsch ist das mich die leute annehmen so wie ich bin. analysiert hab ich mich lang genug, ich will auch nicht mehr auf dieser eben mich austauschen, gebe ja zu das ich ne zeit lang das auch hatte. :wink:

    ich ab allerdings meine schlüsse daraus gezogen das es eben viel ärger geben kann, wenn der andere sowas eben nicht möchte. wir sind hier keine psychologen, alles menschen und selbst wenn wir therapeutischen erfahrungen gesammelt haben können wir lediglich methoden weiter geben, die uns geholfen haben aber eben diese analysiererei am besten sein lassen. das ist mein part den ich bei mir nun auch versuche sein zu lassen.diese gedanken gebe ich dir gern weiter. vielleicht kannst du damit was anfangen. :wink:

    gruß
    melanie

    weisst du OF ich bin auch 40 jahre alt, genauso wie der name auf der suche gewesen nach liebe. manche menschen gehen daran zu grunde. andere schaffen den absprung. keiner steckt wirklich dahinter wiviel sehnsucht und schmerz da dahinter steht hinter einem menschen. ahnen kann man es mehr nicht.wie jeder einzelne dann damit umgeht und ob er sich dann zugrunde richtet ist ganz allein die sache des einzelnen. traurige geschichte mit dem namen.

    gruß
    melanie

    liebe speranza,

    die nikotinsucht hat für mich was mit meiner coabhängigkeit zu tun. etwas tun von dem ich weiss das es mir schadet und nicht damit aufhören zu können.mit dem ex partner hat das nur indirekt zu tun, indem ich ihn als mein "suchtobjekt" brauchte, wie die zigartette zum rauchen.

    gruß
    melanie

    hallo OF,

    ja die siebziger. ich bin aufgewachsen mit den 68er leuten. meine eltern sind von dem schlag. ich kann mich an heisse wilde parties erinnern die im haus stattgefunden haben, den geruch von gras im haus der noch einige zeit in der einrichtung hängen blieb.
    da ich zudem noch in dieser sozialen szene aufgewachsen bin hatte ich später dann viele menschen um mich rum die dieses flair für sich hüteten bis heute.ich bin froh nicht auf diesen für mich ach so leicht erreichbaren zug nicht auf gesprungen zu sein. ich lebte mitten drin.was mir geblieben ist ist die musik und die liebe zu dieser musik und diese freiheitsgedanken die da mit dabei waren. die konnt ich zwar dann als co nicht ausleben aber ich profitiere heute sehr dafon diese mit genommen zu haben.heute hab ich wenigstens das für mich.drogen, alkohol, nicht für mich. freiheit kann ich mir heute anderst holen.

    gruß
    melanie

    hallo caroline,

    eigendlich ist das nicht thema und gegenstand dieses austauschs hier. ich fände es besser wenn das nicht hier als thema weitergeführt werden würde.

    wenn dann könntet ihr das ja bei BC im tread weiter ausführen, wenn sie das möchte oder einen neuen tread zum beispiel über das thema kontrolle oder analyse eröffnen. die gedanken sind nachvollziehbar.

    lieben gruß
    melanie

    liebe BC

    Zitat

    Es geht mir mehr darum, sich selber auch einmal auf eigenes Suchtverhalten zu überprüfen, denn wo bleibt der ganze Frust, Ärger, die Trauer, Angst und Wut?

    ich muss grad echt schmunzeln. ich leb sie aus....grins :wink: allerdings scheint das nicht immer so einfach zu sein in ner gesellschaft wo sowas eher ungewöhnlich ist.

    doch meine reaktionen darauf sind inzwischen die, das ich das trotzdem mache und der gesellschaft einfach zumute bin zu einem gewissen grad denk ich mir das auch legitim, wenn ich nicht anfange meine wut in aggressionen anderen gegenüber auslebe indem ich die faust ins geschicht schlage oder in üble beschimpfungen "unterster schublade" dann ausarten lasse. :wink:

    gruß
    melanie

    sich mit wenigem zufrieden geben. ein guter satz und beispiel wie wenig wert man sich selbst sein kann. ich hab mich so viele jahre mit viel weniger zufrieden gegeben wie das es mir tatsächlich zusteht. ich merk es gerade an meinem finanziellen disaster. da hab ich auch gegeben und gegeben und mich selbst nicht wichtig genommen. ich pack das schon, auch mit weniger. dann kauf ich mir halt selbst nichts mehr. dann spare ich halt an dem und an dem und schlussendlich sah mein leben aus das ich mich immer weniger wichtig genommen habe. es war so ein mich aufgeben. hab mich tatsächlich aufgegeben und war dann aufgrund dessen innerlich zu tode betrübt weil ich mich wertlos fühlte.

    da habe ich mich für geschämt. kein bett nur noch ne madratze auf dem boden. klar, mir hats genügt. dennoch ist ein bett was normales. heute freu ich mich sehr das erkannt zu haben das ich mich nicht in allem zurück nehmen muss und mir auch mal was gönnen darf, wenns im rahmen der finanziellen möglichkeiten steht.

    kleinigkeiten sind es noch. sicher. aber selbst die habe ich mir damals nicht mehr gegönnt. ein sich was gönnen, mal was ausser der norm geben ohne schlechtes gewissen zu haben. ein bett hab ich ja schon länger wieder. auch meine wohnung hab ich mir schön eingerichtet. wohlfühlen war im vordergrund gewesen. viele menschen haben mir dabei sogar gern geholfen gehabt, mich unterstützt mit geschenken.

    mir ist wichtig in meinem zuhause mich wohl zu fühlene und ich kann es inzwischen aus sehr.schämen muss mich mich auch nicht mehr, ich hab hier eine schöne oase geschaffen und die türen für andere die mich besuchen kommen ist wieder offen.

    ich fange an zu begreifen wie weit sich meine coabhängigkleit in mir festgesetzt hat und ausgebreitet hat. is vielen anderen bereichen als nur beziehungsucht.

    jetzt bin ich dabei mit dem neuen bewusstsein das neue leben zu organisieren und siehe da, es klappt schon ganz gut.

    ein neuer monat. eine neue chance. ich fange an spass zu bekommen daran das ganze zu sortieren. ich hab mir jetzt auch bewiesen das ich mich unheimlich zurücknehmen kann aber auch das ich das was ich wirklich brauche sehen kann.

    ich muss nicht mal viel dafür tun. es kommt einfach so. es scheint wirklich so zu sein das sich neue muster über alte muster legen können, vor allem dann wenn dahinter positive erfahrungen stehen.vor allem dann wenn der fokus in einem selbst auf dem positiven guten gefühl in sich und für sich steht.

    merk ich wenns mir mal kurzfristig nicht ganz so gut geht (frauenleiden) da der zug noch in die andere negative richtung geht und die negativen gedankenschleifen versuchen hoch zu kommen. doch auch hier bemerke ich mehr und mehr das solche tage vor den tagen lange nicht mehr die dimmensionen an negativ denken erreichen wie es schon war.ich nehm das auch an, kann eh nichts machen. ich bin soweit auch zu erkennen das es daran liegt und mach mich deswegen auch nicht mehr verrückt. ist halt so, gehört zu mir.

    melanie

    liebe die frau,

    solange er noch nichts unternommen hat kannst du nichts machen. für dich nur noch wichtiger zu erkennen, das deine aufmerksamkeit weg geht von ihm. ich hab im forum schon x berichte über selbstmorddrohungen gehört. im grunde sind das die letzten versuche die ehe noch zu retten. auf eine sehr primitive und einfachste art und weise die ein mensch nur tun kann, solche androhungen dem anderen sich trennenden partner zu äussern. der apell an mitleid in dir und ein mannipulationsversuch dich zu halten.

    mach dir darüber nicht zu grosse gedanken. allarmieren kannst du in dem fall eh erst die polizei wenn er dann in der situation steht es durch zu führen und seine androhungen wahr macht. dann ist handlungsbedarf da, nicht jetzt.

    konzentriere ich da weiter auf deinen umzug und lass dich da nicht mannipulieren.

    ich drück dir die daumen das du es schaffst.

    gruß
    melanie

    sorry hab den absenden knopf geklickt.

    wie gesagt es ist mein eindruck den ich habe und hier vermitteln möchte. es bringt mich auch, das seh ich ein, nicht weiter mir weiter gedanken über den alkoholiker zu machen oder etwas wirklich nachvollziehen zu können. das würde mich nur wieder in die rolle des cos bringen.da möcht ich an der stelle aussteigen. soweit mein verständnis dafür und ich glaube mir selbst bringt es auch hier nichts, das weiter zu vertiefen.

    fehlt noch
    lieben gruß melanie

    liebe BC,

    Zitat

    Deshalb sage ich: nachvollziehen kann ich vieles - die Frage ist ja nur, ob es schon Co.-Verhalten ist, wenn ich als Co.-Abhängiger versuche, mich ins "nasse" Denken eines Alkoholikers reinzuversetzen. Das ist ja Gegenstand dieses Threads - soweit ich das jetzt verstanden habe.

    genau das ist es. nachvollziehen kann ich auch vieles. nur bringt mich das in meiner rolle als co nicht weiter im umgang mit meiner krankheit. ich geh mal soweit zu behaupten das ein co den drang hat aus erstmaligem nachvollziehen wollen dann anfängt sich immer mehr in dieses coverhalten zu rutschen. weil er nicht aufhören kann, vielleicht auch handlungsweisen nicht versteht und verstehen möchte. der drang nach dem nachvollziehen wollen und es schlussendlich nicht können, weil eben die erfahrung fehlt ist die sucht des cos ansich.immer der gedanke an den alkoholiker zu haben.

    um etwas nachvollziehen zu können bin ich, meiner meinung nach dann schon in der position etwas ähnliches erfahren zu haben. ich kann meine sucht in bezug auf nikotin vielleicht nehmen und da diesen druck den ich habe in verbindung bringen mit der sucht eines alkoholikers. es ist vielleicht ein versuch etwas nach vollziehen zu können.

    aber im endeffekt , so glaube ich inzischen, kann ichs nur ansatzweise nachvollziehen. was ich nicht nachvollziehen kann ist das jemand der so stark süchtig nach alkohol ist sich ne flasche spiritus einverleibt und das risiko eingeht daran zu sterben. so weit geht meine nikotinsucht nicht.so weit würde mich meine nikotinsucht nicht bringen, dann lass ichs rauchen lieber wenn ich keine habe.

    wenn ich meine coabhängigkeit darin verleiche um nachzuvollziehen wie ein alkoholiker "nass denkt" und ableite mein verhalten das ich habe, den drang danach anderen zb zu helfen werde ich nur ansatzweise dahin kommen nach zu vollziehen wie es sein muss. auch hier genau wie bei der nikotinsucht, es sind ansätze, es sind meine erfahrungen die begrenzt sind der rest ist meine phantasie sind miene vorstellungen. ob die dann wieder stimmig sind mit dem wirklichen erleben des saufdrucks eines alkoholikers kann ich nur ahnen, ansatzeise nach vollziehen aber niemals wirklich so sehen wie es ist.

    liebe gela,
    da bin ich auch grad dabei. auf zu hören dieses analysierenden denken. einfach so sein. darauf vertrauen das das was ich mache ok ist. mit ok meine ich so, das ich damit umgehen kann und dementsprechend handlungsfähih bin die situation so zu meisten, das ich hinterher zufriden bin.da bin ich viel lockerer geworden, offener und zeige auch meine verletzlichkeit die ich habe. da zeige ich mein ganzes ich und spiele keine rolle mehr.da reagiere ich so wie ich kann und vertraue mir und meinem immeren gefühl.laufen lassen. :wink:

    gruß
    melanie