hallo lacrima,
erst als ich eine einigermassen sichere distance aufgebaut hatte zu den eltern und dem ex. erst als ich mir bewusst gemacht hatte wie ich ticke, worauf ich reagiere, wo meine coknöpfe sind und da auch weiss das ich reagieren kann kann ich mich wieder öffnen und annähern an diese menschen. es ist immernoch nicht einfach.trigger leuern bei mir überall, nur ich nehm sie heut BEWUSST wahr und kann reagieren. meine sicherheit ist das ich weiss das ich mich wieder zurückziehen kann wenn mich der strudel packt und ins co reinzieht.
das sind erfahrungen. sich selbst wahrnehmen lernen üben, anfangen sich wichtig zu nehmen, für sich da sein und eben auf sich achten das sind die dinge die ganz bewusst werden müssen um eine öffnung wieder zu zu lassen.
distance auf zu bauen bedeutet nicht gleich trennung vom partner.das wird oft verwechselt. distance aufzubauen für einen co ist ein sich normalisieren, einen normalen emphatischen bezug auf zu bauen, wo er nicht mittelpunkt, dreh und angepunkt des eigenen lebens und wohlgefühs ist.wer das erkent, das es eben nicht darum geht sich zu trennen, sondern um sich geht sich wichtig ist, der erkennt dann wiederum in welchem leben als co man verweilt, aushält, lebt. beim erkennen wird dann wiederum hinterfragt will ich das noch oder nicht. erst dann , so meine meinung, kann ich entscheiden, für mich, will ich so weiter leben oder nicht. mach ich weiter mit oder geh ich ganz raus.
erst das bewusst sein es ist NICHT wichtig wie es IHM geht sondern wie es dir geht für DEIN leben. dann bist du eigenständig und triffst unabhängige entscheidungen. dann leidest du nicht mehr wenn er trinkt, denn dann ist es SEIN trinken, sein verhalten sein leid, in dem er lebt und nicht DU.dann kannst du ihm begegnen ohne das du dir sorgen machst, das du hoffnung lebst das alles wieder gut wird, denn das ist FÜR DEIN LEBEN nicht das A und O. wichtig ist DAS ES DIR gut geht!
das dein blick bei ihm ist, dein schreiben über ihn von ihm sein verhalten hier steht zeigt doch das er wichtiger ist als du.deine hoffnung die du hast machst du abhängig von seinem verhalten. hoffe auf was anderes, auf ein schönes leben das du dir organisieren kannst, wo du dich wohl fühlst. das sind hoffnungen die du erfüllen kannst, weil du es in der hand hast es zu tun. für das handeln und tun eines anderen hoff ich heut nicht mehr, weil ich genau weiss das ich da keinen einfluss drauf habe was andere tun und lassen, es ist immer die entscheidung des anderen wie er leben möchte.
gute tage kannst du dann erleben wenn du dazu beiträgst das du dich eben von den schlechten phasen deines partners nicht beeinflussen lässt sonder trotz dem noch dein gutes gefühl leben kannst. wenn du das nicht kannst und dein leben beeinflussen lässt von ihm machst du dich abhängig von ihm, lebst du dein co aus.
ich hab gemerkt das ich das nie mehr will. als ich eines tages meine mutter auf dem sofa liegen lassen konnte, die dort weinend da lag stockbesoffen und leidend und ich die tür hinter mir zu machen konnte da habe ich es geschfft. das ich rausging und meine gute laune die ich an dem tag hatte von diesem anblick und ihrem leid nicht verloren habe und dann noch lachen konnte war ein zeichen dafür das ich es geschafft habe meiner mutter ihr leid, ihr schmerz ihr leben leben lassen kann ohne das ich darauf noch irgendwie einfluss nehmen wollte.
hoffe für dich und dein leben. 
lieben gruß
melanie