hallo zusammen,
ich bin damals in die beziehung gegangen mit einem guten bauchgefühl. hab mich verknallt, mich entschieden mit nem guten gefühl im bauch ein kind zu bekommen. habe mit ihm zusammen geplant und ich wurde schnell schwanger. bis dato war gefühlstechnisch alles im "grünen" bereich. ein wunsch den ich als junge frau hatte ging in erfüllung ich hatte meine kleine familie und es war wundeschön zu erleben.
damals, so seh ich heute, hatte er schon ganz schön viel getrunken. für mich ganz normal. kein problem für mich, ich wars gewohnt das alkohol zum leben dazu gehört. ich machte mir da keine gedanken dazu, gelitten habe ich auch nicht darunter.
das leiden begann viel später. als mich dann jemand auf seinen konsum ansprach wurde mir klar, da stimmt was nicht. ich ertappte mich auch ds ich seine flaschen fein co abhängig noch verräumte befor andere leute ins haus kaommen. auch ds tat isch aus einer gewohnheit heraus, kanne ich das von den eltern, dei mich darauf geprägt haben, sobalt leute ins haus kommen räumst du erst die flaschen weg. auch das mache ich mit einem guten bauchefühl raus. gewohnheit.
danach fing ich an zu überlegen und das zu thematisieren. zu streiten.da begann es das ich anfing kein gutes gefühl mehr zu haben, da begann ich zu leiden.der streit um alkohol machte mich fertig.ich distancierte mich mehr und mehr von ihm und der kampf begann, ein ziehen und zerren.
ich war mir damals nicht sicher. bauchegfühl in dem sinn war ja nie das, was es hätte sein können, das was nicht stimmt fand bei mir im kopf an, nicht im bauch.der bauch kam viel viel später.
der gesunde menschenverstand in dem sinne wars ja auch nicht. gesund war ich nie, co geprägt, gewohnt, alkohol war normalisiert, es gehörte für mich dazu wie alles andere auch. der streit, stress, die ausseinandersetzungen erlebte ich genauso bei den eltern, also wars normal auch in der eigenen ehe so zu leben.vorbild in dem sinn hatte ich nur bei anderen beziehungen, da dachte ich allerdings das sei unnormal, die würden auch irgendwann wie ich nur noch streiten, weils dazu gehört zum leben.einen liebenvollen umgang kannte ich nicht und es war mir fremd.
die trennung fand vor 10 jahren statt und dennoch ging das leben so weiter.ein leben mit co verhalten.
ich weiss heute es hat sich einiges getan. ich weiss das ich aus der geschichte nur deshalb heraus kam weil ich dann vor drei jahren meine ganze wurzeln angeschaut habe und diese prägung die ich hatte. ich hatte tatsächlich von grund auf neu um zu denken, neue einstellungen zu erlangen, die ganze grundprägung zu hinterfragen und mich an zu schauen.
vieles was ich hörte war für mich so fremd, ich verstand es nicht. es dauerte lang bis ich es verstehen konnte. manchmal sass ich da, schaute nicht schlecht, spürte in mich rein und da kam dann auch ein angenehmes bauchgefühl hoch bei den vorstellungen die ich von gesundem miteinander bekommen habe.
aber ich eine angst vor diesem fremden und auch die unsicherheit ob ich sowas jehmals erleben kann.es war sehr harte arbeit an mir selbst , vieles habe ich auf den "müll" geschmissen an überzäugungen und neue überzäugungen bekommen.ein inneres chaos entstand und ich war mir nicht mehr sicher wer ich bin,zweifelte an mir,verzweifelte schier. ich erinner mich daran wie ich mich vollkommen selbst in frage stellte und mich anfing fertig zu machen.kopf und bauch passten nicht mehr zusammen und es begann die zeit des umbruchs.
erst als ich vertehen konnte und einiges in meinem kopf sortiert bekommen habe, darin auch sicherheit fand konnt ich das mit dem bauch in einklang bringen.der bauch zieht dann nach, es dauerte nur ein wenig länger. heut fühlt sichs gut an was ich denke, hier aufschreibe, da hat sich grundliegend in meinem kopf was getan und es passt mit dem gefühl im bauch wieder vollkommen.hartes an sich arbeiten und hinterfagen und auch veränderungen zu lassen lohnt sich allemahl.
einen lieben gruß
melanie