liebe rosanne,
ich versteh nicht ganz warum du da mitgegangen bist? wovor hattest du denn angst? oder wolltest du schauen was er macht? war dir nicht von vorne herein klar wohin es gehen wird? hast du es nicht schon oft genug erlebt?
das er nun mitgekommen ist was denkst du darüber? meinst du du hast was in ihm bewegen können? hast du das gefühl das er wahrgenommen hat wie die anderen dort drauf sind und er wurde vernünftig?
versuch ehrlich zu dir zu sein.ich lese aus dem post einerseits viel angst raus um ihn, das er trinken würde. ich lese raus die kontrolle die du brauchst indem du ihn begleitest. auf mich wirkt es das du kein vertrauen hast.zudem war es auch eine berechnenbare situation zu einer solchen party zu gehen, denn die sind immer alle gleich.
da kamen an dem abend hoffnung hoch, weil er wieder mit heim gegangen ist und sich sogar negativ über betrunkene geäussert hat. nur warum wollte er denn dort hin?
wär er ohne deine kontrolle anderst verlaufen, wenn du nicht dabei gewesen wärst?was denkst du warum er auf die party geht? um sich mit lieben freunden zu treffen?
all das lese ich aus deinem post raus und ich habe den eindruck es geht alles dabei nur um ihn, sein verhalten, seine reaktionen.
wenn ich mich unter menschen begeben möchte, eben auch nicht irgendwie in mir das ziel habe was alkoholisches zu trinken geh ich mit meinen freunden nicht auf ne saufparty sondern fein irgendwo was essen, in ne sauna oder mach was anderes. dann stell ich mein leben so um das ich solchen veranstaltungen nicht beiwohne. ich habe diese fasnetszeit(karnevall) zu hause verbracht, war am samstag beim bowlen.ich hab keinen bock gehabt auf diesen suff der hier die letzten tage im ländle abgegangen ist.freu mich heute aüber den aschermittwoch wo das alles nun vorbei ist. diejenigen die das wollten die haben ihren "spass" gehabt, dürfen ihren kater heute aus kurrieren, den ich nicht habe weil ich zu hause geblieben bin.ich habe mir also bewusst was anderes gesucht um aus zu gehen. wer nicht saufen will der geht woanderst hin als in ne kneipe!
nur zur erinnerung an meine damalige situation mit meinem ex:
er hatte von mir ein drei monatiges sich beweisen angenommen. das er nichts trinkt, war abgesprochen. keinen tropfen. er wollte mir beweisen das er kein alki ist. in den drei monaten war das thema alkohol so präsent wie nie zuvor in unserer ehe (er redete von nichts anderem wie von alkohol). als wir dann einmal doch zu einer veranstaltung sind, wo viele was alkoholisches tranken brach es doch aus ihm heraus und er konnte sich nicht zurückhalten doch was zu trinken.er hatte es nicht unter kontrolle. er musste. er war süchtig danach. auch ich war dabei immer nur zu kontrollieren, zu behüten, zu schaun das es ihm gut geht. ich war in der zeit sehr unter strom gestanden, hatte sorgen er könnte es nicht durchhalten. beim auszug aus der gemeinsamen wohnung habe ich von dieser zeit einen versteckten kasten alkohol im keller gefunden. raffiniert sich heimlich nachst dann doch den alk zu zu führen.ich habe es nicht bemerkt.
es sind eben genau diese dinge die ich oben beschrieben habe. kontrolle, sorge, angst, hoffnung, und entteuschungen, streit die immer wieder und wieder da waren. er ist heute noch alkoholiker, doch ich mach meins, er macht seins, mir ist es egal ob er alkohol trinkt oder nicht, es interessiert mich heute nicht mehr.ich konnte dem ganzen nur mit einer trennung aus dem weg gehen und mein eigenes leben anfangen zu leben.
gruß
melanie