liebe SC
ZitatEine Freundin von mir, mit der ich fast seit zwei Jahrzehnten befreundet bin, wollte zu ihrem Freund in eine andere Stadt ziehen. Ihr Kind war gerade dabei seinen Schulabschluss zu machen und da fragte sie mich, ob ihre Tochter nicht erst einmal zu uns ziehen könne!? Ähhh geht’s noch? Ich arbeite den ganzen Tag und bin selber Alleinerziehende... Problem war, ihre Tochter war informiert, oder hatte gar den Wunsch geäußert, am liebsten zu uns zu ziehen und dann hat sie meine Verneinung natürlich persönlich genommen. Ich wollte ihr doch gar nicht wehtun, musste mich aber selber vor so einer Verantwortung schützen.
Meine Freundin kann ich auch nicht verstehen, dann zieht man halt etwas später zu seinem Freund in die andere Stadt. Ihre arme Tochter tut mir Leid, aber es ist nicht mein Problem und ich kann und will nicht alles um mich herum retten. Bei mir steht mein Sohn an erster Stelle und das bleibt auch so.
für mich ist das so, das ich merke das sich die leute weniger gedanken machen wie ich. ich denke für die freundin der einfachste weg dich zu fragen ob du die tochter aufnimmst. ich glaube die hat sich gar keine gedanken gemacht wie du das packen sollst oder wie das aussehen soll. einfach mal "blöd" nach gefragt.
ich würds auch nicht machen. ehrlich gesagt. ich würd mich aber auch nicht mehr ärgern über so wenig sensibilität. ein nein langt und auch dein schlechtes gewissen es nicht zu tun kannst du ja getrost weg lassen. ist ihrs sich um die tochter zu kümmern. ![]()
ZitatWer mich kennt, kennt auch meine Grenze und sollte nicht versuchen diese auszutesten. Ich empfinde dies als eine Provokation.
ich geh dafon aus das jeder mensch immer wieder grenzen testet. immer wieder. ohne das bewusst zu machen. ich glaube das das auch normal ist und seh das nicht als provokation an.
Zitatdass ich Angst habe jemand wolle eine Gegenleistung oder ich stehe jetzt in irgendeiner Pflicht...?
ich seh das so. ich habe immer eine gegenleistung bringen müssen wenn ich was bekommen habe. immer und das prägt. ich konnte mir lange zeit nicht vorstellen das es menschen gibt die gern geben ohne gegenleistungen zu erwarten. ich hab auch wenig menschen um mich gehabt bei welchen es so war. bis ich mein umfeld mal angeschaut habe und erkannt habe, das mein freundeskreis aus menschen bestand die sehr ähnlich gestrickt waren wie meine eltern. ich hab dann rigeros mal aussortiert und freundschaften "gekündigt" oder dieses angesprochen. da hat sich was bewegt in mir.ich mach heut gern was für andere ohne das ich gegenleistung erwarte. aber ich werd auch keinerlei gegenleistung mehr erbringen wenn ich hilfe bekommen habe. ich hab inzwischen menschen um mich rum die das auch so leben können und das tut echt sehr gut!
gruß
melanie