Beiträge von Melinak

    liebe SC

    Zitat

    Eine Freundin von mir, mit der ich fast seit zwei Jahrzehnten befreundet bin, wollte zu ihrem Freund in eine andere Stadt ziehen. Ihr Kind war gerade dabei seinen Schulabschluss zu machen und da fragte sie mich, ob ihre Tochter nicht erst einmal zu uns ziehen könne!? Ähhh geht’s noch? Ich arbeite den ganzen Tag und bin selber Alleinerziehende... Problem war, ihre Tochter war informiert, oder hatte gar den Wunsch geäußert, am liebsten zu uns zu ziehen und dann hat sie meine Verneinung natürlich persönlich genommen. Ich wollte ihr doch gar nicht wehtun, musste mich aber selber vor so einer Verantwortung schützen.
    Meine Freundin kann ich auch nicht verstehen, dann zieht man halt etwas später zu seinem Freund in die andere Stadt. Ihre arme Tochter tut mir Leid, aber es ist nicht mein Problem und ich kann und will nicht alles um mich herum retten. Bei mir steht mein Sohn an erster Stelle und das bleibt auch so.

    für mich ist das so, das ich merke das sich die leute weniger gedanken machen wie ich. ich denke für die freundin der einfachste weg dich zu fragen ob du die tochter aufnimmst. ich glaube die hat sich gar keine gedanken gemacht wie du das packen sollst oder wie das aussehen soll. einfach mal "blöd" nach gefragt.

    ich würds auch nicht machen. ehrlich gesagt. ich würd mich aber auch nicht mehr ärgern über so wenig sensibilität. ein nein langt und auch dein schlechtes gewissen es nicht zu tun kannst du ja getrost weg lassen. ist ihrs sich um die tochter zu kümmern. :wink:

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    Wer mich kennt, kennt auch meine Grenze und sollte nicht versuchen diese auszutesten. Ich empfinde dies als eine Provokation.


    ich geh dafon aus das jeder mensch immer wieder grenzen testet. immer wieder. ohne das bewusst zu machen. ich glaube das das auch normal ist und seh das nicht als provokation an.

    Zitat

    dass ich Angst habe jemand wolle eine Gegenleistung oder ich stehe jetzt in irgendeiner Pflicht...?

    ich seh das so. ich habe immer eine gegenleistung bringen müssen wenn ich was bekommen habe. immer und das prägt. ich konnte mir lange zeit nicht vorstellen das es menschen gibt die gern geben ohne gegenleistungen zu erwarten. ich hab auch wenig menschen um mich gehabt bei welchen es so war. bis ich mein umfeld mal angeschaut habe und erkannt habe, das mein freundeskreis aus menschen bestand die sehr ähnlich gestrickt waren wie meine eltern. ich hab dann rigeros mal aussortiert und freundschaften "gekündigt" oder dieses angesprochen. da hat sich was bewegt in mir.ich mach heut gern was für andere ohne das ich gegenleistung erwarte. aber ich werd auch keinerlei gegenleistung mehr erbringen wenn ich hilfe bekommen habe. ich hab inzwischen menschen um mich rum die das auch so leben können und das tut echt sehr gut!

    gruß
    melanie

    hallo SC

    das kenn ich nur zu gut was du da schreibst. ich bin auch mit 16 aus dem elternhaus raus. hab dann bei meinem damaligen freund in der familie gelebt. das tat mir gut so was normales zu erleben und zu erleben wie es ist in einer funktionierenden normalen familie.meine eltern waren zwar sauer auf mich aber sie verbieteten es mir nicht. so war ich mehr dort wie zu hause.

    weiter im leben erkenne ich das auch ich immer dastand und mich durchgesetzt habe. das ich eher die macherin war und selten um hilfe bat. ich heiratete und organisierte alles. auch die eltern profitierten von meiner art mit dingen um zu gehen. ich tat es einfach ohne mir gross gedanken zu machen, wenn was zut tun gab stand ich freiwillig da und tat es. somit habe ich den anderen immer vermittelt die packt an.ich war jung, da ging das auch gut. nach der trennung hab ich dann weiter allein gelebt und packte auch hier alles. setzte mich durch. kämpfte für die kinder und für mich. in allen bereichen ob es nun vorurteile andere waren, das alleinerziehende es nicht allein schaffen oder kritik an den kindern ich stand da und bewies dan anderen das es sehr wohl geht und ich das kann.

    ich schreibe oft hier das mein selbstwert darunter gelitten hatte. selbstwert ja, ich habe vieles getan und gemacht was ich hätte für mich selbst um wervoll zu sein einfach nicht hätte tun müssen. ich hätte keinem was beweisen müssen, sie reden lassen können, die anderen und mir hilfe holen können wenn es nicht geht.ich deffenierte mich selbst nur darin das ich ein super helfender mensch bin, so sozial und aufopfernd da bin ich ein guter mensch dadurch. ich holte mir keine hilfe von anderen weil ich angst hatte abhängig von anderen zu sein.hätte ich hilfe geholt hätte ich mich schlecht gefühlt, minerwertig. komisch wenn ich das heute anschaue versteh ich mich selbst nicht.

    nun auch ich bin inzwischen 40 jahre alt und merke wie langsam die energie nicht mehr da ist. klar ist ich werde älter und irgendwann werd ich wie alle anderen menschen auch irgendwann hilfe von aussen benötigen. darüber mach ich mir heute schon gedanken. in letzter zeit hole ich mir hilfe wo es nur geht. ich fühl mich da auch nicht mehr so schlecht. ich gebe auch offen zu das es wichtig ist das mir da und dort geholfen wird weil ichs einfach nicht packe. ich hab ja auch erkannt das ich mir dadurch keinen "zacken aus der krone breche" wenn ich dazu stehe das ich was nicht kann oder zugebe darin bin ich schwach. kein mensch ist perfekt. kein mensch kann alles allein. jeder mensch braucht hier und da die unterstützung von anderen. mein perfektionismus den ich auslebte hab ich inzwischen an den nagel gehängt. ich bin es nicht, will es auch nicht mehr sein. ich bin ein mensch der genauso fehler macht und dazu stehen kann wie es eben jedem menschen zusteht. es gibt keinen perfekten fehlerhaften makellosen menschen. also lehne ich mich zurück und geniesse es auch mal wenn mir geholfen wird, wenn ich mal ne schwäche habe und das benennen kann. dann sind andere da die mir gern helfen.

    was mich bewegt hatte war das ich irgendwann zusammen gebrochen bin. damals vor drei jahren habe ich gemeint auch hier alles allein zu packen. ich war totkrank und schaffte trotzdem alles allein. holte mir keine hilfe. das ich dadurch dann zusammen gebrochen bin war mir dann eine lehre. ich bin los, als es mir total dreckig ging und ich vor lauter angst und panik dann nicht mehr konnte und hab mir hilfe geholt. erst verweigerte ich die mitarbeit in der therapie. bis ich dann letzt endlich verstand, mach ich so weiter wie bisher und verweiger mich dann hast du keine chance mehr da raus zu kommen aus dem dillemma. diese wende hatte mir erst bewusst gemacht wie sehr ich unfähig war anderen zu vertrauen.das war ich dann angekommen dort wo es her kam. das thema anderen zu vertrauen das sie einem helfen, das ich mich zurück halten kann und es dennoch weiter geht, das das leben weiter läuft wenn ich es einfach auch mal laufen lasse und darauf vertraue es passiert nichts schlimmes. ich bin geprägt von alkohol und sucht meiner eltern. ich konnte ihnen nie vertrauen, weil all das was sie mir versprochen hatten haben sie nicht gehalten, weils im suff passierte und sich keiner mehr daran erinnerte. genau diese entteuschungen sind dafür verantwortlich warum ich anderen gegenüber nur schwer vertrauen kann.mein urvertrauen das ich hätte positiv aufbauen können bei normalen eltern konnt ich nicht aufbauen, ich musste damals als kleines mädchen schon immer für mich allein klar kommen. daher kommt das, ich weiss es und ich kann es ändern indem ich mir bewusst werde das ich heute menschen um mich rum habe die nicht wie meine eltern sind sondern normal und die wenn sie mir was versprechen es auch halten.diese erfahrungen zu machen ist wichtig. da heisst es es einfach auch mal darauf ankommen lassen und um hilfe bitten und die erfahrung zu machen es wird auch geholfen.

    gruß
    melanie

    lieber gollum,

    ein herzliches willkommen im forum. die geschichten sind eigendlich alle gleich. wir brauchen hier keine details um zu wissen wie deine frau unterwegs ist wir haben es selbst mit unseren partnern erlebt.

    für mich war es auch von aussen zugetragen worden, das mein ex mann zu viel trinkt. ich selbst habe es zwar irgendwie mitbekommen nur habe ich das alles verdrängt.

    ich habe gelesen das du angst hast , da eine trennung eine komplette veränderung deines lebens bedeuten würde. in wie weit würde es denn FÜR dich ne veränderung geben wenn sie nicht mehr da wäre? mal abgesehen vom finanziellen materiellen. für dich als mensch?

    gruß
    melanie

    hallo mieze,

    ich kann den inpuls jetzt was darauf zu schreiben gut nachvollziehen. ich konnte auch lange zeit kein ende finden, es gab erst dann ein ende wo ich aufhörte zu reagieren.

    lass es dabie du hast genug gesagt. ich denke jetzt heisst es für dich auf die zähne zu beissen und den entschluss auch durch zu ziehen und nicht weiter zu machen wie bisher. da heissts sich echt ziemlich zusammenreissen und auf irgendwelche sms, anrufe und sonnst welcheaktionen nicht zu reagieren.

    ich kann mich erinnern wo mir einmal ein besoffener freund vor der haustür stand und rief "ich liebe dich, mach auf" die tür blieb zu, peinlich war es weil der so laut war das die gesammte nachbarschaft dafon mit bekommen hatte. aber ich hatte danach meine ruhe weil ich nicht darauf reagierte, nicht mal gerufen habe er soll verschwinden. ich tat nichts und wartete ab, ewig würde es nicht gehen dacht ich mir und ich hatte recht damit. wenn das einen nachbarn gestört hätte wäre das auch nicht meins gewesen, dann wär die polizei wegen ruhestörung mitgenommen. nicht meins....seins....

    wenn du ruhe haben möchstest dann gib selber ruhe, so einfach ist es!

    gruß
    melanie

    liebe gartenblume

    Zitat

    vielen dank fuer deine grosse Hilfe das hat mir sehr zu denken gegeben und nach dieser Antwort glaube ich schaff ich sogar mein Training heute Abend,weil die Angst sich erstmal aufgeloest hat.

    dafür sind wir ja hier um uns gegenseitig zu stützen. schön das es dir nun besser geht und toll das du jetzt doch noch ins training gehst.......

    gruß
    melanie

    hallo paddy

    klar doch ich lese viel. gerade wissenschaftliche berichte find ich spannend. weils eben auch medizinisch erklärt wird und ich damit auch wieder einwenig selbst auf den boden kommen kann, wenn ich sowas lese.auch berichte der verhaltensforschung sind mir nicht femd. psychologie usw waren einfach auch teil meiner ausbildung sowie auch medizin, psychologie, psychiatrie, entlwicklungspsychologie usw waren haupfächer.auch fortbildungen in dem bereich besuche ich ab und an. es gehört einfach zu meiner arbeit die ich ausübe.

    gruß
    melanie

    nun ich hab diese angstörung gehabt, hatte panikataken. ich wusste das und habe mich in therapie begeben wiel ichs nicht ausggehalten habe. die eintscheidung traf ich ganz allein für mich

    ich kenne diese aussagen der eltern . die da wären stell dich nicht so an.wir haben auch unsere probleme. therapien bringen nichts. psychologen seinen alles menschen die selbst probleme haben darum sind sie psychologen. so einem vertraut man nicht nur die familie kann dir helfen blablabla......

    ich habs trotzdem gemach. wärend der therapie immer wieder diese kritik, gerade der vater von mir hatte mich dauernd "aufgezogen" damit.

    heut denk ich mir die hatten ehrlich angst und die auch berechtigt. berechtigt deshalb weil eben alles in der therapie angesprochen wurde, die sucht der eltern, das aufwachsen, die lebensumstände die ich erleben musste als kind. klar, das schlechte gewissen und das wissen da lief einfach nicht alles rund und gesund, das verdrängen und dann wieder das bewusst werden darüber hatte gerade meinem vater sehr zu schaffen gemacht. sie wussten da passiert was bei mir, sie erlebten mich auch immer distancierter und immer mehr ich bezogen und das hatte dann für sie folgen. das ich nicht mehr mitgemacht habe bedeutete für beide ihr leben anzufangen selbst zu organisieren. keine tochter die ihnen den dreck weg machte und dann auch zudemnoch keinen grund mehr zu haben auf mich zu schimpfen wenn ich nicht kam, war ja nicht mein dreck der da lag es war ihrer und das sagte ich ihnen dann auch.ich fing an mich abzulösen, das fanden die eltern nicht toll und versuchten alles in ihrer macht stehehende zu tun das systhem aufrecht zu halten das ihr leben so weiter gehen konnte in bequemen da sitzen und andere schaffen zu lassen um den suff zu leben. jetzt sitzen sie im dreck, ihrem dreck und bekommen den nicht mehr auf die reihe und so häuft sich das ganze um sich rum bis sie ersticken.

    ich seh darüber weg. wie gesagt ich lernte mich ab zu lösen. mich zu distancieren, das ich nicht diejenige bin die das aufhalten muss sondern das es ihre sache ist auf zu räumen mit ihrem leben klar zu kommen und wenn nicht dann eben das ganze liegen zu lassen.

    was ich damit sagen möchte ist, egal wiviel probleme meine eltern haben und die haben wirklich probleme, das seh ich ja auch,.ICH HAB MEINE gehabt und habe mich bewegt das mein leben wieder gesund zu leben. das lassich mir durch DEREN probleme nicht mehr kaputt machen.

    jeder hat seine einstellung zu therapien. klar und ich lass die ihreeinstellung leben. aber ich werde auf keinen fall meine enistellung dazu verändern nur weil meine eltern eine andere haben. das mach ich in vielen anderen bereichen heute auch so.

    ICH habe MEIN leben und trage ALLEIN dafür MEINE verantwortung FÜR MICH!kein anderer!

    gruß melanie

    ja ich habe kontakt zu meiner mutter. weniger wie früher weils mir einfach nicht gut tut. ich hab ich da auch durchgesetzt inzwischen hab ich vor ihr auch meine ruhe in dem sinn, das sie mich nicht dauernd anruft oder mir nach läuft. da habe ich ziemlich klar und deutlich gemacht das ich das nicht will. nach ziemlichen "gefechten" und von mir klaren stellungnahmen haben meine eltern wohl eingesehen das ich mein leben leben will.sie lassen mich also in ruhe leben.

    meine therapie dauerte zwei jahre, ich erinner mich daran das es ziemlich lang dauerte bis ich diese angststörung einigermassen im griff hatte. angst eben zulassen konnte, laufen lassen konnte und nicht mehr angst vor der angst hatte.heute habe ich kaum noch panikattaken, sehr selten und wenn kann ich damit umgehen.

    lieber rhein,

    nun die arbeit an sich und der coabhängigkeit ist ja eine ganzheitliche. du änderst dich als mensch, wirst dir immer bewusster. das geht also nicht nur in richtung partnerschaft sondern es betriff auch alle anderen lebensbereiche. so wie jetzt bei dir das mit deiner arbeitstelle wo du auch dort anfängst zu hinterfragen.für mich ganz logisch das vieles sich verändern wird auf dem weg zu dir selbst. für mich waren es auch genau diese dinge, freundeskreis, psrtnerschaft arbeitsplatz wohnsituation uns die ich hinterfragt habe. wo bin ich zufrieden und wo nicht? diese fragen zu stellen ist wichtig gewesen für mich. ich habe dann meinen arbeitsplatz gewechselt, weil dort wo ich gearbeitet habe für mich keine veränderung möglich war. jetzt habe ich einen arbeitsplatz und da auch ne veränderung meiner situation die ich für mich dann positiv sehe. es geht im leben eben nicht nur um einen bereich sondern eben in allen bereichen zu schauen wo bin ich zufrieden , wo kann ich zufrieden leben und wo kann ich was so verändern das ich zu dieser zufriedenheit komme. dann wenn das ganze zusammen passt dann bin ich als mensch der freunde hat, der familie hat und arbeiten geht dann auch ganzheitlich gesehen zufrieden und muss mich dann nirgens mehr irgendwo verbiegen.dann lebts sichs auch gut.

    ich wünsche dir fürs sortieren alles erdenklich gute
    gruß
    melanie

    lieber hartmut

    nein nicht als angriff. du hast mich direkt angesprochen und darum hab ichs auf mich zurück geführt, weil ich einer der cos bin.

    Zitat

    Stimmt aber nicht ohne Aufklärung.

    keine ahnung wann dieser satz den du hier angebracht hattest gefallen ist aber vielleicht im sinne eines aufklährungsgespräches für einen anfänger?

    kann man ja so oder so sehen oder?

    gruß
    melanie

    hallo gartenblume,

    Zitat

    Melanie hast du keine Angst das du mit Situationen ueberfordert sein koenntest wenn sie unvorhergesehen passieren?sorry das ich so frage aber mich interessiert das wie andere Leute das sehen,weil ich endlich raus will aus meiner angststoerung.

    nein ich weiss das sie passieren können. solange ich darüber nicht nachdenke was sein wird kann ich leben. es ist ne art selbstschutz. meine gedanken an meine mutter sind eben nicht teil meines lebens. ich will nicht darüber nachdenken, denn wenn ich darüber nachdenken würde dann würd ich wohl wie du dauernd nur in angst um sie leben. doch die angst soll mich nicht beherrschen, soll mich in meinem leben nicht bremsen, soll mich nicht so weit bringen das ich nicht ein eigenes leben führen kann in dem spass, freunde, freude glück einfach dazu gehören.

    ich hab gelernt das ich mein leben habe. das ich für mich leben kann unabhängig dafon wie es anderen, meiner mutter geht. das ihr leid ihr leid ist. das wenn sie wo weiter macht dann was passiere kann ist mir bewusst. dann wird es passieren auch ohne mein zutun. ich werd es eh nicht verhindern können. es kommt wenn es kommt und bis dahin will ich einfach mein leben leben und selbst wenn was schlimmes passieren würde dann würde mein leben immer noch weiter gehen.es ist an mir es zu leben.ich habe meine mutter inzwischen los gelassen.

    wie ich gelernt habe mit der angst umzugehen ist, das ich mir sehr bewusst angeschaut habe was angst ist. machst du ne therapie?

    gruß
    melanie

    lieber hartmut

    Zitat

    Nun bist du ja auch CO abhängig und da stellte ich für mich die Frage ob das nicht immer ein Wunschdenken eines CO ist nur wenn es auch andere Nichtsüchtige oder Therapeuten so sehen muss es ja einen Hintergrund haben.

    quatsch. es scheint bei dir inzwischen zu einer generell immer grundsätzlichen aussage zu gehören du bist co also denkst du co. kannst du das mal ändern ich bekomm nämlich dauernd diese festgefahrenen aussage von dir.

    das ich ne entwicklung durch habe und inzwischen in dem gebiet sehr reflektiert denken kann und auch bei meiner arbeit wie gesagt auch damit zu tun habe, therapeuten kenne und auch nen anderen blickwinkel hier reinstelle.den sich jeder anschauen kann wenn er will lässt jeden mal über seinen tellerrand schauen.du bist trocken, lange schon trocken du darfst dich auch mal trauen da weiter zu schauen und nicht eingefahren oder ist das schwierig für dich?

    bist du glücklich mit der einstellung die du hast dann brauchst du solche aussagen doch nicht zu hinterfragen und hier zur diskussion bieten. dann hast du deine einstellung und gut ist.

    ich biete nur einfach an das ganze mal von der anderen seite zu sehen, mehr nicht.

    Zitat

    nun unterstelle ich jedem nassen Alkoholiker der aus freien Stücken und eigen Willen trocken werden will genau weiß das ein Rückfall ein Bestandteil der Krankheit ist. Ich kenne einen sogenannten Drehtürpatienten der einen Rückfall wie eine Entgiftung einplant.

    es gibt wohl auch diejenigen die das erste mal entziehen. die eben noch nicht so weit sind wie du hartmut. vielleicht wirkt auf dich ne solche aussage ganz anderst wie auf die "anfänger"?

    gruß
    melanie

    liebe topas,

    auch für mich ist es momentan sehr schwierig mich wach zu halten. bin den ganzen tag müde. mir fehlt sonne. ja . es ist februar. der für alle menschen in diesem land der schwierigste monat im jahr. ich kenne keinen der nicht jammert, das er müde, angeschlagen und fertig ist. also relativiere ich das wieder und sehe, es liegt nicht alles an schwierigen lebensumständen, es liegt eben auch mit an der jahreszeit. natürlich kommen belastungen dazu wie ich ja bei dir auch sehe, das dein leben echt schwierig zu sein scheint.

    mir hilft da tatsächlich solche dinge tun wie sauna, einwenig UV strahlung mir zu holen im solarium und entspannung.spazieren gehen. musik hören und mich mit freunden zu treffen.auch auf gesunde ernährung zu achten. ich hab mir zudem noch etwas vitamine geholt, denn der vitamin b haushalt ist im winter reduziert. das hilft auch da einwenig nach zu helfen. mit tees einwenig wärme zu bekommen.mit ruhe einwenig energie zu bekommen.mit bewegung einwenig in fahrt zu kommen. ja und auf sich zu achten ob nicht die ein oder andere ausseinandersetzung notwendig ist oder nicht. gönn dir ruhe, das tut gut.

    lieben gruß
    melanie

    hallo,

    ich seh das auch so. wer das als freibrief sehen will der sieht das als freibrief. ich glaube nicht das einem geholfen ist nicht über einen möglichen rückfall zu informieren und da dann auch darauf hin zu weisen das im fall eines rückfalls dann immernoch hilfe angeboten wird und er dafür nicht verurteilt wird. ich versteh den satz eben so, das wenn ein rückfall passiert derjenige dann wieder kommen kann und sich nicht schämen muss es getan zu haben.damit soll (für mich) darauf hingewiesen werden das derjenige trotz rückfall immernoch die chance bekommt weiter an der trockenheit zu arbeiten (im positivem).

    wie ein akloholiker denkt und fühlt kann eine aussenstehender (wie ich) nicht nachvollziehen, das stimmt. jeder nimmt das für sich so auf wie er es verstehen will.jeder legt sich aussagen so hin wie er sie braucht. wenn eine solche aussage dazu verwendet wird, das derjenige diese als freibrief sieht, dann hat er sicher nicht verstanden um was es für ihn geht. es geht darum trocken zu bleiben und nicht darum rückfälle zu haben oder diese einzuplanen.

    gruß
    melanie

    hallo zusammen

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    Lebenslüge

    ja das würd ich für mich genau so sehen. ich lügte mich selbst an indem ich meine vorstellung, meine phantasie von liebe in die kleinsten minnimalsten handlungen reinpackte und an dieser illussion fest gehalten habe. ein liebes wort, ein kleines geschenk, der satz "ich liebe dich" fesselte mich so sehr an meine phantasie, meinen wunschgedanken, meiner vorstellung und bestätigte mir die lebenslüge.

    wenn ich heute zurück schaue was ich dafür geopfert habe, freiwillig, was ich ausgehalten habe an demütigungen , psychotherror dann ist da ein riesen grosses ungleichgewicht da gewesen. die wirklichkeit bestand zu 92 % kampf den alltag zu ertragen und zu 2% liebeswürdigkeiten. das kann doch nicht partnerschaft sein??????

    nein es war nie eine partnerschaft die aus liebe und gleicher augenhöhe bestand. es war eine lebenslüge.

    gruß
    melanie

    lieber c,

    Zitat

    Ich könnte mir vorstellen das der Mensch mit dem Du
    Dich unterhalten hast es so verstehen wollte.....
    und das bedeutet was?

    ich vermute das auch. denn dort wo ich arbeite findet zwar keine therapie statt doch wir haben dort auch trockene alkoholiker über welchen wir sicher auch über rückfälle sprechen. da würde ich sowas wie "ist doch kein beinbruch ein rückfall" sondern eher "wirst du rückfällig bedeutet das für dich eventuell den tot, willst du das?" dann aber auch "wirst du rückfällig dann komm her und sag es offen und ehrlich, dann,wenn du es wirklich willst, wird dir geholfen damit um zu gehen".die letztendliche entscheidung bleibt dann demjenigen selbst überlassen.

    gruß
    melanie

    hallo die frau,

    wie sagt man das einem kleinen kind? na in dem du die wahrheit sagst. das der vater zu viel alkohol trinkt und alkohol ungesund ist. das man dadurch besoffen wird und nix mehr mit bekommt. das du den vater so nicht ertragen kannst. ich war immer offen und ehrlich zu den kindern. das können die kleinsten sogar verstehen.

    was ich vermieden habe mit den kindern über die probleme die wir erwachsenen miteinander haben zu reden oder zu versuchen mich da mit ihnen aus zu tauschen. es langt wenn du dem kind sagst was alkoholismus bedeutet. das ihr deswegen euch auch nicht mehr versteht. das wenn der vater zu viel alkohol trinkt du dann lieber weg gehst.

    nur zu lang da mit zu machen und dem kind zu sagen das ist alles ungesund und doch dein co aus zu leben ist auch für das kind schädlich. es lernt durch dich, du bist vorbild. wenn du dich nicht trennen kannst sprich da nicht mit dem kind über trennung. wenn du es doch kannst sag dem kind das.

    du nimmst dem kind nicht den vater wenn du gehst. der vater hat sich selbst auf gegeben es ist seine entscheidung. würde er verantwortung übernehmen wollen dann würde er was unternehmen für sich.ein alkoholiker als vater kann kein vater sein. er lebt dem kind was vor, was dem kind schadet.

    schütze dich und vor allem das kind vor diesen anblicken. geh da in die offensive und sei nicht weiter bereit es zu ertragen. nicht indem du anfängst ihn auf zu fordern was zu unternehmen sondern indem du für dich selbst anfängst dein leben so einzurichten, das er da nicht mehr beteidigt daran ist.

    schnapp dein kind und geh raus, unternimm was mit ihm. stellt es fragen sag ihm ehrlich und offen warum der papa nicht mitkommt.nur im offenen ehrlichen umgang lernt das kind dann auch, das du als mutter, als frau nicht alles hinnimmst nur um den lieben frieden willen.das du alkoholismus nicht unterstützt und gehst wenn es nicht zum aushalten ist.

    gruß
    melanie