hallo uwe,
ich mache mir sehr viel gedanken. zu vielem und manchmal entdecke ich mich so sehr in gedanken das das leben an mir vorbeizieht ohne es erlebt zu haben. drum mein einwandt der sich eben darauf bezogen hat.
auch etwas was ich als beispiel nennen möchte, was namensgebung angeht:
das wort hose bedeutet Kleidungsstück, das den Körper von der Taille an abwärts und jedes der Beine ganz oder teilweise bedeckt.
in frankreich nennt man hose pantalons, im englischen sagt man pants, albanisch pantallona im und italienisch pantaloni.
so nun haben wir so viele worte der sinn dahinter steht für dieses kleidungsstück.
wenn du anfängst die vorgegebenen namen die da im duden eben so geschrieben stehen ändern zu wollen oder dir darüber gedanken machst das man das ja alles anderst nennen könne, es eine bezeichnung ist die dir nicht zusagt dann bekommt das ganze überlegen mal für mich den geschmack, da will einer was ändern, weil er es so wie es ist nicht akzeptiert.
was änderst du denn an der tatsache an einem kleidungsstück mit der bedeutung "Kleidungsstück, das den Körper von der Taille an abwärts und jedes der Beine ganz oder teilweise bedeckt" wenn du dieses anderst benennst? nichts! das sind tatsachen fakten. du änderst nur, das dich andere nicht mehr verstehen wenn du anstelle hose dann dazu xyz sagst.
dazu kommt für mich immer eine identifikation mit der sache an sich dazu. mich als coabhängige zu bezeichnen bedeutet für mich das annehmen und akzeptieren meiner krankheit. ich finder diesen bergriff zwar nicht im duden, gebe ich ihn ein in der suche nach begriffen purzeln mir allerdings tausende von informationen entgegen die mir belegen das es eine krankheit ist, die zur sucht gehört.auch in medizinischen büchern ist der begriff klar deffiniert. ich informiere mich darüber und weiss bescheid, was ich tun kann.allerdings nichts wenn ich anfange mir darüber gedanken zu machen ob ich das was ich habe nicht anderst nennen könnte.
das du da nach eigenverantwortung suchst, deinen weg gehen möchtest ist zu verstehen. dennoch gild es hier beim thema alkoholismus und gerade hier im forum so, das du als weg die grundbausteine hast und dich eben daran orientieren kannst. das erleichtert dir vieles. ich für meinen teil lebe dieses nun seit langer zeit sehr wohl sehr gut und fühl mich weder eingeschränkt noch beformundet. für mich hat das was mit der inneren einstellung zu tun auch das anzunehmen was mir gut tut, auch wenns von aussen erstmal an mich angetragen kommt. ich vertrau jenen die hier lange schreiben, erzählen das es ihnen gut geht und das sie dadurch eben zu ihrem freien leben gekommen sind. freiheiten räume ich mich so viel wie es geht in vielen anderen bereichen ein. doch beim thema abhängigkeit sind mir diese GBs in mark und bein übergegangen als wäre es meins und das ist gut so. 
da dann hinzugehen und deine eigene verantwortung zu bekommen, eben dich dann frei und unabhängig zu machen und zu suchen was dir gut tut das ist DEINE aufgabe die nimmt dir keiner ab. es ist mutig was anderst zu machen wie gewohnt. immer und für JEDEN. es zu tun dann auch. klar doch. doch das gehört auch zum leben dazu mal über den schatten zu springen, mutig zu sein, sich mal fallen zu lassen oder mal was unkontrolliert laufen zu lassen ohne dabei alkohol mit im boot zu haben. einfach so, einfach spontan was zu erleben, was gefällt. im gedankenkarussell in der wohnung allein für sich da lebt kaum einer wirklich richtig. das leben findet nunmal draussen statt.
für mich habe ich festgestellt das ich mit weniger mir gedanken darüber zu machen was alles sein könnte und mehr aktion nach draussen zu gehen ohne dabei eben angst und kontrolle zu haben endlich wieder leben anfange.sicher immer mit dem hintergrund tut mir das was ich gerade mache gut oder nicht. wenn nicht kann ich gehen. wenn doch freu ich mich darüber es getan zu haben. ich erlebe inzwischen so viel tolles , einzigartiges, freundliches, gutes das hätte ich mir in gedanken niemals ausmahlen können!
gruß melanie