Beiträge von Melinak

    hallo leo,

    mich spricht das nun an, weil ich als aussenstehende mir darüber eben auch schon meine gedanken machte, warum bei mir meiner mutter eben so ist, sich so entwickelt. fazit für mich. erstens wirkt alkohol eben im gehirn. es ist ein nervengift und zerstört dort nervenzellen. das ist bewiesen. mit der zerstörung dieser nervenzellen beginnt ein prozess des abbaus, schneller wie beim normalen alterns und wenn du dir mal alte manschen anschaust, dich mit diesen ausseinandersetzt, ein demenzkranker verändert auch seine persönlichkeit. das ist so.das ist genau ds gleiche weil die ursache zwar eine andere ist aber die auswirkungen die gleichen sind.

    zu dem was du hier aufschreibst meine beobachtungen. meine mutter eine früher sehr aktive frau mit eine extrem sozialen einstellung. kämpfte um die rechte eben von minderheiten auch offizielle durch ehrenamtliche tätigkeiten. im laufe der zeit un zunehmendem alkoholkonsum wurde diese einstellung dazu immer weniger, meine beobachtung. irgendwann sass diese frau nur noch vor dem fernsehapparat und liess sich berieseln. sie isolierte, hatte keine freunde, keinen sozialen kontakt mehr nach aussen, wo sie begann sich ihre welt aufzubauen. eventuell spielt da auch der gehirnabbau eine rolle, doch geprägt von selbstmitleid und depression über diese furtbare welt in der sie lebt begann sie die parolen zu äussern die ihr gerade recht waren und in den medien eben die meisste aufmerksamkeit brachten. was ich noch beobachtete ,zu der zeit eben die rechte szene und plötzlich fing sie an diese parolen nach zu sagen, um wenigstens irgendwo noch dazu zu gehören zu einer gemeinschaft, ich war erschrocken konnt das allerdings eben so mir erklähren. wenn du dir dann noch diese szene anschaust, die ja bekannt ist dafür eben menschen zu mobilisieren deren selbstbewusstsein im keller ist, die sich wenigstens noch irgendwo zugehörig fühlen wollen ist das auch für mich zuerklären warum das so bei ihr wirkte. es hätte in dem fall jede andere gruppierung sein können, das war ihr strohhalm und ist es heute noch um irgendwo dazu zu gehören.die hemmschwelle ist eben bei ihr inzwischen so niedrig, das sie sich da in der hinsicht schon nicht mehr selbst wahrnimmt.nun diese frau ist alkoholikerein im fortgeschrittenen stadium, endstadium und ihr wille ist so weiter zu leben. ein beispiel mehr nicht.

    du für dich kannst dich zufrieden schätzen das du ausgestiegen bist, vieleicht hilft es dir das zu lesen was hätte kommen können um dir bewusst zu werden was du so nicht erleben willst.

    das gehirn ist ein ganz kompiziertes komplexes organ. es hat viele gehirnzellen die als ersatznervenzellen einspringen. wenn du aufhörst zu trinken, erholt sich dieses organ wieder und die ersatzzellen fangen an zu lernen. jeh mehr du übst um so mehr mobilisieren die sich wieder und es erholt sich der organismus auch wieder. jeh früher man damit aufhört mit der zerstöhrung durch deine trockenheit um so mehr die chance sich zu normalisieren.ich schreibs extra in meinen worten auf, weils echt ziemlich medizinisch und unverständlich erklährt werden kann, muss allerdings nicht sein um das wichtigste zu verstehen.das wird alles wieder möglich sein, da ist dann wieder die willensbereitschaft gefragt. aufhören mit lernen tun wir nie, da ist genug kapazität da und leistungsfähigkeit, selbst im hohen alter lernen menschen noch dazu, obwohl da auch schon eher ein abbau stadtfindet. was eben bewiesen ist das nerven im gehirn eben die grundlagen unserer wahrnehmung, körper geist und seele sind und wir da echt drauf aufpassen sollten, was wir ihnen an schaden zufügen und dem eher eine positive aufmerksamkeit schenken.

    lieben gruß melanie

    liebe lottemotte,

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    Wie ist das eigentlich bei einem Alkoholiker, verändert sich auch der Hautgeruch? Wird Alkhohol auch über Schweiß ausgedunsten? Oder ist das ein Mytos? Oder bilde ich es mir ein weil ich so übersensibel geworden bin?

    alkohol wirkt auf den hormonspiegel. hier ist ja die verbindung zu sehen, wie ein mensch riecht.auch die durch den abbau von alkohol im körper und die dabei entstehenden (zb.aldehyde) sollen so unangenehm riechen. ich denke das gehört alles zusammen, das auch der körpergeruch eben ein anderer wird.

    meine mutter riecht auch sehr unangenehm für mich, immer mehr, jeh länger sie trinkt.auch den exmann konnt ich irgendwann nicht mehr riechen. nicht nur wegen dieser bierfahne, die mir zb heute nicht viel ausmacht, wenn die jemand hat, es ist was anderes was da riecht.der gesammte mensch riecht anderst, unangenehm.

    gruß melanie

    liebe speranza,

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    Hallo Melanie!

    Du bist schon ein gutes Stück weiter als ich - ich muss erst lernen mich wieder neu zu entdecken und bin wahnsinnig neugierig darauf.

    na dann los, auf, es wartet das leben da draussen. auch jetzt kannst du genau das tun, was du immer tun wolltest. wie lange hast du noch bis du deine wohnung beziehen kannst? nur noch ein paar wochen? der baumarkt wartet mit wunderschönen farben auf dich..... :wink:

    das andere ist nebensache. was er meint sagt, behauptet, da wos piekst einfach versuchen bei dir zu bleiben.das hilft die momentande situation zu überbrücken. ich denk auch das wissen, du hast was in aussicht machts dir leichter. was ich auch wichtig finde ist durchathmen und nicht die luft anhalten und aushalten, sonderen eben da selbstbewusst hinstehen und sich durchsetzen und dazu zu stehen. die innere einstellung ists die hilft raus zu kommen.sich eben nicht mehr drauf einzulassen auf das was der partner da noch von sich gibt. du sagst es ja, diese distance zu halten.

    gruß melanie

    hallo polarstern,

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    Jeder hat die Wahl ...

    ja genau, jeder hat die wahl. mitlerweile denk ich mir auch ein co hat genauso das recht darauf zu entscheiden ob er weiter sich den wünschen hingibt und den träumen eines alkfreien lebens. klar, der wille muss auch hier stimmen und wenn du die bereitschaft hast zu warten und denkst deine kraft ist mächtig und liebe ist was was berge versetzen kann, dann ist das JETZT heute so. nur hier im forum kommt meisstens ja doch die unangenehme frage auf, wenn du nicht leidest und deine coabhängigkeit ausleben möchtest, was willst du denn hier?wo kann man dir denn helfen?brauchst du dann noch hilfe wenn du so klar und deutlich hier schreibst ist doch alles super, was habt ihr denn?

    gruß melanie

    liebe speranza,

    ich hatte viel schönes zu erzählen als ich merkte ich tu mir was gutes.

    da waren endlich die saunabesuche die ich endlich mal mir gönnte ohne schlechtes gewissen zu haben.

    da waren die neuen freunde, die ich begegnete und erfahren konnte, wie schön es doch sein kann miteinander da zu sitzen und alkohol eben nicht im vordergrund stand sondern das miteinander sein, reden, annehmen so wie ich bin.

    da waren die eigenen entscheidungen die ich treffen konnte. edlich ohne das jemand wirr hineninfunkte wenns um die kinder ging.

    da ist mein haus, das ich mir liebevoll eingerichtet habe, wände selbst gestrichen habe in den farben die MIR gefallen. die möbel zu bauen.einrichten wie ich spassig bin und auch mal umbauen kann nach lust und laune.

    auch das ich endlich die bereitschaft hatte mir hilfe zu holen, eine therapie machte und dort echt so viel positives für mich mitnehmen konnte.

    mein garten den ich mir selbst gestaltet habe, meine kinder die ich nun seit so vielen jahren allein begleite und sehe wie prächtig die sich auch ohne ihren vater entwickeln.


    einfach schön, dieses leben. einfach kumpels haben die kommen, mich aufs motorrad setzen und mit mir durch die gegend sausen oder an nen see zum baden um mal von zu hause raus zu kommen. oder mal ein wochenende in die berge wo ich wandern gehen kann und mich dabei richtig wohl fühlen kann

    auch die spaziergänge alleine, die ich über stock und stein machen konnte und mich dabei sortieren konnte. das in die stadt fahen und nen einkaufsbummel machen kann ohne das jemand dringend notwendig dabei sitzen muss. ich für mich mit mir. abends abdancen gehen kann ohne begleitung und auch ohne angst.

    all das trägt dazu bei das es mir nach und nach besser geht, ich mich und meine bedürfnisse wahrnehme. einfach zufrieden bin.

    ich hät noch so viel schönes!!!! LEBEN kann so schön sein!das hatte ich vorher echt vergessen gehabt!

    gruß melanie

    hallo mineralo

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    Melanie : ich bilde mir ein, hoffe (oder sonst was in der Richtung) dass ich da irgendwie noch Einfluss drauf nehmen kann, auch wenn der Kopf was Anderes sagt. Der Weg vom Kopf in den Bauch ist aber ein verdammt langer.

    ich weiss. bei mir hats lang genug gedauert . heisst ja nicht umsonst die hoffnung stirbt zu letzt. DAS tut dann richtig weh, also hat mir weh getan. der weg vom kopf zum bauch ist ziemlich schwierig, möchtest du den gehen?

    einfluss auf einen alkoholiker? kein bischen.leider!

    gruß melanie

    hallo frank,

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    Was ist die Hürde zum nächsten Click?
    Beziehungslos?
    Krank?
    Arbeitslos?
    Geldlos?
    Obdachlos?

    das ende vom lied ist ja TOTGESOFFEN. ja, die traurige wahrheit und du wirst daneben stehen und zuschauen. leider ist das so.

    ausser du bekommst es hin dich dafon abzugrenzen, dich zu distancieren und deine frau eben diesen weg gehen lassen.

    ich weiss es aus eigener erfahrung. meine mutter ist kurz vorm sich totsaufen. schwer , echt total schwer für mich das zu sehen. doch ich kann nicht mehr zusehen, doch sie will nicht anderst. auch hier eine therapie die kaum wirkung zeigte. eher ihren zustand noch verschlechtert hatte. ich kann nichts tun, warten bis sie tot umfällt oder sich durchs ständige herabstürzen der treppen im haus endlich (sorry aber ich kanns echt nicht anderst beschreiben) das genick bricht damit sie erlöst ist.wenn es mal soweit ist, das solche gedanken da sind, weil ich die hoffnung längst aufgegeben habe zu glauben das wird irgendwann wieder, dann ist das echt sehr schlimm. aber anderst komm ich da nicht von weg.ich lass sie und habe akzeptiert das sie alkoholikerin ist und unter umständen eben dieses ende erleben wird.das ist zwar meins, ich erlebe das schlimmste was ein angehöriger erlebt, wenn der alkoholiker eben nicht einsichtig ist und sein tiefpunkt eben so erleben wird. ich rechne mit dem schlimmsten inzwischen, es ist hier 5 vor 12.

    nur MEIN leben ist MIR inzwischen sehr wichtig geworden. denn ICH DARF gesund werden. ICH darf es mir erlauben glücklich und zufrieden sein, selbst wenn es ihr elend und schlecklich ist. es ist und bleibt IHRS sich hilfe zu holen.denn jeder erwachsene mensch hat das recht zu tun was er will und wenns das sich totsaufen ist.

    gruß melanie

    liebe speranza,

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    Danke Melanie das werde ich tun, das Leben hat so viele Facetten und es darf sich nicht nur um die Suchtproblematik drehen.

    bitte, das leben kann so schön sein unabhängig dafon. was leider hier im forum ja kaum mal rüber kommt, weil wir hier ja auch ausschliesslich darüber und austauschen sollten um eben beim thema zu bleiben. wobei hier gibt es ja zum glück auch noch den freizeitbereich in dem es nicht nur über sucht geht. sehr entspannt dort und auch sehr wichtig das es das gibt. :wink:

    gruß melanie

    liebe speranza,

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    Heutzutage bin ich der Meinung man sollte von solchen Partnern grundsätzlich die Finger lassen denn es gibt keine Garantie dass er trocken bleibt, das ist eben die Sucht.

    ich sicher auch. ich wäre niemals bereit mich jehmals wieder auf einen menschen einzulassen der in irgend einer form, ob nun alkohol, drogen oder auch die besitzergreifende persönlichkeit durch eventuelle mentalitäten einzulassen. ich würde mich niemals mehr einlassen auf die ebene wo ich spüre, das er sich entweder unterordnet oder über mir steht.oder wo ich spüre ich steh über ihm oder ordne mich unter. ich selbst würde vorziehen ein leben allein zu leben ohne partner.das vermittle ich hier schon sehr, merke allerdings das das eben nicht immer der wunsch der anderen entspricht, was ich ja irgendwie verstehen kann. aber leben würd ich das dennoch niemals.ich möchte für mich die chance nutzen mich soweit hinterfragt zu haben, das ich dann schlussendlich eine partnerschaft auf gleicher augenhöhe, unabhängig voneinander miteinander leben kann.

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    Ich habe die Erfahrung gemacht dass mein Verhalten kaum eine Rolle gespielt hat dass er rückfällig geworden ist. Ob ich mich so oder anders verhalten habe war ziemlich egal letztendlich habe ich mich so verhalten wie ich mich bis zu einer gewissen Weise noch wohlfühlte - eigene Interessen ect.

    nun erfahrungsgemäss ist es ja so, wenn ein alkoholiker eine trinkpause hat wird ihm ja alles irgendwann iregndwie mal so weit bringen einen rückfall zu bekommen. egal was, das kann die amsel am frühen morgen sein die ihn morgen aufschreckt und er deswegen nicht schlafen kann und darum zu alkohol greift. sicherlich.

    nur füre egenen wohlergehen ists doch generell besser das jeder für sich schaut da raus zu wollen. als coabhängige bin ich doch nicht in der lage mich unabhängig vom anderen zu machen. das der dann unter umständen dann den weg der trennung nimmt, weil ihm diese abhängigkeit stört und seine trockenheit unter umständen dann in gefahr sieht.dann ist doch da ein ungleichgewicht da.

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    Leider funktioniert das irgendwann auch nicht mehr wenn man sich in einer Beziehung so abschotten muss bleibt die Beziehung auf der Strecke.

    eben drum, ists wichtig das beide was unternehmen um dann wieder miteinander was unternehmen zu können.

    drum sind wie ja hier, unter coabhängigen um zu verstehen was uns betrifft und wo wir unsere "macken" haben. der hinweis "bleib bei dir" ist doch deshalb so wichtig, sich selbst zu erkennen und zu sehen welchen anteil bringe ICH mit in einer so dysfunktionalen ungleichgewichtigen paarbeziehung.DIE BRINGE ICH MIT, dazu steh ich auch!daran kann ich was ändern, wenn ich anfange mir über mich gedanken zu machen und nicht dauernd im wir oder er bin, wo ich vom eigendlichen ICH ja grandios abgelenkt bin.

    erst wenn ich mich lieben, annehmen, akzetieren kann bin ich soweit mich wieder auf andere einlassen zu können.

    lieben gruß melanie

    liebe polarsternchen,

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    Und ja Melinak, wir haben gemeinsame Ziele. In erster Linie, dass er gesund wird. Als wir uns vor ein paar Wochen sahen, sprachen wir viel über unsere gemeinsamen Träume und Ziele, so wie wir es eigentlich geplant hatten.

    mir gings nicht darum ob ihr gemeinsame ziele habt, sondern ob ihr die gleichen habt.

    denn eins ist doch offensichtlich klar und deutlich zu sehen:

    das ziel ist doch für bei das gleiche wenn beide sagen ich will aus meiner sucht rauskommen und trocken werden.

    du als coabhängige, die du wohl bist, weil du hier schreibst und die diese SHG für dich als hilfestellung in anspruch nimmt.

    er als alkoholiker der trocken werden will und daher auch dementsprechende hilfe in ansspruch nimmt wie eben eine therapie, SHG oder ähnliches um ernsthaft trocken zu bleiben.

    bekannte von mir haben das so gemacht, beide offen da gestanden und sogar selbst eine selbsthilfegruppe gegründet und das dann gemeinsam alles aufgearbeitet. das ist dann wieder etwas was beide zusammen tun können. das zum positiven statemant, den du auch von mir haben kannst. wobei diese beiden eher ne ausnahme sind und nicht die regel.

    das müssen allerdings echt BEIDE den willen dazu haben aufzuhören.

    hat er den von sich aus? oder ist es dein wunsch/glauben an ihn den du hast das er ihn irgendwann mal hat?

    gruß melanie

    hallo lindi

    was denkst du eventuell kannst du doch in spanien bleiben, dort ne gärtnerei eröffnen und mit deinen pferden selbständig werden, unabhängig eben von dem rest der dich belastet? hast du dir dazu schon einmal gedanken gemacht? wär doch auch ne option, wo di auch deine fremdsprachenbegabung ausleben könntest?

    gruß melanie

    liebe speranza,

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    Es ist einfach so dass ich lang geplante Dinge jetzt umsetze zwar spät aber besser als nie.

    das stimmt, geht mir auch so. auch das geplante in die tat umsetzen bringt wieder neuen schwung und energie. ich freu mich mit dir, das du da jetzt rangehst.

    gruß melanie

    hallo frank,

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    Nun widerstrebt es aber meiner innersten Einstellung, jemanden in einer Art Notsituation zurück zu lassen, auf meinen ganzen Afrikareisen sicher eine löbliche Einstellung, aber in dieser Situation wohl eher selbstzerstörerisch.

    das ist ja das schlimme an dieser sucht. das wir dastehen, zusachen müssen, nicht helfen können obwohl wir gelernt haben menschen in not zu unterstützen. hilft aber nichts. diese einstellung ist bei einem alkoholiker notwendigerweise zu hinterfragen. sie will nicht, die therapie nimmt sie nicht an, braucht es wohl nicht. also heissts in liebe loslassen, wenn DU nicht mehr willst

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    Ein anderer Freund bezeichnet sie immer als Strudel, der alles beim Untergang mit sich reist....

    so ist die situation bildlich sehr gut beschrieben.

    pass auf dich auf, denn gewohnheit ist eine ganz schwierige baustelle. vieles wird zur selbstverständlichkeit aus dieser gewohnheit heraus. was einfach nicht gut tut.

    gruß melanie

    liebe speranza,

    ja einen dicken panzer kannst du momentan auch gut brauchen. ich hab mir den auch zugelegt gehabt. nur war der mit der zeit irgendwann zu schwer für mich und triftete mich dann in eine isolation rein und vor allem in eine richtig schlimme gefühlslosigkeit die ich dann danach mühsam wieder finden musste. meine gefühlwelt war unter dem panzer einfach erstickt. das ist ja auch nicht schön das zu leben.aber du hast ja ein ziel vor augen, ist gut das zu haben. ich glaube so abgeklährt ist keiner, das so nicht an sich ran zu lassen. ich würd mal bei mir behaupten abgestumpft gewesen zu sein und wärend dem zustandes der gefühlslosigkeit sehr depressiv gewesen. leer, kalt, verbraucht.

    energie gabs dann hinterher, nach dem loslassen,mein leben füllte sich dann wieder und den panzer legte ich zwar nicht gleich ab, hab ihn dann schicht für schicht dann ausgezogen.das dauerte eben seine zeit.

    gruß melanie

    halo lindi,

    jetzt musste ich grad echt einwenig schmunzeln und grinsen. :wink:

    Zitat

    - Schwer tun, loszulassen..... sicher ein Punkt! Von Lebensplaenen, von "Besitzstand", und besonders von Lebewesen. Ich bin sehr wenig "materialistisch" veranlagt, Gebe nicht so viel auf Geld und Gut, der Schein nach aussen ist mir eher "wurscht" (wer sonst faehrt ein angedengeltes, 15 Jahre altes Auto, ausser Studenten). Aber ich "haenge" an gewissen Dingen. Es fiel mir sehr schwer, meine selbstgezogenen Kuebelpflanzen "in die Tonne zu treten" beispielsweise. Jahrelang hab ich jeden Austrieb beobachtet, ihnen Form und Fasson gegeben, gegossen, geduengt.....diese Mentalitaet "ist doch egal, im Baumarkt gibt es Neue, genauso schoene" das ist nicht meins. Meine Mutter meinte zu dem Thema "Du musst Dir vorstellen, Du kaemst aus dem Krieg und seist ausgebombt worden." (Sie ist Kriegsfluechtling, weiss also, was sie da sagt, wenn auch nur als Kind erlebt...)

    ich meinte es auch weniger von besitzstänen sich zu lösen. sondern von inneren einstellungen.

    lach....das mit dem auto, ich hab nicht mal eins, ich praktiziere hier vor ort carshaering mit den eltern um eben auch etwas geld zu sparen.ich wär froh um ein 15 jahre altes ausgebäultes auto, meins hab ich leider dank tüv hier verschrotten lassen müssen. gefahren ist meiner immer super, toll, sah aus wie ne blechdose aber er brachte mich tapfer überall hin.

    meine pflanzen hier die ich habe stamen noch aus meiner jugendzeit. lach.....oh wie ich an diesen pflanzen hänge, jedes blättchen wird bei mir einzelnd begutachtet. mentalität baumarkt gibts wieder welche trifft bei mir eben auch nicht zu

    ich bau mir teilweise, natürlich auch aus der not heraus, auch mal eine komode selbst zusammen aus dem was ich so hier rumliegen habe. oder bin froh wenn leute mir von sich die alten gartenmöbel schenken, die ich dann liebevoll mit etwas geschick dann aufpolieren kann, die dann echt schön aussehen und mich eben lediglich etwas zeit kosteten das zu tun, und vielleich auch noch material.

    ich hab in mienem leben ein einziges mal ein möbel aus dem baumarkt gekauft, das mein sofa. alles andere hab ich gesammelt oder eingetauscht. ich weiss was das alles bedeutet.wiviel zeit ich investiert habe in meine wohlfühloase mit allen dem was ich mir selbst so zusamengebaut habe. für andere wirkt dieses haus warscheinlich komplett ärmlich , für mich ist es mein schloss.

    Zitat

    Exkurs zum Thema: ich hatte fuer meine Freundin einen Kamelien-Steckling gezogen (technisch schwierig, fuer alle, die es nicht wissen). Und begonnen, ihn zu einem Hochstamm aufzubauen (besonders langwierig), weil das was Besonderes ist. Und da ich weiss, dass sie ihren Garten ganz "in weiss" hat, habe ich natuerlich eine weisse Sorte gewaehlt. Da ich das Ding im Flugzeug transportieren musste als Weihnachtsgeschenk, habe ich ihn verschenkt, als er noch nicht so sehr gross war. Also nichts hermachte. Ich habe ihn ueberreicht mit den Worten, dass an diesem Geschenk alles selbstfabriziert ist....selbst die Erde hatte ich aus Mist selbst kompostiert. In ihren Augen sah ich zwar Freude, aber auch Enttaeuschung....denn das Teil braucht sicher noch 5 Jahre, bis es vorzeigbar ist. Und sie ist so der Typ, der viel "Aussenwirkung" braucht. Haette ich ihr in einer Gaertnerei in Deutschland 30 Min. vor dem Besuch einen protzigen Hochstamm in voller Pracht gekauft, haette sie sich mehr gefreut..... Ende Exkurs

    denn genau das meinte ich, das das was du tust extrem viel liebe und führsorge bedeutet hatte. für dich. das mit hingabe gemacht hattest. es anere eben nicht sehen können oder merken was da alles dahinter steckt, weil sie gewohnt sind alles vorgesetzt fertig zu bekommen.

    drum hab ich dir auch so geschrieben, weil ich weiss selbst wiviel arbeit, hingabe in einem meiner möbel drinsteckt und andere gehen in den laden und kaufen sich das fertig und meinen dann ihrs sei noch besser als meins. diese einstellung meinte ich, da zu stehen und zu sehen das was du tust bedeutet dir was. andere können es nicht sehen und trotzdem einen stolz zu haben, das du da was ganz besonderes bist. das kann dein selbstwert brauchen um zu wachsen, eine einstellung unabhängig von anderen, die dich als das besondere nicht wahrnehmen können.

    gruß melanie

    hallo polarstern,

    Zitat

    Karsten hat Folgendes geschrieben:
    Allerdings gibt es da eine gemeinsame Basis, wo beide das gleiche Ziel haben.
    beide das is der punkt.

    glück auf

    Sehr glücklich
    matthias

    ja, genau das seh ich auch. das beide ein gemeinsames ziel haben. hab ihr denn beide das gleiche ziel vor augen?

    gruß melanie

    hallo speranza,

    das hört sich ja nicht nach entspannung an, was du da schreibst. er merkt wohl das du dich distancierst un gehn nun dazu dich wieder für sich zu gewinen. wie empfindest du denn diese ausseinandersetzungen? am ende hat mich das sowas von genervt, meiner hörte ja nach dem auszug und der scheidung immer noch nicht auf mich ständig zu umwerben,den kindern zu sagen er komme eh bald wieder nach hause. ich dand das extrem anstrengend, auch diese vorwürfe mir anzuhören, das ich die familie kaputt gemacht hätte er ja nichts dafür konnte und so haben mich auf dauer auch nach dieser trennung so bewegt. wie distancierst du dich denn dafon?

    gruß melanie

    guten morgen lindi,

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    Das ist "Tierlieb", sich drum sorgen, dass es dem Vierbeiner angemessen gut geht. Mit den Pferden ist es was Anderes. Da geht es um mich. Was mich als Person ausmacht, worueber ich mich definiere, was mein Traeume waren, wofuer ich viel geopfert habe (Futter im wahrsten Sinne vom Mund absparen), wo ich ein wenig Glueck und Selbstbestaetigung erfahre. Das ist mehr als "Tierlieb", das geht an den Kern. XY meint zu dem Thema immer nur "die Drecksgaeule bringen Dich noch in die Gosse". So viel dazu.

    ich kann das so verstehen. da hast du so viel energie in diese tiere reingesteckt. auch ganz schön viel eigenes zurückgesteckt an bedürfnissen das es diesen tieren gut geht. das ist nicht einfach da dann los zu lassen. nur, was dabei halt echt auffällt ist deine bereitschaft anderen zu geben und dich hinten an zu stellen. das dich selbst aufopfern. was ich halt bei dir sehe ist das du durch diese position dann noch zudem so schwer loslassen kannst.das ist das was dahinter steht, das du dir damit dann so schwer tust. was wieder sehr verständlich ist, wenn ich da lese da hat jemand was hart erarbeitet hat durch sich selbst zurücknehmen und sparen.

    dazu kommt ja auch das das so nicht von aussen gesehen und anerkannt wird. do hast dann nicht mal erfolgeserlebnisse, mir ging es so, keiner hatte das gesehen was ich doch leiste, jeder meinte das sei doch volkommen selbstverständlich so zu sein. rödeln und tun ohne was zurück zu bekommen eine schwere last.

    hilft alles nichts lindi, deine situation momentan ist wohl eine üble. für dich warscheinlich sogar weniger wie für aussenstehende, wenn ich lese was du so mitgemacht hast , ein grosses packet an lasten auf deinen schultern.doch trägst du diese mit einer selbstverständlichkeit. mir ging es so, das ich in diesem moment wo ich mich schon am ende stand immernoch so viel kraft hatte, allerdings war das was ich hatte einfach nur noch der wille zu überleben. irgendwie halt, hauptsache ich überlebe das und auf dauer geht sowas (ich meine so über jahre) einfach irgendwann an die substanz, wenns leben an sich stetiger kampf ist und dabei die freude am leben verloren geht.du schreibst ja auch von angehenden depressionen. pass auf dich auf, das sind die ersten anzeichen das da was in deinem leben vollkommen quer läuft.

    wer will findet wege
    wer nicht will gründe

    so schreibt ein sehr kluges forenmitglied immer wieder hir und daran halt ich mich inzwischen fest, denn es ist für mich stimmig. es geht wirklich alles wenn der wille da ist findest du den weg da raus. mit oder ohne pferde. mit oder ohne job. irgendwie gehts immer. ich hab auch schon was anderes gelesen was mir geholfen hat. wenn du was ändern willst dann ändere es, wenn du es nicht ändern kannst ändere deine einstellung. das gebe ich dir gern mit auf deinen weg um dir mut zu machen nicht darüber zu grübeln was alles bisher nicht gegangen ist, sondern zu schauen was alles möglich ist zu tun, das du da raus kommst.

    lieben gruß melanie