hallo jenny,
nun ich habe auch eine therapie gemacht. langzeittherapie zwei jahre wöchendlich eine stunde. hat mir echt geholfen.
eine suchterkrankung kann jeder mensch entwickeln. da müssen die umstände aus welchen man kommt nicht immer die üblen sein, süchtig werden können auch die, deren kindheit glücklich war und wo alles vorhanden war. wenns so einfach wäre , ists aber nicht.
was dich betrifft und deine angst kann es auch gut möglich sein das dadurch das du nie etwas anderes erfahren hast, wie das was deine eltern dir vorgelebt haben da auch eine angst entwickelt hast das zu verlieren. weil du dir das andere eben nicht vorstellen kannst zu leben. versuch das mal, das dir vorstellen und wo bei welcher vorstellung hast du denn diese angst?
ich kann mir vorstellen, das jemand, der noch nie allein gewohnt hat angst dafor hat, weil das neu ist. menschen haben alle angst, das gehört ja zum mensch sein dazu.da zu fragen was macht mir angst und ist diese vorstellung und meine angst tatsächlich berechtigt oder stelle ich mir was vor was unter umständen nicht so ist ist ne gute übung gewesen für mich.
ich hatte zum beispiel angst das andere schlecht reden und denken über mich. dann hat hier am ort eine mobbingwelle mich überrumpelt, daduch das ich alleinerziehend bin und mein sohnemann ein auffälliges kind war. durch diese erfahrung und mein geringes selbstwert das ich mitbrachte und dadurch auch immer weniger wurde hab ich fast schon das geglaubt was die anderen von mir sagen und ich dachte alle am ort sehen mich als schlechte mutter an. nun habe ich das sortiert gehabt, bin gedanklich von haus zu haus gegangen und habe festgestellt, alle sind es nicht. es sind einige wenige und denen kann ich aus dem weg gehen wenn ich die nicht begegnen will. inzwischen kann ich hier wieder leben ohne diese angst der üblen nachrede. denn auch das hab ich gelernt mich von dem was ich denke andere von mir reden abstand zu bekommen, weil ich von mir selbst eine immer bessere meinung gebildet habe.der fokus liegt dabei nicht auf den anderen, die können ja erzählen was sie wollen, der liegt bei mir, was ich von mir halte. darauf baust du auf. mir fällt es noch immer schwer mich auf mich selbst zu konzentrieren, ab und zu erwischt mich dieser mechanismus. nun weiss ich aber wie ich da wieder zu mir komme und da wieder raus komme. jeh öfter mir das passiert um so stabiler wird das auch, das merke ich inzwischen.das bild das ich von mir habe hat sich sehr geändert und macht es mir möglich selbstbewusst da zu stehen und nach aussen hin zu signalisieren das ich das so nicht mehr mitmache, ich von mir selbst ein gutes bild habe und die meinung anderer über mich mich nur noch teilweise erwischen. um so weniger wird der tratsch dann noch sein, ich hör ja nichts mehr.
das ist ein lernprozess in dem steck ich mitten drin. das dauert alles seine zeit. aber ich bin uversichtlich und guten mutes das es irgendwann soweit sein wird, das ich von aussen eben nicht mehr geschubbst werden kann, auch weil ich weiss ich kann mich heute wehren dagegen.
lesen ist auch ne tolle sache. ich habe einige bücher gelesen. mein bestes buch heisst JETZT die kraft der gegenwart von eckhart tolle oder auch NEIN sag nicht ja wenn du nein sagen willst von herbert fensterheim und jean baer. momentan lese ich ich lieb dich nicht wenn du mich liebst von dean c. delis und casandra phillips. nur achte ich darauf das es nicht zu viel unterschiedliche bücher sind, dann komm ich durcheinander. 
das beste allerdings ist dieses forum hier. der austauch, die kopfwäschen und das ganze was ich hier erlebt habe haben mich um einiges weiter gebracht. die grundbausteine die hier stehen sind super und ich konnte diese in die therapie mit einfliessen lassen und mich darin festigen
ich wünsche dir auf jeden fall hier einen regen austausch!
gruß melanie