liebe dagmar,
das was du schreibst kann ich nachvollziehen. müssen löse bei mir ebenso diese aversionen aus. du musst habe ich ja mit auf den weg bekommen, da stand druck dahinter, sehr viel druck meiner eltern mir gegenüber. "du musst so sein wie ich will".
doch wenn ich heute schaue, und müssen als eine erwachsene person anschaue ergeben sich ganz neue erfahrungen für mich im thema müssen.es bedeutet heute für mich kein mich entmündigen mehr, ich bin erwachsen und müssen steht für mich heute nicht mehr für entmündigung da sondern eher als eine notwendigkeit etwas zu tun, was mich weiterbringen kann im positivem sinne.
so wie karsten es eben benannt hatte es gibt handlungen bei suchtkranken die müssen einfach sein. sonnst wird es nix mit freiheit.auch bei mir in meinen handlungen musste ich reagieren. da gab es keinen spielraum, ich musste auf abstand gehen. auch wenn mir dieser druck leidig war, der dahinter stand.
müssen war für mich früher der begriff für mannipulation von meinen suchtkranken eltern und deshalb ein unwort für mich. nachdem ich allerdings erkannte ich muss wirlich was verändern hat sich das geändert.
dennoch seh ich das auch so, ich kannn hier nicht anderen vorschreiben was sie tun sollen. ich kann ihen die augen öffnen. wenn ich allerdings sehe, da ist eine notwendigkeit des handelns da, wie zum beispiel das sich distancieren von den menschen von welchen derjenige abhängig ist , kann es schon sein, das ich auch mal schreibe "an diesem punkt, da musst du dich distancieren, sonnst wirst du immer in abhängigkeit bleiben" das sich allerdings nicht auf das "du musst handeln wie ich will" bezieht sondern eben auf die notwendigkeit einer handlung (distance) bezieht.ich finde da liegt ein klarer unterschied ob es nun das eine muss oder das andere muss ist.
entscheidungen treffen für andere bedeutet das für mich nicht. der andere erwachsene kann selbst ja entscheiden, die konsequenzen tragen ob er entscheiden will, weiter zu machen oder nicht. das ist und bleibt ihm selbst überlassen.
ich denke wenn ich hier schreibe gehts darum dem anderen zu helfen und unter dem hintergrund des überzäugens denemtsprechend zu handeln und nicht unter dem aspekt der manipulation wie es die eltern früher bei mir taten.
lieben gruß melanie