Beiträge von Melinak

    hallo,

    zu deiner frage,ob ich das kenne, das alkoholiker was zusammen spinnen das auch nüchtern noch glauben kann ich nur sagen: ja, meine mutter sagt der himmel ist grün, dann ist der himmel grün. punkt.

    inzwischen ist ihr himmel grün, da überzäug ich sich nicht mehr, für mich ist er blau.

    gruß melanie

    hallo ihr,

    ich bin zwar am strohalm ersoffen, bin aber deshalb nicht tot. ich kann daraus lernen und anfangen zu leben. noch son strohalmklammeräffchen möcht ich nicht wieder werden! werd ich auch nicht, nach all dem was ich bisher gelernt ab geh ich von aus, das ich sowas nicht mehr nötig habe.

    lebt das leben, es ist schön! :lol:

    gruß melanie

    liebe daggi,

    ich habe letztens einen tollen bericht über therapieformen gesehen. da hat ein psychologe berichtet, das der umgang mit traumatischen belastungen für jeden menschen total unterschiedlich ist. das jeder mensch unterschiedlich damit umgeht und auch die verschiedesten möglichkeiten bestehen dieses trauma zu lösen. der eine in bewegung, der andere in musik, der nächste in der kunst wieder andere im hummor. schon zu frühen zeiten gb es für die aufarbeitungen einen hofnarren der den ernst des lebens schön verpackt in irgendwelchen liedern oder witzen packte.

    auch wenn der hintergrund unserer krankheit ein ernster ist muss das nicht gleich bedeuten, das wir den spass am leben dabei verlieren müssen :wink:

    mach du mal wäsche, wenn der keller leer geräumt ist und der dchboden auch haste mehr platz für wäscheleinen.....grins

    lieben gruß melanie

    liebe so anderst,

    den weg zu meinen gefühlen habe ich in bildern gemalt. mir fehlten worte. wie auch, mir wurden sie nie gesagt also fehlten sie. ich konnte aber immer schon ausdruckstark malen und packte gefühle in bildern. gruselige bilder hatte ich gemalt, wenns um meine einsamkeit geht. ich konnte die bilder dann mit meiner therapeutin benennen, sie half mir dafür worte zu finden. jeh mehr bilder ich malte um so mehr worte hatte ich für emmozionen,und konnte diese mit meinen inneren gefülen in verbindung bringen.

    eins meiner gruseligsten bilder war, das ich oben die erde malte mit bunten blumen, grünen bäumen, vielen menschen die miteinander unter einen baum standen und redeten. die sonne, blauer himmel,
    vögel.dann teilte sich das bild und es wurde unterhalb der wiese schwarz. in dem schwarz ein bett. in dem bett lag ich.

    das war mein bild für ensamkeit.

    probir das mal aus, ich fand das spannend!

    lieben gruß melanie

    liebe so anderst,

    ich bin eben auch EK und habe eine derartig abhängigkeits geprägte wahrnehmung in mir von liebe. liebe tat bisher immer nur weh und war vollgepackt mit erwartungen die an mich gestellt wurden. sei blos lieb und brav. sprich blos nicht dagegen, wenn dir was gesagt wurde von einem erwachsenen, die haben immer recht. das schlimmste dieser liebesentzug wenn ich nicht funktionierte. ich bekam ja eh schon viel zu wenig zuwendung meiner eltern, dann ging das ganze auf null runter und ich wurde nur als BÖSES kind betittelt, das kein mensch mögen wird, wenn es sich so daneben verhällt.

    schlimmste erleben war neben mienem vter zu stehen und ihn reden zu hören wie er lauthals sich über mich vor anderen beschwerte, wie schlimm ich doch sei. das mit 13/14/15 jahren. mit 16 jahren hat sich das böse mädchen auf dem weg gemacht woanderst hinzugehen weil sie diese gehirnwäsche nicht mehr ausgehalten hat. weil ich mir mehr wert war als mich nur noch beschimpfen zu lassen.

    gemacht habe ich nie was böses, das weiss ich heute. ich wurde ja heftig bestraft durch liebesentzug. angepasst, lieb, nett freundlich, habe es kaum gewagt zu wiedersprechen, weil mir alles andere schlichtweg verboten und als unausstehlich verkauft.dabei ist es sooo wichtig gerade in diesem alter sich abgrenzen zu dürfen und auch mal zu wiedersprechen. mich durchsetzen gabs nicht, mein vater war domminant, zu domminant, er stand auf einem unantastbaren podest weit weit über mir und ich musste ihn dann irgendwann leidvoll, schmerzhaft für mich da runter holen um erwachsen zu werden. das schaffte ich erst im hohen alter von 38 jahren, ihn da runter zu holen und zu erkennen, das er eigendlich noch mehr probleme hat sich auf menschen einzulassen und gefühle zuzulassen wie ich.selbst die nähe zu den eigenen kindern wollte er nicht zulassen, das schlimmste für mich und meine prägung.

    nun bin ich da rausgegangen in die welt und meinte jarzentelang, das was ich nicht von den eltern bekommen habe bei anderen zu finden. leidvoll weiter zu erleben, das das auch in die hose geht. denn andere menschen können das nicht auffüllen, ich machte mich abhängig von aussen, rannte wieder der liebe interher und bekam genau das gleiche wie bei den eltern. vorhaltungen usw...........

    raus da! weg dafon, nur wie?

    in meiner therpie hörte ich das erste mal vom inneren kind. ich ab in der sitzung geäult wie ein schlosshund. die tränen des einsamen kleinen mädchen das sich nur nach liebe sehnte, mehr wollt ich doch garnicht um glücklich zu sein. warum ist keiner da der mich in den arm nimmt und drückt, wenn ich traurig bin? als kind musste ich das allein hinbekommen. allein gelassen, ausgeliefert, mich selbst überlassen.

    ich bin sicher daraus selbständig gewachsen. ich kann gut für mich allein sein, bin das gewohnt.übernehme verantwortung, steh mitten im leben nur fehlte da trotzdem was. nur was?

    eigenliebe. denn nach dieser gehirnwäsche blieb von der eigenliebe nicht viel übrig. ich habe die überzäugung "schlechter mensch" bis aufs kleinste übernommen und war bestrebt danach dieser überzäugung entgegen zu wirken.wollte allen anderen da draussen beweisen ds ich toll bin, liebenswert auch das klappte nicht.ich hab mich dadurch hoffnungslos übernommen, alles gemacht und getan um gut zu sein.

    erst nachdem ich das kleine mädchen das da im spiel der therapie vor mir sass in den arm genommen habe, es gehört habe, wie es weinte, aufmerksam zuhörte was ihm fehlt und es dann drücken konnte platzte der knoten. da konnte ich alles rausschmeissen, den ganzen müll der in mir war.alles was meine eltern mir mitgegeben haben, dieser negativ geprägten gefüle konnt ich rausschmeissen. für mich selbst bin ich erwachsen geworden und habe angefangen mich selbst lieb zu haben, unabhängig von dem was mal gewesen ist, was mir mal gesagt wurde.

    das ganze lief ein halbes jahr mit tränen ab. tränen die ich nie haben weinen können, die augestaut in mir waren. ein meer trauriger kindertränen, die erzählten wie einsam ich mich fühlte, ungeliebt, unerwünscht, nicht gut genug.

    das war, vergangenheit. ich spür das heute noch. doch heute spür ich noch was anderes in mir, was mich auffüllt: eigenliebe. das macht mich zu einem unabhängigen menschen, der eben nicht ständig der liebe hinter her rennt, alles tut und macht, sich abgelent und traurig fühlt, wenn es menschen gibt, die mir nicht das erhoffte gefühl vermitteln können oder wollen. heut akzeptiere ich jeden anderen mit seinen emmozionen, seien es auch solche, die nicht so positiv sind, wie ich das mir wünsche.ich mache mich da von diesem menschen nicht weiter abhängig, weiss wer ich bin, mach mich frei und unbeeindruckt dafon. es gibt menschen die mich mögen, die mich lieben, das weiss ich. das tut auch gut, nur ist das wichtigste für mich das ich mich selbst lieben kann.nur so kam ich raus aus dem kreislauf der abhängigkeiten.

    viel hab ich nun geschrieben, ich hoffe nicht zu viel. :wink: ich finde es immer schön zu lesen,geschichten, die das leben erzählt.ich erzähle von mir, das du vielleicht das ein oder andere für dich herrausfinden kannst, was dich auf deinem weg weiter bringt. wenn nicht dann hast du wenigstens ein kleines stückchen weg von mir begleiten können, den ich hinter mich gebracht habe. so war das und ich kann sagen, mir gehts heute echt prima!

    lieben gruß melanie

    hallo ihr zwei,

    ja, auch ich erlebe mich neu wieder. lagerfeuer, einen lieben freund an meiner seite, schlafen im schlafsack an dem feuer im arm diesen lieben menschen. auch schön zu erleben, das das nicht mit erwartungen an mich geschieht, ein einfach nur sein, erleben möglich ist. freundschaft spüren auch damit, mal im arm zu liegen und sich geborgen zu fühlen, ohne dabei gleich an beziehung zu denken, sich da zeit zu lassen und nicht unter druck zu stehen das jetzt was passieren muss. das leben im jetzt. einfach sein,mehr nicht.was kommt das kommt, sich da fallen zu lassen und zu vertrauen.das geht nur wenn man sich daruf einlässt, stell ich fest und mich nicht vorab schon blockiere. schönes erlebnis, freude die ich mitnehme noch tage später.es ist freundschaft im moment, eine gute tiefe freundschaft mit viel gefühl dahinter. gefühl das wir uns sehr gern haben. respekt dhinter nichts zu überstürzen.grenzen einhalten, nicht zu weit gehen, aber noch so weit zu gehen das es sich gut anfühlt.sich zeit lassen und das jetzt geniessen so wie es ist.

    lieben gruß melanie

    liebe daggi,

    bin ja auch seit 10 jahren erfolgreicher single. zwischendurch hatte ich zwar die ein oder andere eher sehr distancierte beziehung zu männern, waren die generell von angst geprägt das könnte sich alles wiederholen und ich habe sämtliche beziehungen beendet, die dann näher wurden.mit näher meine ich nicht diese körperliche nähe sondern die eher geistige emmozionale ebene.von daher kann ich nachvollziehen was du hier schreibst.

    bei mir waren geschenke geprägt von ärger, erwartungen, die ich erfüllen soll, wenn ich dann mal was bekommen hab. ich konnte mich nicht mehr darüber freuen, denn ich musste für ein geschenk das ich bekommen hatte bitter bezahlen. einfach so bekam ich nichts.

    heute ist es so, da ich menschen um mich rum habe die weder was erwarten von mir, wenn sie shenken, noch das ich irgendwas zurrückgeben muss, zwangsläufig. wer was geben möchte, tut es. wenn nicht dann nicht. somit wird bei mir schenken und geschenke bekommen wieer was schönes, was den eigenelichen sinn eines geschenks ja beinhalten soll: freude haben daüber ohne eine gegenleistung.

    ich hab festgestellt, das in dem früheren systhem in dem ich lebte ein geschenk was mannipulatives sein soll, etwas zum mittel zum zweck, was dazu diente den anderen für seine zwecke zu benutzen.

    das andere was du beschreibst, diese unruhe kenn ich auch. wenn ich dann mal langfristig allein bin dann hin und wieder ein bedürfniss nach nähe hochkommen lässt. ich seh das als was normales an, was in einem menschen drin steckt. normal weil menschen eben nicht dafür gemacht sind nur allein zu sein, der mensch ist ein soziales wesen, das ist die natur die in uns ist, die hin und wieder durchkommt. mich brachte das auch ne zeit lang durcheinander. doch ich denke heute, das das was mich durcheinander bringt meine angst vor nähe ist und nicht das grundbedürfniss das ich als mensch eben habe. daran hab ich einwenig gedreht und lass mich einfach fallen. wohin die reise geht in einem kontakt weiss ich nicht. doch freu ich mich wenn ich jemanden sehr gern habe und spüre, das ich emmozionalität leben kann. die alten in mir festhängenden vorstellungen und aufgesetzten gesellschaftlichen normen von "beziehung muss so aussehen" hab ich aus meinem kopf geschmissen. müssen muss nichts, es gibt so viele verschiedene formen und möglichkeiten wie beziehung gelebt werden kann, da muss ich mich in keine schublade stecken.

    wichtig ist und bleibt im kontakt mit dem anderen generell in allen bereichen die kommunikation, um bedürfnisse wiederzugeben, die in mir sind. wichtig das zu formulieren.egal wie, ob brife oder gespräche oder videos, es gibt zahlreiche möglichkeiten dem anderen etwas mitzuteilen.wichtig auch, das ich selbst inzwischen nicht mehr mit erwartungen an die sache ran gehe, erwartungen die nicht erfüllbar sind, dass ein geschenk ein geschenk ist und bleibt, ohne das daran eine gegenleistung verknüpft sein muss.

    lieben gruß melanie

    hallo

    mir hat mal ein doktor gesagt, weil ich eine angst und panikstöhrung hatte, ich solle jeden abend ein glas alkohol zu mir nehmen zur entspannung. das würde eine zeitlang auch helfen. ich solle aber aufpassen, das das nicht zur gewohnheit wird. auch die pillen die er mir verschrieb waren welche, die nach 10 tagen schon abhängig machen. der hat mir tatsächlich eine packung mit 100 stück verschreiben gehabt. zwar der hinweis die nebenwirkungen zu beachten vom arzt aber eben mit der info bin ich da raus und dachte mir: DEN ARZT such ich nicht mehr auf!

    das mal zu aussagen von ärzten und therapeuten, die wohl wenig ahnung von sucht haben.

    das kommt mir gerade, wenn ich lese, da gäbe es einen unterschied zwischen problemtrinkern und alkoholikern. tztzztzt

    lieben gruß melanie

    hallo bär,

    mir hilft immer, das das was zu erledigen ist dann auch ziemlich schnell erledigt wird und ich das nicht lange vor mich herschiebe. hilfreich wäre es ja, wenn diese alten nicht erledigten dinge aufgearbeitet werden und erledigt sind. dann ists weg und du kannst dich auf neues konzentrieren. ich weiss, so manch altes zeugs ist sogar schwerer u erledigen, weil dabei ein schlechtes gewissen, es so lange hinaus gezogen zu haben, dann wieder bremst. dennoch ist es besser es zu tun als noch länger abzuwarten. es löst sich ja nicht automatisch irgendwann ins nichts auf, es muss gemacht werden, daran führt kein weg vorbei. egal was es ist, ob gespräche mit menschen, unerledigte aufgaben oder schreibkram, hauptsache ich stand da und habs gemacht. hinterher fällt mir dann echt ein stein vom herzen und ich fühl mich frei.

    lieben gruß melanie

    hallo so_anderst,

    ich kann auch von mir berichten, das der erste weg für mich dahin geführt hatte, mich selbst zu sehen, mich mit all den fähigkeiten oder unfähigkeiten die ich habe als gesammten mensch so anzunehmen wie ich bin. egal ob extrovertiert oder schüchtern. egal ob dick oder dünn. egal ob so oder anderst, ich bin so wie ich bin. ohne dieses bewerten das ist gut oder das ist schlecht. ich bin mensch.

    als zweites hab ich dann angefangen mich selbst zu mögen, mittlerweile auch zu leben für das was ich bin, als mensch. auch wieder nicht in der bewertung gut oder schlecht. einfach spüren, da ist was an gefühl für mich vorhanden. grundätzlich haben alle menschen dieser welt das gefühl liebe für sich in ihrem innersten. die erfahrungen prägungen sind es die uns dann wieder weit weg von der eigenliebe bringen können. also zurrück zum ursprung. ich war dabei an meinem inneren kind.das konnt ich in die arme schliessen und trösten.

    ich denke auch inzwischen, das es tatsächlich nur dann möglich ist einen anderen menschen "gesund" zu lieben, dann auch diese partnerschaft auf gleicher augenhöhe führen zu können, wenn man die eigenliebe für sich gefunden hat. denn nur der der sich selbst liebt wird dafür sorge tragen, das es ihm gut geht. erwartungen an den partner, das der einem das leben schön macht sind dann nicht mehr wichtig, denn ich weiss ich kanns auch selber.so steh ich dann selbstbewusst für mich und meine bedürfnisse ein und mach mich nicht abhängig vom anderen.

    das bedürfnis nach nähe, berührung, leidenschaft uns so weiter das ist natürlich etwas was ich mir zwar teilweise selbst erfüllen kann, doch nicht ganz. "küssen kann man nicht alleine" so heissts doch, das fehlt einfach, das finde ich, das das etwas schönes ist, was dann mir wiederum ein wohgefühl machen kann.nur deswegen muss ich nicht unbedingt einen partner haben auf teufel komm raus, bei dem ich mich noch verbiegen muss um das erfüllt zu bekommen.

    was ich sagen möchte, wenn du, liebe so_anders im moment das bedürfnis hast, nach einer partnerschaft schau mal in dich rein, was dich dazu bringt. sind es bedürfnisse, die eben bedürfnisse sind? ist es der wunsch, das dir jemand das leben leichter mach und dir was abnimmt? ist es, das du dich wohler fühlst, wenn du geliebt wirst und dich dadurch aufwertest?

    lieben gruß melanie

    hallo nici,

    nun dann ist dem ganzen wohl nix zuzufügen. lächel......

    danke fürs danke


    hallo ihr lieben,

    mir gehts gut. die letzten tage des alten schuljahres sind fast geschafft, dann gehts ab in ferien. die kinder sind schon ganz aufgeregt. wir fahren zwar nicht in urlaub. ferien bedeutet aber ausschlafen, die seele baumeln lassen und ausflüge machen. da kann man tun und lassen was man will, keiner schreibt einem was vor (ausser mutter natürlich) und kann sichs gut gehen lassen ohne zeitdruck, termindruck.

    das einzige was uns zu unserem glück noch felt sind angenehme temperaturen und etwas sonnenschein, damit wir zum baden gehen können.

    ich habe den august auch ziemlich gut frei und muss nur 4 schichten arbeiten.

    gesundheitlich gehts mir prima.

    lieben gruß melanie

    liebe emma,

    wenn er das von dir erwartet hätte, das du zum co wirst, hättest du wenigsten jemanden, den du dafür verantwortlich machen kannst, oder wie meinst du das?

    auch die frage, woher du das hast ist das gleiche , abschieben auf andere.

    DU bist coabhängige, nimm das doch einfach so an und akzeptier das, vielleicht gehts dir damit dann auch besser. wenn du dich so dagagn sträubst, dann kommst du da nie raus und wirst noch ewig so weiter machen, wie du es tust.

    auch komisch, das du der meinung bist, das du beim hausarzt mit ner blutabnahme ne diagnose coabhängigkeit bekommst. ich als co habe das nicht im blut.

    du weisst wie ich das sehe, hab ja auch schon bei dir geschrieben. jetzt versteh ich auch die frage nicht, wie du das meinst mit pro und contra co. es gibt schliesslich auch nicht halber alkoholiker oder ganzer alkoholiker. entweder du bist co, also bist du es, oder nicht. dazwischen gibts eben auch nichts! zudem glaube ich nicht, wenn du schreibst dir gehts gut. wenns dir gut ginge würdest du es nicht in frage stellen und dir gedanken darüber machen pro co contra co.

    dann würdest du das machen was du tust und dich damit gut und zufrieden fühlen.

    lieben gruß melanie

    liebe grazia,

    du bist wie du bist. wenn du erstmal ein räzelheft zum abspannen brauchst, sag ihm das. er wird doch erwachsen genug sein das auszuhalten. du wirst ja dann irgendwann soweit sein können, wieder auf ihn zuzugehen und dann die möglichkeit haben, das ihr gemeinsam was macht.

    ihm das abzunehmen, das auszuhalten, indem du dich ihm zuwenden würdest würde dir doch nicht helfen aus dem dilemma raus zu kommen. das wär doch ein verbiegen.

    du kannst auch nicht hingehen und seine gefühle und gendaken erraten und glauben du weisst was er dabei denkt und fühlt. das kannst du doch erst, wenn ihr zusammen gesessen seid und geredet habt. ob das dann so ist, wie du denkst wird sich doch erst dann rausstellen, wenn er sich dazu geäusser hat.erklähr ihm WIE DU empfindest. "ich habe das gefühl...."(dein bedürfniss aussprechen) und nicht"du engst mich ein weil..."(vorwurf).

    in der kommunikation ist das von sich ausgehen und erzählen häufig die angenehmere art und weise in der ich form als das ganze mit du bist oder du hast zu kommunizieren.

    "mir gehts nach der arbeit so, das ich so platt bin, das ich erst ein räzelheft brauche und einige minuten pause" hört sich doch gleich angenehmer an, als "immer wenn ich heim komme stehst du da und lässt mich nicht in ruhe mein räzelheft machen."

    dann noch was, du denkst er ist verletzt wenn du dich dem räzel widmest und nicht ihm, weil du da so verletzt wärst, wenn er so heim kommen würde. ist das tatsächlich denn so für ihn?

    mein satz in der therapie zu diesem thema habe ich mir eingeprägt der da wäre:"ich schau nach dem was ich denke was er von mir erwartet!ich schau dadurch nicht mehr nach mir. dadurch mache ich mich unfrei!"

    schau nach dir nd deinem bedürfnis, steh dazu, sprich es an und sprich es aus. in der form, ds du es so äusserst wie du empfindest, also in ich form.

    vertraue darauf das dein partner ein erwachsener mensch ist, mit dem du dich austauschen kannst. der dich deswegen dann auch schätzen wird, wenn du zu deinem bedürfnis stehst!

    lieben gruß melanie

    lieber thomas,

    mit der trennung hast du den ersten schritt getan dich nicht nur von deriner frau zu trennen sondern dich aus deiner coabhängigkeit zu befreien. für dich nd dein wohlbefinden, für dein kind.

    für meine kinder war dieses signal sehr wichtig, denn ich habe ihnen mit der trennung auch was mitgegeben auf den weg:"ich mache das nicht mehr mit, auch ich habe grenzen und kümmer mich ab jetz um mein wohlergehen"

    auch wenn das signal viel zu spät kam, viele nicht coabhängigen mit sicherheit nicht so viel hätten mit sich machen lassen, ich habs dann als ich MEINE grenze spürte gemacht und durchgezogen, das zählt für mich.

    gernzsetzung ist ein thema mit dem sich viele coabhängige ausseinandersetzen sollten, um zu erkennen, das sie eben viel zu viel mit sich machen lassen. über das mass herraus, das noch gesund ist. ich kann sagen, seitem ich mehr acht darauf gebe, das ich eben nicht mehr alles mitmache und auch wesendlich früher ein nein formuliere gehts mir besser.

    das mit dem helfen wollen ist ja bei alkoholikern und coabhängigen die schwierigste sache. zu kapieren, hier bei dem systhem muss ich komplett anderst handeln wie bei allen anderen krankheiten das ist schwer. ich kann erzählen, das es auch für mich erstmal fremd war, nicht zu helfen oder besser gesagt erst mal mir zu helfen.weil das thema egosimus in mir was schaffte, was ich erstmals garnicht kannte.ich wollte kein egoist sein, weil egoismus in meinem verständnis was negatives hatte und nichts positives. damals, da meine elterm es als vorwurf immer wieder vorhielten und mich damit beschimpften. ich wollt aber das liebe brave mädchen sein, auf das die eltern stolz sind. erst NACH der ablösung fand ich raus, das egoismus was positives hat. dass das mich beschimpfen ein co knopf war, der einfach schnell gedrückt mich wie eine marionette für meine elternn handeln liess.heut bin ich sehr wohl und auch gern egoistisch wenns um meine bedürfnisse geht, die ich habe.

    vielleicht kannst du erkennen, das coabhängigkeit eine viel tiefere bedeutung und eine tief sitzende krankheit ist. ich hab mich intensiv mit vielen dieser tiefsitzenden prägungen ausseinandergesetzt, habe dasnn viele s verstanden, was früher fehlgeleitet, geprägt von der sucht gelaufen ist. ganz schön viel arbeit an einem selbst!

    du für dich kannst da anfangen zu hinterfragen. wie sehr liebst du dich denn selbst? wie wichtig bist du dir? kannst du dich wertschätzen? stellst du deine liebe zu einem anderen über die liebe zu dir selbst?was machst du alles mit, um geliebt zu werden? wie wichtig ist es für dich überhaup ds du geliebt wirst?

    das erstmal fragen, die du dir selber stellen kannst. musst hier auch nicht deutlich aufführen, wenn du nicht willst. kasst dir dazu mal gedanken machen. abhängigkeit hat immer was mit der selbstwahrnehmung zu tun. daran zu arbeiten ist sehr wichtig.

    lieben gruß melanie

    hallo Kedvelt,

    wie sieht es denn aus, lebt deine tante allein in ihrer wohnung? wie wäre es mal zu überlegen ihr zuzusprechen eventuell in ein betreutes wohnen zu gehen oder in ein altenheim? ich denke dann wärt ihr als familie etwas entlastet und müsstet euch um die betreuung der alten dame keine sorgen mehr machen.

    meine oma ist nachdem sie im altersheim war richtig aufgeblüht, kurzfristig bis sie starb. dennoch war dieser schritt für die familie keine entscheidung des abschibens gewesen. es hat ihr zum schluss sehr geholfen sich nochmal kurzfristig wohler und behüteter zu fühlen wie allein in der wohnung ohne soziale kontakte nach aussen.

    ich denke aber auch, das die alte dame auch vom sozialen dienst besucht werden könnte. ein anruf dort genügt, das die vom sozialen dienst sich dann darum kümmern und dementsprechend auch für die dame dann handeln werden.

    wenn das nicht zieht und sie sich weiterhin dagegen sträuben würde, dann wär das einzige was ihr machen könnt, sie allein damit zu lassen.

    das du darunter leidest ist ja im grunde das eigendliche problem für dich. was könntest du denn machen, damit du dich dafon distanzieren könntest. für dich innerlich den abstand zu bekommen, das es dir wieder wohler geht?

    gruß melanie

    ich kann die angst sehr gut verstehen. habe ich ja auch erlebt, wie dann, wenn ich als co dann den alkoholikern den rücken zudrehte und anfing mein leben zu ändern, dann das klammern anfing. das mannipulieren, das mich wieder zurück haben wollen. nicht weil ich geliebt wurde, weil ich benutzt werden konnte. weil ich co bin. das zu erkennen fällt oft richtig schwer. ich habe mich ausnutzen lassen, es zugelanen, das ich missbraucht wurde zum zwecke für den nächsten rausch. zum grund wurde,das sie trinken konnten, was ich nicht wollte. ich wollte ihnen nicht den grund geben, das es ihen schlecht geht. darum war ich lieb, nett, brav, angepast mannipulierbar, sie hatten mich damit in der hand. mit dem schlechten gewissen dann noch, ds ich schuldig bin.

    ich bins nicht. heute nicht und wars nie, auch damals nicht. es waren viele lügen dabei, die ich nicht erkannt hatte. es waren viele vorhaltungen da, die eben in mir dann was auslösten.

    ich bin nie schuld gewesen, hatte nie die verantwortung, war niemals grund für das handeln und saufen des anderen.

    heute kann ichmich dafon distancieren. kann sie machen lassen. leb mein leben.

    gegen das küssen würd ich mich wehren. das ist eine grenzüberschreitung. ich wär da ganz klar in der aussage mit "NEIN lass das sein ich will das nicht mehr, geh!".

    und liebesentzug hin oder her, was brauchst du für dich denn an liebe, damit du wachsen kannst?

    lieben gruß melanie