liebe so anderst,
ich bin eben auch EK und habe eine derartig abhängigkeits geprägte wahrnehmung in mir von liebe. liebe tat bisher immer nur weh und war vollgepackt mit erwartungen die an mich gestellt wurden. sei blos lieb und brav. sprich blos nicht dagegen, wenn dir was gesagt wurde von einem erwachsenen, die haben immer recht. das schlimmste dieser liebesentzug wenn ich nicht funktionierte. ich bekam ja eh schon viel zu wenig zuwendung meiner eltern, dann ging das ganze auf null runter und ich wurde nur als BÖSES kind betittelt, das kein mensch mögen wird, wenn es sich so daneben verhällt.
schlimmste erleben war neben mienem vter zu stehen und ihn reden zu hören wie er lauthals sich über mich vor anderen beschwerte, wie schlimm ich doch sei. das mit 13/14/15 jahren. mit 16 jahren hat sich das böse mädchen auf dem weg gemacht woanderst hinzugehen weil sie diese gehirnwäsche nicht mehr ausgehalten hat. weil ich mir mehr wert war als mich nur noch beschimpfen zu lassen.
gemacht habe ich nie was böses, das weiss ich heute. ich wurde ja heftig bestraft durch liebesentzug. angepasst, lieb, nett freundlich, habe es kaum gewagt zu wiedersprechen, weil mir alles andere schlichtweg verboten und als unausstehlich verkauft.dabei ist es sooo wichtig gerade in diesem alter sich abgrenzen zu dürfen und auch mal zu wiedersprechen. mich durchsetzen gabs nicht, mein vater war domminant, zu domminant, er stand auf einem unantastbaren podest weit weit über mir und ich musste ihn dann irgendwann leidvoll, schmerzhaft für mich da runter holen um erwachsen zu werden. das schaffte ich erst im hohen alter von 38 jahren, ihn da runter zu holen und zu erkennen, das er eigendlich noch mehr probleme hat sich auf menschen einzulassen und gefühle zuzulassen wie ich.selbst die nähe zu den eigenen kindern wollte er nicht zulassen, das schlimmste für mich und meine prägung.
nun bin ich da rausgegangen in die welt und meinte jarzentelang, das was ich nicht von den eltern bekommen habe bei anderen zu finden. leidvoll weiter zu erleben, das das auch in die hose geht. denn andere menschen können das nicht auffüllen, ich machte mich abhängig von aussen, rannte wieder der liebe interher und bekam genau das gleiche wie bei den eltern. vorhaltungen usw...........
raus da! weg dafon, nur wie?
in meiner therpie hörte ich das erste mal vom inneren kind. ich ab in der sitzung geäult wie ein schlosshund. die tränen des einsamen kleinen mädchen das sich nur nach liebe sehnte, mehr wollt ich doch garnicht um glücklich zu sein. warum ist keiner da der mich in den arm nimmt und drückt, wenn ich traurig bin? als kind musste ich das allein hinbekommen. allein gelassen, ausgeliefert, mich selbst überlassen.
ich bin sicher daraus selbständig gewachsen. ich kann gut für mich allein sein, bin das gewohnt.übernehme verantwortung, steh mitten im leben nur fehlte da trotzdem was. nur was?
eigenliebe. denn nach dieser gehirnwäsche blieb von der eigenliebe nicht viel übrig. ich habe die überzäugung "schlechter mensch" bis aufs kleinste übernommen und war bestrebt danach dieser überzäugung entgegen zu wirken.wollte allen anderen da draussen beweisen ds ich toll bin, liebenswert auch das klappte nicht.ich hab mich dadurch hoffnungslos übernommen, alles gemacht und getan um gut zu sein.
erst nachdem ich das kleine mädchen das da im spiel der therapie vor mir sass in den arm genommen habe, es gehört habe, wie es weinte, aufmerksam zuhörte was ihm fehlt und es dann drücken konnte platzte der knoten. da konnte ich alles rausschmeissen, den ganzen müll der in mir war.alles was meine eltern mir mitgegeben haben, dieser negativ geprägten gefüle konnt ich rausschmeissen. für mich selbst bin ich erwachsen geworden und habe angefangen mich selbst lieb zu haben, unabhängig von dem was mal gewesen ist, was mir mal gesagt wurde.
das ganze lief ein halbes jahr mit tränen ab. tränen die ich nie haben weinen können, die augestaut in mir waren. ein meer trauriger kindertränen, die erzählten wie einsam ich mich fühlte, ungeliebt, unerwünscht, nicht gut genug.
das war, vergangenheit. ich spür das heute noch. doch heute spür ich noch was anderes in mir, was mich auffüllt: eigenliebe. das macht mich zu einem unabhängigen menschen, der eben nicht ständig der liebe hinter her rennt, alles tut und macht, sich abgelent und traurig fühlt, wenn es menschen gibt, die mir nicht das erhoffte gefühl vermitteln können oder wollen. heut akzeptiere ich jeden anderen mit seinen emmozionen, seien es auch solche, die nicht so positiv sind, wie ich das mir wünsche.ich mache mich da von diesem menschen nicht weiter abhängig, weiss wer ich bin, mach mich frei und unbeeindruckt dafon. es gibt menschen die mich mögen, die mich lieben, das weiss ich. das tut auch gut, nur ist das wichtigste für mich das ich mich selbst lieben kann.nur so kam ich raus aus dem kreislauf der abhängigkeiten.
viel hab ich nun geschrieben, ich hoffe nicht zu viel.
ich finde es immer schön zu lesen,geschichten, die das leben erzählt.ich erzähle von mir, das du vielleicht das ein oder andere für dich herrausfinden kannst, was dich auf deinem weg weiter bringt. wenn nicht dann hast du wenigstens ein kleines stückchen weg von mir begleiten können, den ich hinter mich gebracht habe. so war das und ich kann sagen, mir gehts heute echt prima!
lieben gruß melanie