liebe dagmar,
weisst du, alkoholismus ist eine extrem schlimme krankheit. extrem schlimm nicht nur für den alkoholiker, der tag täglich mit dem leben spielt. die frauen die sich trennen, deren kinder sind mitbetroffene. nicht nur auf der gesundheitlichen ebene geht dabei alles kaputt, es sind die psychischen und auch die finanziellen gegebenheiten die dann kaputt gehen. wenn ER weiter säuft , sie sich trennt und das weite sucht mit den kindern hört es nicht auf. ich kann mit meinen drei kindern ein lied singen.
finanziell hab ich ja schon geschrieben wird es für mich selbst unter umständen so sein, das ich wieder zahlen darf, obwohl ich mich klar und deutlich GETRENNT habe und damit BEFREIT habe aus dem systhem, das auch MICH krank und kaputt gemacht hat. schlimm wäre das, denn ich wäre wieder damit konfrontiert und müsste leiden, OBWOHL ICH ALLES gemacht habe und DA RAUS ZU KOMMEN mit enormer anstrengung und einbussen MEINER gesundheit. ich komm mir da schon vor wie jemand, desen schulter viel zu schmal ist für diese last. hier stimmt was nicht, hier ist ein gesetz, das macht das ganze für mich als selbst kranke coabhängige wieder krank und coabhängig, obwohl ich das nicht will, es kommt von aussen. darüber nachzudenken macht mich nur wütend!
die kinder kommen unter umständen dann noch für den vater auf, der ihnen nie ein vater war, weil er seine verantwortung nicht nachgekommen ist, ein gesundes verhältniss zu den kindern aufzubauen. AUCH HIER werden UNSCHULDIGE in eine verantwortung gezogen, das ist nicht fair!
nach all der anstrengung, dem gedankensortieren, dem mich überprüfen von meiner eigenen person habe ich eins festgestellt. ich gebe ihm nicht die schuld für das was er getan hat. bin auch nicht sauer auf ihn. DENNOCH bin ich wütend über das was dabei abläuft, wenn alkohol alles zerstört.
das andere ist, er macht ja weiter wie bisher. kein stück einsehen, das er verantwortung hat. da steh ich da und fühle mich, was das angeht endlos ausgenutzt. ich kann nichts tun dangegen. ich kann nur zuschauen. ich kann nur zuschauen und darauf achten, wenn das mal der fall sein wird, mich vor gericht zu wehren gegen dieses gesetz. ich werde kämpfen, garantiert, auch da. denn es ist für mich so wie es ist mit garantie nicht einsichtig diesen menschen dann noch zu finanzieren, wenns um meine eigenen gesundheit geht, ich ja selbst krank bin, und in die gefahr komme, das mir sowas schadet. ich würde mich durchsetzen versuchen mit allen mitteln.
übrigens was mich noch betrifft ich hab ja noch ne mutter die alkoholikerin ist. da fällt eventuell iregndwann auch was auf mich zurrück. auch kinder dürfen ihren eltern dann zahlen.
da kommt der punkt an dem ich schaue und denke, ich bin im moment die einzigste die sich um ihre genesung kümmert. die einzige die sich verantwortlich verhällt. die einzigste, die sich um die kinder kümmert. die einzigste die dann im härtefall wieder zahlen darf und das macht in hinblick auf so ne zukunft wenig freude sich noch was aufbauen zu wollen. reich werde ich nie, ich werd deshalb auch schauen, das ich nie so viel verdiene, das mir jemand was holen kann.
schwierig wird es bei meinen kindern. ich vermittel ihnen schon , das sie ne gute ausbiildung haben sollen, also lernen um gute noten zu haben, ausbildung zu machen und auf beruflicher ebene gutes geld zu verdienen. doch auch die haben sonen ballast am bein hängen. alkoholismus ist und bleibt eine FAMILIENKRANKHEIT.
lieben gruß melanie