liebe nici,
weisst du, wir haben ja jahrzente lang mit suchtkranken menschen gelebt. ich selbst habe bemerkt, das ich sehr viel in mein leben in meine überzäugung eingebaut habe, was nicht gesund ist und es als etwas ganz normales angesehen gehabt. es ist für mich wichtig hier und dort zu schauen wo meine kranken anteile sitzen und was ich machen kann um die zu erkennen. das sich mit sich selbst ausseinandersetzen hört lange nicht auf, es gibt im leben so vele berreiche, da sitz etwas ungesundes in mir fest. die bereiche sind wichtig auszuleben und im ausleben zu erkennen, da ist mein co aktiv dabei mich zu beeinflusen. so vieles läuft unbewusst ab. ich merke häufig in meiner art und weise wie ich mich austausche hat sch einiges getan. doch auch hier betrete ich neuland. schon allein in der konmmunikation hat sich bei mir was verändert und das möchte ich weiter anschauen.
es ist ja so, ohne "wenn und aber" kann ich als unsicherer mensch nicht leben. unsicher deshalb, weil ich als co ja im moment alles hinterfrage, ist das gesund für mich, ist das gut für mich? das hinterfragen hat den sinn, bewusst zu machen, bewusst zu erleben, das es eben auch neben der sucht etwas gesundes gibt.
das gesunde ist fremd, neu, interessant doch macht das auch wieder ein mulmiges gefühl,denn wenn ich von mir ausgehe, ich ein kontrollverlust nicht leben kann, dann hab ich auch ein problem mich auf neues einzulassen und darauf zu vertrauen, das ich auch was laufen lassen kann, ohne mir zu schaden. dabei hat ein "wenn und aber" nichts zu suchen. da wo ich ein gutes gefühl für mich habe,für mich sorgen kann, das es mir gut tut, dann werd ich schon mitbekommen,im fall das mir was nicht gut tut. nicht schon vorab mit einem "wenn und aber", was mich ja hindert erfahrungen zu machen, auch die die unter umständen nicht so prickelnd sind .das "wenn und aber" kann ich vergessen, das wirds nicht mehr geben, denn da wo mir was nicht gut tut, da gibt es kein "wenn und aber", da gibt es einen punkt.
ich verstehe was hartmut hier mir erklährt hat.
mein versuch hier ihm erstmal recht zu geben hatte den hintergrund für ihn positiv rüber zu kommen. mit dem "wenn", "doch" und "aber" stell ich im selben moment wieder etwas in frage.
das in frage stellen bedeutet dann wieder für mich mich wieder neu einzulassen, nochmal und nochmal um den heissen brei zu reden und grenzen nicht zu setzen. ich hab das mit meinem exmann exzellent gekonnt, wir haben uns beide ins endlose verdiskutiert gehabt, weil ich nicht fähig war klare punkte zu setzen. er wusste das, ist ja nicht blöd, und konnte das ganze mit mir zusammen stundenlang praktizieren.
für mich ist es wichtig zu sehen, das ich nicht erst versuche nett und lieb zu sein sondern gleich von vorne weg meine eigene meinung dazu kund tun. das fällt besonderst dann schwer, wenn mir der mir gegenüber für mich jemand ist, den ich selbst gern mag.weil ich da wiederum angst habe, das der mich nicht mehr mag, wenn ich ihm gleich mit der tür ins haus falle und punkte setz(verlustangst). co halt. ich muss ja nicht mit der tür ins haus fallen in einer form die unverschämt ist, ich kann ja danach schauen, das ich meine meinung höflich nett und bestimmt formuliere, dann passiert ja nichst. ich darf meine meinung kund tun, sagen was ich denke, meinen standpunkt haben und den weiter geben ohne "wenn und aber". da sitzt ein grundligendes problem in mir fest, welches ich schon seit längerem versuche anzugehen und schon ganz tolle erfahrungen gemacht habe.
ein "wenn und aber" bremst mich aus, es lässt mir nicht die freiräume die ich gern möchte. es verhindert erfahrungen zu sammeln, auch wenn die nicht immer nur die positiven sind, wie ich sie gern möchte. doch das lässt sich nicht verhindern, auch mal unangenehmes zu erleben, selbst mit "wenn und aber" wird das mir passieren. es ist nicht leichter wenn die option"wenn und aber" im hintergrund läuft, ich empfinde es als schwerer, denn dadurch kann ich nicht wirklich richtig entspannen.
entspannen kann ich dann, wenn ich zu mir stehe und mich wahrnehmen kann, so wie ich bin. dann wenn ich echt bin, autentisch und zu mir stehe mit all dem was ich vertrete auch mal anzuecken. das auszuhalten und mir dann dennoch sagen zu können, das das was ich getan habe für mich richtig und wichtig war, trotz all dem was hinterher passiert. meine erfahrung hier ist die, das es wesendlich seltener vorkommt als vorher, zu der zeit wo ich immer lieb nett und brav versucht habe dem anderen zu gefallen.
lieben gruß melanie