liebe emma,
ich bin auch im pflegeberuf tätig, mit dem unterscheid ich bekomme mein geld dafür und kann dafon leben. ich weiss wie schwer das pflegen ist. ich versteh dich daher sehr gut, das macht fertig! vor allem gehe ich nach max 10 stunden aus "dem laden" raus und kann abschalten. du bist 24 stunden damit konfrontiert,emmozional ja auch wesendlichmerh belastet wie ich, da ich zu den patienten die ich pflege sehr grosse distance habe.
. hast du wenigstens ab und an mal die möglichkeit mal über stunden, ich meine wirklich viele stunden am tag mal raus zu kommen und was anderes zu machen?
seit ich dieses "leben im jetzt und heute" auch bei mir effektiv in mein leben eingebaut habe sind meine gedanken genau da ganz anderst geworden. wenn ich vor zwei wochen ein versprechen gegeben habe, heute aber nicht mehr in der lage bin das versprechen einzuhalten, weil ich spüre ich würde mich damit massiv überfordern, dann bin ich soweit auch solche versprechen nicht einzuhalten. ich rede meisst mit den leuten darüber und erklähre ihenen wie es mir geht und das ich aufgrund dessen, das mich das überfordern würde eben von meinem versprechen zurrücktreten muss. es sind die meissten nicht böse auf mich, im gegenteil, sie sagen, das es ihnen lieber ist, ich spreche es so offen an, als würd ich was durchziehen was ich nicht leisten kann.
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Habe ich mit meinem JA - Wort für unsere Partnerschaft, denn nicht auch die Verantwortung auf mich genommen, für den Fall, dass es Schwierigkeiten gibt, die miteinander zu bewältigen?
Ob`s sich um Alkoholismus, Krebs, Aids oder einen Schlaganfall etc. dreht, soll ich mich lieber wegdrehen und ihn im Stich lassen?
kein mensch ist verpflichtet sich selbst aufzugeben, sich zu opfern. wenn du so überfordert bist, das du nicht mehr kannst, lässt du dich da nicht selber im stich. zudem was hilft das dem anderen noch, wenn du auf dem zahnfleisch daherkommst und selbst krank wirst.
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Nur typisch Abhängig bin ich vom Rest an Aufgaben, die ich alle alleine schaffen soll. Und noch bin so der Sparfuchs, und putze, koche, bügle und mähe lieber selbst
kenn ich, so bin ich auch und ich überforder mich in dem bereich all zu oft. ich weiss das, lass mir so schwer helfen. nur ich bin inzwischen so froh, wenn ich unterstützung bekomme, selbst wenn mich das fragen um hilfe noch sehr viel überwindung kostet. doch ich weiss auch, ich muss da lernen abzugeben, sonnst schaff ich den rest meines lebens nicht. mir gehts da mit meinem sohn so, mit der schule und hausaufgaben. ich bin soweit überfordert damit, das ich an der schule um hilfe und unterstützung gebeten habe. natürlch piekst mich das an, wenn ich dann gesagt bekomme, ich sei ja so überfordert , würde zuhause übermenschliches leisten, die aussagen will ich nicht hören. wie du reagier ich darauf, ich will bei aller liebe kein mitleid bekommen.auch das habe ich in mir grundgelegt. warum denn eigendlich nicht? ich leiste hier wirklich mehr wie andere frauen, due verheiratet und einen partener haben. also lass ich das so stehen und denke mir, nimm die hilfe an, wenn du hilfe bekommst. es ist keine schwäche die ich zeige, es ist die stärke die ich habe, denn damit zeig ich das ich mir selbst sehr viel wert bin.
woher bekommst du resourcen? der tag hat 24 stunden, dafon gehen bei mir 8 stunden für schlafen und erholen zu bauche. ich nehm mir morgens zeit um den haushalt zu schmeissen. mehr wie 2 stunden mach ich nicht. was dann liegen bleibt, bleibt liegen. dann setz ich mich an den pc und lese. da kann noch ein einkauf, ca 1,5 std dazwischen kommen. es wird gekocht, danach nochmal eine stunde hingelegt, befor ich entweder zur arbeit gehe oder mit den kindern hier die notwendigen hausaufgaben, termine usw dinge mache. ab 17.00 uhr gehts dann nochmal an den haushalt, aufräumen was hier alles liegen geblieben ist, wäsche, bügeln. zur zeit macht der garten einen haufen arbeit. zwischendurch setzt ich mich hin und lese wieder was oder schau fern beim bügeln.oft wird es 10.00 uhr, bis ich hier fertig bin und ins bett falle.morgend um 6.00 uhr klingelt der wecker.
ich schaffe mir zwischenräume wo ich konsequent für mich was mache. wie morgens diese zeit am pc oder ich geh kaffeetrinken, fahr moped oder geh etwas schönes für mich einkaufen. oder ich treffe mich mit freunden zum frühstück. auch den mittagschlaf für mich habe ich eingeführt. erholungszeit für mich.klar geht die zeit hinten oft raus, wie gesagt, ich bin halt dann oft noch bis 10 uhr abends am machen, das geht aber gut, weil ich mir dazwischen die pausen eingerichtet habe.
zudem mache ich zB wenn überhaupt nur einen termin am tag aus. bedeutet ich renn nicht von einem termin zum anderen, verteile die lieber auf die woche.max drei termine die woche, wenn ich dann zudem noch elternabende oder sitzungen habe, werden die abgesagt.
wochenende geh ich weg. ich treff mich mit freunden, lass die seele baumeln und bin dann im verwöhnen lassen modus. da tanke ich kraft und energie.
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Nachdem ich jahrelang im Pflegebereich gearbeitet habe und engagiert für jeder Mensch, mein Bestes gegeben habe, wie könnte ich dann innerhalb der Familie, plötzlich so zickig sein?
oh, wir sind im pflegebereich diese übermenschen. alle meine kolegen einschlisslich mich sind der meinung wir müssen leistung geben, leisten,es geht ja schliesslich um menschen bei der arbeit. die können wir ja nicht im stich lassen, also was bleibt einem denn dann übrig, als zu machen.
genau das ist es was uns unsere leitung mitgegeben hat, was wir inzwischen in unsere überzäugung übernommen haben. wird ein kolege krank, werden natürlich überstunden gemacht oder wir arbeiten den dienst allein und nicht zu zweit. alles auf kosten unserer gesundheit. jahrelang hat das so funktioniert. keiner wehrt sich , alle haben angst um den arbeitsplatz. diese überzäugung nehmen wir mit nach hause, sind zudem noch co abhängige, was uns auch abgehalten hat im beruf auf den tisch zu hauen und nein zu sagen
ich sage inzwischen nein. ich mach nicht mehr mehr schichten wie im dienstplan. auch wenn ich dann als unkollegial dastehe. mir egal. es ist NICHT meine aufgabe das zu regeln und in den griff zu bekommen, die aufgabe ist die meines cheffs, der für die einstellung von mitarbeiten zuständig ist.ichbin inzwischen nicht mehr die co abhängige die alles mit sich machen lässt.
deine einstellung die ich hier lese lässt genau auf das schliessen. "wie kann ich meinen partener im stich lassen, habe ich jahrelang andere fremde menschen gepflegt und versorgt. ich kann das doch von meinem gewissen her nicht machen".
so, nun hattest du zwar menschen gepflegt gehabt, doch es war ein beruf, du verdientest geld damit. würdest du denn anderst denken, wenn du im büro gearbeitet hättest? ich denke schon. distance auch hier aufzubauen. das eine hat mit dem anderen eben NICHTS zu tun. meine oma hatte damals auch erwartet, weil ich beruflich in der pflege arbeitete, das ich sie zuhause pflege. NEIN, mach ich nicht. ich über es BERUFLICH aus, nicht privat!sie durfte dann in ein altenheim ziehen, wo sich leute kümmern, die das beruflich ausüben.es hat ihr nicht geschadet gehabt. es ging ihr gut dort, sie hatte sogar einen liebhaber dort! lächel. kontakte zu gleichalten, treffen im singkreis, konnte an ihren see direkt mit dem rollstul, hatte all das was ihr wichtig war. das beste für sich das so zu tun!
boa ich hab ne menge geschrieben. ich hoffe nicht zu viel und es ist was dabei mit dem du was für dich anfangen kannst. 
herzliche grüße schicke ich dir
alles liebe melanie