guten morgen rumpelchen,
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Melanie hast du einen Link zu deiner Geschichte
meine geschichte ist eine lange geschichte. viele seiten hab ich hier schon geschrieben.begonnen hab ich vor zweieinhalb jahren hier zu schreiben. damals stand ich genau so da, war aber schon jahrelang getrennt von meinem mann. lebte auch schon jahrelang allein. doch auch meine mutter ist alkoholikerin und durch die drei kinder habe ich den kontackt zu meinem damaligen mann nie abbrechen können.
die ehezeit habe ich hier nicht aufgeschrieben, da war ich in der geschlossenen hier im forum, hab dort alles dazu geschrieben. ich kann dir nur sagen, auch bei mir gab es zum ende hin aggression, aber genau zu diesem zeitpunkt auch die trennung.ich habe das eben nicht lange auhalten wollen, da waren meine grenzen zwar noch nicht so fest, ich habe auch viel zu viel zugelassen, erleben müssen. es waren hier nötigungen im sexuellen bereich,als auch dann richtige körperliche gewalt.aber zu meinem glück hab ich trotz kleinkinder die ich damals hatte so viel kraft gehabt den schritt zur trennung zu machen.
ich kann es sicherlich auch nachvollziehen, habs ja auch durchgemacht, das die hoffnung einem bei diesen männern noch hällt. liebe war aber nicht mehr da, ich lehnte ihn körperlich total ab, litt darunter und blieb trotzdem. das ist ja das schlimme an dieser co abhängigkeit, denn ich konnte ihn trotzdem nicht verlassen.
erst als es zur gewalt und zur aggression kam ging ich. damals wollte er nocht unbedingt eine ehetherapie machen, da waren wir schon getrennt, hab ich ihn rausgeschmissen gehabt. wärend der therapie wurde mir alles klarer, bewusster und mir brachte diese therapie die bestätigung, das ich nie wieder mit diesem mann zusammen leben möchte.denn wärend dieser therapie fiel mir auf wie das systhem funktionierte: er der arme mann, ich die böse frau, die nicht gab was er erwartete.weil ich ja als kind einer alkoholikerin völlig verstrahlt war. er der unter mir litt sprach sich das ganze recht zu saufen zu können, mich dafür verantwortlich zu machen für sein leid.ich als kind einer alkoholikerin unfähig mich selbst zu sehen, selbstaufgabe zelebrierte,grenzenlos aushielt, nur um geliebt zu werden. nur um welchen preis?
nur aufgehört hat es mit der coabhängigkeit immernoch nicht. ich war durch die kinder alle 14 tage in der situation ihn begegnen zu müssen. damals waren die kinder noch klein, ich konnte sie also nicht einfach so zu ihm bringen und gehen. da musste ich oft bei ihm bleiben und das ganzetheater an vorwürfen ging weiter.schlimmer, ich hatte mich ja getrennt und war somit komplett schuldig an seiner katastrophalen psychischen verfassung. der grund vollkommen abzustürzen.
sein absturz war dann vor vier jahren. er wurde obdachlos und ich brachte ihm auch die kinder nicht mehr. er konnte seinen kindern bei seiner schwester begegnen, die die drei ab und an mal zu sich nahm.ich konnte das ganze kaum ertragen, dachte immer an die kinder, die sollten doch einen tollen vater haben, ein positives vorbild. war er leider nicht. ich litt für meine kinder mit, selbst habe ich eine alkoholkranke mutter, wusste wie ein kind empfindet, dessen elternteil den alkohol mehr liebt als das kind.
vor zwei jahren hatte ich dann selbst gesundheitlich zu kämpfen gehabt. mir wurde ein bösartiger polyp im darm festgestellt. ich hatte sehr viel glück, das dieser tumor überhaupt gefunden wurde, ich hatte damals eine lebenserwartung von einem jahr noch gehabt. doch zum glück wurde mir der tumor entfernt und hatte keine metastasen gebildet gehabt.
doch dieses erleben hatte mich ziemlich durchgeschüttelt gehabt. ich bin mir heute sicher, der tumor war DIE chance für mich, denn ich fing dadurch an an mir selbst zu arbeiten, zu kapieren, worum es in meiner abhängigkeit geht. ich kapierte, es liegt in mir was zu verändern. ich habe ganz allein dei verantwortung für mich und mein leben. in bezug auf ihn habe ich dann bemerkt, ich konnte mich abgrenzen.ich nahm mir die last von den schultern für ihn zu arbeiten, damit er ein toller papa für die kinder ist.gab ihm damit seine verantortung zurrück.
in bezug auf meine ehe habe ich erkannt, das ich selbst auch einen teil beigetragen habe, das ich es war die das zugelassen hatte, was passierte. wäre ich mir damals selbst mehr wert gewesen, wäre es niemals soweit gekommen.
ihc konnte es mir lang nicht verzeihen, litt weiter undter dieser schuld, die ich mir dann selbst gab. doch auch hier konnte ich eine wandlung feststellen. ich machte therapie, weil ich durch die krankheit eine angstpsychose bekommen hatte mit sehr starken panikattacken.in der therapie konnte ich mich annehmen lernen, mir mein selbstwert zurrückholen und eine eigenliebe entwickeln, die mir heute ermöglicht mich mehr und mehr aus dieser abhängigkeitsstruktur zu lösen. meine mutter ist ja auch ein teil meiner abhängigkeit. da musste ich auch sehr viel leid erleben und daran arbeiten.auch das steht hier geschrieben.
mit dem vater der kinder bsteht seit zwei jahren kaum noch kontakt. ein geregelter besuchswochenende gibt es keins mehr. die kinder wollen nicht mehr zu ihrem vater und dürfen auch durch ihr alter inzwischen selbst entscheiden ob sie ihm begegnen wollen oder nicht. zwar schürt das immernoch bei ihm offenbar hassgefühle für mich, doch ich kann inzwischen klare grenzen setzen und ein telefonat sofort abbrechen, wenn es dann in diese richtung geht. auch von mir aus gibt es keinerlei kontakt zu ihm, da muss er sich selbst drum kümmern, was er nur macht wenn geburtstage oder weihnachten anstehen.doch auch hier setze ich grenzen, er holt sie ab und bringt sie wieder. es ist seine verantwortung sich zu kümmern, ich werd hier nicht mehr aktiv.
heute bin ich ein zufriedener mensch. manchmal launisch, manchmal glücklich. manchmal wird mir auch alles zu viel und manchmal stehe ich da und könnte bäume rausreissen. doch meine innerliche grundeinstellung zu mir selbst hat sich sehr ins positive gewendet. da mit kann ich mich so annehmen wie ich bin und leide nicht mehr.ich lebe jeden tag bewusster. auch deshalb wei ich weiss ich wäre heut nicht mehr da, wenn ich nicht angefangen hätte mich um mich selbst zu kümmern!
soviel zu meiner ehe, die ich führte und was ich erlebte und wie ich heute damit umgehe. damit kann ich heute sehr gut leben und habe mir verziehen. schlisslich ist alkoholissmus eine krankheit und co abhängigkeit auch. eine sehr schlimme krankheit die den familien sehr viel leid bringt, die auf emmozionaler ebene vieles kaputt macht, weil emmozionen nicht wahrgenommen, gelebt werden wollen/können.
aus dem kreis steigst du dann aus, wenn du anfängst dir selbst bewusst zu werden, dich selbst wahr zu nehmen, deinen gefühlen volle aufmerksamkeit gibst und dich selbst wieder aufbaust.vor allem auch wenn du anfängst es dir selbst wert zu sein, ein gesundes leben führen zu dürfen!!!!!!
liebe grüße melanie