Beiträge von Melinak

    guten morgen,

    nun frage ich jetzt in die runde folgendes:

    "eigenlob stinkt" jeder kennt diesen spruch. sich jedern tag für das was ich geleistet habe selbst zu loben soll laut dieser aussage, da gibt es ja noch viel mehr dieser sprüche, bescheiden bleiben und mich nicht loben.

    lobt ihr euch wenn ihr was geschafft habt?

    ich schon, das gibt mir eine gewisse selbstsicherheit und ein gutes gefühl für mich.

    wie sieht es dann wieder mit dem lob der anderen aus? fühlt ihr euch besser wenn ihr lob (anerkennung) von aussen bekommt? ich frage mich dann wieder, wenn ich mich darüber freue, was ich ja tue, mach ich mich dann wieder abhängig von aussen?

    oder hilft es mir weiter, selbst zu wissen, das ich etwas geleistet habe, das lob von aussen gibt mir nur noch die bestätigung dafür?

    wie geht ihr damit um, um eben nicht in die situation zu geraten mich dann wieder für die anerkennung von aussen alles zu tun und mich dabei selbst zu vergessen. ich finde das thema immernoch sehr schwierig für mich, obwohl ich mir inzwischen selbst immer mehr wert geworden bin, bin ich mir in der hinsicht noch nicht so selbstsicher.

    gruß melanie

    hallo zusammen,

    zum eigendlichen thema zurrück.

    hier geht es um hilfe geben. hilfe annehmen.

    ich merkte, als mir dieser mann seine hilfe aufdrängte, anderst kann ich das nicht beschreiben, wie es mir sehr unangenehm war. irgend etwas war doch an dieser hilfe geben wollen situation nicht in ordnung, warum reagiere ich so darauf?


    dann merkte ich , das er in mir etwas berührte. das er genau da einen punkt bei mir traf den ich jahrzentelang lebte und erlebte im bezug auf meine coabhängigkeit.

    diese hilfe war dazu bestimmt mich abhängig zu machen, das ich nicht annderst kann als ihn zu mögen. hierbei spürte ich diesen kontrolllversuch über mich, der mich dahin bringen sollte, er für mich unersetzlich werden wollte.

    zur erinnerung, dieser mensch vertickte drogen, nahm auch selbst welche und sass dafür im knast.

    ich spürtte genau die muster aus welchen ich ausgebrochen bin, worüber ich mich gedanken mache, warum ich hier schreibe.

    helfen ist das eine. wenn sie ohen erwartungen gegeben wird ist das eine gesunde hilfe, die ich sehr gerne annehme.

    das andere ist wenn hilfe geben benutzt wird um zu kontrollieren. dann wird hilfe auch missbraucht für die eigenen zwecke,um abhängigkeit zu schaffen. ist das nicht das was wir abhängige bisher lebten? ich kann mich erinnern und gestehe mir nun ein, auch ich habe es so gelebt und werde in zukunft darauf achen, welche beweggründe dahinter stehen, wenn ich meine hilfsbereitschaft auslebe.

    lieben gruß melanie

    hallo oiseau,

    ich war als kleines mädchen ein eher schüchternes kleines süsses mädchen das sich nichts traute mich zu wehren.zuhause und in der schule.

    ich bin damals in meiner freizeit dann auf die höchsten bäume geklettert, hatte nur jungs als freunde und da konnt ich richtig aus mir rausgehen. da konnt ich zeigen das ich mutig bin, so mutig wie ein junge es sein kann.über bäche springen, staudämme bauen, brücken aus bretten zusammen bauen, baumhäuser bauen. sowas machte mir spass und ich fühlte mich im wald mit meinen freunden am wohlsten.vor allem wenn ich hoch oben in der sptize eines baumes sass und mich frei fühlte.

    zuhause angekommen wandelte ich mich wieder ins kleine süsse mädchen das sich nicht traute zu wehren.

    an was ich mich erinnere zu hause habe ich schon so früh den haushalt meiner mutter gemacht gehabt.sehr früh, damit meinte ich im alter von 12/13 jahren küche aufräumen, putzen kochen,gerade für meinen jüngeren bruder, weil die mutter das nicht auf die reihe brachte und häulend auf dem sofa sass.sie schimpfte immer"mir hilft hier keiner ihr seid schuld das es hier so mieserabel aussieht, wegen euch geht es mir schlecht" dann nam sie die flasche an den mund und war relativ schnell besoffen dagehangen und hat fern geschaut.ich hab geputzt.

    ich weiss auch noch wie ich vollkommen überfordert mit schule, haushalt, besoffener mutter, nicht helffendem vater im fenster sass und mir danach war einfach schluss zu machen und runter zu springen.ich war aber auf der anderen seite niemals mutig genug es zu tun, weil ich angst hatte das das nicht gut geht (ich gleich tot bin) und es dann sehr weh tun wird wenn "nur" was gebrochen ist.habs dann sein lassen und weiter geputzt und den terror ausgehalten.

    das als beispeil dafür das eigenliebe sich in einer solchen kindheit nur schwer hat entwickeln können. auf der einen seite habe ich unheimlich viel mut und kraft und energie getankt gehabt, wenn ich wald für mich unterwegs war. auf der anderen seite hat das was ich mir aufbaute meine mutter mir wieder genommen. es war ein hin und hergerissen sein.

    Zitat

    Ich habe sogar ein ganz süßes Bild aus meiner Kinderzeit im Wohnzimmer stehen!

    ich ab von mir ein einziges kinderbild. es existieren keine bilder von mir ausser dieses eine bild, das ich von meiner oma bekommen habe.das hängt auch hier im wohnzimmer.

    meine frage war hier , ich ich es schaffen kann, eigenliebe zu entwickeln, obwohl ich ein solches erleben, solche prägung habe.

    ich könnte darum wie schlimm das alles war und in depressionen verfallen, mich weiterhin nicht mehr wehren. dann wäre ich wie das kleine mädchen, das sich zu hause nicht traute, aus angst nicht geliebt zu werden. das sich nicht entwickeln durfte, weil es eine kranke mutter hatte.

    oder ich seh das kleine mädchen das taff mutig und stark für sich selbst im wald herum tollte, sich wohl fühlte und die höchsten gipfel erstürmte, sich dabei unendlich frei fühlte.

    ich hab mich entschieden beide seiten anzunehmen. das kleine zarte wesen in den arm zu nehmen und ihm mutig und aufrichtig die liebe zu schenken, die es damals von der mutter nicht bekam.das bin ich. manchemal etwas hilflos, ängstlich. manchmal taff und mutig. so bin ich geprägt, das bin ich.ich habe beides in mir und das denk ich ist auch gut so.

    wäre ich damals am fenster mutig gewesen wie im wald wär ich gesprungen. wäre ich ängstlich gewesen wie zu hause wär ich sicherlich niemals auf die idee gekommen im zweiten stock ins fenster zu stehen. weisst du was ich meine? beide seiten haben etwas für sich, ich nehm das als etwas positives für mich mit.

    und so seh ich mich heute auch noch in meinem leben. es gibt situationen in welchen ich angst habe, es gibt andere situationen da bin ich sehr taff, das trauten sich viele so nicht zu machen. ich nehme es so an wie es ist und kann dadurch die liebe zu mir selbst aufbauen, weil ich mich inzwischen selbst annehmen kann so wie ich bin.

    das ist ein langer weg gewesen, bis ich dahin gekommen bin. denn ich verzieh mir lange zeit meine schwächen die ich habe nicht. ich machte mich selbst schlecht, weil eine innere stimme, ein kleines ängstliches mädchen, mir immer wieder sagte das schaffst du eh nicht. ich war und bin co abhängige. also hatte diese stimme, die abhängigkeit von meiner mutter , das erleben mit meiner mutter mich gehindert mich zu entwickeln. doch ich habe ja zum glück noch die andere seite in mir, die nämlich die mir sagt, das packst du alles alleine,für dich selbst, wenn du es nur willst kannst du hoch hinaus und bist frei.

    eigenliebe entwickelt sich für mich aus meinem innersten herraus, daraus wie ich mich selbst sehe und annehmen kann. da kommt ne portion selbstbewusstsein dazu und die selbstsicherheit, die ich tag für tag erlebe, die sich immer mehr entwickelt, weil ichs für mich inzwischen drauf habe mir ein gutes leben, mit dieser eigenliebe, aufbaue und so kann ich tag täglich spüren wie ich wachse und sicherer werde.ich, unabhängig dafon was meine mutter mir mitgegeben hat. inzwischen geht das, weil ichs aufgearbeitet habe.

    ich komme nun noch kurz auf das mit den bildern zurrück. ich habe vor zwei jahren ein fotoshooting gemacht. ich habe da so schöne bilder bekommen, ich konnte es kaum fassen: das bin ich? das war ein tolles erlebnis!!!!das machte mich mächtig stolz und hebte mein selbstbewusstsein, da ich mich im spiegel nur sehr schwer als ganzes wahrnehmen kann.so ein bild hat was so positives!

    lieben gruß melanie

    hallo wolfsfrau,

    mir fällt hierzu eines ein, was ich heute auch gelesen habe und auch für mich so empfinde:

    wir waren damals als kinder die eltern unserer eltern!

    daher kommt das ganze sich verantwortlich für die eltern fühlen.ja und der trugschluss sie brauchen uns ja immernoch.

    was ich empfinde wenn ich dich lese ist ein unbendiger drang in dir nach anerkennung und liebe. du beschreibst deine mutter als unnahbare frau. an eine unnahbare frau kommst du nie ran! du bemühst dich 40 jahre lang. nichts kommt bei raus. warum tutst du dir das weiter an, obwohl du weisst, das du da niemals rankommen wirst?du schadest dir doch nur selbst damit.

    das ist ne menge text den du geschrieben hast, ne menge gedanken die an und für sich nicht notwendig wären, wenn du dich daraus lösen würdest. klar ist, das coabhängigkeit nicht von heut auf morgen abgestellt werden kann. den drang danach zu den eltern zum helfen zu gehen kenn ich auch. machen tu ichs aber seit zwei jahren nicht mehr, weil ich erkannt hab, das tut mir nicht gut. was mir nicht gut tut mach ich nicht.inzwischen ohne schlechtes gewissen, weil ich es mir zu liebe sein lasse.

    deine eltern sind erwachsen und du bist es auch.

    nimm dein inneres kind in den arm, tröste es, streichel es, drück es , lass die tränen fliessen wenn du es spürst, das kind dich spürt das DU für dieses kind da bist und dich nun kümmerst. gib ihm halt und sicherheit. meins weinte bitterliche tränen, wochenlang, so voller leiden und schmerz war es weil es sich einfach nur nach einer liebevollen umarmung sehte, die sie niemals bekommen hatte.ich drückte dieses kleine mädchen fest an mich und versprach ihm das ich mich darum kümmern werde. irgendwann weinte es nicht mehr, es hatte das bekommen was es braucht:liebe.

    hier ist der weg hin zur selbstliebe, eigenliebe. dieses kleine mädchen konnte wirklich überhaupt nichts dafür das es auf die welt gekommen ist in eine familie in der sie dann schon als kind missbrauch erfahren musste, weil die mutter eine schwere krankheit hatte und immernoch hat.sie konnte nichts dafür, denn es war die sucht die sie dahin brachte.eine gnadenlose krankheit, die uns kindern so viel leid bringt, so das wir noch 40 jahre später unsere probleme damit haben.

    lass deine mutter los, lass sie machen. sie will nicht, also warum drängen. nimm dich an die hand und sorge für dich und deinen seelenfrieden.

    lieben gruß melanie

    hallo liebe forenteilnehmer,

    ich möchte euch mal einen gedanken hier lassen,der mir hier beim lesen so kam.

    wie kann ich eigenliebe entwickeln?

    es wäre schön wenn wir hier ne nette sammlung aufstellen können, um denen etwas mit auf den weg zu geben, die dazu im moment keine ideen haben.

    viel spass dabei

    lieben gruß melanie

    hallo lisken,

    ja, das versteh ich gut. es ist halt schwierig die mitte zu finden....

    ich kann auch ein liedchen singen, mein verhalten ist auch sehr schwankend gewesen. heut nicht mehr, aber ich hab zum glück heut meine mitte gefunden. bei mir bleiben.

    das mit deinem vater erinnert mich an meine mutter. lange zeit habe ich geglaubt diese frau liebt mich nicht weil ich ihr offen und direkt sagte, das ich sie als alkoholikerin sehe und ihr dadurch entstehendes verhalten nicht weiter ertragen will. das es mir egal ist was sie von mir denkt. es ist mein gutes recht ihr das zu sagen, bin ich erwachsen und darf meine meinung sagen.

    das mit der liebe ist so ne sache. ich bin mir nicht ganz sicher, doch ich denke schon das meine mutter mich liebt. doch da sie sich schon jahrzehntelang wegsäuft und sich selbst nicht leiden kann ist sie nicht in der lage liebe für sich zu empfinden. dann kann sie das mir gegenüber doch gleich zweimal nicht zeigen.alokoholismus verändert den menschen in seiner persönlichkeit, das ist ja das schlimme an dieser krankheit.sie tut dieses lieblose ja nicht von sich herraus, sie macht es aus der sucht herraus. das akzeptiere ich inzwischen.es tut schon noch ein wenig weh, nur es ist erträglicher geworden als ich mehr eigenliebe entwickelte und weniger darauf besonnen war von aussen liebe zu bekommen.es ist so wie es ist. damit kann ich leben.

    lieben gruß melanie

    liebe lottemotte

    Zitat

    Ich schäme mich dafür. Ist es doch zutiefst egoistisch, den anderen zu benutzen für mein eigenes Wohlbefinden. Gebe ich dem nach und stehe dazu, dass ich mit ihm zusammen bin, kommen auch wieder die negativen Gefühle. Zeiten des Umwerbens, der halben Trennungen sind die nassen Zeiten des Coabhängigen. Wir fühlen uns gut, das Objekt erhöht uns, umwirbt uns, erkennt, was er an uns hatte. Die Zeit des Leidens ist vorbei. Wenn wir dem nachgeben, fängt alles von vorn an. Wie eine Schnellstraße die zum Glück des Selbstwertes führt. Die dann doch nur eine Sackgasse ist.

    musst dich nicht schämen dafür das auch du selbst krank bist. scham bringt nur leid und schmerz mit sich und lässt dich nicht aus dem ganzen gefühlskarrusell rauskommen, das daraus besteht aus scham, mitleid,schuldgefühlen angst und hilflosigkeit, der daraus entstehenden wut und trauer.

    egoismus ist das nicht. wärst du egoistisch würdest du dich um dich kümmern und nicht um den anderen. dann wärst du bei dir ohne den blick auf deinen partner, deinem suchtmittel. da stimme ich dir zu, auch ich habe erkannt, das ich mein suchtmittel partenr dafür benutzte um mich wohl zu fühlen, weil ich mich über ihn stellen konnte, ihn mannipulieren konnte, macht ausübte kontrolle hatte.auch darin das eben diese so schön ausgedrückten halbtrennungen den zweck erfüllen um umworben zu werden, um sich wieder wohl zu fühlen und eine gewisse macht auszuüben. das ist hier sehr schön beschrieben, so funktioniert die coabhängigkiet.

    so ist das coabhängigenverhalten nicht die schnellstrasse zum selbstwert. das selbstwert ist nämlich unter diesen vorraussetzungen nicht vorhanden.

    es ist lediglich ein kurzfristiger zustand von glück, der durch den nächten suff meines suchtmittels ganz schnell wieder vergeht.das leiden beginnt von vorne, denn in dem zustand bin ich hilflos und machtlos und fühle mich deswegen, weil ich es für mein glück doch so brauche elend, schuldig und klein.dennoch braucht der co seinen nassen partner um ihn wieder aufbauen zu können, macht ausüben zu können, glücklich zu sein..........der co macht sich von diesem kurzen moment des glücks abhängig vom partner,weil er nicht erkennen kann/will, das sein glück im leben in ihm selbst liegt und nicht bei dem anderen.

    so meine gedanken zu deinem text, den ist sehr beschreibend finde......danke dafür!

    lieben gruß melanie

    liebe lisken,

    Zitat

    ich behandle die Menschen um mich herum mit Respekt und Mitgefühl und Freundlichkeit (so gut es eben geht, aber es geht ziemlich gut in letzter Zeit), dann können die gar nicht anders, als zu denken, was ich doch fürn liebes Mensch bin

    ist das nicht eher ein schritt zurrück, in das co handeln, es allen recht und gut zu machen um zu gefallen, um nicht erst ins gerede zu kommen? steckt hinter deiner einstellung nicht etwa eine erwartungshaltung das alle gut über dich zu denken haben, weil du freundlich, mitfühlend und respektvoll bist?es kommt mir so vor als wolltest du mit diesem verhalten die kontrolle zurrück bekommen über das was andere von dir denken.

    glaub mir, du kannst so gut und nett zu den menschen sein wie du willst, es werden immer menschen in deinem kreis sehen die doch was zu reden haben.

    klar handel ich heute freundlich, doch auch bestimmt. wenn mir was nicht gefällt, dann sag ich das auch, selbst wenn ich dem mir gegenüber damit nicht nach seiner vorstellung die er hat handel oder rede. doch das ist mir heute vollkommen wurscht, denn wichtiger ist mir, das ich weiss wer ich bin, was ich mache, dann kann das gerede von aussen nicht mehr so an mich herran gehen, dann ist es auch nicht mehr wichtig was der mir gegenüber von mir denkt. ich muss nicht jedem gefallen, das kann ich eh nicht. ich lasse die leute heute reden. sie reden eh.darüber habe ich keine kontrolle und werde mich heute nicht mehr dafon abhängig machen was andere über mich denken oder reden.also handle ich auch nicht dementsprechend um nicht ins gerede zu kommen. ich mache es mir recht, das ist mein leben und nicht das der anderen. :wink:

    ich fand deine erste variante egal was andere über mich denken wesendlich autentischer! :wink:

    das ist ein gedankenanstoss von mir, schau mal danach und prüf es für dich.

    lieben gruß melanie :wink:

    liebe rumpelchen,

    Zitat

    dass unsere Beziehung kurz vor dem Ende ist aber aus lauter Mitleid bleibe ich bei ihm. Wenn er nüchtern ist tut er mir leid. Wenn er sich um mich bemüht, wenn er sich bemüht ruhig zu bleiben.

    schau dir das mal nochmal an. mitLEID. was bringt mitLEID? Leiden! warum sich das antun?

    das systhem funktioneiert genau auf dieser ebene. warum tutst du dir nicht selbst leid? dann kannst du nämlich anfangen dich um dein leiden zu kümmern und nicht um das leid deines partners.

    weisst du, ein alkoholiker sieht nur sich und den alkohol. er funktioniert nur dafür, sich den coabhängigen zu eigen zu machen um weiter saufen zu können. dieses bemühen um dich bassiert nicht darauf dir gutes zu tun, hierbei handelt es sich um das von sich abhängig machen.

    ich konnte das selbst erkennen, gerade meine mutter und ich wir funktionierten jahrzente lang so. ich hatte mitleid mit ihr, in den zeiten wo sie nicht gesoffen hatte war es ein wunderbares miteinander auskommen. doch hier merkte ich wie sehr ich mich in diesen zeiten von ihr abhängig machte. "ist doch alles wieder gut, es ist doch soooo toll" waren meine gedanken dazu. "ich helf ihr weiter, damit sie sich wohl fühlt und nie wieder anfängt zu saufen" der zweite gedanke dazu. ich funktionierte wunderbar und sie begann wieder zu saufen an, wenn eine minimale kleinigkeit sie wieder belastete, waren minimale probleme, gründe für sie wieder anzufangen.meisstens wenn ich nicht funktionierte, wie sie von mir erwartete.ich fühlte mich schuldig und unfähig ihr alles schön zu machen. das machte mein selbstbewusstsein vollkommen kaputt. ich war abhängig von lob und anerkennung von aussen, ihr kam das nur recht um weiter saufen zu können. ich war hilflos dagestanden und verstand die welt nicht mehr. "ich kann tun und machen was ich will ich schaff es nicht er richtig zu machen" das drückte auf mir wie eine last.

    alles reden, bemühen, hilfe leisten machte mich nur schwächer und müde. ich war mir selbst nichts mehr wert.funktionierte wie eine marionette. bis zu dem tag als ich so schwer krank wurde.

    damals war meine mutter plötzlich für mich da und wollte mir helfen. das konnte ich nicht ertragen, denn spürte ich wie ich wieder benutzt wurde um sie zu stärken, ihr einen neuen sinn im leben zu geben, für mich da zu sein. das wollte ich nicht, denn im grunde , das ist mir heute klar, spüret ich damals schon wie wichtig es ist, das jeder mensch für sich selbst da zu sein hat, um sich selbst kümmern muss. alles andere ist ein benutzen des anderen um sich besser zu fühlen und ist ein völliges abhängig machen von aussen.sobalt ich wier gesund war viel sie wieder in ein loch und begann zu saufen an wie gehabt und ich fühlte mich schuldig.sie versuchte sogar mich weiterhin krank zu machen.hätte ich mich darauf eingelassen, mich in ihre hände begeben, ich wär da nie raus gekommen.

    dann funktionierte ich nicht mehr, weil ich bemüht war mir selbst zu helfen und sie dadurch ablehnte und begann nein zu sagen.ich wollte gesund werden, denn die schmerzen , die angst die ich hatte war extrem belastend für mich.

    ich begann die therapie, von da an ging es stetig immer mehr den berg auf für mich. erst wollten mir meine eltern die therapie schlecht reden, ausreden es zu tun. hilft ja eh nichts, psychologen sind menschn die mit ihren eigenen leben nicht klar kommen so ähnlich kamen aussagen. doch spürte ich damals, sie hatten berechtigte angst dafor das ich aus dem systhem aussteige und sie beide mit ihrer eigenen problematik alleine lassen werde.

    ich lies sie allein damit. ich fuhr nicht mehr einkaufen. ich suchte wege um das auto nicht mehr so oft zu brauchen, dadurch wurden begegnungen mit ihnen immer weniger.ich räumte ihn nichts mehr auf, brachte nichte mehr weg. so stand mein vater wieder da wo er hin gehörte, an die seite seiner frau, durfte nun endlich wieder die se aufgaben erledigen, die er hätte immer schon machen sollen. erst war er sauer auf mich. auch sie. dann wurde mir hinterher gelaufen, hinterher telefoniert. doch in der therapie lernte ich mich selbst mehr kennen und konnte immer selbstsicherer zu meinen eigenen bedürfnissen stehen.

    ich lernte nein zu sagen, mich solchen situationen nicht mehr auszusetzen und mir selbst wichtig zu werden. mich zu spüren und mir selbst wieder etwas wert zu sein.

    es tat so gut, als ich merkte, mein "neues" handeln hat erfolg für mich und mein wohlempfinden. das stärkte mich immer mehr. ich hab mich gelöst aus diesem co verhältnis. natürlich gibt es heute noch kontakte, doch inzwischen wiess ich genau, wo der co knopf bei mir klingelt und wie ich darauf reagieren kann. doch inzwischen lasse ich meine eltern ihr leben leben, so wie sie es wollen. es ist nicht mehr meins.

    ich war auch mal ganz unten, doch es war mein eigener innerer wille der mich dazu brachte da auszusteigen und mir wieder etwas wert zu sein.

    die einstellung:"ich schaff das noch nicht" ist ja änderbar. versuch das genauer anzuschauen,WANN willst du anfangen was für dich zu tun, damit sich etwas ändert!!!!!!jeder tag an dem du leidest ist ein verschwendeter tag. ich weiss nun heute, das leben ist irgendwann zu ende. meine krankheit hat mir das bewusst gemacht, es kann so schnell vorbei sein, also warum nicht heute, jetzt gleich anfangen sich gutes zu tun. warum nicht heute, jetzt anfangen sich um das eigene selbstbewusstsein zu kümmern? weisst du was morgen ist? keiner weiss das und ich möchte auf mein leben schauen können und sagen:hey, ich hab alles so getan das es mir gut geht, ich bin mit mir und meinem leben zufrieden.

    noch was: stell dich deiner angst, die du hast. lass die angst die du hast nicht über dich beherrschen dann auch hier machst du dich dafon abhängig, wie vom partner, vom mitleid usw.........
    ändern kannst NUR DU FÜR DICH etwas.

    lieben gruß melanie

    hallo sagara

    Zitat

    Im Moment muss ich wieder kämpfen.
    Bin von einer anderen Seite totaler psychischer Gewalt ausgesetzt, weil Menschen nicht sachlich sein können.
    Und wenn ich mittlerweile psychische Gewalt spüre, dann bin ich sowieso "ZU".

    du musst nicht kämpfen!

    ich habe es lange nicht verstanden gehabt. ich dachte auch wie du. ich müsste kämpfen, was beweisen, rechtfertigen,zeigen ich bin nicht so wie mein exmann denkt das ich bin.ich kämpfte bis ich zusammenbrach.

    du bist dieser gewalt solang ausgesetzt, solange du es zulässt. warum nicht einfach auf dem hacken umdrehen und den anderen stehen lassen? ich geh solchen gesprächen mittlerweile aus dem weg. wenn ich merke ich lass mich wieder darauf ein sag ich mir selbst STOP melanie das ist nicht gesund was du gerade machst. dann kann ich auflegen, gehen egal was der andere dann von mir denkt. dann bin ich es mir einfach selbst wert mich solchen gesprächen nicht mehr hinzugeben. das braucht doch kein mensch!

    Zitat

    Und er will's noch nicht ganz sehen obwohl er's schon angelugt hat - hat halt wieder die augen verschlossen.
    Er muss sich psychisch wahrscheinlich sehr schlecht fühlen im allgemeinen, damit er trinkt.

    Wie siehst du das?

    ich seh nur, das du gedanklich immernoch viel zu sehr bei ihm bist, nicht bei dir. es ist egal, akzeptier das einfach und nehm es als gegeben an. er ist alkoholiker, mehr musst du nicht wissen. im grunde hat jeder mensch das recht so zu leben wie er das will. du hast ja nicht das recht ihm zu sagen wo es lang geht. es ist nicht deine verpfilichtung ihn zu verstehen. wesendlich wichtiger ist es das du dich verstehst, warum du diesen drang hast, ihn verstehn zu wollen. es ist deine abhängigkeit die du hast, die dich gedanklich nicht von ihm löst.

    Zitat

    Gestern oder heute, ich weiß nicht mehr, da war so ein Moment, da hab' ich das Loslassen gefühlt und da kam dann die Traurigkeit; vielleicht bin ich dann davongelaufen, weil ich's nicht wahrhaben wollte; nicht im Moment, wo ich noch stark sein muss, weil er versucht lieb zu mir zu sein und mich wieder einzufangen

    mein ex mann hatte jahrelang versucht wieder bei mir einzuziehen. meine kinder hat er immer wieder benutzt gehabt, ihnen hoffnung gemacht, gesagt, das er wieder kommen wird, wenn sich die mama beruhigt hat. wo ist da der respekt, die akzeptanz? ich kämpfte ja auch da an dieser front. weisst du wann es aufhörte? als ich aufhörte zu kämpfen, mich umdrehte und mich auf nichts mehr eingelassen habe.

    auch in dem ich akzeptiert, das er mich wohl lieben kann, es nicht in meiner macht steht über die gefühle eines anderen bestimmen zu können.macht haben zu wollen, kontrolle zu haben, das ist teil der coabhängigkeit.mich störte das nicht mehr, es wurde mich egal, das er mich noch leibte.das hatte ja schlussendlich nichts mit mir und meinen emmozionen zu tun. ich wusste ja und weiss es immernoch, das ich ihn nicht mehr liebte.da bin ich wieder bei mir.

    heute ist das doch genauso. hast ja mitbekommen, in meinem anderen tread, der helfer tread. dieser mann hatte genauso keinen respekt. ich habe reagiert, so wie es für mich am besten ist, indem ich mich distanciert habe.ich muss niemanden lieben, nur weil er mich liebt. das führt immer zu einem innerlichen druck.der druck lässt mich handeln, so wie es für mich am besten ist. FÜR MICH nicht für den anderen, auch wenn sich das jetzt ziemlich egoistisch anhört. doch ich muss mich nicht selbst opfern damit es dem anderen gut geht!

    solange ich bei mir bin, spüren kann, das es mir gut geht, dann bin ich auf dem richtigen weg. dahin zu kommen ist schwer aber ist machbar. da gehört einfach dazu, das die gendaken immer bei einem selbst sind und nicht bei dem gegenüber.auch dieses wort egoismus, das ist für manche ein schimpfwort ist, ist wichtig mal anzuschauen. es gibt einen gesunden egoismus, er hilft dir bei dir zu sein und dir einen gutes gesundes leben zu ermöglichen.

    es gibt auch den anderen egoismus, der nur an sich denkt, gleichzeitig aber auch andere menschen übergeht und sich am anderen bereichert. das meine ich nicht.

    doch zwischenmenschlich ist es so, das wir in keinerlei verpflichtet sind, dem anderen ein schönes leben zu gestalten, ihm alles recht zu machen, für ihn da sein müssen, ihm zu hören müssen.es ist wichtig da da umzudenken. wir müssen nichts. wir dürfen, können wenn wir das wollen, doch müssen wir nichts.

    ich mach es mir schön, ich schau das es mir gut geht und gestalte mein leben schön und gut. dann profitiert der partner dafon. der partner, wenn er gesund ist, lebt dies auch so aus und so pofitiert der eine vom anderen ohne das er sich vom anderen abhängig macht und/oder vom anderen das erwartet. das alles was man dann tut kommt von sich selbst herraus. das ist etwas, was ich erst jetzt lerne.das ist sehr schwer.

    lieben gruß melanie

    hallo anima,

    Zitat

    Das mit der Angst kenne ich auch...ich hatte vor ein paar Wochen die erste Panikattacke die mit Kontrollverlust zu tun hatte. Ausgelöst wurde sie von meiner ehemaligen Mitbewohnerin, die eine Borderlinepatientin ist. An der hing ich über ein Jahr lang, wahrscheinlich dank meiner Neigung zur Co-Abhängigkeit. Sie fing an, meine Freunde gegen mich polen zu wollen, durch ihre manipulativen Charakterzüge. Mir wurde das bewusst, und plötzlich bekam ich Panik, weil ich Angst hatte, keinen Einfluss darauf zu haben, was meine Freunde über mich denken und was sie mit ihnen anstellt.

    jetzt würde es mir interessieren, wie du mit dieser situation umgegangen bist?

    hilflos dazustehen, keine kontrolle darüber zu haben, was andere sagen. eine sehr sehr schwierige siuation und belastend für jeden, der da drin steckt. auch das kenn ich nur zu gut. wenn sowas über einen längeren zeitraum geht läuft sowas ja dan unter den begriff mobbing. der betroffene selbst geht daran gnadenlos kaputt, wenn er es nicht schafft sich geau dafon zu distancieren.

    wie siehst du das, und was kannst du tun, das es dir trotzdem, das andere über dich reden KÖNNTEN, gut geht und du nicht darunter leidest?

    lieben gruß melanie

    guten morgen,

    Zitat

    ihn werde ich sehr bald schon aus meinem leben verbannen, darauf habe ich keine lust.denn ich habe mir geschworen, in meinem leben werde ich nichts mehr ertragen,was mir nicht gut tut. ich habe kein gutes gefühl mehr in mir, wenn ich an ihn denke. darum ist da besser einen grossen abstand zu bekommen und ihm das mit zu teilen.

    so nun habe ich es ihm mitgeteilt und somit hab ich wieder etwas gutes für mich getan. die last ist weg und ich fühl mich jetzt wieder freier. so einfach ist das!!!!!!!!

    lieben gruß melanie

    hallo sagara,

    Zitat


    Das positive was ich vielleicht spüre, wenn es so ist, wie ich glaube ..... dann hat die "Erwachsene" in mir jetzt mal das "Innere Kind" an der Hand genommen oder ist das "Innere Kind" gereift?

    ich kenne die begriffe auch. ich habe als erstes mein inneres kind in den arm genommen, habe es weinen lassen, weil es niemals trost, liebe und zuwendung bekommen hatte. mein inneres kind brauchte erst den trost und die zuwendung um erwachsen zu werden.

    wie sieht es denn in dir aus? eine trennung ist etwas sehr emmozionales. es gehört auch traurig zu sein, weil das ein ganz normalser abschnitt einer trennung ist, trauer zu spüren, zu leben. erlaubst du dir denn traurig zu sein?

    viele laufen vor dieser "negativ" geprägten traurigkeit weg, lenken sich ab, laufen dafon. doch inzwischen weiss ich, das es sehr wichtig ist das auszuleben, trauer gehört nunmal auch in unser leben.denn nach der trauer kommt ein neuer abschnitt, der der versöhnung mit der situation.die akzeptanz des verlust eines geliebten menschen und dadurch auch das sich lösen können. hab geduld mit dir, das dauert alles seine zeit. wir müssen nicht immer "stark" sein im leben und den anschein machen, das uns nichts bewegt.das ist eine nach aussen hin gelebte stärke, keine innere stärke. ehrlichkeit beginnt da, wo ich meinen gefühlen freien lauf lassen kann und weinen kann wenn es mir danach ist. das ist dann stark, stark für sich selbst!

    lieben gruß melanie

    hallo eintr.1,

    Zitat

    Ich hab auch schon öfter mal darüber nachgedacht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und ich war auch schon bei zwei Therapeutinnen, aber ich hab einfach Angst nicht ernst genommen zu werden. Ich mein, ich bin nie geschlagen worden oder anderswie körperlich misshandelt, nicht offensichtlich vernachlässigt. Bei mir lief alles über die Psyche, über Angst und Druck und Liebesentzug ( wenn man das bei kompletter Abneigung überhaupt sagen kann), nein, eher über Anerkennungsentzug.
    Bei den beiden Tharpeutinnen war es so, dass ich genau gemerkt hab, dass sie mir kein Wort geglaubt haben. In unserer heutigen Gesellschaft muss man, glaub ich, erst halb tot am Boden liegen, bevor einem zugestanden wird, ein Problem zu haben und das bringt dann auch nichts. ich hab eh schon große Schwierigkeiten, zu irgendjemandem Vetrauen zu fassen. Eigentlich vertraue ich nur meinem Mann und meinen Kindern. Allen anderen nur bis zur Haustür. Aber einen Therapeuten muss man ja bildlich gesprochen auch in die Wohnung lassen. Ich weiß nicht, ob ich das könnte.


    mir fällt da was auf.ich hab auch ne zeit hinter mir, wo ich dachte, mich nimmt doch keiner ernst mit meinem problem. keiner glaubt mir so richtig

    doch ich fand für mich raus, das ich in meiner angst und meiner unfähigkeit anderen menschen mein innerstes anzuvertrauen folgendermassen reagierte:

    ich weiss ja viel. kommunikativ bin ich auch und habe sehr gut gelernt mich verbal richtig gut zu äussern. also sass ich bei der therapeutin und brachte mein anliegen vor. doch ich vermittelte nicht meinen schmerz den ich hatte, meine hilfosigkeit, mein wirkliches problem das ich mit mir hatte.

    ich vermittelte, ich weiss ja eh schon alles, bin sehr fit und pack das schon alleine!!!

    ich gestand mir damals selbst nicht ein ein problem zu haben und hilfe zu brauchen.wie soll da dann ein therapeut anders reagiern als zu sagen" frau melanie sie sind so stabil, sie wissen bescheid, sie packen das!".ich war damals zu taff unterwegs und konnte mir selbst nicht mal zugestehen das es mir tierisch schlecht ging.

    als ich durch meine krebskrankhet sichtlich angeschlagen war, wirklich unter starken schmerzen litt und richtig viel angst hatte war ich in einer situation, in der ich so sehr litt, das ich keine andere möglichkeit mehr sah, als mich richtig zu öffnen und auch da die therapeutin rangelassen, wo es mir weh tat. denn ich wollte unbedingt wieder gesund werden.ich habe die mauern hier fallen lassen, weil ich sonnst daran zugrunde gegangen wäre und liess die hilfe auch zu. eine therapie geht ganz schön in die tiefe rein, dafor haben viele menschen einfach angst. ich hatte die auch.

    vertrauen hatte ich dann bei meiner therapeutin gefunden. da war aber auch etwas zwischen uns was es mir möglich machte mich zu öffnen, eine gewisse symphatie. mit einem therapeuten zu arbeiten, bei dem ich mich von vorne weg nicht gut fühlen würde ich das auch nicht schaffen. doch wenns passt, ist es möglich auch die dicken mauern die sich aufgebaut haben auch mal durchlässiger zu machen oder ganz abzureissen.

    ich weiss nicht so recht, vielleicht leidest du nicht unter dieser situation, verdrängst deine wutattacken wenn du wieder einwenig ruhiger geworden bist.gestehst du dir denn selbst ein, das du darunter leidest? ist dir bewusst, das du andere menschen damit verletzt? macht es dir kein schlechtes gefühl, wenn du darüber nachdenkst, das du durch dein verhalten nicht nur dich sondern auch deine kinder verletzt?

    kannst du denn deinen schmerz den du dadurch hast nicht mitteilen?

    frag dich mal selbst und antworte dir dahingehend mal ganz ehrlich. dann nimm das was du spürst, versuche es in worte zu packen und vermittle das einem therapeuten. erst wenn du dich selbst offen hinstellst und einen anderen an dich "ranlässt" kann der dir tatsächlich helfen!!!!

    lieben gruß melanie

    guten morgen rumpelchen,

    Zitat

    Melanie hast du einen Link zu deiner Geschichte


    meine geschichte ist eine lange geschichte. viele seiten hab ich hier schon geschrieben.begonnen hab ich vor zweieinhalb jahren hier zu schreiben. damals stand ich genau so da, war aber schon jahrelang getrennt von meinem mann. lebte auch schon jahrelang allein. doch auch meine mutter ist alkoholikerin und durch die drei kinder habe ich den kontackt zu meinem damaligen mann nie abbrechen können.

    die ehezeit habe ich hier nicht aufgeschrieben, da war ich in der geschlossenen hier im forum, hab dort alles dazu geschrieben. ich kann dir nur sagen, auch bei mir gab es zum ende hin aggression, aber genau zu diesem zeitpunkt auch die trennung.ich habe das eben nicht lange auhalten wollen, da waren meine grenzen zwar noch nicht so fest, ich habe auch viel zu viel zugelassen, erleben müssen. es waren hier nötigungen im sexuellen bereich,als auch dann richtige körperliche gewalt.aber zu meinem glück hab ich trotz kleinkinder die ich damals hatte so viel kraft gehabt den schritt zur trennung zu machen.

    ich kann es sicherlich auch nachvollziehen, habs ja auch durchgemacht, das die hoffnung einem bei diesen männern noch hällt. liebe war aber nicht mehr da, ich lehnte ihn körperlich total ab, litt darunter und blieb trotzdem. das ist ja das schlimme an dieser co abhängigkeit, denn ich konnte ihn trotzdem nicht verlassen.

    erst als es zur gewalt und zur aggression kam ging ich. damals wollte er nocht unbedingt eine ehetherapie machen, da waren wir schon getrennt, hab ich ihn rausgeschmissen gehabt. wärend der therapie wurde mir alles klarer, bewusster und mir brachte diese therapie die bestätigung, das ich nie wieder mit diesem mann zusammen leben möchte.denn wärend dieser therapie fiel mir auf wie das systhem funktionierte: er der arme mann, ich die böse frau, die nicht gab was er erwartete.weil ich ja als kind einer alkoholikerin völlig verstrahlt war. er der unter mir litt sprach sich das ganze recht zu saufen zu können, mich dafür verantwortlich zu machen für sein leid.ich als kind einer alkoholikerin unfähig mich selbst zu sehen, selbstaufgabe zelebrierte,grenzenlos aushielt, nur um geliebt zu werden. nur um welchen preis?

    nur aufgehört hat es mit der coabhängigkeit immernoch nicht. ich war durch die kinder alle 14 tage in der situation ihn begegnen zu müssen. damals waren die kinder noch klein, ich konnte sie also nicht einfach so zu ihm bringen und gehen. da musste ich oft bei ihm bleiben und das ganzetheater an vorwürfen ging weiter.schlimmer, ich hatte mich ja getrennt und war somit komplett schuldig an seiner katastrophalen psychischen verfassung. der grund vollkommen abzustürzen.

    sein absturz war dann vor vier jahren. er wurde obdachlos und ich brachte ihm auch die kinder nicht mehr. er konnte seinen kindern bei seiner schwester begegnen, die die drei ab und an mal zu sich nahm.ich konnte das ganze kaum ertragen, dachte immer an die kinder, die sollten doch einen tollen vater haben, ein positives vorbild. war er leider nicht. ich litt für meine kinder mit, selbst habe ich eine alkoholkranke mutter, wusste wie ein kind empfindet, dessen elternteil den alkohol mehr liebt als das kind.

    vor zwei jahren hatte ich dann selbst gesundheitlich zu kämpfen gehabt. mir wurde ein bösartiger polyp im darm festgestellt. ich hatte sehr viel glück, das dieser tumor überhaupt gefunden wurde, ich hatte damals eine lebenserwartung von einem jahr noch gehabt. doch zum glück wurde mir der tumor entfernt und hatte keine metastasen gebildet gehabt.

    doch dieses erleben hatte mich ziemlich durchgeschüttelt gehabt. ich bin mir heute sicher, der tumor war DIE chance für mich, denn ich fing dadurch an an mir selbst zu arbeiten, zu kapieren, worum es in meiner abhängigkeit geht. ich kapierte, es liegt in mir was zu verändern. ich habe ganz allein dei verantwortung für mich und mein leben. in bezug auf ihn habe ich dann bemerkt, ich konnte mich abgrenzen.ich nahm mir die last von den schultern für ihn zu arbeiten, damit er ein toller papa für die kinder ist.gab ihm damit seine verantortung zurrück.

    in bezug auf meine ehe habe ich erkannt, das ich selbst auch einen teil beigetragen habe, das ich es war die das zugelassen hatte, was passierte. wäre ich mir damals selbst mehr wert gewesen, wäre es niemals soweit gekommen.

    ihc konnte es mir lang nicht verzeihen, litt weiter undter dieser schuld, die ich mir dann selbst gab. doch auch hier konnte ich eine wandlung feststellen. ich machte therapie, weil ich durch die krankheit eine angstpsychose bekommen hatte mit sehr starken panikattacken.in der therapie konnte ich mich annehmen lernen, mir mein selbstwert zurrückholen und eine eigenliebe entwickeln, die mir heute ermöglicht mich mehr und mehr aus dieser abhängigkeitsstruktur zu lösen. meine mutter ist ja auch ein teil meiner abhängigkeit. da musste ich auch sehr viel leid erleben und daran arbeiten.auch das steht hier geschrieben.

    mit dem vater der kinder bsteht seit zwei jahren kaum noch kontakt. ein geregelter besuchswochenende gibt es keins mehr. die kinder wollen nicht mehr zu ihrem vater und dürfen auch durch ihr alter inzwischen selbst entscheiden ob sie ihm begegnen wollen oder nicht. zwar schürt das immernoch bei ihm offenbar hassgefühle für mich, doch ich kann inzwischen klare grenzen setzen und ein telefonat sofort abbrechen, wenn es dann in diese richtung geht. auch von mir aus gibt es keinerlei kontakt zu ihm, da muss er sich selbst drum kümmern, was er nur macht wenn geburtstage oder weihnachten anstehen.doch auch hier setze ich grenzen, er holt sie ab und bringt sie wieder. es ist seine verantwortung sich zu kümmern, ich werd hier nicht mehr aktiv.


    heute bin ich ein zufriedener mensch. manchmal launisch, manchmal glücklich. manchmal wird mir auch alles zu viel und manchmal stehe ich da und könnte bäume rausreissen. doch meine innerliche grundeinstellung zu mir selbst hat sich sehr ins positive gewendet. da mit kann ich mich so annehmen wie ich bin und leide nicht mehr.ich lebe jeden tag bewusster. auch deshalb wei ich weiss ich wäre heut nicht mehr da, wenn ich nicht angefangen hätte mich um mich selbst zu kümmern!

    soviel zu meiner ehe, die ich führte und was ich erlebte und wie ich heute damit umgehe. damit kann ich heute sehr gut leben und habe mir verziehen. schlisslich ist alkoholissmus eine krankheit und co abhängigkeit auch. eine sehr schlimme krankheit die den familien sehr viel leid bringt, die auf emmozionaler ebene vieles kaputt macht, weil emmozionen nicht wahrgenommen, gelebt werden wollen/können.

    aus dem kreis steigst du dann aus, wenn du anfängst dir selbst bewusst zu werden, dich selbst wahr zu nehmen, deinen gefühlen volle aufmerksamkeit gibst und dich selbst wieder aufbaust.vor allem auch wenn du anfängst es dir selbst wert zu sein, ein gesundes leben führen zu dürfen!!!!!!

    liebe grüße melanie

    hallo schwan,

    Zitat

    Ich fühle mich eigentlich nur noch als Geldbringer.
    Habe jahrelang die Therapien begleitet und sie nur unterstützt und nun macht mich diese kälte irgendwie krank.

    schau mal da hin. wieso leiden? für was das ganze, es wird sich eh nichts ändern. "in liebe loslassen" ist ja so nicht einmal mehr möglich, da ist doch keine liebe mehr da. möchtest du erleben, wie es ist, wenn die liebe erloschen ist, das ganze einem nur noch krank macht, man selbst anfängt zu hassen?

    ich habs durch, darum kann ich dir nur sagen, das werd ich nie mehr soweit zulassen, das mich jeh ein mensch an solche grenzen bringt. meine grenzen sind da schon viel früher gesetzt. was mir nicht gut tut, wird aus meinem leben riegeros verbannt.an was hältst du noch fest?

    gruß melanie

    hallo anima,

    nun das sind keine guten vorraussetzungen die du da aufschreibst.

    ich schreib dir mal von mir. als ich vor zwei jahren die diagnose krebs bekommen hatte bekam ich eine heiden angst um mein leben. zum glück ging das ganze nur ein halbes jahr, dann war ich wieder gesund und war geheilt. ein grosses glück. die angst blieb.

    die angst blieb noch zwei jahre mein begleiter. ich konnte kaum auto fahren, ich bekahm panikattacken. doch ich bin gefahren. hab mich nicht aufgegeben. hab mich überwunden es trotzdem zu tun. ich begann damals, weil mein leidensdruck so gross war eine therapie. ich lernte mich wärend dieser intensiven therapiezeit besser kennen und erkannte meine beweggründe. da meine mutter alkoholikerin ist, ich damit gross geworden bin hatte ich eine prägung, die diese angstzustände aufgrund von sicherheits und kontrollverlust so stark auslösten, das ich diese panikattaken bekam.

    mir wurde auch bewusst, das mich die angst lähmen kann. handlungsunfähig macht. wenn du dieser angst die oberhand lässt, sie dich kontrolliert, dann wird das leben zur qual, depressionen kommen hoch und du fühlst dich leer und verbraucht. so auch bei mir. ich spürte sonnst nichts, nur diese angst. ich machte mich selbst verückt. doch ich konnte lernen damit umzugehen. angst ist heilbar.

    heute habe ich keine panikattaken mehr. die therapie half sehr.nicht nur die angst soweit anzunehmen und zu akzeptieren, sondern sie nahm mich die angst vor der angst. denn es ist "nur" ein gefühl, es passiert ja nichts!!!! das zu verstehen half mir sehr. ein gefühl, das ganz normal ist, das urmenschlich und lebensnotwendig ist. nur das wir sie heute nicht mehr brauchen, so wie damals. das ist das eigendliche problem dabei und deswegen reagieren wir auch so auf dieses unangenehme gefühl in uns.

    so, nun möchte ich dir mut machen dir hilfe zu holen. dann gehts dir auch viel besser und du brauchst dich nicht mit alkohol weiter zu beteuben. denk dran, es geht schneller wie du denkst, dannbist auch du in dieser sucht gefangen, kommst dafon nicht mehr weg. unternimm was dagegen, mehr kann ich dir hier nicht weiter auf den weg geben.

    lieben gruß melanie