Beiträge von Melinak

    hallo wolfsfrau,

    ich gebe dir gerne einen buchtip. mir hat dieses buch sehr geholfen. ich kann es dadurch besser umsetzten, das leben im jetzt zu leben.

    Jetzt, die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle

    sehr empfehlenswert, wenn du dich auf den weg machen möchtest das leben im jetzt leben zu wollen.

    lieben gruß melanie

    hallo liebe forenteilnehmer,

    heute hatte ich meine letzte therapiestunde.

    ich durfte vieles mitnehmen, viel über mich herausfinden, lernen das was wichtig ist für MICH und MEIN leben. ich konnte dadurch lernen mich zu spüren, was bewegt mich, was löst in mir welche gefühle aus. wie kommen meine reaktionen, die immer grundliegend in meiner gefühlswelt liegen, zustande. eben weil ich ein mensch bin, ein mensch mit einer prägung, ein mensch mit einer gefühlswelt.

    gelernt habe ich zudem, konnte es langsam in mein leben einbauen, kann es leben, das es wichtig ist heute zu leben. nicht in der vergangenheit, nicht in der zukunft, heute im jetzt . das nimmt mir den kontrollzwang den ich hatte. kontrollieren wollen, alles perfekt geplant und angeblich richtig machen zu wollen und hinterher entteuscht zu sein, weil es eben vieles nicht planbar ist, es , zumindest bei mir, in meinem leben viel leichter leben lässt, wenn ich da loslasse und denentsprechend dann reagiere wenn die situation ist. ich bin dadurch viel flexiebler geworden und kann dann auch echter, zeitnaher der gefühlswelt und meinem kopf gegenüber paralel reagieren.

    leben, spüren, das annemen was ist. seit ich nicht mehr kontrolliere, seitdem sind meine angstzustände weg.

    ich kann jetzt spüren was mich jetzt bewegt. das ist so prima.

    mir kommen oft die gedanken, wie soll es gehen, das ich für mich lebe, aber auch mit anderen menschen im kontakt zu bleiben. im kontakt zu bleiben und auch hier gefühle zu spüren, ohne dabei kaputt zu gehen. es sind die prioritäten die mich mir heute setze,wo bin ich für mich mir wichtig. leide ich emmozional vor sorge um den anderen, dann kann das nicht gesund sein. dann nehme ich mich selbst zu wenig wahr, zu wenig wichtig. dann ist es dringend nötig sich von ihm zu distancieren, abstand zu bekommen, so dass das leiden aufhört. da den egoismus als lebensnotwendigen mechanismus anzunehmen und mir zu sagen, in erster lienie geht es IMMER erst einmal um mich und mein wohlergehen, ich muss für keinen anderen menschen leiden.

    natürlich bewegen mich immernoch geschichten der anderen, sowie ich letztens erleben musste, dass ein freund, den ich sehr gern habe, einen motorradunfall hatte und nun wohl nie mehr richtig laufen wird. ich könnte nun vor sorge um ihn nur noch daran denken. mach ich aber nicht. es ist zwar etwas was mich bewegt, er ist aber gut aufgehoben, in reha,wird danach schuenen das beste aus seinem leben zu machen. es ist dennoch ein lieber freund, doch mache ich mir keine sorgen mehr.ich weiss, er holt sich hilfe, bekommt hilfe dort wo er sie braucht. so normal kann das leben sein, selbst wenn ich das beispiel her nehme und dabei meine mutter, meinen ex mann oder sonnst einen alkoholiker herhole, selbst wenn die sich nicht hilfe holen ist und bleibt es ihr leben. im grunde geht es hier bei der geschichte immer darum, wann merke ich meine grenze, wann wird ein" sich sorgen machen" zu einem leidensweg für sich selbst, wann fange ich an mich dann dafon zu distancieren. solange ich nun weiss, das es so ist kann ich mein augenmerk immer mehr darauf legen, das ich meinen egoismus einschalte. wenn ich dann meine eigenliebe aktiviere und mir selbst so wichtig werde, brauche ich nicht mehr mitleiden.

    was auch noch für mich wichtig ist, das ich erkannt habe, dass es tatsächlich übehaupt nicht wichtig ist, was der andere mir gegenüber von mir denkt, von mir hällt. denn wenn ich zu mir und meinen handlungen stehe und mich annehme wie ich bin, dann fällt das weg. ich kann für mich selbst handeln wie es mir gefällt, ohne den blick darauf, was der anderen von mir hällt. dann, wenn ich hinterher die eigenen verantwortung für mein handeln übernehme und weiss ich habe es so getan, kann ich auch dazu stehen. dann steh ich zu mir selbst, meinem handeln und kann da selbstbewusst hinstehen. wenn ich das so wieder und wieder erlebe werde ich selbstsicherer.

    mir ist es inzwischen sehr wichtig geworden an mir soweit zu arbeiten, das ich dieses was hier geschrieben steht im leben umsetze. ich kann es, lebe es, bin glücklich damit und zufrieden. ich bin ruhiger und gelassener geworden, von aussen kommende kritik z.B. macht mich nicht mehr kaputt, lässt mich kurz überlegen, mich fragen, ist das so? nehme ich das auch so wahr, wenn nicht dann nicht. brauch ich mich auch nicht dazu äussern, mich rechtfertigen. ist es berechtigt kritik dann nehme ich sie an und versuche dies in mein leben einzubauen. es ist nicht schlimm, denn fehler machen alle menschen und dazu kann ich inzwischen auch stehen., dazulernen und im grunde ist das doch sogar positiv.

    das leben ist wie ein fluss, es läuft an mir vorbei und ich nehme es wahr.ich schwimme mit, so wie es mir danach ist. brauch ich hilfe weil die srröhmung zu stark ist, nehme ich sie an. doch lasse ich es nicht mehr zu mich von irgend wen aus dem gleichegwicht zu bringen. ich bin mir selbst so viel wert, weiss was ich kann, was ich mir zumuten kann. sollten mich strömungen wieder aus dem gleichegwicht bringen weiss ich, es gibt menschen um mich herrum, die mir helfen können. ich weiss aber auch, es gibt menschen um mich herum, die mir nicht gut tun. so gehe ich diesen aus dem weg und lasse es nicht mehr zu, das die mir mein leben so beeinflussen, das ich es selbst nicht mehr leben kann.

    fazit: ich bin bei mir angekommen.

    lieben gruß melanie

    liebe seidenraupe,

    Zitat

    eigentlich wollte ich ins Bett gehen, schaute aber doch noch einmal neugierig ins Forum, und so möchte ich dir unbedingt noch eine kurze Rückmeldung geben!
    Ähnliche Gedanken hatte ich in den letzten Tagen nämlich auch. Ich bin ja noch ziemlich neu hier, und ich danke dir für einige Rückmeldungen in der letzten Zeit.
    Aber obwohl bei mir auch ziemlich viel gelesen wurde, war ich in den letzten Tagen doch ziemlich enttäuscht über so wenig Reaktionen.

    Ich habe überlegt, woran es liegen kann ( z.B. bin ich zu uninteressant, habe ich zu wenig von mir geschrieben oder, oder) und dachte dann daran,
    dass auch ich längere Zeit nur gelesen habe. Ich hätte es mir auch gar nicht zugetraut, anderen zu ihrem Thema/Problem etwas zu schreiben.
    Als ich dann endlich anfing zu schreiben, las ich in anderen Threats (den Begriff kannte ich vorher nicht) sehr viel weniger als vor meiner Anmeldung.
    Mein Fazit: Ich muss geduldiger und "fleißiger" sein.

    Nun gehe ich mit dem guten Gefühl, wieder einen trockenen Tag erlebt zu haben, ins Bett.

    es ging mir eine zeitlang auch so, da hatte ich noch die erwartung, das mir die leute hier doch helfen sollen. ich fühlte mich abgelehnt und nicht ernst genommen in meiner problematik unter der ich litt.

    doch was ich dann machte war schreiben. ich schrieb nicht den alltag auf, den ich erlebte, ich schrieb auf wie es mir geht, öffnete mich,zeigte, das es mir schlecht ging und ich hilfe brauchte. erst nachdem offensichtilich für die anderen wurde, das es mir wirklich ernsthaft um meine genesung geht und ich bereit war hilfe anzunehmen kamen dann rückmeldungen.

    heute bekomm ich wieder weniger rückmeldungen in meinem eigenen tread. es liegt heute wieder daran das ich nicht hilfesuchend hier bin. inzwischen habe ich auch sehr an mir gearbeitet, emsig und fleissig.heute brauch ich diese rückmeldungen nicht mehr, denn ich weiss inzwischen wer ich bin und wenn dann mal wieder hilfebedarf besteht, kann ich um hilfe rufen.

    ich kann nicht erwarten, das die anderen gedanken lesen können, ich kann nur hingehen und meine gedanken so in worte packen, das sie der andere verstehen kann.vielleicht hilft dir das weiter.

    auf der anderen seite lese ich das du zufrieden, mit nem guten gefühl ins bett gegangen bist, da du wieder einen trockenen tag erleben konntest. ich denke das ist doch im grunde das allerwichtigste für dich, das zu erleben.

    lieben gruß melanie

    liebe wolfsfrau,
    Zitat:
    Gerade heute überwiegen wieder mal die Schuldgefühle bei dem Wunsch,
    am liebsten nie mehr hinfahren und meine Mutter so kaputt, wie sie inzwi-
    schen durch den Alkohol ist, nie mehr anschauen zu müssen. Das tut mir
    so weh. Und doch liebe ich sie für alles, was sie von Herzen gab und geben
    kann. Das möchte ich nicht abweisen.


    das genauso mein problem. wer will sich schon anschauen, was die auswirkungen von alkoholmissbrauch an einem menschen verursachen. auch hier bei mir, wo ich mich noch an eine total schöne frau mich erinnern kann, die sich gern richtete, gern schön ausgesehen hatte, sich pflegte und richtig gut aussah. das ist alles so viele jahre her.ich versuche zumindest diese erinnerung mir zwar zu bewahren, mir dann aber bewusst zu machen, das ist vergangenheit.heute sieht diese frau alt, krank und zerstört aus.das ist nunmal realität.

    auch das ich nicht mehr dort hinein gehen möchte, in mein früheres zuhause, das heute einer müllkippe konkurenz macht und zum himmel stinkt. ich kann das nicht ertragen.ich denke es liegt daran, das es ein stück weit zuhause für mich war. auch hier versuche ich mir bewusst zu machen, das ich dort schon seit jahrzenten nicht mehr wohne und mein ganz eigenens zu hause aufgebaut habe.

    schlechtes gewissen? warum? ich hab es nicht verursacht, das haben meine eltern ganz allein geschafft.das ICH mir das nicht antun will, diesen schmerz der dabei bei mir ausgelöst wird NICHT haben möchte, ich das recht habe mich vor dem zu schützen gibt mir die berechtigung hier nicht mehr hin zu gehen.ich muss mir nicht selbst weh tun und mich sochen situationen aussetzen, dazu bin ich es mir heute viel zu wert. ich weiss darum, welche inneren gefühle das alles in mir auslöst, darum verhinder ich das indem ich mir das recht herrausnehme mich um meine seele zu kümmern.

    du hast doch das recht dazu deiner mutter deine eindrücke zu vermitteln, ihr auch mal unangenehme dinge zu sagen. du bist heute eine erwachsene frau, stell dich mit ihr auf gleiche ebene, als erwachsene, nicht als kind. diese zeiten sind mal gewesen. wenn du selbstbeusst weisst, was du gesagt ,geschrieben hast, dazu stehst dann kann dir ja auch nichts weiter passieren. oder hast du angst dafor, deine mutter könnte sich dir gegenüber negativ äussern, dich dadurch ablehnen, nur weil du deine meinung kund getan hast?

    wie wichtig ist es denn, als erwachsener mensch heute, das die mutter, von der wir heute frei leben können einem positiv und liebevoll in die arme nimmt? mir wurde seit längerem schon klar, das der wunsch danach ein wunsch aus meiner kindheit ist, ein wunsch nach sicherheit und nach liebe, die ich als kind nicht bekam.

    heute ist es nur deshalb wichtig, weil ichs nie bekommen hatte, denn wäre mein leben aufgefüllt worden als kind, mit viel iebe und sicherheit, dann müsste ich heute nicht danach betteln gehen.

    ich versuche dieses defizit heute damit zu füllen, das ich mir selbst diese liebe gebe, für mich da bin, mir gutes tu und mich selbst auch mit diesem defizit das ich habe annehme.dann muss ich nicht zum betteln gehen, denn ich werde das niemals bekommen, meine mutter ist krank, sie kann sich selbst wohl nicht viel liebe geben, wie soll sie das denn dann den anderen um sie herrum geben können? das geht nicht.

    im grunde liegt es in einem selbst, wiviel liebe du dir gibst, wiviel wert du dir bist, ob du dich annehmen kannst, mit dem was du mitbringst. erst als ich anfing mich um mich zu kümmern konnte ich die nötige distance dazu aufbauen, mir bewusst machen, was los ist und daran arbeiten. mir gehts heute gut, selbst wenn meine mutter mir sagt"du kannst mich eh nicht leiden". das hätte mich vor zwei jahren noch voll fertig gemacht. heute lass ich sie gehen, denke mir, das sind vorwürfe die mir ein schlechtes gewissen machen sollen. doch auch diese frau ist erwachsen und es liegt in ihr, ob sie liebe in sich trägt oder nur noch persönlichen hass.

    das ausseinanderfriemeln was ist hier noch mutter, was die frau, die durch dn missbrauch an ankohol geworden ist, ist mir ehrlich gesag zu ansrengend.ich habe mir gesagt, wenn ich diese frau liebe, dann lass ich sie los. anderst komm ich hierbei nicht mehr zurecht. ich distanciere mich sowohl innerlich als auch äusserlich von ihr, lass sie leben, wie sie es möchte. ich will keinen einfluss mehr auf sie haben, genau so will ich es nicht mehr spüren, das ihre art zu leben einfluss auf mich hat.

    lieben gruß melanie

    hallo und herzlich willkommen im forum!

    als erstes möchte ich dir gern auf den weg geben,dein mann ist alkoholiker und will auch weitermachen, wie er es gewohnt ist. akzeptier das, dein mann ist selbst veratwortlich für sein leben, er kann tun und lassen was er will. auch wenn sein verhalten sich nicht an der familie orientiert. er ist krank, er kann aufgrund dieser krankheit, seiner sucht nicht anderst, als nur noch an sich und den alkohol denken, nur danach handeln um den nächsten suff zu erleben.

    ein suchtkranker kann nicht anders. erst wenn er für sich selbst den tiefpunkt erreicht hat, der bei jedem menschen unterschiedlich ist, ist er fähig zu erkennen, das er so nicht weiter leben kann. bei manchen dauert es ein leben lang, sie kommen da nicht raus. andere schaffen es beim ersten anlauf, holen sich hilfe, machen eine therapie, andere haben aus eigener kraft herraus geschafft. es ist ganz unterschiedlich wie ein alkoholiker mit seiner situation umgeht, einluss darauf wirst du nicht nehmen können, es liegt in ihn.wenn dein vater alkoholiker ist, dann kennst du das sicherlich.

    darum ist es auch so wichtig, sich von diesen menschn zu distancieren. sei dir darüber bewusst, wenn du weiter bei ihm bleibst, wird dein leben auch weiterhin von der sucht deines mannes bestimmt bleiben.

    für mich ist hier, keiner schuld. alkoholismus ist eine krankheit. wer nach schuld schreit, zeigt mit dem finger af den anderen und fängt an sich im kreis zu drehen. dabei kommen die empfindungen der hilflosigkeit, daraus resultierende wut- und angstreaktionen immer mehr im vordergrund und damit wird das ganze zur inneren seelischen belastung.darum akzeptiere diese krankheit als solche wie sie es ist.

    in meiner zeit der trennung, die ich durchmachte, hatte mich damals der mich der suchberater angesprochen. er meinte damals schon sinngemäss zu mir: "ihr mann ist krank, er ist alkoholiker und wird sich nicht helfen lassen. er sieht seine krankheit nicht. wollen sie weiter bei ihm bleiben, dann akzeptieren sie die krankheit und sein verhalten. können sie es nicht akzeptieren lösen sie sich von ihm, das bedeutet meisstens dann die trennung.ER wird sich erst dann helfen lassen wenn er seinen tiefpunkt hat"

    das waren aussagen, die mir halfen mich von ihm zu trennen, mein exmann trinkt heute noch, es halfen weder therapiegespräche, noch gespräche mit ihm noch die trennung.die trennung war damals FÜR mICH und für die kinder das wichtigste was ich tun konnte.

    es sind nun 10 jahre vergangen, wenn ich ihn heute anschaue, sehe was aus ihn geworden ist, ein alter kranker mann empfinde ich nichts mehr.er hat weiter gesoffen, sich kaputt gemacht und ich habe damit nichts zu tun.

    das tut sehr gut das zu erkennen, wärend der ehe hat er mir die schuld dafür gegeben, doch heute weiss ich, das nasse alkoholiker durch diese schuldzuweisungen nur auf emmozionaler ebene den anderen an sich binden und ihn ein schlechtes gewissen einreden wollen. damit versuchen sie von sich abzulenken und geben ihre problematik den anderen in die hand, der andere(ich) versuchte das "wieder gut zu machen" denn die schuldzuweisungen führten bei mir zu einen schlechten gewissen.
    als ich mich löste und erkannte, es gibt hier keine schuld verschwanden die negativen gefühle und ich fühlte mich nicht mehr veratwortlich für ihn und die krankheit. zudem spürte ich auch dieses schlechte gewissen nicht mehr, den drang ihn aufgrund dieser gefühle ihn helfen zu müssen.
    darum denke ich heute eben ganz anderst über schuld und schuldzuweisungen, weil ich mich dahingehend vollkommen gelöst habe.

    ich möchte dir diese worte mit auf deinen weg geben, denk darüber nach, spüre in dich rein, eventuell erkennst du dazu eine paralele und kannst damit besser an dir selbst arbeiten. denn auch hier ist es total wichtig zu erkennen, es ist wichtig SELBST wege zu finden, um aus der sucht herraus zu kommen. für sich und für die kinder.es hilft nicht zu glauben, wenn der andere einem etwas weniger sorgen bereitet, es aufhört.es ist wichtig zu erkennen, das die sorgen um den anderen von sich selbst aus dem inneren herraus kommen. daher auch wichtig die ganze situation aus einem ganz anderen blickwinkel zu betrachten.

    warum mache ICH mich kaputt für den anderen, der sein leben ganz allein in der hand hat, dafür die verantwortung träg? warum halte ICH es nicht aus, wenn er trinkt?

    alles liebe melanie

    hallo krissi,

    Zitat

    Ich kann das gesagte einfach nicht vergessen. Ich bekomme endlich wieder luft zum atmen, kann meine zeit planen ohne darüber nachzudenken wo ich ihn nun wieder besoffen abholen kann, oder ob er wieder im besoffenen kopf die nachbarn voll labert. Also diesbezüglich hat er wirklich keine peinlichkeit ausgelassen. Teilweise haben mich die nachbarn schon mitleidig angeschaut.

    ich find das hier keinesfalls chaotisch. mir sagen diese worte die du schreibst, das du dich sehr gut wahrnehmen kannst. das ist ganz wichtig! du empfindest leere, das ist bei allen so, also erstmal ganz normal eine leere zu spüren. weiter spürst du erleichterung? das ist etwas ganz besonderes und wichtiges, wenn du das spüren kannst, denn damit spürst du, das die letzten jahre eine riesen belastung waren.jetzt ist die last weg. bewahr dir dieses empfinden, ich denke darauf kannst du bauen und für dich schauen. seh es positiv und versuche dich langsam von ihn zu lösen, ein leben für dich aufzubauen und die leere die du nun hast mit all dem zu füllen, was dir gut tut.

    lieben gruß melanie

    liebe wolfsfrau,

    ja, auch ich kenne das. ich bin schliesslich ein mensch und reagiere menschlich. dazu gehören auch diese unangenehmmen gefühle. das ist nunmal das leben. auch hier die gefühle anzunehmen und sie als normal an zu sehen half mir weiter. mich dennoch dafon nicht abhängig machen und wissen, das ich darauf nicht reagieren muss (ich fühle keinen drang mehr danach, keinen druck mehr). da hilft mir das wissen. daher kann ich die gefühle annehmen, sie akzeptieren, aber mein leben weiter leben, wie es mir gefällt, egal was meine mutter dafon hällt, von mir hällt. das ist sehr wichtig selbst zu wissen wer man ist und sich selbst so annimmt wie man ist, auch mit diesen unangenehmen gefühlen.

    weisst du, wir sind nicht da, um ein leben lang unseren eltern zu gefallen!(meins!)mir gefällt auch nicht was sie tun, doch inzwischen lass ich sie machen.(ihrs!) :wink:

    lieben gruß melanie

    liebe plejaden,

    deppressionen sind schrecklich. ich hatte auch eine zeit lang depressionen, ich versteh dich, denn auch bei mir waren die sozialen kontakte sehr wenig in dieser zeit. denn ich hatte keine kraft und energie mich um meine freunde zu kümmern. nur seh ich das heute eher als positives an. denn anscheinend hatte ich freunde um mich herrum die erwartungen an mich hatten,das ich funktioniere wie sie das möchten. anscheinend siebt sich in solchen zeiten dann der freundeskreis so aus, das diejenigen übrig bleiben, die einem so annehmen, mit all dem was mich ausmacht. diese menschen standen auch in dieser zeit voll hinter mir und haben mir geholfen mich wieder zu erholen.

    es dauert jahre bis eine depression geheilt ist. viele jahre. ich möchte dir mut machen nicht aufzugeben, trotz aller mühe, die es macht raus zu gehen, versuchen irgendwo leute kennen zu lernen. es gibt viele möglichkeiten dazu. ich weiss selbst das kostet ewig viel kraft sich zu überwinden, in den armen und beinen hatte ich das gefühl beton zu haben, jeder schritt war schwer wie blei, kam ich kaum treppen hoch. doch irgendwann, auch durch die eigenen entwicklung, das ausseinandersetztn mit mir selbst und meiner situation in der ich lebte waren die depressionen weg. einfach weg!zudem hab ich mir selbst all zu oft in den allerwertesten getreten mich zu bewegen, auch wenn ich keine lust dazu hatte.

    das mit den neurologen kenn ich auch. lange wartezeiten, ich war mit dem einen neurologen auch nicht zufrieden. es gibt eben auch x verscheidenen medikamente, da muss man x verschiedenen präparate versuchen bis mal eins passt. ich habe es abgelehnt medikamente zu nehmen, wollte aus eigenenr kraft raus kommen. manchmal aber bleibt einem nichts anderes übrig und muss versuchen, versuchen , versuchen bis dann eins passt und stimmt. ich kenn das aus meiner arbeit, jeder mensch ist unterschiedlich, jedes präperat wirkt anderst bei jedem. es ist ein komplettes experimentieren und wie gesagt es dauert ewig bis man da raus kommt.aber bitte nochmal, keine eigenversuche, das kann total daneben gehen und dann hast du keinen arzt an deiner seite, der das überwacht. pass bitte auf dich auf, hier handelt es sich eben nicht um einen schnupfen!
    lieben gruß melanie

    liebe lottemotte,

    du weisst, das es euch als paar nicht mehr gibt.
    du weisst, die einige möglichkeit die es gibt heisst los zu lassen.
    weisst du auch, das du das recht hast, ein eigenes leben zu führen?
    weisst du auch, das du das recht hast glücklich zu leben, auch wenn der ex partner nicht gut , gesund lebt?
    weisst du das mitleid dich hier nicht weiter hilft, eher dich dazu bringt immernoch irgendwo im hinterstübchen, eine gewisse hoffnung auf eine beziehung mit ihm offen hällt?

    ich weiss es tut weh einen menschen los zu lassen, wenn immernoch das gefühl der liebe da ist. kannst du was damit anfangen, wenn ich dir sage "in liebe loslassen"?

    es gibt keinen anderen weg, als sich zu lösen, das bedeutet bei weitem nicht, das du denjenigen im stich lässt. ER muss seine erfahrungen ganz für sich selbst machen.

    lass dich nicht leiten, von gefühlen, die dich immer wieder zu ihn hinziehen.

    lieben gruß melanie

    liebe Plejaden,

    das absetzen von medikamenten sollte IMMER mit begleitung eines arztes erfolgen. warte ab, bis du einen termin bekommst und mach das zusammen mit deinem neurologen und experimentiere nicht rum. zudem finde ich es nicht gut, wenn du hier die leute annimierst etwas zu raten, was AUSSCHLIESSLICH von einem ARZT vorgenommen werden muss.

    lieben gruß melanie

    liebe frei-ja,

    Zitat

    Liebe Melanie, jetzt hab ich ganz viel geschrieben und irgendwie fehlt der Text.Vielleicht steht er jetzt falsch im Forum... Also,nochmal in Kurzform. Ich bin ehrlich. Mein Mann hat seinen Führerschein verloren,LKW-Fahrer. Er lebt eigentlich mit uns, haut aber ständig ab. Ab und zu kommt er, besucht Kumpels, liegt auf dem Sofa und trällert die Liebeshymnen wir wären sein ein und alles und wenn er genug Chaos verbreitet hat, haut er wieder ab. Er kommt aber zu allen Terminen für die Ärzte und Beratungsstellen. Ich bin so zerissen. Ich und die Kinder lieben ihn. Nüchtern ist er ein toller Mensch, mit Alkohol ist es unerträglich. Schade, daß er nicht hier ist und Gott-sei-dank ist er weg und die Kinder bekommen nicht zuviel mit. Es ist wie wenn es zwei Papas gibt - einen ohne Alk der ist klasse und einen mit Alk.Kannst Du das verstehen? Grüße frei-ja

    es geht hier nicht darum, das ich dich verstehe. :wink:

    nun ist es doch so, wir haben für uns kinder eine führsorgePFLICHT. kinder haben ein recht auf GEWALTFREIE erziehung.

    nun, ich selbst bin tochter einer alkoholkranken frau. mein vater ist coabhängiger. ich weiss nunmal um die auswirkungen. dieses hin und hergerissen sein, von der mutter. klar haben sie gute zeiten, da sind sie toll. auf der anderen seite dürfen wir vorlauter "nicht wahr haben wollen" die andere seite nicht ausblenden und die positiven seiten auf ein podest stellen. realistisch zu bleiben, das ist wichtig und das fällt den cos sehr schwer, weil sie eben das negative gern ausblenden.

    weisst du im vordergrund stehen einfach die kinder. diese kleinen wesen sind schutz und hilfsbedürftige, die brauchen den halt der erwachsenen. haben sie keinen halt fangen sie an sich zu melden. manche werden still, andere drehen auf und werden auffällig. ein zeichen dafür das ihnen sicherheit und halt fehlen. auch wenn der ex immer wieder auftaucht und wieder verschwindet, wenn er besoffen ist und aggrassiv wird, manchmal auch nett und liebenswert, es ist ein ewiges hin und her was den kindern eifach schadet. ich versteh nicht so ganz wie du das mit anschaust, da sogar hilfestellung bietest, lässt ihn rein und auf dem sofa wohnen, obwohl du weisst das er aggressiv SEIN KANN. und da finde ich hast du eine riesen grosse VERANTWORTUNG den kindern gegenüber.

    dein zustand, deine weinerlichkeit, deine "mit dir machen lassen" haltung bringt hier deinen kindern sicher keinen halt.ich kann mir vorstellen, wenn du anfängst dich selbst zu stabilisieren, ihn klare grenzen setzt , ihn nicht mehr rein lässt und ihn machen lässt, dich um dich und deine kinder sorgst wird sich das mit deiner tochter auch wieder wesendlich verbessern. kinder sind der spiegel von einem selbst. ich möchte dich auch bitten, mehr nach dir zu schauen und nicht die ursachen nur auf den ex mann zu schieben. auch du sitzt im boot mit drin und bist hier dabei dich nicht schützend, stabil vor die kinder zu stellen sondern dieser suchtstruktur einen nährboden zum wachsen zu geben.versuche dich zu stabilisieren, triff klare entscheidungen, mach dem ganzen ein ende und du wirst merken, dem kind wird es wesendlich besser gehen, es wird wieder schlafen können, ohne angst, es wird es nicht mehr nötig haben aufzufallen. denn es hat wieder das was es braucht, ein stabiles umfeld mit einer stabilen mutter .

    lieben gruß melanie

    ps, ich weiss die worte sind oft sehr hart. alkoholismuss ist leider eine sehr schlimme krankheit.

    lieber spedi,

    du schreibst:

    Zitat

    Sucht und Wille haben nichts miteinander zu tun.
    Süchtiges Trinken kann der Verstand nicht steuern.
    Sucht ist eine Krankheit, und keine Willensschwäche.

    dein leitspruch ist so formuliert:

    Zitat

    Wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe. Das ist mein Leitmotiv seit vielen Jahren, und es stimmt für uns Suchtkranke.

    wie schafft es ein süchtiger dann aus der sucht heraus? mir ist bewusst, das die sucht eine krankheitsbedingte ursache hat, keine willenschwäche ist..nur um zu verstehen, sucht ist keine willenschwäche, kann aber durch eigene willensstärke gestopt werden,so dass ich als süchtiger mensch ein friedliches, suchtmittelfreies leben fürhren kann?ist das die aussage dahinter?

    lieben gruß melanie

    hallo ihr lieben,

    ein guter therapeut ist der, der keine ratschläge mach und versucht mir meine gefühle, meine bedürfnisse so wahrnehmen lässt das ich selbst auf die lösung, auf meinen weg komme.

    ich würde keine ratschläge von therapeuten einholen, würde diese hinterfragen, es ist so wichtig zu erkennen das die lösung in einem selbst steckt und einem keiner, nicht mal nen therapeut mir vorschlägt. :wink:

    ich bin sehr dankbar eine solche therapeutin gefunden zu haben, sie lässt mich selbst arbeiten.

    in der ehetherapie damals hatte ich eine therapeutin, die unbedingt die ehe retten wollte. ich war damals aber stark genug und so bei mir selbst, das ich mir immer mehr bewusst darüber wurde, das ich ein solches leben nicht mehr will. ich weiss heute noch, als wär es gestern, wie erstaunt sie war als ich ihr mitteilte, das ich auf ihre ratschläge in zukunft verzichte und mich entschlossen habe, die trennung auch durch zu ziehen.

    lieben gruß melanie

    liebe frei-ja,

    ich kann deine gedankengänge gut verstehen, nur ich würde nicht allein dem trinkenden elternteil die schuld für das verhalten des kindes geben. ich denke es gehören sehr viele punkte dazu, auch DEINE weinerlichkeit, dein verhalten ist zu hinterfragen, warum das kind so gar keinen halt findet.

    du bist sicherlich sehr müde, wenn du nachts ständig aufstehen musst. zudem belastet dich das verhalten deines mannes sicher auch. darum fragte ich auch, was machst DU um wieder stabiler zu werden?

    kinder lernen sicher einiges an verhalten von uns eltern. darum ist es auch wichtig zu schauen, wie du dich als mutter verhällst. das allein nur auf den alkoholiker zu schieben fände ich einseitig.sicher benimmt er sich nicht gut, wenn ich lese, das er aggressiv dem kind gegenüber ist, nur wie handelst du da in einer solchen situation? ich habe meinen rausgeschmissen, als er das erstemal handgreiflich wurde. wie kommt es das du ihn so weiter bei euch leben lässt?

    zudem fällt mir das hier auf:

    Zitat

    Am liebsten würde ich ihn einfach rauswerfen

    du schriebst doch einen tread vorher

    Zitat

    Seit einem Jahr ist er fast gar nicht mehr bei uns - lebt auf einem Campingplatz


    das iritiert mich sehr, ich fühl mich da einwenig angeschwindelt von dir. bist du ehrlich? :wink:

    sei bitte nicht sauer, weil ich so direkt frage, nur in diesem kreis des alkoholismus, der sucht verzerren co abhängige gern mal das bild.

    lieben gruß melanie

    liebe frei-ja,

    es gibt gerade für so kleine kinder spieltherapie. ich hatte meinen sohn zwei jahre in einer solchen therapie. ich bin zu einem kinder und jugendpsyciater gegangen, da er sehr auffällig war, essstörungen hatte und ein ADS syndrom. es half ihm sehr. ich würde dir das sehr ans herz legen, da die angst vor solchen schritten abzulegen und dich zu informieren wo es in deiner stadt einen solchen kinder und jugendpsychiater gibt.

    meine tochter war damals nach der trennung bei der kirche(catitas) in einer spielgruppe mit anderen kindern. auch sie litt unter der trennung, nässte nachts noch ein. ich bin katholisch. ich weiss nicht ob die evangelischen auch sowas anbieten.

    es ist sicherlich bei kindern mit 5 jahren nicht möglich ne gesprächstherapie zu machen, es ist aber sehr wirkungsvoll eine spieltherapie zu machen, da können die kleinen spielerisch ausdrücken, was in ihnen los ist und der therapeut geht dann spielerisch mit den kleinen um. meinen kindern hat das sehr geholfen.

    was dich selbst betrifft, du hast ne ziemliche last zu tragen. wie du schreibst, scheinst du selbst sehr weinerlich zu sein. hast du für dich auch schon überlegt, was du machen kannst, denn wenn du dich stabilisierst, kann das nur gut für dein kind sein. es ist gerade deshalb so wichtig, da du allein da stehst, mit dem kind und , zumindest bei mir ist das so, der papa sich nicht um die kinder richtig kümmern kann. da liegt eine grosse last auf deinen schultern an verantwortung, die allein getragen werden muss.aber sei dir sicher, du bist nicht allein, musst das auch nicht alles allein packen, hol dir hilfe, denn das nimmt dir den druck, die last von den schultern. mir hat die therapie, die ich dann auch für mich machte sehr geholfen, ich kann heute wieder unbesorgt für meine drei kinder da sein und bin mir heute sicher damals das richtige für die kinder getan zu haben.

    was meine einstellung zur verantwortung des vaters für die kinder angeht, da kann ich mich heute besonders gut von distancieren. es ist traurig, das er nicht da ist. das schlimmere übel wäre aber gewesen, bei mir, wenn er den kontakt weiter zu den kindern gehalten hätte. meine kinder sind heute schon älter, sie sind heute in der lage ihre gefühle in worte zu fassen. auch ihre bedürfnisse. sie möchten von sich aus den kontakt zum vater nicht mehr haben, da er sie ihr leben lang immer wieder entteuscht hatte.
    für mich hat das heute aber keine bedeutung mehr, denn es ist die beziehung des vaters zu den kindern, die kaputt ist, nicht die von den kindern zu mir, ich muss die nicht retten. seit ich mich dafon distanciert habe kann ich wesendlich besser damit umgehen. meine kinder sind heute sehr stabil, ich kann sehen, das trotz all dem was passiert ist sie gut herranwachsen können und das macht mich heute sehr stolz.das möchte ich dir auch sehr ans herz legen, es ist zwar schwer alleinerziehend(blödes wort) zu sein, doch es ist machbar!

    lieben gruß melanie

    liebe sahra,
    damals habe ich auch gehoft, das ich was bewegen könnte. ich schleppte ihn von einem therapeuten zur selbsthilfe, zur ehetherapie. nichts half, so kam die trennung.er ist heute nasser alkoholiker.

    heute geht es mir sehr gut. ich hab mir ein tolles leben erarbeitet. ich machte therapie, die mir sehr geholfen hat mich besser kennen zu lernen.aber du kannst meine geschichte auch nachlesen, ich hab hier einige treads stehen, mein neuer ist der "bei mir angekommen"wobei der auch nicht mehr so neu ist. :wink:

    lieben gruß melanie

    hallo sarah,

    ich seh gerade du bist 23 jahre alt. ich war damals als ich ihn kennen lernte 20 jahre alt. mit 23 jahren bekam ich meinen heute 16 jahre alten sohn. einige jahre später meine tochter und zuletzt noch einen sohn. ich wäre sicherlich sehr froh gewesen, wenn meiner für sich damals die zeit sich genommen hätte um gesund zu werden. leider hatte mein leben dann nicht so eine wende und ich habe etwas durchgemacht, was hätte nicht so sein müssen.

    ich möchte dir mut machen, das du dich nicht hängen lässt. es ist erst nicht leicht einen menschen ziehen zu lassen, wenn er geliebt wird. doch ich denke für dich eine chance dich mit deiner persönlichkeit ausseinander zu setzen. das leben macht immer wieder eine neue wendung, wer weiss, wenn ihr beide dann in einigen jahren euch wieder begegnet, könnte alles anders aussehen.

    ich find es prima, das du dir therapeutische hilfe gesucht hast. das ist manchmal sehr wichtig zu tun. es ist sicherlich leichter dann da raus zu finden. ich wünsche dir das sehr und das der schmerz nicht all zu lange andauert.

    alles liebe melanie

    hallo,

    Zitat

    weil er mit mir über alles reden konnte und wir immer einen Weg gefunden haben mit dem es uns beiden gut ging

    ich weiss von vielen und auch aus eigener erfahrung herraus, das ich mir damals etwas vorgemacht hatte. ich dachte auch, wir könnten über alles reden. taten wir auch. nur wenn ich heute meine ganzen gespräche anschaue, die ich führte, dann waren es sich immer wieder im kreis sich drehende geschichten, orientiert an der sucht meines ex mannes. er schaffte es mir ein gutes gefühl zu geben, doch im grunde waren es unbewusste , mich beeinflussende, mich an ihn bindende gespräche, die nur das eine ziel hatten, mich an ihn zu binden um weiter zu saufen.

    sei froh im grunde gab er dir die möglichkeit dich auf dein eigenes leben zu konzentrieren. vielleicht konnte er nicht anderst als auch dich los zu lassen, es ist etwas positives, wenn der abhängige los lassen kann. er spürte sicher auch deine co abhängigkeit die du hast. vielleicht hat er mit dir schluss gemacht um selbst die möglichkeit zu bekommen sich zu befreien.das sind zwar alles spaekulationen, aber das könnten die hindergründe sein.

    es geht in den meissten fällen ja tatsächlich nur, wenn derjenige es allein für sich schafft. er kann sich dann besser auf das eigene konzentrieren. nimm es als was positives an und akzeptiere diese trennung.

    weisst du, es gibt nunmal dinge im leben, die können wir nicht kontrollieren und verstehen. das zu akzeptieren und anzunehmen ist dann wichtiger, als um etwas zu kämpfen. denn kampf ist etwas, was energie verschwendet, gerade beim alkoholismus, denn dieser kampf ist ein unendlicher.

    wenn er therapie macht, ist das was positives. aber, wenn du in dich gehst, frag dich dann, ob du so viel vertrauen wieder aufbauen könntest, wenn er wieder kommen würde. es ist ja niemals sicher , ob er weiter trocken bleibt oder ob er nicht doch wieder rückfällig wird. hast du dir dazu auch schon gedanken gemacht?

    zudem kommen mir oft gedanken, wie ist es für einen frisch trockenen alkoholiker, wenn er zurrückkommt und der co abhängige ihn unter umständen wieder dazu bringt altes muster zu laben. was unternimmst du denn für deine co abhängigkeit? bist du auch selbst bereit was zu verändern? siehst du die anteile die du mitbringst, die unter umständen für ihn auch gefahr bedeuten, wieder rückfällig zu werden?

    eins ist doch klar und deutlich, das leben, das ihr beide bisher gelebt hattet sollte so nie wieder gelebt werden. dagehört es sicherlich nicht nur dazu, das der offensichtlich kranke alkoholiker sich verändert, sondern auch der co abhängige bereitschaft mitbringt, das leben so zu verändern, das sucht und suchtstrukturen nicht mehr gelebt werden müssen.

    lieben gruß melanie

    liebe fencheltee,

    mal ne frage, bitte sei ehrlich zu dir selbst. kann es sein, das du dich verletzt fühlst, weil ER schluss gemacht hat und du dich dadurch verlassen fühlst? kann es sein, das du dadurch, das ER die fäden in der hand hällt du dich damit nicht wohl fühlst, da es dir angenehme gewesen wäre, wenn du sie hättest?

    es ist wichtig für sich selbst rauszufinden.es geht nicht darum weggeschmissen zu werden. ER hat eine entscheidung getroffen. eine entscheidung die dir nicht gefällt. du hättest es lieber anderst gesehen. nur ist das nicht eher eine abhängigkeit von ihm, die dich dahin bringt?

    es ist wichtig zu erkennen, das eine beziehung aus zwei menschen besteht. jeder mensch hat das recht dazu entscheidungen zu treffen, die dem anderen vielleicht nicht gefällt. hätte er bei dir bleiben sollen, nur weil er rücksicht auf dein gefühlsleben hat? sei doch ehrlich, nur aus mitleid oder abhängigkeit möchtest duch doch keine beziehung leben, oder etwa doch?

    lieben gruß melanie

    hallo nancy,

    Zitat

    Irgendwann so hoffe ich stellen sich dann diese Fragen nicht mehr zu dieser Person/Sitation.


    ich habe keine fragen mehr zu dieser person. im grund weiss ich ja, was los ist. ich habe mehr fragen an mich selbst.

    eine dieser fragen die ich mir immer wieder stelle, was macht mir angst?
    nicht sie macht mir angst, es ist die angst die ich in mir spüre, ob ich da stabil genug bin auszubrechen.das hat mit meiner selbstsicherheit zu tun, die ist einfach noch nicht so stabil, doch das wird schon werden.jeh mehr ich über mich selbst weiss, mir selbstbewuster werde um so besser. zudem hats mir sehr viel gebracht herrauszufinden, das eigenliebe kein egoismus ist. das egoismus nichts schlechtes ist, etwas was jeder mensch leben sollte, solange es nicht anderen menschen schadet.

    noch eine frage die ich mir stelle ist,kann ich mich jehmals richtig lösen?im moment muss ich ehrlich sagen, gelingt mir das genzliche mich lösen darum nicht, weil es meine mutter ist, die ich liebe.

    es ist einfacher gewesen, den mann damals zu verlassen, meinen ex mann, den ich zwar auch liebte, doch nach der scheidung merkte, es hört irgendwann auf und die liebe erlischt. sie ist erloschen. das machte mich handlungsfähig und ich habe es geschafft mich komplett von ihm zu lösen. ich habe zwar erinnerungen an ihn aber keinen drang mehr danach ihn zu begegnen.mich verbindet nichts mehr mit ihm. er ist der erzäuger der kinder.die vater kind beziehung hier ist im etwas was er mit seinen kindern auszumachen hat, das hat nichts mit mir zu tun.

    die liebe zur mutter erlischt für mich nicht, da ich das nicht will. ich will meine mutter nicht nicht lieben, nur weil sie alkoholkrank ist.ich will sie nicht anfangen zu hassen, nur weil mich wut, zorn,hilflosigkeit überfällt und immer wieder die beziehung zwischen uns im positiven verhindert.was uns verhindert uns normal zu begegnen ist die tatsache das sie alkoholikerin ist. das weiss ich, akzeptiere ich und versuche da so wenig kontakt zu ihr zu haben, weil ich selbst co abhängige bin. ein sehr sehr schwierige situation. da mach ich mir nun mehr sorgen um mich selbst als um meine mutter. :wink:

    ich spüre einfach, das es mir einerseits wichtig ist, weil ich tochter bin und ein familienleben habe. grund mich zurrückzuziehen ist nicht die person es ist die sucht die es notwendig macht abstand/distance zu halten. ich will das nicht über gefühle wie hass erreichen. daran arbeite ich, in liebe loslassen. ich bin sehr froh inzwischen zu spüren, das es liebe ist, das fühlt sich für mich wesendlich friedlicher an.es verhindert einen kampf.darum kann ich denk ich auch inzwischen in solchen situationen wesendlich weniger belastet raus gehen.es macht es mir einfacher nein zu sagen. ich fühl mich damit wesendlich wohler. auch wenn meine mutter mich gerade wieder mit aussagen"du kannst mich nicht leiden" hier versucht ein schlechtes gewissen zu machen, merk ich, das solange ich weiss, das das so nicht stimmt, es mich auch nicht bewegt, ihr das gegenteil beweisen zu müssen. mir reicht es inzwischen selbst für mich herrausgefunden zu haben, das ich meine mutter liebe,dadurch spür ich kein verlangen mehr ihr das zu beweisen. sie kann sich warscheinlich selbst nicht ausstehen, nur das werd ich ihr nicht abnehmen können, das ist ihre eigene verantwortung, sich dazu gedanken zu machen. darum lass ich sie inzwischen mit solchen aussagen von dannen ziehen.

    lieben gruß melanie