Beiträge von maria44

    Hallo Murmeltier,

    Zitat

    eine Seele von einem Mann, der Alkohol und unsere "Saufabende" haben die Liebe und Beziehung ertränkt, sie ist sprichwörtlich abgesoffen...
    Ob es sich noch lohnt zusammenzubleiben? Können sich zwei Suchtkranke wirklich gegenseitig stützen? Muß ich mich nicht nur mit meinem Suchtgedächtnis auseinandersetzen, sindern auch mit seinem?
    Was passiert wenn einer schwach wird?


    Du schreibst ja so als wärest du entschieden zu gehen, zumindest habe ich dieses Gefühl beim lesen ist das so?

    Ob es sich lohnt zusammenzubleiben? Das kann dir glaube ich keiner beantworten, so wie du aber eures zusammenleben beschrieben hast würde ich sagen, Nein.

    Zitat

    Können sich zwei Suchtkranke wirklich gegenseitig stützen?


    und gleich diese Frage dazu

    Zitat

    Was passiert wenn einer schwach wird?


    Da hast du schon denke ich die Antwort, ich wäre am Anfang meines Weges keine Stütze für einen Partner der auch suchtkrank ist, im Gegenteil ich würde untergehen ich hatte nur noch ganz wenig Kraft, nur für mich.

    Was passiert wenn einer schwach wird?

    Sag du es mir, was passiert mit dir wenn er am Wochenende trinkt?
    Mit welchen Gedanken spielst du?

    Noch etwas dazu

    Zitat

    Aber da ich es ohne Hilfe meines Arztes (Psychiater) und Betreuung durch meinen Therapeuten niemals soweit geschafft hätte, weil ich noch weiß wie groß mein Saufdruck die ersten 6 Monate war, glaube ich nicht daß mein LG einfach von heute auf morgen sagen kann, - ich trink nix mehr!


    Es geht jetzt nicht um deinen LG, aber ist das nicht so einwenig Schubladendenken, weil du es mit Psychiater und Therapeuten geschafft hasst, kann ein anderer Mensch auch nur so schaffen?

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    ich werde dich hier nicht vom Gegenteil überzeugen wollen, bei diesem Thema kann ich nicht mitreden aber mit Sicherheit viele andere.

    Zitat

    Außerdem ist es was anderes seinem selber süchtigen Partner gegenüber Einsicht zu zeigen, als einem erfahrenen Suchtexperten etwas "vorzumachen".
    Ich ordne das für mich als "Beschwichtigung" ein, würde mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.


    Wünsche dir trockene 24 h

    Gruß
    Maria

    Hallo Pitchien,

    du schreibst viel über Rückfälle, betonst immer wieder deine Trockenheitsarbeit weißt aber gleichzeitig nicht, und das nach 28 Monaten Trockenheitsarbeit ob du Alkoholikerin bist, (ich denke dass das sehr wichtig ist zu erwähnen, für neue unser die noch einen Weg suchen))
    Gehst einen Weg der mit trockenem Weg überhaupt nichts zu tun hat und der für Alkoholkranke Menschen die hier sich anmelden und nach Hilfe suchen tödlich enden kann.

    Ich möchte mich hier definitiv Hartmut anschließen

    Zitat

    Ich halte deinen Weg für gefährlich und nicht nachahmungswert. Gerade für die NEUEN User die noch nicht so stabil sind und in unserem Forum Hilfe suchen um trocken zu werden.


    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    ja so was in der Art habe ich mir schon gedacht als ich das schrieb, und überlegt ob ich schon im Vorfeld das geschriebene mildern sollte, aber dann hab ich doch gelassen.
    Mein geschriebenes sollte dich natürlich nicht wütend machen, sondern eventuell deine und deines Kindes Lebenssituation aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.

    Ich bin ja selber Mutter aber ja auch Alkoholikerin und auch ich habe meinem Kind wehgetan in dem ich mich für Saufen entschieden habe und Jahre lang in Selbstmitleid gebadet habe statt nach Lösungen zu suchen.
    Ich habe mich fast tot gesoffen also auch eine Art Selbstmord nur auf Raten so zusagen.
    Als ich nüchtern wurde und mir das alles richtig klar wurde füllte ich mich wie du nur nicht mit Wut erfüllt sondern mit unendlicher Traurigkeit.
    Wir haben mein Sohn und ich viel darüber gesprochen, aber das Vertrauen war erstmal Weg nach und nach kam es wieder, aber als ich mich ja von dem Ex trennte, immerhin hat er sozusagen 10 Jahre mein Kind mit großgezogen theoretisch zumindest, selbst da hatte mein Kind nicht die Angst den Stiefvater zu verlieren sondern vielmehr ob ich das alles alleine schaffe ob ich nicht zusammenbreche und anfange wieder zu trinken, es war eben keine leichte Zeit nicht für mich und nicht für mein Kind.

    Du tust ja was und ich wünsche dir viel Kraft und Mut, nur sprechenden Menschen kann man helfen.

    Gruß Maria

    Hallo Murmeltier,

    noch etwas von mir,

    Zitat

    Mit dem Trinken habe ich erst 2001 angefangen, als ich nach meiner Scheidung meinen Lebensgefährten kennenlernte. Er hat (so mein Verdacht) schon immer mehr Alkohol getrunken, es fing harmlos an mit 1-2 Bieren zum Feierabend.
    Die Folgen der Scheidung, finanz. Probleme (bin selbstständig), verschiedene Vorfälle die mich sehr verletzten und der ständige Stress (Firma, Kind, keine Urlaub etc.) führten dazu, dass ich meine ersten Vollräusche hatte. Immer nur an freien Tagen, immer nur zuhause, eigentlich immer zusammen mit meinem neuen Partner.

    Schließlich war der Punkt erreicht, an denen wir bereits morgens (an freien Tagen) Bier oder Wein tranken, ich konnte endlich entspannen, indem ich in einem Alkoholnebel war, alles war plötzlich leichter - ich hatte Spass. Bis sich die Situation umkehrte, wir stritten immer häufiger im Rausch, es kam zu Gewaltausbrüchen, Kontrollverlusten usw.


    Dann kennt dein Kind auch nichts anderes, als das was du schreibst

    Zitat

    Im Februar 2008 schnitt ich mir nach so einem Streit die Pulsadern auf, im November 2008 sprang ich von der Brücke, jedes Mal überlebte ich und war dann eine zeitlang in der Klinik, immer auf eigenem Wunsch frühzeitig entlassen, - ich konnte ja die Firma und meinem Sohn nicht alleine lassen.

    Und dein Kind hat das ja mitbekommen oder?

    Zitat

    Übrigens zu meinem Sohn: Mein Sohn liebt meinen LG, obwohl dieser meist nur meckert und ermahnt. Obwohl mein LG sich nicht wirklich mit ihm liebevoll beschäftigt, sieht ihn mein Sohn schon als Papa


    Und manchmal trügt der Schein

    Ein Kind braucht einen Ansprechpartner, jemanden der da ist wenn es Angst hat, jemanden dem es immer vertrauen kann, und sich auf den auch verlassen kann, das ist normalerweise deine Aufgabe.
    Durch deine Vollräusche und Suizidversuche hat dein Kind eventuell Vertrauen zu dir verloren, du hast schließlich an dein Kind nicht gedacht als du dir Leben nehmen wolltest, ein 12 Jähriges Kind bekommt mehr mit als du vielleicht denkst.
    Dein Kind seht den Ansprechpartner jetzt in deinem LG auch wenn er säuft, meckert oder ermahnt, alles ist besser für ein Kind als die Angst haben zu müssen von der Mutter verlassen zu werden.

    Das sind nur meine Gedanken!!!

    Gruß Maria

    Hallo Murmeltier,

    Im Frauenhaus wirst du aufgenommen wenn du von körperlicher, seelischer oder sexualer Gewalt betroffen bist.

    Außer Caritas kannst du dich noch an „Frauen helfen Frauen e.V.“ wenden so eine Stelle müsste eigentlich in jeder Stadt sein, da kannst auch über alles reden.
    Allerdings solltest du tatsächlich ins Frauenhaus gehen würde ich dir raten Wertgegenstände und Schmuck wo anders unter zu bringen oder einen Schließfach mieten.
    Aber vielleicht ist das ja auch nicht nötig es gibt ja bestimmt noch andere Wege, mein Sohn war damals ganz klein hat ja kaum was mitbekommen vom Frauenhaus aber dein Junge ist ja schon größer, lass dich beraten brauchst dich nicht zu schämen oder Angst haben niemand wird dich zu etwas zwingen. Aber mach etwas weil du leidest, und ich kann mir beim bestem Willen nicht vorstellen das dein Kind unter diesen Umständen wie du beschreibst, nicht leidet.

    Gruß Maria

    Hallo Murmeltier,

    Zitat

    Was mich interessieren würde, habt ihr das von langer Hand geplant oder war das spontan? Wie muss ich mir das vorstellen, wo habt ihr Hilfe bekommen?


    wenn es um mich geht, das mit dem Frauenhaus damals war von mir nicht geplant es war Körperliche Gewalt im Spiel, und um mich und mein Kind zu schützen war das Frauenhaus der einzige Weg.

    Die jetzige Trennung habe ich dann ja schon geplant, mit Hilfe vom Caritas und auch meinem Rechtsanwalt, wurden mir dann die Wege aufgezeigt, mit einem 17 Jährigem Kind könnte ich auch nicht mehr ins Frauenhaus, wir würden dann getrennt, und das würde ich nicht zulassen.

    Gruß Maria

    Hallo Murmeltier,

    ich würde bei trinkendem Partner nie den Absprung schaffen, geschweige dauerhaft trocken bleiben.

    Einwenig zu dem sozialen Abstieg,

    Ich kam ins Frauenhaus als mein Sohn 3 Monate alt war, ich habe damals mir eine Wohnung gesucht und Hilfe bekommen.
    Irgendwann lernte ich meinen jetzigen fast Ex-Mann weil die Scheidung noch läuft, 2008 kam dann nach 3 Jährigen Kampf um die Beziehung, die Trennung.
    Keine vernünftige Arbeit weil ich immer nur 400€ Jobs hatte, durch die Familiäre Konflikte aber, merkte ich irgendwann dass ich dass nicht lange durchhalten kann, auch meinem Sohn zu liebe nicht, meine Trockenheit mein Leben war im Gefahr und heute kann ich sagen das ich den Schritt den ich gewagt habe mich zu trennen auf keinen Fall bereue.

    Ich brauchte ja nicht ins Frauenhaus, bin auch nicht sofort umgezogen sondern habe eine Arbeit in einer Zeitarbeitsfirma angenommen dann mir die Wohnung gesucht und dann erst mit meinem mittlerweile 17 Jährigem Sohn ausgezogen.
    Da ich ja eine weile in Leihfirma arbeitete, konnte ich auch viele Menschen kennen lernen, und Anfang Januar habe ich endlich auch mal Glück gehabt und bekam in einer Firma wo ich als Leiharbeiterin gearbeitet habe eine Festeinstellung, ich verdiene nicht viel kann mir kein Urlaub leisten, oder Auto oder weiß was ich was, aber ich kann mit meinem Sohn davon Leben.
    Mein Sohn besucht mittlerweile Berufliches Gymnasium, und ich bin stolz auf ihn und Dankbar, weil trotz unseren finanziellen Problemen, meiner Sucht und auch Familiären Konflikten mit dem Ex ist er nicht schlechter als Kinder die mehr Geld haben, oder aus heilen Familien kommen.
    Ich bin trocken und meinem Kind geht gut auch ohne viel Geld.

    Es geht man muss es nur wollen und nicht nach "Ausreden" suchen warum etwas nicht geht, bei mir steht meine Nüchternheit an erster Stelle, weil ohne sie hätte ich dass alles nicht geschafft.
    Ich wäre heute tot und mein Kind heute, ein Weisenkind.

    Gruß Maria

    Hallo Pittchen,

    Also ich verstehe das so, da ich Jahre lang getrunken habe und am Ende brauchte mein Körper morgens, mittags und nachts Alkohol würde ich bei eventuellem Rückfall nicht bei einem oder zwei Gläsern aufhören, sondern da anfangen wo ich aufgehört habe, wenn noch nicht mehr dass heiß für mich ich würde mich persönlich höchst wahrscheinlich tot saufen weil ich es nicht kontrollieren kann. Und daraus kann ja doch schon sehr schnell Alkoholvergiftung werden oder?
    Aber ehrlich gesagt mir reicht ja auch die Tatsache dass es tödlich enden kann.

    Grüße Maria

    Hallo Mary,

    ich war selbst im Frauenhaus, und du brauchst alle deine persönliche Sachen, alle deine Dokumente eventuell auch Kopien von seinen Papieren wenn du dran kommst vielleicht auch heimlich. Größere Gegenstände die du eventuell mitnehmen willst könntest du wenn es geht bei jemandem unterbringen alles das was nicht auffällt und was dir zusteht, wenn es nicht geht kannst du es ja auch später mit der Polizei oder mit Begleitung rausholen wenn er es vorher nicht verschwinden läst also alles was dir wichtig ist verschwinden lassen.
    Das Finanzielle auch Wohnungssuche wirst Du vom Frauenhaus aus regeln können, Du bist da nicht alleine die Mitarbeiterinnen werden die ja helfen.
    Ich habe es früher mit kleinem Kind geschafft, dann schaffst es auch wünsche Dir Mut und Zuversicht.
    Was passiert allerdings mit deinem Sohn?

    Grüße Maria

    Hallo Pittchen,

    Zitat

    Ob ich Alkoholikerin oder Alkoholkrank bin, weiß ich nicht!

    ich habe deswegen gefragt weil mir persönlich die Tatsache dass ich Alkoholkrank bin oder eben Alkoholikerin (ich weis nicht wo da Unterschiede sind) sehr geholfen hat und den Weg, die Arbeit an mir erleichtert.
    Für mich ist Alkohol kein Genussmittel sondern ein Suchtmittel, eine Substanz die den Menschen verändert, ob zur Entspannung, oder um lustig zu sein oder eben um etwas ertragen zu können, ob nur ein Glas oder eine Flasche, ob einmal in der Woche oder einmal im Monat für mich spielt das keine Rolle, ich beschäftige mich einfach nicht damit ob es überhaupt noch erstrebenswert wäre oder ist.


    Zitat

    Die Tödlichkeit dieser Krankheit ist mir medizinisch schon bewusst - allerdings habe ich Verständnisprobleme, wenn eine lange Trockenheitsarbeit vorausgeht, also körperlich eine Regeneration da ist, bei einem Rückfall sofort die Tödlichkeit zu betonen.


    Ich bin der Meinung dass jeder der am Anfang des Weges steht sollte darauf aufmerksam gemacht werden das Alkoholismus tödlich enden kann.

    Wenn ich an mir arbeite,ich mein Tiefpunkt erreicht habe, kann mir ein Rückfall erst gar nicht passieren, außer dass ich eben saufen will.

    Ob ich dann schließlich nach einem Rückfall noch aufstehen kann, oder tot umfalle sofort oder auch nicht, das kann ich doch ja nicht voraussehen, dass heißt für mich ich gehe bewusst dieses Risiko ein, mit dem Gedanken im Kopf: ich spiele mit meinem Leben, dieser Rückfall kann für mich Tod bedeuten.

    Es ist und bleibt ein Risiko, so meine Gedanken.


    Gruß Maria

    Hallo Pittchien,

    Zitat

    Jeder Tag ohne Alkohol ist doch gesünder als einer mit?

    Natürlich da gebe ich dir vollkommen Recht, ich mache da aber einen kleinen Unterschied zwischen dieser Aussage und dieser,

    Zitat

    Ich finde allerdings jede Trinkpause wertvoller, als weitersaufen


    Und ich meine Trinkpause weil das funktioniert bei Alkoholkrankem Menschen nicht.

    Du hoffst aber das du zu irgendeinem Zeitpunkt kontrolliert trinken kannst oder genießen, und somit machst einfach nur eine Trinkpause, allerdings die Frage ob du Alkoholikerin bist hast du nicht beantwortet vielleicht hast du ja übersehen?

    Gruß Maria

    Hallo Pittchen,

    ich lese dich seit einiger Zeit und ich muss zugeben dass ich etwas nicht verstehe, du bist hier in einem Alkoholiker Forum und hast teilweise mit Menschen zu tun die sich fast zu Tode gesoffen haben, die auch fast alles verloren haben, Gesundheit, Familie, Arbeit, ein Dach über dem Kopf.

    Zitat

    in meiner SHG und hier höre/lese ich immer wieder:
    Ein Rückfall könnte tödlich sein!
    Und das auch noch nach Jahren der Trockenheit.

    Was stört dich bitte an dieser Aussage, oder was macht dich denn so sehr böse laut deines Smilies????

    Mir haben die viele Beiträge, die viele Geschichten hier sehr geholfen, klare und manchmal auch harte Worte, ich habe an dieser Aussage überhaupt keine Zweifel, weil sie der Wahrheit entspricht und mir das Leben gerettet hat, und dafür bin ich Dankbar.


    Ich möchte Dich fragen ob Du Alkoholikerin bist???


    Zitat

    Vielleicht liegt dort auch der „Hund begraben“ ...
    Nämlich der, das ich tief in meinem Inneren doch noch hoffe, mit meiner kontinuierlichen Arbeit in der SHG und hier, kontrolliert genießen zu können.

    Welche kontinuierliche Arbeit hier im Forum (in deiner SHG weiß ich nicht) ist das denn die dich hoffen läst kontrolliert genießen zu können????

    Ich als Alkoholikerin weiß nicht nur aus Forum, sondern auch aus eigener Erfahrung dass kontrolliertes trinken nicht funktioniert, ich habe Jahre lang Trinkpausen gemacht und mich fast zu Tode gesoffen, weil ich nach jeder Trinkpause immer Tiefer abrutschte.

    Zitat

    Ich finde allerdings jede Trinkpause wertvoller, als weitersaufen


    Für mich ist Trinkpause überhaupt nicht wertvoller, als saufen, es ist ja nur ein Hintertürchen die ich mir offen halte, sollte ich nicht schaffen trocken zu leben.

    ''Aufgeschoben ist nicht aufgehoben'' so zusagen, also kann ich eigentlich gleich weiter saufen wozu die Mühe früher oder später bin ich unten.

    Gruß Maria

    Hallo Pusteblume,

    Ich habe mich auch so einwenig eingelesen und entschuldige dass ich das alles so reinkopiert habe, aber in deinen Beiträgen schreibst du viel über deinem Freund.


    Das schreibst du am 14.11.09

    Zitat

    Ich möchte mich von meinem Freund trennen und krieg es nicht hin ,es ihm zu sagen.Weiss ,das ich mit ihm eh keine zukunft habe er nicht wirklich zu mir passt und ich fühle auch nicht´s für ihn.Es ist mir egal ob er kommt oder zuhause bleibt.Möchte lieber alleine sein,sag dann doch ja wenn er anruft und fühle mich in seiner gegenwart gar nicht wohl,ärgere mich auch über mich und meine unfähigkeit ihm zu sagen was ich wirklich will.,für mich,für meine Tochter,für meine abstinenz.

    Das hast du am 19.11.09 geschrieben

    Zitat

    Vorgestern trennte ich mich von meinem Freund,err will es nicht akzeptieren,mir Zeit lassen,will mich locken mit seinem Geld,(gemeinsames Haus und so).Ich fühlte mich schlecht in dem moment ,denn er wird ab nächste Woche arbeitslos,wusste nicht wie ich es erklären soll ohne ihn zu verletzen.Für mich ist es entgültig,auch wenn ich mich momentan noch nicht befreit fühle(mein schlechtes Gewissen)
    Denke aber,es ist besser,für mich,für meine Tochter,für meine abstinenz.


    Heute schreibst du

    Zitat

    Trotzdem werde ich den Gedanken nicht los das er gefährlich für mich ist.


    Warum bist du dann noch mit ihm zusammen?


    Zitat

    Leider kann man wohl nicht alle Gefahren vermeiden.

    Aber minimieren kannst du, und das muss du ja selbst tun, in dem du die Grundbausteine beachtest und deine Nüchternheit auf der ersten Stelle stellst, und nicht deinen Freund.

    Es geht ja um dein Leben.

    Gruß
    Maria

    Hallo Soschi,

    ich bin trockene Alkoholikerin und habe eine jahrelange Saufkarriere hinter mir.

    Zitat

    Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt!

    Alkohol habe ich irgendwann in meiner Kindheit probiert, in der Jugend habe ich getrunken wenn ich in Disko ging oder bei den Feierlichkeiten. Wirkung: lustig, locker, mutig.
    Schon damals war das kein Genuss sondern benutzten.

    In erwachsenem Leben gab es immer wieder Situationen auch aus der Kindheit die mich zum Boden rissen, und da benutzte ich hin und wieder Alkohol, um zu Vergessen, zu Entspannen, aus Wut, oder Trotz oder auch um Angst zu verdrängen.

    Die Sucht kam schleichend.

    Mit der Zeit habe ich getrunken als ich traurig war und als ich lustig war, zu Belohnung, oder mich und andere zu „bestraffen“ (in meinen kranken Kopf).
    Probleme die sich häuften versuchte ich zu ertränken, ging aber nicht die Probleme die blieben auch am nächsten Tag, oder es kamen andere dazu.
    Irgendwann brauchte ich keine Probleme mehr und auch keine Gründe, gar nichts. Ich brauchte nur Alkohol.
    Morgens, am Tag und am Ende auch nachts. Aus dem lustig, locker, mutig ist nichts geblieben es kamen Panikattacken, Selbstmordgedanken ich konnte nichts Essen und nichts trinken.
    Vor dem Spiegel stand eine kranke, kaputte, versäufte Frau und Mutter, die dringend Hilfe brauchte.

    Die Hilfe habe ich hier im Forum bekommen und bin Dankbar dafür.

    Es ist heute auch nicht alles Wunderbar und nicht alles läuft so wie ich es mir wünschen würde, aber ich bin trocken und gestallte mein Leben so gut wie ich nur kann, ohne Alkohol.

    Zitat

    Mit Alkohol-Die schönste Zeit meines Lebens

    Dein „Kartenhaus“ bricht irgendwann zusammen .


    Wie Kommal schreibt,

    Zitat

    Alkoholismus ist eine tödlich verlaufende Krankheit, wenn Du sie nicht stoppst.

    Grüsse Maria

    Hallo Heiko,

    du fragtest auch nach Erfahrungen,

    ich habe in den ganzen Jahren immer wieder aus heutiger Sicht Trinkpausen gemacht und die endeten immer gleich, erst Alkoholfreies Bier um noch den Schein zu waren und weil ich mir etwas vormachte und dann folgte ja auch das normale Bier, nur nach jeder Trinkpause wurde es immer schlimmer und immer mehr.
    Überprüfe und achte auf deine Gedanken.

    Gruß Maria