Hallo Statistik,
es ist sehr intressant, es mal aus anderen Augen zu sehen.
Ich glaube erst seit diesem Jahr, baut sich ein richtiges Vertrauen zwischen mir und meinem Partner auf, weil ich meine Gefühle preisgebe. Es ist schwer jemandem zu Vertrauen. Als Jugendliche habe ich meiner Mutter öfters mal was anvertraut, was sie dann in ihrem "kranken" Zustand wieder gegen mich benutzt hat. Also lernt man, dass wenn man sich mitteilen möchte, es am Besten für sich behält, man baut dann eine Schutzmauer auf und da kommt kaum jemand ran. Ich habe mich dann irgendwann zurückgezogen, war schon immer ein stilles und schüchternes Kind, dem es an Selbstwertgefühl gefehlt hat und deshalb kann man dem Partner auch nicht wirklich vertrauen und dass ist nicht mal beabsichtigt.
Wenn dann mal alles gut lief, war ich das nicht gewohnt u. habe einfach einen Streit provoziert, weil es ja einfach zu schön war, um wahr zu sein. Mein Freund hat immer gemeint, dass ich immer denke, das er mir was Böses möchte, wahrscheinlich kennst du das. Und es ist ein komisches Gefühl, wenn mal alles friedlich und geregelt läuft, das hat mir wahrscheinlich Angst gemacht und um die Angst zu verbergen, habe ich lieber angegriffen und meine Wut an meinem Freund ausgelassen.
Und als Kind ist man hauptsächlich damit beschäftigt, den guten Schein zu wahren und das niemand was mitbekommt, weil bei uns ist ja alles normal. Man lädt ab einem gewissen Alter auch keine Freunde mehr ein, weil man könnte ja die Alkoholkrankheit bemerken und schämt sich dafür. Irgendwann ist das so ein festgefahrenes Muster, dass man der Meinung ist, dass so wie es ist, richtig ist.
Trotz alledem möchte ich kein Mitleid, weil so wie es ist, ist es für mich in Ordnung u. deshalb bin ich auch immer froh, wenn mein Freund mir einfach zuhört, mehr muss man gar nicht machen.