Beiträge von Morgenröte

    Hallo Statistik,

    das ist eine sehr schwere Frage, ich wäre damals nicht dafür bereit gewesen, ich musste erst dafür bereit sein, etwas zu ändern und dann habe ich mir die Bücher selber gekauft. Meistens macht man erst dann was, wenn der Leidenstrug zu groß war, so wie bei mir, irgendwann konnte ich einfach nicht mehr.
    Natürlich könnte ihr das gut tun, andererseits könnte sie das aber auch überfordern.
    Es ist ein schwieriger Prozess u. man muss viel an sich arbeiten und dafür muss man halt auch wirklich bereit sein.

    Liebe Löwenherz,

    "jeder lebt sein eigenes Leben" ich glaube, genau das ist der springende Punkt in unserem Leben.

    In meiner neuen Ausbildung lerne ich gerade sehr viel über Psychologie und Kommunikation, in mir raucht es, viele Gedanken werden klar, ergeben für mich Sinn und ich entwickle mich zu einem neuen Menschen. Vielleicht werde ich auch Erwachsen, bin für mich selbst verantwortlich, verstecke mich nicht mehr.
    Ich genieße jeden Tag so wie er ist.

    Ich wünsch dir liebe Löwenherz eine ganz schöne Woche.

    Hallo Statistik,

    ich habe früher auch sehr viel auf meinen Freund geschoben und überhaupt waren immer die anderen Schuld. Das war ein Schutzmechanismus, den ich mir irgendwann mal zugelegt habe, damit ich niemanden mehr so nah an mich ranlasse, weil das auch immer Verletzung bedeuten kann. Es ist schwierig sich dem anderen zu öffnen, weil man einerseits die Angst hat, der Andere könnte es nicht verstehen oder man muss selber über seine Probleme nachdenken. Außerdem möchte man immer als starker Mensch dastehen, der alles selber gebacken bekommt. Mein Freund hat zum Glück nie aufgegeben und jetzt führen wir mittlerweile eine tolle Beziehung und verstehen uns wunderbar, soweit wäre es aber nicht gekommen, wenn ich mich nicht meinen eigenen Problemen gestellt hätte.

    Ich wünsch dir ganz viel Glück.

    Hallo Julchen,

    dankeschön, aber ich bin erst ganz am Anfang meiner Ausbildung. Und nerven tun deine Fragen bestimmt nicht, sonst wäre ich Fehl am Platz als baldige Hundetrainerin. Außerdem ist es doch schön, wenn man auch ein wenig seines Wissens weitergeben kann.

    Ich würde dir Impulskontrollübungen vorschlagen. Also wenn er bellt, wenn du heimkommst, dann musst du mit dem Training schon vor der Türe anfangen. Also die Türe geht erst dann auf, wenn er ruhig ist. Dazu machst du die Türe langsam immer einen Spalt auf u. wenn er bellt, geht sie kommentarlos wieder zu u. wenn er ruhig ist, geht sie immer weiter auf - ganz auf geht sie natürlich nur, wenn er ruhig ist. Das du ihn nur streichelst, wenn er ruhig ist, ist schonmal richtig. Meiner ist auch so ein Kandidat, der sich riesig freut, wenn ich heimkomme, mit ihm habe ich das Training auch gemacht u. er korrigiert sich schon selber, wenn er merkt das seine Töne zu laut werden. Wenn ich dann reinkomme, setzt er sich hin, dann streichle ich ihn und dann wird geknuddelt, dann schmeißt er sich meistens in sein Körbchen und wir spielen.


    Weitere Impulskontrollübungen wären, dass er neben dir sitzen muss, du wirfst Leckerchen auf den Boden u. auf Kommando darf er sie futtern oder du lässt ihn hinsetzen u. wirfst vor ihn die Leckerchen hin, später dann auch zwischen seine Pfoten u. auf Kommando darf er sie wieder holen. Damit lernt er einfach sich zu beherrschen.

    Liebe Löwenherz,

    jetzt fängt ein ganz neuer Abschnitt in deinem Leben an und ich drück Dir die Daumen, das du bald ein kleines Löwenherzchen in deinen Armen halten darfst. Und der neue Pavillon bereichert Euren Garten ganz sicher, deine Freude strahlt richtig zu mir rüber.

    Ganz liebe Grüße Morgenröte

    Hallo liebe Löwenherz,

    wahrscheinlich ist es wirklich der Abstand zu meiner Mutter, welcher mir gut tut. Früher habe ich auch immer die Gedanken u. Gefühle meiner Mutter angenommen, hat sie über jemanden schlecht geredet, war das auch gleich meine Meinung. Aber jetzt ist es eben nicht mehr meine Meinung und siehe da, ich lebe nicht mehr zurückgezogen in einem einsamen Kämmerlein vor mich hin. Wenn ich so drüber nachdenke, scheine ich zum Teil ihr Leben angenommen zu haben.
    Vor 1 Jahr habe ich mich immer davor gedrückt, wenn wir Freunde besuche wollten, weil mir das unangenehm war. Vor kurzem waren wir sogar mit ihnen im Urlaub und ich unternehme sehr viel mit ihnen, was mir natürlich auch sehr gut tut. Und es ist schön wieder unter Menschen zu sein und neue Leute kennenzulernen.

    Ich wünsch dir noch einen schönen sonnigen Tag.

    Auch der heutige Tag ist wieder ein toller Tag, mein Selbstvertrauen steigt von Tag zu Tag und mein Kopfkino hat sich auch verabschiedet. Stattdessen plant es neue Dinge und zwar im positiven Sinne, ich fange an, mir wieder selbst zu vertrauen. Ich muss mich nicht mehr vor mir selber verstecken und genieße das Leben gerade so wie es ist. Ich weiß, dass ich auf mich stolz sein kann.

    Hallo Julchen,

    wie wäre es, wenn du ihn lobst, wenn losgeht? Hört sich im ersten Moment wahrscheinlich völlig wirr an. Aber wenn ein Hund bellt, möchte er uns was mitteilen und das ist ihm total wichtig. Mit dem loben zeigen wir ihm gegenüber unsere Präsenz und er fühlt sich dadurch wieder sicher. Also wenn er bellt und tobt, loben und ihn seitlich klopfen. Es wird noch nicht beim ersten mal besser und auch nicht beim zweiten mal, aber du siehst nach ein paar Wochen erste Besserungen u. meistens reicht dann nur noch ein kurzes Lob und Hund ist ruhig.
    Ich war anfangs auch total baff, aber bei meinem funktioniert das prima, er ist wie ausgewechselt. Damals habe ich ihn überhaupt nicht mehr ruhig bekommen, er hat sich da total reingesteigert, heute reicht ein kurzes Lob und ein liebevoller Schulterklopfer und er ist sofort ruhig.

    Das mit dem Besteigen ist normal, ich würde ihn in dem Moment sofort runterziehen und das Spiel unterbrechen, vielleicht versucht du wilde Spielereien schon wenn sie sich anbannen zu unterbinden, normalerweise müsste das sich das Besteigen wieder legen, wenn deine Kleine älter ist.

    Wenn jemand kommt, meinst du damit Besuch? Dafür würde ich ihm eine Leine umlegen und ihn mit zur Türe nehmen, versuche dabei, dass er aber hinter dir bleibt und der Besuch soll ihn einfach ignorieren.

    Wie man sieht, bin ich gerade extrem beschäftigt und mir geht es blendend. Ich glaube, ich habe mein neues Leben angefangen und das ist einfach wunderbar. Ich mache auch sehr viel mit Freundinnen, pflege meine Beziehung, wir haben uns vorgenommen immer mal wieder gemeinsam abends wegzugehen, was wirklich sehr schön ist. Ich glaube, ich habe mich wiedergefunden und ich meine auch, dass ich wieder meine Identität zurück habe und stolz drauf bin.

    Meiner Mutter ging es zwischenzeitlich sehr schlecht und sie ist enorm abgemagert, weil sie nichts mehr Festes bei sich behalten konnte. Die Werte sind alle prima und man vermutet eine Speiseröhrenentzündung. Da ihre Leberwerte sehr gut sind, wie sie mehrmals erwähnen musste, ändert sie nichts an ihrem bisherigen Krankheitszustand. Nun ja jetzt ist sie ja im Urlaub und anscheinend möchte sie wieder mal aufhören. Von mir und meiner Schwester gibt es dazu kein Statement, weil das ihre Sache ist. Mein Vater setzt natürlich alle Hoffnung in den Urlaub, wie jedes Jahr aufs Neue.

    Hallo Elma,

    ich denke so ging es uns allen mal, bevor ich mich hier registriert habe, habe ich wochenlang still mitgelesen. Bis ich mich dann entschied mich zu registieren und mich selbst kennenzulernen. Jetzt ist es gar nicht mal solange her, ich konnte mich überwinden therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen und ich bin ein neuer Mensch. Mir gehts wieder richtig gut.

    Ich wünsche dir alles Gute weiterhin und lass wieder von Dir hören.

    Herzliche Grüße Morgenröte

    Hallo liebe Löwenherz,

    bin total erholt vom Urlaub zurück und mein Hündchen ist völlig fertig :D

    Hoffe dir geht es auch gut und du bist auch so gut erholt wie ich?

    Lob höre ich auch gerne, mittlerweile lobe ich mich aber einfach selbst und sage zur mir, das hast du gut gemacht. Ich bin auch jemand, der selbst auf sich Stolz sein kann, das gönne ich mir dann auch einfach.

    Meine Sozialphobie scheint auch ziemlich weg zu sein, mache ja gerade nebenher eine private Ausbildung u. da mussten wir einiges vor der Gruppe vortragen u. das hat ziemlich gut geklappt u. da waren andere tatsächlich nervöser als ich, so habe ich dann auch gesehen, dass es anderen genauso geht u. die Gruppe ist wirklich nett. In der Schule bin ich früher immer gehänselt worden, wenn ich mal einen Fehler in meinem Referat hatte, wahrscheinlich bin ich deshalb auch so erstaunt, dass sich alle normal verhalten. Man kann sich nicht vorstellen wie die Phobie meinen Alltag belastet hat, ich bin innerlich so richtig befreit. Da frage ich mich dann doch hinterher, warum ich das solange ausgehalten habe. Ich traue mir auch viel mehr zu, habe keine innerliche Nervosität mehr und mein Kopfkino ist zurzeit auch so gut wie verschwunden. Ich merke auch eine innerliche allgemein Veränderung in mir und ich glaube, ich werde erwachsen, kann das Gefühl im Moment nicht beschreiben.

    Meine Mutter sehe ich jetzt erst mal für 5 Wochen nicht. Ich werde auch weiterhin gut auf mich aufpassen und schön bei mir bleiben :)

    Ganz liebe Grüße Morgenröte, welche den neuen Tag aufleuchten lässt

    Heute gehts mir auch wieder sehr gut, ich bin zwar in Urlaubsstimmung, aber trotz alledem bin ich die Ruhe selbst. Soviel wie ich in letzter Zeit unternommen habe, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gemacht und vor allem habe ich vor neuen Sachen keine Angst mehr, es ist ein sehr befreiendes Gefühl. Mein Kopfkino hat auch so ziemlich aufgehört u. wenn es mal kommt, dann schicke ich es weg.

    Nur meine Mutter ist in letzter Zeit etwas anstrengend, weil sie mir sehr oft über die Fortschritte mit ihrem Hund erzählt u. das schon jahrelang, sie wird mir in 10 Jahren noch davon erzählen. Aber Fortschritte gibt es natürlich keine, weil es meistens nur noch schlimmer wird. Ist halt immer deshalb anstrengend, weil ich vermute, dass sie von mir ein Lob haben möchte. Ich sag dann meistens nicht viel dazu.
    Letzten Do. haben uns meine Eltern eingeladen, was auch sehr nett war, meine Mutter hatte wie immer einen konstanten Pegel u. mein Vater und meine Schwester haben sich kritische Blicke zugeworfen, so wie früher auch immer u. haben sich wahrscheinlich innerlich über sie aufgeregt. Man merkt schon, dass ich mit ihrer Krankheit mittlerweile normal umgehen kann, früher hätte mich ihr Verhalten total auf die Palme gebracht, heute kann ich mit ihr dennoch normal reden, ohne dass ich gereizt bin. Und wenn es mich zu sehr stört, gehe ich halt wieder.

    Hallo Seele,

    ich denke es ist normal, dass es dir erst mit 17 aufgefallen und selbst 17 Jahre ist doch jung. Mir fiel das schon sehr früh auf, aber Gedanken habe ich mir nie wirklich gemacht, es war halt so und Punkt.
    Erst als ich die letzten Jahre immer aus heiterem Himmel plötzliche Weinkrämpfe bekam, fiel mir auf, dass da irgendwas mit mir nicht stimmte. Auch das ich Probleme mit anderen Menschen hatte, mich nur sehr schwer in die Öffentlichkeit traute und eher ein stilles Mäuschen war, wo man noch nicht mal den Schatten warnehmen konnte, da war mein Leidensdruck so groß, das ich dachte ich muss was dagegen unternehmen. Ich fand dann das Forum hier und fühlte mich wohl, zum ersten mal sah ich, dass es anderen "Kindern" auch so ging wie mir und ich mich nicht länger verstecken brauchte.
    Plötzlich fand ich mich wieder und erkannte das ich auch wichtig bin, seitdem arbeite ich an mir, auch mit therapeutischer Hilfe und ich lebe wieder. Ich verändere mich, habe mehr Freundinnen gefunden, schäme mich nicht mehr und bin offener geworden. Mein neues Leben hat begonnen und auch ich wünsche dir das von ganzem Herzen.
    Das du mit deiner Cousine gesprochen hast, war schon ein riesiger Schritt und du kannst Stolz auf dich sein. Und du hast auch sicherlich den Mut dazu, es deinem Physiotherapeuten zu sagen, er wird dir sicherlich helfen und dich nicht auslachen. Denk dran, du bist wichtig und es ist auch wichtig, dass es Dir wieder gut geht.

    Hallo Julchen,

    das ist ja gerade nochmal gut gegangen. Ich würde ihn in nächster Zeit sogar mal an eine kürzere Leine machen, damit verringerst du seinen Radius. Wenn Hunde nämlich zu weit von uns weg sind, müssen sie eigenständig handeln und selber entscheiden. D. h. natürlich nicht, dass er für immer an einer kürzeren Leine laufen muss, einfach für den Anfang mit der Futterarbeit, dann hast du ihn auch schneller bei dir. Klappt das mit dem Futter dann gut, dann wird das Futter wieder weniger u. die Leine wieder länger.

    Ich bin bald im Urlaub, also nicht wundern, wenn ich dann mal für 2 Wochen nicht antworte.

    Hallo liebe Löwenherz,

    ich weiß zwar nicht was ich dazu sagen soll, aber fühl dich mal ganz doll gedrückt von mir. Und genieße deinen Tag, denn es ist Euer großer Tag und der sollte nicht von Traurigkeit überschattet sein (auch wenn ich dich ganz gut verstehen kann). Wünsche Euch alles Gute für die anstehende Hochzeit.

    Hallo liebe Löwenherz,

    mir geht es blendend, meine Phobie löst sich tatsächlich auf. Letztens war ich shoppen und merkte beim 5ten Kaufhaus, dass ich auf einer Rolltreppe stand, einfach so. Wegen einem schlimmen Kindheitserlebnis habe ich Angst vor Rolltreppen, fahre sie zwar, aber brauche immer ne halbe Ewigkeit bis ich dann mal drauf bin. Und jetzt kann ich ganz normal Rolltreppen fahren ohne Angst und beklemmendes Gefühl. Auch andere Dinge sind einfacher geworden, wie einkaufen zu gehen oder ein dichter Menschenpulk. Und ich mache auch unangenehme Sachen wieder selbst, wo ich sonst immer meinen Freund vorgeschickt habe. Natürlich tut das auch unserer Beziehung gut und wir kommen prima miteinander aus.

    Meine Eltern fahren bald wieder in den Urlaub und zwar zusammen, und dann ist meine Mutter wohl wieder der Ansicht, dass sie im Urlaub aufhört zu trinken, hat sie wohl meiner Schwester erzählt, die dann meinte, dass sie sich nicht selbst belügen sollte und uns das egal wäre. Zumindest glauben ich und meine Schwester nicht mehr dran. Ich habe das jetzt auch tatsächlich akzeptiert, dass meine Mutter ihr Leben so leben möchte. Ich besuche sie hin und wieder u. wenn es mir zuviel wird, dann gehe ich auch wieder. Tja ihr Hund ist immer noch unterfordert u. wenn sie mal was mit ihm macht, dann klappt das zwar recht gut aber dann übertreibt sie es hin und wieder, meistens dann, wenn sie wieder zuviel getrunken hat. Man merkt bei meinen Eltern die Urlaubsstimmung wieder und sie verstehen sich wieder besser, wie vor jedem Urlaub, seltsam seltsam. Früher habe ich mich darüber immer gefreut und jetzt mache ich mir nicht mal mehr Gedanken darüber.

    Hallo Julchen,

    euer Beschäftigungsprogramm hört sich doch prima an u. dass er mal kürzer treten muss, macht nichts aus, manchmal sind die Umstände halt so.

    Anstelle von Leckerchen würde ich sein Trockenfutter nehmen, hast du dass schon mal ausprobiert. Meiner muss sich auf den Spaziergängen oder auch sonst sein Trockenfutter erarbeiten. Wenn er Stress hat, würde er auch keine Leckerchen nehmen, aber er nimmt sein Trockenfutter.

    Oder du versuchst es mit einer Futtertube wo du Nassfutter oder Hundewurst oder Katzennassfutter reinfüllst.

    Andere Möglichkeit wäre noch über ein Spielzeug, seine Aufmerksamkeit wiederzubekommen.