Hallo ihr Beiden,
danke für die lieben Antworten.
Erstmal fühle ich mit die letzten Tage über richtig gut und das liegt daran, dass ich mich beruflich umorientieren werde, weil mir mein Beruf keinen Spaß macht. Auslöser war mein Freund, der zu mir meinte, warum ich mich denn all die Jahre darüber beschwere anstatt dies zu ändern und er wüßte das ich das mit Links packen würde und mal selber an mich glauben sollte. Außerdem steht er hinter mir, also was soll passieren. Und damit hat er Recht, warum eigentlich nicht, spricht ja nichts dagegegen. Natürlich kämpfe ich immernoch mit dem Gedanken, was wäre wenn und was ist wenn ich das in den Sand setze und es nicht klappt. Ich erinnere mich dann daran, dass man so nicht denken sollte und warum sollte es nicht klappen, bis jetzt hat alles geklappt, was ich gemacht habe. Und wenn es nicht klappen sollte, dann wäre es menschlich und anderen gehts nicht anders. Also denke ich positiv darüber und freu mich und schon gehts mir gut.
Meine Mutter trinkt natürlich weiter, finde ich komischerweise nicht wirklich schlimm, kann ich nicht ändern, was soll ich mir also mal wieder meinen Kopf darüber zerbrechen. Ich habe ihr früher oft meinen Hund zum aufpassen vorbeigebracht, aber das mache ich nicht mehr, habe nach einer anderen Lösung geschaut und tatsächlich auch mal andere Leute um Hilfe gebeten u. das Ergebnis ist toll. Mir fiel das nur unheimlich schwer, weil ich ansich nie um Hilfe bitte, ist nicht meine Art. Da habe ich mich dann gefragt, warum ich das nicht mache, es hilft niemandem, wenn ich auf dem Zahnfleisch angekrochen komme, nur weil ich es nicht schaffe auch mal nach Hilfe zu fragen.
Die Situation bei meinen Eltern ist weiter sehr angespannt, wenn ich zwar da bin beherrschen sie sich, aber sie zanken nonstop und meine Schwester mittendrin, um die mache ich mir dabei mehr Sorgen. Wäre Zeit für eine Eheberatung mit Familientherapie, aber wenn sie so leben wollen, von mir aus.
Im Urlaub habe ich mich dann dazu aufgeraft mit dem Kochen anzufangen und siehe da, es macht Spaß, seitdem gibt es auch wieder anständiges Essen und nicht dauernd nur Fastfood. Ich mache mir jetzt auch einen Wochenplan, was es alles gibt und kaufe nur dafür ein.
Ich habe dann mal meinem Freund alles erzählt, was mir so auf der Seele liegt und jahrelang schlummerte und das war so befreiend, dass ich danach wie ausgewechselt war. Außerdem hat mir das Buch sehr geholfen und auch hier zu lesen. Seitdem akzeptiere ich mich so wie ich bin und arbeite an mir, meine schlechte Laune ist weg und ich beherrsche mich auch, nicht dauernd wegen Kleinigkeiten einen Anfall zu bekommen. Und ich versuche nicht 1000 Dinge aufeinmal zu machen, sondern alles Schritt für Schritt. Hab schon Feedback bekommen, dass ich mich zum positiven verändert hätte, mir kommt es so vor als würde ich anfangen zu leben u. hätte die alte Last über Board geworfen. So das war es erstmal für den Moment.