Beiträge von Julchen148

    Hallo idrial 29

    ich bin kein erwachsenes Kind sondern Angehörige.
    Ich kann mir vorstellen, wie schwer das ist, ich habe auch fast erwachsene Kinder.
    Meinen beiden habe ich vorgeschlagen bei Anonyme Alkoholiker in die Gruppe für erwachsene Kinder zu gehen. Ich bin bei der Suchtberatung von Caritas, da ist bestimmt auch was.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Unterstützung

    julchen148

    Hallo ich bins schon wieder

    ich hab ja heut früh geschrieben, voller Hoffnung daß alles wieder wird. und jetzt hab ich vor einer halben Stunde meinen Mann rausgeschmissen.
    Er war in seiner Werkstatt und ich bin runter um mit ihm zu reden. Da war die Tür schon zu so daß ich nicht einfach reinkonnte.Und dann hat er noch schnell was in seiner Hosentasche verschwinden lassen. Ich hab gefragt, was das ist aber er hats mir nicht gezeigt, das geht mir nichts an und er lässt sich von mir nicht mehr kontrollieren.
    Ich hab dann gesagt er kann mir jetzt beweisen, daß nichts mehr ist oder er soll seine Sachen packen und gehen. Das war`s dann!
    Jetzt sitz ich hir und heul und weiß nicht mehr weiter.
    Wenn jemand da ist, vielleicht könnt ihr mir schreiben.

    Danke julchen148

    Hallo ich bins,

    Den 1. Feiertag hab ich Gott sei Dank schon rumgekriegt.
    Mein Mann hat mit mir geredet aber nur, daß er doch nicht mehr trinkt und ich kann ihm glauben oder nicht. Ha, ha
    Ich hab gar nichts gesagt, ich will das am Montag bei der Nachsorge zu dritt besprechen.
    Hab gestern viel überlegt.
    Ich bin das 3. von 4 Kindern und war schon immer ruhig und angepasst. Meine Geschwister haben gefordert, ich hab nur geschaut nicht aufzufallen.
    Mein Vater, der auch Alkoholiker war, ist gestorben als ich 11 war.Mein kleine Bruder ist 2 Jahre danach an Krebs erkrankt und nach 2 Jahren gestorben. Meine Mutter musste arbeiten und sich um meinen Bruder kümmern, ich hab da nie groß gezählt.
    Als ich 14 war hab ich meinen jetzigen Mann kennengelernt und nach 3 Jahren ist er bei mir eingezogen, weil ers daheim nicht mehr ausgehalten hat.Ich wollte das eigentlich nicht, aber was sollte ich den machen.
    Von da an hab ich mich um meinen Mann gekümmert.
    Und jetzt soll ich mich um mich selber kümmern, bloß ich weiß nicht wie. Ich bin bei einer Therapie, hatte aber erst eine Stunde.
    Freunde hab ich eigentlich keine mehr, meine Mutter ist selber Co-Alkoholiker und macht mir nur ein schlechtes Gewissen wenn ich mal sag, daß ich nicht mehr kann.(Du kannst ihn doch nicht allein lassen was soll den aus ihm werden.)
    Irgendwie war ich noch nie allein und hab mich um mich gekümmert. Und ich hab Panik davor.
    Aber so kann ich auch nicht mehr. Ich hab keine Freude mehr am Leben, hab gesundheitliche Probleme, 10 Kilo abgenommen(was natürlich nicht schlecht ist!)
    Ich merk jetzt einfach mehr auf mich, geh zur Therapie und mach was mir Freude macht egal ob wir uns trennen oder nicht. Und ich merk nicht mehr drauf, was er macht .
    Ist doch ein erster Schritt, oder?

    Schönen Feiertag

    julchen148

    Liebe Dagmar

    vielen Dank für deine Antwort. Ich hoffe, daß ich es auch noch schaffe, Abstand von ihm zu gewinnen. Im Moment kann ich es noch nicht. Das Blöde ist, daß nach der Reha doch einiges besser geworden ist. Nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber ich hatte schon den Eindruck, daß er sich bemüht, unsere Beziehung zu verbessern.

    Ich hab mit Ihm heute gesprochen, daß ich so nicht weitermachen kann, ich aber auch keine Lösung weiß. Ich hab nicht gesagt, daß ich mich trenne weil ich nicht glaube, daß ich das schaffe.

    Vielleicht können wir doch noch so weitermachen und ich kümmer mich nicht mehr um seine Sachen und ihn. Viewlleicht ist das auch nur ein fauler Kompromiss, keine Ahnung.

    Es ist nicht so, daß er aggresiv oder so ist. Er ist körperlich anwesend, aber in Gedanken wer weiss wo. Er macht schon wenn wir besprechen wer was macht, aber von sich aus macht er nichts.

    Allerdings ist er ja auch die ganze Zeit zur Therapie und Nachsorge gegangen. Also denk ich halt, er hat den Willen was zu ändern. Oder red ich mirs nur schön?

    Heute abend will er noch mal mit mir reden. Drück mir die Daumen!

    Liebe Grüße

    julchen 148

    Hallo amor
    ich weiß, wovon du redest, bei mir war es ähnlich.
    Ich habe das 10 Jahre mitgemacht, dann hat mein Mann einen Entzug gemacht und war 11 Jahre trocken. Vor 2 Jahren hatte er einen Rückfall und seitdem kämpfen wir wieder . Ich bin co-abhängig und bin ziemlich am Ende.
    Ich wünsche dir viel Kraft und frohe Weihnachten
    julchen148

    Hallo Dagmar,
    du sprichst mir aus der Seele. Wie hast du es geschafft? Wenn es Streit gibt muss ich immer alles jetzt und sofort klären. Das Warten und die Ungewissheit wie er reagiert macht mich kaputt.
    Aber das ist ja wahrscheinlich auch falsch, oder?
    Ich sollte wohl besser warten und ihn dann reagieren lassen.
    Und bei der Reha wahr wirklich schön. Ich konnte 2 bis 3 Tage planen ohne daß wieder was Blödes passiert.
    Liebe Grüße
    julchen148

    Liebe Backmaus
    ich weiß, aber ich weiß ja nicht, wie ich mich entscheiden soll.Es ist so verdammt schwer.
    Ich würde ja gern bei ihm bleiben und nach der Reha ist ja trotzdem vieles besser geworden.
    Ich hab ihm ja auch nicht gesagt, daß ich mich trennen will weil ich nicht glaub, daß ich das schaffen würde.Blöd, oder?
    Ist es so falsch erst in der Caritas zu reden?
    Julchen148

    Guten Morgen, ich glaube auch, daß es gut wäre, auch für mich, eine Zeit allein zu leben. Als mein Mann bei der Reha war ging es mir viel besser und ich fühlte mich sorgloser. Ich weiß jedoch nicht, wie wir das finanziell regeln könnten. Die Selbsthilfegruppe hat er ja schon in Angriff genommen, das kommt nach Weihnachten dran.
    Er wollte jedoch gestern eine Entscheidung von mir, entweder Trennung oder noch mal versuchen.
    Ich kann das jetzt aber nicht entscheiden, ich hab ihm gesagt, wir besprechen das nächsten Montag bei seiner Nachsorge in der Caritas.Seitdem läuft er rum wie ein geprügelter Hund und macht mir wieder schlechtes Gewissen.

    Schone Grüße
    julchen148

    Liebe Backmaus,
    wir waren damals bei seinem ersten Entzug zusammen in einer Selbsthilfegruppe. Diesmal bin ich nicht mitgegangen weil ich schwerhörig bin (war damals noch nicht so schlimm) und in einer Gruppe deswegen nicht gut zurecht komme. Ich hab ihn schon öfters darauf angesprochen, aber bis jetzt hat er gemeint, das ist nichts für ihn.
    Ich glaub, ein großes Problem bei uns ist, daß er viel macht, was ich ihm sag oder wo ich ihn unterstütze, aber von sich aus macht er wenig. Ich versuch schon, ihn machen zu lassen und ihm nichts mehr abzunehmen, aber ich schaff das nicht besonders gut.
    Falls wir nichts mehr hören, frohe Weihnachten und danke für die Antworten. Es ist ungewohnt aber schön, daß es sich mal um mich dreht.

    julchen148

    Hallo Backhaus,
    er hat bereits bei der Nachsorge besprochen, daß er zu einer SHG geht. Bis jetzt ist er nicht gegangen, aber er geht ja auch wöchentlich zur Nachsorge und zur Phsychotherapie.Deswegen hab i
    ich ja gedacht, daß er es schon ernst meint.
    liebe Grüße
    julchen148

    Liebe Backmaus,
    ich hör mich nicht nur so an, ich bin wirklich sehr
    enttäuscht und wütend. Aber ich dachte halt, weil er ja viel Hilfe in Anspruch nimmt, vielleicht könnte es doch noch klappen. Ich hab gestern mit seiner Therapeutin von der Reha gesprochen und sie meinte, wenn es bei mir noch geht, soll ich vielleicht noch einen Neuanfang probieren. Aber ich weiß nicht, wie ich ihm noch glauben soll.
    Schöne Grüße
    julchen148

    Hallo Vaan

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ich habe auch vor 3 Wochen, als er getrunken hat, nichts gemerkt.
    Er war nicht betrunken oder so, ich hatte manchmal den Eindruck, das er schwach nach Alkohol riecht, aber das war nur manchmal.
    Er sagt, er hat nur ab und zu getrunken und auch nur wenig. Ich weiss nicht, ob man das kann, wenn man süchtig ist.
    Er hatte, seit er von der Reha zuhause ist, auch keine leichte Zeit.
    Sein Schwager ist gestorben, er hat seinen Job verloren und hatte viele Probleme wegen seinem Elternhaus. Ich weiss, daß das keine Entschuldigung ist, aber ich hoffe immer noch, daß es doch noch eine Chance gibt.
    Viele Grüße
    julchen 148

    Hallo ich bin julchen148, bin 43 und habe 3 kinder. Mein Mann war 10 Jahre trocken und hat vor 2 Jahren wieder angefangen zu trinken und zu kiffen. Nach vielen hin und her mit Entgiftungen und Phsychosen hat er heuer im April eine Langzeittherapie gemacht.
    Ich habe gedacht, daß es nach der Therapie leichter wird, aber das war leider nicht so. Er geht zur Nachsorge zur Caritas und wegen eines schweren Traumas aus der Kindheit zur Phsychotherapie und ich hatte auch den Eindruck, daß er sich wirklich bemüht, sich zu ändern, aber
    wir hatten trotzdem viele Probleme und Streit. Ich hatte auch schwer zu kämpfen wegen meiner Co-Abhängigkeit und habe mir deswegen auch eine Therapeutin gesucht.
    Gestern habe ich gemerkt, daß er wieder trinkt. Ich habe ihn darauf angesprochen und er hat zugegeben, daß er bis vor drei Wochen wieder getrunken hat, dann aber für sich beschlossen hat, jetzt wirklich aufzuhören.
    Ich war total geschockt und fühl mich ziemlich verarscht und weiß jetzt nicht mehr, was ich machen soll. Ich hab Angst, ihm wieder eine Chance zu geben und dann wieder enttäuscht zu werden. Aber ich schaffs auch nicht, mich von ihm zu trennen. Kann mir jemand raten, was ich machen soll? Ich bin ziemlich fertig und weiss nicht mehr weiter.