Super, es hat geklappt. Nun möchte ich euch vom neuesten Stand berichten: Am Samstag Abend berichtete mir meine Tochter, dass sie gesehen hat, wie mein Mann eine Flasche Wein unter der Bettdecke versteckt hat. Ich entfernte diese sofort und stellte sie demonstrativ in der Küche auf den Tisch-- ohne ein Wort. Von ihm kam dann sofort, die ist für alle Fälle, ich weiß ja nicht, wie mein Körper reagiert und ob ich sie nicht vllt brauche. Klingt logisch, aber ich glaubte ihm kein Wort. Zu oft habe ich diese leeren Worte gehört. Wir sprachen über den kalten Entzug und wie gefährlich er ist, ich sagte ihm auch, was ich im Forum gelesen habe und bot ihm an, auch mal hier zu lesen. Soweit ist er noch nicht. Mein Mann ist kein Mensch, der sich öffnen oder sich jemanden großartig anvertrauen kann. Das hat er bis heute nie gelernt. Er ist Meister des Sichschönredens und Verdrängens, egal um welches Thema es geht. Wir einigten uns, dass er vor dem Zubettgehen noch ein Glas Wein trinken darf und dann versuchen sollte, die Nacht über clean zu bleiben und bei Beschwerden oder irgendwelche Probleme sich bitte an mich wenden sollte. Die Nacht hat er soweit gut überstanden, Heiß und Kaltattacken , aber das kennt ihr ja. Gestern Morgen war er hochmotiviert und die körperlichen Attacken ließen nicht lange auf sich warten. Er zitterte bis zum Umfallen und konnte dadurch auch nicht mehr richtig sprechen. Puls und Blutdruck im Normbereich. Ich besorgte einige Flaschen Bier, weil mein Mann sagte, das letzte Mal hätte er es auch mit Bier geschafft, in dem er immer weiter reduziert hätte. Ich habe das damals gar nicht so richtig mitbekommen, wenn ich ehrlich bin. Nachmittags wurde es mir dann zu heiß, wir beschlossen, dass er ein paar Schlucke Wein trinken sollte und wenn sich die Symptome verschlimmern, dann musste er in die Klinik. Obwohl wir uns auf der anderen Seite einig waren, dass man eine gewisse Menge an Symptomen schon ertragen muss und nicht zu schnell wieder nachgeben sollte, denn es ist zwar logisch, dass der Körper total rebelliert, möchte er doch, dass wieder reichlich Alkohol fließt .... aber man muss sich immer der Gefahr dieses kalten Entzugs bewusst sein.
Die Beschwerden blieben bis zum Abend unverändert stark wurden aber auch nicht mehr. So trank er vor dem Schlafengehen über einige Stunden verteilt eine Flasche Bier. Die Nacht verlief soweit gut. Mein Mann zittert noch gewaltig, aber er spricht momentan total normal, seine Gedanken sind klar und er ist total motiviert, das Ding durchzuziehen. Ich merke , dass ich mich heute auch irgendwie gut fühle, wie schon lange nicht mehr, obwohl noch lange nicht alles überstanden ist und die Klinik immer noch aktuell ist. Wir werden es auf alle Fälle nicht übertreiben und aufpassen.
Ich möchte hier auch keine Werbung für kalten Entzug machen, jeder ist für sich selbst verantwortlich, aber ich habe das Bedürfnis, euch unsere Schritte mitzuteilen. Das Ende ist noch ungewiss, aber wir hoffen, dass es gut wird. Ob es nun richtig oder falsch ist, kann wohl niemand so richtig beantworten, jeder handelt so, wie er meint, es verantworten zu können und so müssen wir abwarten, aber es ist ein schönes Gefühl seit langer Zeit mal wieder an einem gleichen Strang zu ziehen, zumindest für diese jetzigen Tage, man weiß ja nie..........es gab schon zu viele Enttäuschungen............
Beiträge von RenateO
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Ich nochmal
Da steht nichts von Trennung sondern sogar genau das eben das nicht geht ebenso scheinen finanzielle Gründe dagegen zu sprechen ebenso bei einem evtl.Klinikaufenthalt.
Ich lese hier eine Frau die sowas von Co ist und um keinen Preis loslassen will (kann)eher betreut sie einen kalten Entzug und nimmt die möglichen Folgen in Kauf.
Hilla fragt nicht wie sie einen Weg für sich finden kann,sie beschreibt was sie von ihrem Mann will ,wozu sie ihn überredet.
Der kalte Entzug scheint bei ihr wieder die Hoffnung aufkeimen zu lassen das wenn doch nur der Alkohol aus ihrem Leben verschwindet ,alles wieder gut wird...........
Ein trauriger Erfahrungswert ,so funktioniert das nicht und deshalb werde ich keinem Menschen da noch zu raten.lg R..
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Ich habe mir mal die Mühe gemacht und Hillas Text makiert(Rot)
Hallo zusammen,
damit ich nicht alles nochmal schreiben muss, kopiere ich hier mal meinen Vorstellungstext hinein, ich hoffe, es klappt GeschocktHallo zusammen,
mein Name ist Hilla , mein Mann hat ein Alkoholproblem und ich bin auch auf dem besten Wege dorthin.Trinke die Sachen aus, damit nichts mehr da ist, weiß aber gleichzeitig, dass es nicht ok ist usw. Ich habe durch Zufall heute einen Beitrag von Karl gelesen, bei dem seine Frau abhängig ist und ich habe so viele Parallelen entdeckt, dass ich so gerne etwas dazu schreiben würde, habe mich so darin wiedergefunden. Momentan fühle ich mich sehr konfus und planlos. Mein Mann hat bereits eine Entgiftung hinter sich, vor einigen Jahren, ging nicht auf Entziehung und hatte soweit seinen Alkoholkonsum im Griff. Trank nur sehr selten, hatte die Leberwerte immer im Normalbereich , sogar den Ct Wert . Sein Ansporn waren seine engmaschigen betriebsärztlichen Untersuchungen. Nun ist er seit Herbst Frühpensionär , muss nicht mehr zu diesen Untersuchungen und lässt alles schleifen. Bis vor kurzem meinte er immer, alles im Griff zu haben, doch in letzter Zeit fand ich vermehrt " versteckten" Alkohol und ich kann seine Ausreden nicht mehr ertragen. Habe ihm gefühlte 1000 Mal jegliche bedingungslose Unterstützung angeboten ( wie Karl in seinem Beitrag ) und JEDES MAL aber auch wirklich JEDES MAL versprach er ab heute ehrlich zu sein. Ich habe ihm immer wieder geglaubt, doch mittlerweile fühle ich mich so veräppelt und vera...... dass es mir förmlich körperliche Schmerzen verursacht. Ich wollte zunächst nur Offenheit und Ehrlichkeit von ihm, doch er macht immer wieder Sachen heimlich. Leider lässt unsere finanzielle Situation eine räumliche Trennung nicht zu und das ist keine Ausrede, es ist ein Fakt. Ich fühle mich momentan wie in einer Zwecks WG. Erst vor ein paar Tagen hatten wir wieder eine Diskussion ( sofern ich mit ihm überhaupt diskutieren kann, er redet nur kurz und knapp und vermittelt mir noch dazu, dass ich mich andauernd wiederhole und es mit mir immer das Gleiche wäre )ich fragte ihn: Warum bist du nicht ehrlich zu mir, warum nicht ? Er: Weil ich vor dir nicht das Gesicht verlieren wollte.------Ich dachte, endlich mal eine Aussage, doch weit gefehlt. Er versprach mir schonungslose Offenheit, sagte mir, tagsüber trinke und bräuchte er keinen Alkohol, aber abends, da sagte er noch so 2 bis 3 Gläser Wein. Dann wäre er ruhiger und ausgeglichener. Wir vereinbarten zu reduzieren, um die körperlichen Symptome durchzuchecken, er erklärte sich dazu bereit und trank am besagten Abend 2 Gläser Wein ( vermute ich mal ). Das ging drei Tage so, dann entdeckte ich in seinem Bademantel 2 Dosen Whisky Cola, eine war angebrochen, dann wieder so eine faule Ausrede....blablabla. Mein Problem ist, ich kann es nicht fassen, nicht verstehen, nicht begreifen, würde ich doch alles mit ihm durchstehen und er belügt mich nur. Ich fühle mich so respektlos ausgenutzt..... Gestern kaufte er einen Piccolo ein und es schien auch so, als würde er nur diesen trinken, heute Morgen, hörte ich ein verdächtiges Geräusch ( mittlerweile höre ich das Gras wachsen... ) und natürlich hatte er eine leere Weinflasche versteckt. Ich konnte nicht einmal mehr wütend oder so sein ( vor ein paar Tagen entdeckte ich bei mir solche Aggressionen, dass ich ihn am Liebsten geohrfeigt hätte ) ich fühle so eine Hilflosigkeit, wie ich sie noch nie gefühlt habe, dabei bin ich eigentlich eine sehr starke Frau, muss Vieles in unserer Familie managen.
Ich fragte ihn nur ganz ruhig, was er denkt, wie es weitergehen soll ? Er meinte nur, er geht ab heute auf null Komma null und will schauen was passiert ( natürlich weiß ich das das gefährlich ist, aber ehrlich gesagt, glaube ich es auch nicht ) Traurig aber wahr, ich habe keinerlei Vertrauen mehr. Er meinte, er ginge in keine Klinik mehr, niemals ( das hat noch andere Gründe ) Tja, nun weiß ich momentan auch nicht mehr weiter. Bin dann einfach mal ins Internet gegangen und auf euer Forum gestoßen. Muss mich einfach mal einwenig austauschen. Ich kenne meinen Mann nicht mehr, er ist nicht der, den ich geheiratet habe. Er hat neulich ganz offen zugegeben, dass er mich nur verarscht hat und dass es ihm leid tut ( das nützt mir auch nicht viel )Das Schlimme ist, diese Verarsche hört ja nicht auf. Ich fühle mich sehr schlecht und erniedrigt in meinem Selbstwert. Dieses Kachfrechinsgesichtlügen macht mich so fertig. Ist das ein Überlebensinstinkt eines Alkoholikers ? Bin ich zu streng wenn ich ihm Grenzen setze ?
Mal eine ganz andere Frage: Kann er sich selbst einweisen oder muss man unbedingt vom HA eine Einweisung erhalten ? Wenn er anschließend uf Entziehung geht fallen da auch die Tagessatzgebühren wie in der Reha an und wenn ja, wie hoch sind die ? Für euch vllt unrelevant, für uns aber leider ein Thema.
So nun habe ich einwenig aus dem Nähkästchen geplaudert und freue mich, einige von euch näher kennenzulernen.Liebe Grüße
Hilla -
Hallo
Mich beschäftigt gerade der Gedanke ob wir ,,alten Hasen,, hier sinnvoll für die ,,Neuen,, sind.Ist es für mich sinnvoll,oder wirft es mich nur in die Erinnerungen zurück und nützt den ,,neuen,, garnichts?
Gerne gebe ich meine Erfahrungen aus der Zeit mit einem Alkoholkranken
Partner weiter um anderen zu zeigen ,es gibt ein Leben danach!
Und dieses Leben ist stressfreier und lebenswert.
Also der Weg lohnt sich wirklich.Der Weg zu mir hat sich gelohnt,ich habe wieder ein gesundes Selbstwertgefühl.
Grenzwertig wird es für mich wenn ich hier haarsträubende Geschichten lese,von kaltem Entzug,von Kindern die nicht geschützt werden etc.
Von Menschen die ihrem Alki mehr glauben schenken als den Erfahrungsberichten von Betroffenen.
Sicher sie stecken aktuell in schwierigen Zuständen,benötigen auch Zuspruch und aufgefangen werden.
Wie sinnvoll ist das aber wenn der ,,Platz,, der dadurch geschaffen wird wieder in den Alki gesteckt wird?
Wenn der Druck der erstmal durch das Schreiben hier gemildert wird,nicht für sich selbst genutzt wird?Da ist eindeutig meine Grenze.
Klar darf ich nicht den Anspruch haben das jemand umsetzt was hier geraten wird,das ist ab einem bestimmten Punkt ja schon wieder Co und übergriffig.
Bin gespannt wie ihr das seht und erlebt.
LG R.. -
Danke Aurora
da scheint heute die Sonne innen und außen.....
Ich bekam fast 100 jare alte Weißwäsche geschenkt und nutze das Wetter diese draußen zu trocknen.
Wie wundervoll diese Rüschen Bettwäsche doch ist,ich liebe so schöne Dinge und mache mir gerne die Mühe sie herzurichten.Liebe Grüße R..
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Hallo neuweg
Wie geht es dir?LG R..
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Hallo
Jeder Angehörige hier hat jahre seines Lebens damit verbracht
zu hoffen
zu bitten
zu weinen
mitzusaufen
es klein zu reden
und noch viel mehr
wir alle haben gemeinsam das wir uns dabei immer weiter von uns selbst entfernt haben.
Dieser Irrsinn treibt mitunter seltsame Blüten ,jeder versucht es auf seine Weise denn :es muß doch möglich sein diesen ,,verschwundenen ,,Menschen zurückzuholen,,es war doch einst sooo schön,man liebt ihn doch noch...................
Liebe Hilla du mußt hinschauen bevor noch schlimmeres passiert.
Stell dir vor er überlebt nicht was ihr da gerade treibt ,könntest du mit dieser Schuld leben?Hol Fachleute dazu und lass deinen Mann los,er muß es wollen und fachliche Hilfe annehmen und du solltest wirklich auf dich schauen ,wie weit du gehst,ob und wo du überhaupt noch Grenzen hast.
LG R.. -
Hallo Hilla du schreibst:
Zitat:
es war nie meine Absicht, andere zu etwas zu ermutigen, habe doch geschrieben, jeder ist für sich selbst verantwortlich.
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Und was machst du gerade mit deinem Mann?
Und wo übernimmst du die Verantwortung für DICH?LG R..
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Hallo Hilla
Sorry wenn das zu hart rüberkam,aber dich sanft schaukeln bringt dir doch auch nichts.
Dein Mann scheint seit Jahren Alkoholkrank zu sein,irgendwann hat er es mal geschafft seinen Konsum zu reduzieren(oder auch nicht )glaube mir sie trinken dann heimlich weiter weil sie garnicht anders können.
Du muß Alkoholismus als eine Krankheit begreifen (Sucht) und nicht als etwas was dein Mann tut um dich zu ärgern?
Deshalb mein Beispiel mit dem Beinbruch
,Kämst du in so einen Fall auf die Idee ohne Arzt/Behandlung und NUR mit Willenskraft /Liebe /Erpressung uvm von dem Mann mit dem Beinbruch ,eine Bergwanderng zu fordern?Hier kannst du Hilfe zur Selbsthilfe bekommen und Erfahrungsberichte von Menschen die das alles auch erlebt haben.
Schulterklopfen für eine lebensgefährliche Aktion kann du zumindest von mir nicht erwarten.
Schau mal was du alles versuchst um IHN trocken zu legen ,sogar mitsaufen hast du probiert und jetzt der Entzugsversuch ohne Arzt.Deshalb mein Beispiel mit dem Beinbruch.
Hilla wach auf und such Wege für dich und nicht wie du ihn trocken bekommen könntest.
Du hast inzwischen viele Grenzen überschritten ,bei Dir und bei Ihm wohin soll das noch führen?Du stehst mit dieser Aktion jetzt doch am Abgrund und solltest aufwachen bevor es zu spät ist.
LG R.. -
Zitat von dir:
Ich merke , dass ich mich heute auch irgendwie gut fühle, wie schon lange nicht mehr, obwohl noch lange nicht alles überstanden ist und die Klinik immer noch aktuell ist. Wir werden es auf alle Fälle nicht übertreiben und aufpassen.
---------------------------------------------Du fühlst dich gut???
Weil du die Kontrolle hast den ,,Teufel,, Alkohol nun vielleicht endlich besiegen kannst?
Ehrlich das ist ein kranker Gedanke und sehr gefährlich für deinen Mann,möchtest du ihn am ende auf dem Gewissen haben?
Wenn er dazu bereit ist bring ihn in eine Klinik,dort muß man ihm helfen,du kannst das nicht!
In deiner Haut möchte ich wirklich nicht stecken.
LG R.. -
Hallo Hilla
Ich habe dir schon bei Karl geantwortet.
Was du da machst ist hochgefährlich.
Du bist kein Arzt und willst die Verantwortung für einen kalten Entzug übernehmen?Das kann doch nicht dein Ernst sein?
Es scheint als klammerst du dich an die Hoffnung nun mit deinem Mann ein ,,WIR,, zu haben ,,klare Gespräche ,, zu führen,das ist ganz sicher ein Trugschluss(Wunschdenken)
Alkoholismus ist eine KRANKHEIT und das was ihr gerade versucht ist GEFÄHRLICH!!!
Abgesehen davon das es so nie funktionieren wird.Selbst vor einer Klinikeinweisung wird gesagt sie sollen bis Antritt des Entzuges moderat weitertrinken.
Ein Entzug (Entgiftung) gehört IMMER in die Hände von Fachleuten (Klinik) und nur mit dem Alkohol weglassen ist das Problem ja auch nicht aus der Welt!
Was willst du tun wenn dein Mann Krämpfe bekommt ,Wahnvorstellungen bekommt,umfällt oder schlimmeres passiert?
Den Notarzt rufen und sagen du hast ihn zum kalten Entzug überredet?
Du spielst gerade mit seinem Leben,ist dir das klar?
R........ -
Warum ist es nur so schwer (bis unmöglich) für euch ,den Alkoholkranken loszulassen?
Wovor habt ihr wirklich Angst?
Auf euch selbst zu schauen?
Angst das er (sie) euch trocken nichtmehr will?
Die Leute?
Geld und Gut?
Die angeblich heile Familie zu verlieren ?
Was macht es so schwer die Realität zu akzeptieren und damit dem anderen die Möglichkeit zu geben ,sich um sich selbst und sein Alkoholproblem zu kümmern?
Ihr könnt sie nicht retten ,genaugenommen schadet ihr euren Partnern,setzt sie unter Druck was zu nochmehr trinken führt,zu noch mehr Lügen ,zu Versprechen die sie nass nicht einhalten können!!!
Eine Quälerei für beide Seiten.
Erst wenn mindestens einer etwas ändert hat auch der andere die Möglichkeit dazu.
Ich meine damit, an sich ändert und nicht am anderen rumzerrt.
Sucht euch euren Weg und lasst den anderen,dann wird man sehen wohin sich was verändert ,solange ihr festhaltet kann sich Nichts ändern und alle leiden.
LG R.. -
Hallo Hilla
Ich ohrfeige niemanden hier,sondern berichte überwiegend ,,mein Erlebtes,,
Ich war fast 8 Jahre mit meinem xy zusammen und dachte das ist er der Mann mit dem ich ,,alt ,,werden will.
Meine Erfahrung: neben (mit) dem Alkohol kann man sich nicht einrichten,es geht einfach nicht auf Dauer!Ausnahme vielleicht:euer Partner beeinträchtigt euer Leben nicht und ihr könnt ertragen offenen Auges zuzusehen wenn er sicht totsäuft,ich konnte es nicht!
Die Bedingung wäre für euch ,eine Beziehung zu dritt(du, der Alkohol und er)bis der qualvolle Alkoholikertod euch scheidetDa kannst du machen was du willst:
dem anderen zureden
dich selbst zurücknehmen
relativieren uvmim Grunde kann man als Angehöriger machen was man will (oder besser,es eben lassen)solange der Trinker keine Einsicht hat ist es vertane Zeit!!
Ich schöpfe nach einer Beziehungspause(Schluss) von 9 Monaten,als mein ex dann total fertig vor meiner Tür stand und verkündete ,,jetzt geht er in die Klinik zum Entgiften ,,wieder Hoffnung und begleitete ihn in die Klinik etc.
Da ich schon eine Zeit hier im Forum war und mich auch sonst ,,eingelesen hatte, dachte ich ,ich könnte den nötigen inneren Abstand halten und kann jetzt sagen ,es gab zwar Lichtblicke ,schöne Momente ,offene Gespräche, Paarsitzungen etc
Aber schlussendlich war es nur eine Trinkpause und er belog und hinterging uns Alle ,mich ,den Therapeuten,die Gruppe und vor allem sich selbst.Ca. 5 Monate war er abstinent und noch in der Nachsorge wurde er rückfällig und säuft seitdem wieder täglich!
Genaugenommen war ich ja auch ,,Rückfällig ,, geworden.
Ich nahm ihn zurück weil ich mal wieder hoffte!
Jeder Mensch hat das recht soviele ,,Runden,, zu laufen wie er möchte und aushält.
Einzige Ausnahme ,wenn Kinder mit reingezogen werden.
Kinder benötigen den Schutz der Eltern,sie haben einen Anspruch darauf das wenigstens ein Elternteil die Verantwortung für SICH und die Kinder übernimmt.
Bei mir ging es ,,nur,, um 2 erwachsene Menschen,ich habe nur mir selbst geschadet und Lebenszeit vergeudet!Jeder der sich mal mit der Krankheit ,,Alkoholismus,, ernsthaft auseinandersetzt ,etwas darüber lernt,der stellt schnell fest ,wieviel Spielarten so ein Trinker drauf hat und er lebt ja quasi davon das sein Umfeld getäuscht wird,es wird gelogen ,betrogen ,verheimlicht, versprochen ,gelobt ,getobt,unter Druck gesetzt,geweint ,geschlagen ,also manipuliert vom feinsten.
das und noch mehr ist Bestandteil der Krankheit!!Ein Beispiel um vielleicht mal die Sichtweise zu ändern:
Stell dir vor dein Partner hätte beide Beine gebrochen und er würde dir versprechen, ich mache mit dir eine Bergwanderung...............
würdest du das glauben können?
Nein dir wäre sofort klar ,aktuell ist das unmöglich!!
Wieso wird einem Alkoholiker geglaubt er könne ohne vorher trocken(mit Entgiftung undTherapie) zu sein ein normales Leben führen?
Warum?
Weil sie sich selbst und uns Angehörige Täuschen etc siehe weiter oben.
Macht euch schlau über die Krankheit das ist mein Rat und dann könnt ihr begreifen wie das abläuft.Hier ist ,,Nichthilfe,, ganz wichtig.
Helft euch selbst das ist viel sinnvoller.
Und lest unbedingt bei den Trockenen hier,dort könnt ihr viel verstehen lernen.
LG R.. -
Hallo Rhein
Eigentlich gibts da nichts zu schützen,er macht ja keinem von uns etwas.
Für die Kleine ist er der (letzte)Opa und so reagiert sie auch wenn sie ihn sieht.
Sie ist ja dann nie allein und warum sollte sie nicht mit ihm sprechen dürfen?
Ansonsten will ich das Ganze ja nicht größer machen als es ist.
In mir drinnen löst das nichtsmehr aus,war halt gerade die Erinnerung,aber auch nicht mehr.
Es gehört wie du schon schreibst in die Abteilung Klatsch und Tratsch..(Informationsfluß)............über jemanden den man halt kennt.
LG R.. -
Hallo Rhein
Es war ja auch so ein blöder ,,Wiederholungseffekt..1 1/2 Jahre zuvor machte er es ebenso,beschenkte mein Enkelkind im Nov. mit einem Adventskalender und überzogen großzügig zu Nikolaus.
Weihnachten und den Gebutstag der Kleinen (im januar) lies er aus .Und letztes Jahr genauso.
Als ich vor ca. 2 Wochen mal einen ganzen Abend bei meiner Tochter war (wohnt dummerweise genau gegenüber von meinem ex) schickte er Bilder von einem riesigen Spielzeug für mein Enkelkind an sie und jetzt eben dieses zufällige Treffen mit dem Kind und Babysitter, Tochter kam dann dazu.Ich selbst habe ihn seid der Trennung letzten Sept. weder gehört noch gesehen und das ist völlig ok so für mich.
Habe mir damals schon gedacht ,ok irgendwann kommt mal ,,der,, Anruf,spätestens wenn er körperlich wieder so weit unten ist wie letztes Jahr als er in die Klinik ging, oder eine wirklich schlimme Nachricht.
Seinen Sohn treffe ich manchmal zufällig und daher weiß ich das xy wieder täglich säuft.
Ist schon erstaunlich was ein Körper so wegstecken kann.Heute war ich wieder in meinem Garten ,herrlicher Sonnenschein und viel Unkraut,aber wir haben dort eine nette Nachbarschaft und der Garten erdet mich so wunderbar.
LG R.. -
Hallo Karl
Scheinbar machst du es richtig wenn du ihr Grenzen zeigst und diese auch hälst.
Also bleib dabei,sie muß die Wege suchen und finden,wenn sie dann wirklich zur Entgiftung in eine Klinik get kannst du sie ja hinfahren ,eine schwere Tasche tragen ,so kleine unverbindliche Gesten,mehr aber bitte nicht.
Ich wünsche dir viel Glück und bleib schön bei dir.
LG R.. -
Danke Sunshine
für deine Offenheit.
du hast natürlich recht,solange der Trinkende nicht will ,ist da kein drankommen.....
Ich hatte gestern wohl einen gedanklichen ,,rückfall,,
ich merkte das es mich doch noch beschäftigt was xy so von sich gibt,dabei weiß ich doch, das schon in der Vergangenheit nicht alles was er sagte der Wahrheit entsprach!Ich habe es gestern abend nochmal überdacht und hatte dann selbst schon die Antwort.
Ist also alles wieder im grünen Bereich bei mir.
Danke nochmal und liebe Grüße R... -
Hallo zusammen
Es gab ein Zusammentreffen zwischen meinem ex und meinem Enkelkind auf der Strasse.
Das Kind sprach ihn an und es gab ein längeres Gespräch u.a. über ein Geschenk was er dem Kind vor einiger Zeit versprochen hatte.
Die Kleine (5) ist sehr aufgeweckt und stellte ihm auch einige für ihn sicher unangenehme Fragen(warum bist du nichtmehr mit der Oma zusammen,warum trinkst du wieder Bier etc).
Er wich überall aus...........versprach aber das Geschenk zu bringen.
Meine Tochter hörte Teile des Gesprächs mit an u.a. das er auf der Arbeit seine Stundenzahl bald erhöhen wird.
Laut ihrer Aussage sieht er wieder so abgemagert und schlecht aus wie letztes Jahr als er zum Entzug ging....
Nun frage ich mich ,wie bekommt ein Arbeitgeber das nicht mit?
Letztes Jahr während der Abstinens sprach er oft davon das er gerne seine Stundenzahl erhöhen möchte (wegen der Rente später)
Nun so oder so ist das nicht mehr meine Sache ,aber ich frage mich wirklich wie passt das zusammen.
Er war damals sehr offen mit seiner Krankeit gegenüber dem Arbeitgeber,jetzt säuft er schon wieder seit Monaten täglich und das krieg keiner mit??
Unfassbar für mich oder ist das einem Chef wirklich so egal?
LG R... -
Wieso hörst du dir all seine Befindlichkeiten an,hat er dich mal gefragt wie es dir in der Vergangenheit ging oder wie es dir jetzt geht?
Es geht doch schon wieder nur um ihn!!
LG R.. -
Hallo neuweg
Mit dieser direkten Nähe tust du dir sicher selbst keinen Gefallen.
XY spielt dir was vor und statt an ihm zu zweifeln ,zweifelst du an dir...................ein längst bekanntes Muster,nur zu leicht fällt man dahin zurück.
Gibt es nicht eine Möglichkeit mehr Abstand zu bekommen?
So schaust du auf ihn was er macht und sagt und tut ,anstatt auf dich zu schauen,letzteres würde dich weiterbringen.
Zu verlockend ist die Vorstelllung er könnte doch noch Bestandteil deiner zukünftig ,,heilen Welt,, sein,nichtwahr?
Vielleicht bringt dich dein Gespräch morgen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und du kannst weiter dein Leben planen,ich wünsche es dir von Herzen.
LG R..