Guten Morgen c2h5oh
Sicher hast du Recht wenn du schreibst
Zitat:
In vielen Threads hier wird das gerne unterschlagen, der Co-Abhängige wird als Nur-Opfer dargestellt, zunächst großräumig bedauert und dann zur egozentrischen Wohlfühl-Trennung ermuntert. Es muss ihm aber klargemacht werden, dass er ebenso Täter ist, indem er durch seine Komplizenschaft und Duldung die Therapie des Suchtkranken verhindert oder zumindest hinauszögert. D.h., das Verhalten von Angehörigen und Lebenspartnern unterstützt indirekt die Abhängigkeit.
Das Problem ist da aus meiner Sicht ,das ich z.B. nicht wußte das ich meinem Xy schade wenn ich meine Grenzen verhandele (den Alk toleriere)
Mir und den Kindern ja sowieso auch.
Ich denke da wird von den Angehörigen nicht bewußt gehandelt sonst würden nicht sofort neue Helferlein nachrücken wenn man seinen xy verläßt.
Ich habe bei meinen Ex (beiden,Abstand 20 Jahre) genau dasselbe erlebt.
Nr. 1 vor über 20 jahren(Dorf)
Ich merke das was nicht stimmt.
Ich suche das Gespräch mit ihm.
Ich suche das Gespräch im Bekanntenkreis(Verwandtschaft)
Ich relativiere
Ich versuche mich einzurichten
Ich kapituliere (Trennung/Scheidung)
Bei xy nr.1 rücken sofort Verwandschaft /Bekannte /Nachbarn nach(genau die wo ich das Gespräch vorher suchte!) ,bedauern ihn,der ARME wurde verlassen...
Keiner ,nicht ein Mensch sprach ihn auf seinen Alkholkonsum an.
Ein paar Bierchen mehr und du kommst schon über die Trennung hinweg!!!(mehr Toleranz,Alk)
Sie brachten ihm Essen,putzten für ihn das Treppenhaus mit etc, so ein ,,verlassener Mann ,, ist doch hilflos!!!!
Ich bekam diese Unterstützung nicht,stand mit 2 kleinen Kindern vor dem Nichts mußte von ganz unten (auch finanziell) neu anfangen.
Kurzes emotionales trösten ,dann wurde erwartet das ich die starke bin ,schließlich habe ja ich IHN verlassen!!!!!
Nr.2
Ich lerne ihn kennen mit Alkoholproblem
Er verspricht Änderung
Erst Fernbeziehung
Dann selbe Stadt (getrennte Wohnungen)
Ich merke den steigenden Alkoholkonsum
Spreche es an.
Werde mit Auszeiten belohnt
Hole Freundin(seine Schwester) ins Boot für Gespräch.
Es eskaliert.
Erneute Verbannung
Ich mache Schluss.
Er bekommt Unterstützung ,wieder spricht ihn keiner auf seinen Alkoholkonsum an ,nichtmal besagte Schwester die beim Gespräch dabei war.
Nun rate mal wer wieder Hilfe bekommt
Er der Arme jetzt hat er dieses und jenes Zimperlein und wer rennt hin????
3 mal darfst du Raten!
Was ich damit sagen möchte,da gibt es kein wirkliches Bewußtsein in der Familie /Gesellschaft.
Alkoholismus ist geduldet bis zum geht nicht mehr.
Es gibt kein Bewußtsein dafür das hier ,,nichthilfe,, das Zauberwort ist!!!
Beim ersten hab ich sogar den Arbeitgeber versucht dazuzuholen,war bei kirchlichen Einrichtungen etc... alles Fehlanzeige
Die von mir gewünschte ,,MAUER,, die beide vielleicht hätte wachrütteln können,sie war nicht zu errichten.
Die Helferlein rücken sofort nach ,denn der Begriff Krankheit verleitet ja zum HELFEN!!!
Darum bin ich froh das es dieses Forum gibt, nicht als Kummerkasten,sondern um ein Bewußtsein zu bekommen wie der Hase läuft.
Die Alkoholiker bekommen soweit ich weiß Medikamente während der Entgiftung zur Erleichterung und wir (wohl überwiegend Frauen ) brauchen das Gespräch.
Ich bin auch nicht dafür sich hier unendlich auszuheulen um den gewonnenen gefühlsmäßigen Platz/Kraft dann in die nächste Runde mit Xy zu stecken.
Hier sollen doch Wege aus dieser Situation heraus gefunden werden.
Ich habe den Weg gefunden ,es war schmerzhaft,auch zu sehen wie sich die Lücke (zu xy) gleich hinter mir wieder schliesst und er von der Familie weiter so geduldet und sogar unterstützt wird.
ICH bin draussen,ok habe jetzt meine Haut gerettet aber.............
Verstehst du wie ich das meine.
Ein Mensch ist keine Insel,wir leben in einem Gefüge aus vielen Unwissenden!!!!
LG R..