Hallo Miriel
Ich nehme mal Bezug auf deinen Eintrag. Es schwingt soviel Hoffnung deinerseits darin,sicher möchtest du das ,,Gute,, eurer Beziehung retten?
Das kann ich gut verstehen.
Ich habe solche Deals mit mir auch gemacht in der 7 jährigen Beziehung zu meinem Xy hab mir und ihm gesagt ich bleibe solange es sich gut anfühlt,schaue da täglich drauf(auf mich)und meine Erfahrung war, das ich wieder reingeschliddert bin in meine Verhaltensmuster.
Ich sag dir auch warum.
Für mich bedeutet eine Beziehung auch Nähe,Vertrauen ,Ehrlichkeit,Offenheit,
Zuverlässigkeit etc. und bei dem Versuch mein eigenes ,,Süppchen ,,zu kochen ,sprich auf meinem Weg zu bleiben hatte ich verschiedene Gefühle.
Mal sah ich mich als Zuschauer meiner eigenen Beziehung,dann wieder hatte ich ein schlechtes Gewissen (weil er ,,die Beziehung,,ja immer auf dem Prüfstand war) etc ich sprang also Gedanklich zwischen ,,rein und raus,, zuschauen ,mit drin sein,,
weiß jetzt nicht wie ich es besser beschreiben könnte.Ich konnte nicht ständig in mich reinfühlen ob es sich gut oder schlecht anfühlt und die Gefühle gleichzeitig leben.
Jedenfalls fehlte mir dieses sich fallen lassen können, denn ,,aufpassen ,, auf mich oder Ihn, die Beziehung und dem anderen Nah sein ...ach es war entsetztlich anstrengend und irgendwann hab ich das Aufpassen auf mich sein gelassen ,die Nähe das Schöne genossen ohne ,,Hintertürchen/Vorsicht,, und er kochte längst oder die ganze Zeit sein eigenes Süppchen (Alkohol) wahrscheinlich (aus heutiger Sicht) die ganze Zeit über. Nicht weil er ein schlechter Mensch ist sondern weil die Sucht viel stärker ist als man annehmen könnte,
mit Lügen ,Verschweigen,Heimlichkeit, etc einhergeht(beim Süchtigen)
Meine Werte (siehe oben) stehen im krassen Gegensatz dazu.
Ich konnte keine ,,taktische ,, Kopf-Beziehung führen und wollte es auch später nichtmehr.
Schau mal meine Geschichte an.
Ich hätte doch diese letzte Beurlaubung auch ,,aussitzen ,,können, ich kannte das Spielchen doch inzwischen,hätte mich neben ihm weiter ,,eingerichtet,,gewartet bis es rum war, etc. .
Aber erstens tats immer wieder weh, zweitens gewöhnt man sich nicht an den Schmerz,drittens wurde der Alkoholkonsum immer höher.
Wir haben nie zusammen gewohnt ,Finanzen alles jeder für sich,ja Gefühlsmäßig hing ich sehr an ihm, ich liebte ihn und er den Alkohol,fatalerweise!
Meine Zukunft wäre doch gewesen ihm beim weiteren Verfall seines Körpers/seiner Gesundheit zuzusehen .
Nein nein und nochmal nein das ist es (er) nicht wert,ich gehe daran gefühlsmäßig eher kaputt als er (XY)
Ob er sich gerade oder in den 10 Wochen seit Schluss ist soviele Gedanken gemacht hat wie ich ,geweint und den Schmerz gefühlt hat?
Ich bezweifle es stark!!!
Ihm wäre es schmerzlicher gewesen wenn man ihm sein Bier weggenommen hätte,das sagt doch Alles!!
Ich wünsche dir viel Glück und vorallem Kraft.
Liebe Grüße R...