Ja Miasia
Man unterschätzt die Macht der Sucht,mir ging es genauso,dachte ok ist seine Sache was er mit seinem Körper macht etc,ich habe unterschätzt das der Alkohol Schluck für Schluck besitzergreift der Trinkende sich verändert im Wesen etc. und irgendwann bestimmt die Sucht nicht nur das Verhalten des trinkenden ,nein es greift in sein Leben ein in Verhaltensweisen und irgendwann betrifft das eben auch den Partner.
Das Leben wird bestimmt nach Alkoholvorrat, beginnende Trinkzeit, Vorwürfe ,Ermahnungen,Bitten,Streit ,Versprechen uvm. und ganz schleichend sind auch wir mittendrin,haben irgendwann ein Schlüsselerlebnis und werden wach.Dann kommt die Zeit des realtivierens,ist doch nicht so schlimm,er hat doch versprochen ,er trinkt doch erst ab...,er trinkt doch nur Bier...,er kann doch Pausen machen...
und merkst du was?
Wir sind beim anderen und nichtmehr beim mir /im ich.
Irgendwo muß da eine Grenze hin ,finde sie.
Sonst verlierst du dich im Anderen und dann hat der Alk 2 gefressen und nicht nur den Trinkenden.
Weißt du was ich meine.
Ich arbeite mit Demenzkranken Menschen,so kann man das vielleicht vergleichen?
Sie sehen aus wie immer(vielleicht etwas weniger Mimik) aber aussen ist es noch die Mutter/Vater /Angehöriger und innen verabschieden sie sich immer mehr,also für den Betrachter schwer zu verstehen und meistens leiden die Angehörigen viel mehr als die Betroffenen.
Die Angehörigen möchten auch die innere Person wiederhaben,können nicht verstehen das sie unwiederbringlich weg ist,reiben sich auf indem sie Erinnerungen wiederhaben möchten ,Gespräche korregieren ,die Betroffenen erinnern an Begebenheiten etc. und sind entsetzt das Mutter etc sie im späteren Stadium nichtmal mehr erkennt, nichtmehr weiß das sie gerade gegessen hat und drauf besteht Hunger zu haben etc.
Vielleicht hilft dir dieses Bild etwas ,,loszulassen,,
es nicht persönlich zu nehmen,dich abzugrenzen.
LG R..