Hallo
Meine ,,Wissen,, hat mich noch lange nicht veranlasst ihn loszulassen.
Es war der Schmerz und letztendlich die Gewissheit das er es immer wieder tun würde (mich beurlauben!)und ich sowieso,trotz aller Liebe die ich immer wieder reinsteckte in die Beziehung ihm niemals so wichtig sein würde,wie er mir war.
Er hatte einen Leitspruch aus der Zeit lange vor mir,angeblich aus seiner LZT mitbekommen
,,Keiner liebt dich ,warum ich,,
Als ich das daß erste Mal aus seinen Mund hörte,lief mir ein Schauer über den Rücken.
Er sagte es nicht zu mir ,sondern während einer Schilderung seiner Therapiezeit und das er diesen Spruch danach an die Tür seines Büros gehängt hätte.
Der Spruch sagt doch schon viel über seine Denkweise aus,falls man das im Kreis reden eines Nassen Alkoholikers überhaupt für voll nehmen kann.
Ich weiß heute bei vielen Dingen wenn ich so zurückdenke wirklich nicht mit wie vielen ,,Personen,, ich es eigentlich zu tun hatte.
Da gab es den mit dem Dackelblick.
Den Liebevollen.
Den der ständig Händchen hielt.
Den Schweigsamen.
Den der auf offener Strasse ein Liebeslied für mich gesungen hat.
Den der meine Taschen trug.
Den der mich ständig kritisierte das ich falsch Autofahre(seit 37 Jahren unfallfrei!!)
Den der alle paar Monate ganz unverhofft sagte ,du erdrückst mich,ich falle hintenrunter.
Den der eifersüchtig aufpasste.
Den der am morgen nicht mehr wußte was er abends gesagt hat.
Den der seine Kinder vor der Tür stehen lies.
Den der seine alte Mutter liebevoll herzt.
Den der seinen körperlichen Verfall in kauf nimmt und weitertrinkt.
uvm.
Vieles ergibt am Stück gesehen keinen Sinn,die einzigste Konstante war sein ständig steigender Alkoholkonsum und meine ,,Beurlaubungen ,,alle paar monate und sein schlechter werdender Gesundheitszustand.
Worauf sollte ich noch warten?
Mein Maß an ,,aushalten und ,,hoffen,,und ,,an Wunder glauben,,war erschöpft.
LG R...