Beiträge von zerfreila

    Hallo,

    ich glaube, dass dieser thread ursprünglich von Haralds thread im öffentlichen Bereich ausgeht.

    Dort schrieb ich als Reaktion auf Haralds Schilderungen von Kinheit und Jugend, dass mich auch das Schöne und gute meiner Kindheit und Jugend geprägt habe. Harry erwähnte dann, man könne ja mal einen solchen thread eröffnen, der sich damit beschäftigt.

    Diese Alk-Witzchen sind auch für meinen Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig. Sie entsprechen nicht dem ursrpünglichen Gedanken.

    Auf der Reise zu mir selbst wurden mir sehr viele schöne Erlebnisse meiner Kindheit und Jugend erst wieder bewusst, sie sind ein Schatz, der mir wertvoll ist und den ich wiedergefunden habe durch mein trockenes Leben.

    Ja, so war das gedacht und gemeint.


    Liebe Grüße

    zerfreila

    Hallo Ute,

    da hast Du ja auch schon einiges hinter Dir. Den Alkohol hinter Dir lassen, dauerhaft, das wünsche ich Dir auf Deinem Weg. Damit würden bestimmt auch so manch andere negative Umstände wegfallen.

    Herzlich willkommen und liebe Grüße

    zerfreila

    Hallo Harry,

    wieder einmal hast Du uns tief einblicken lassen. Danke.

    Bei dem ersten Teil sah ich auch viel Heiteres und dachte dabei auch an meine eigene Kindheit zurück. Das Spielen draußen in der Natur, der Großvater, der Hund, die Isetta...

    *Ein Hund kommt nie als Bestie zur Welt* und *Es kommt kein Kind zur Welt und ist ein Krimineller, ein Mörder, ein Dieb... . Ich kam auch nicht gleich mit einer Schnapsflasche zur Welt...*

    Das ist der sehr nachdenklich stimmende Teil. Fehlende Nestwärme, mangelnde Liebe...

    Starke Aussagen, starke Bilder von Dir, finde ich.


    Immerhin, wir sind in unserer Kindheit noch über Wiesen gelaufen und auf Bäume geklettert und... . Darin sehe ich auch für mich heute noch große Schätze, auch das Schöne der Kindheit hat mich geprägt.

    Liebe Grüße

    zerfreila

    Hallo Blizzard,

    ich bin zwar der Nachzügler, möchte Dir aber ganz herzlich zum Zweijährigen gratulieren.

    Du bist mir durch die Kombination von Leichtigkeit und Bestimmtheit in Deinen Beiträgen ein echtes Vorbild.

    Liebe Grüße

    zerfreila

    Hallo Feuervogel,

    entschuldige, dass ich meine Aussage auf die Ernährungsfragen beschränkt habe, das war unbedacht von mir. Ich wollte nur Deine besondere Kompetenz zum Ausdruck bringen.

    Bestimmt bist Du auch sonst ein klasse Mensch, da gehe ich nämlich von aus und sage deshalb:

    Ich schätze Dich sehr.

    Liebe Grüße und Dir ein schönes Wochenende.

    zerfreila

    Hallo,

    ich halte es so, dass ich fast ausschließlich ursprüngliche Lebensmittel verwende.

    So gut wie keine industriell gefertigten Lebensmittel, keine Fertigprodukte und ähnlich industriell Produziertes. Keine Mischungen. Lieber pur.

    So vermeide ich von vorne herein weitgehend, der Lebensmittelindustrie auch in punkto Alkohol auf den Leim zu gehen.

    Darüber hinaus hat dies für mich noch den Vorteil, beim Kochen freie Gestaltungsmöglichkeit zu behalten.

    Gruß

    zerfreila

    Hallo Feuervogel,

    danke für Deine ausführliche Antwort und den Buchtipp. Ich hatte selbst meinen eigenen Beitrag, auf den Du geantwortet hast, vollkommen aus den Augen verloren und bin jetzt erst eher zufällig wieder auf Deine Antwort gestoßen. Ich denke, ich werde im geschützten Bereich einen Cholesterin-Thread eröffnen, habe gesehen, dass Du auch im Geschützten unterwegs bist.

    Mandeln esse ich relativ oft, Artischocken auch, ich verwende nur gute Öle u.v.m.

    Mein Hausarzt meinte auch kürzlich, dass um die Cholesterinwerte zuviel Fetz gemacht wird, Cholesterinlüge u.s.w., er meinte auch z.b. als Ursache für Herzinfarkt würden die Cholesterinwerte deutlich überbewertet, Stress dagegen eher unterbewertet.............

    Danke für Deine Antwort und bis bald mal wieder. In Ernährungssachen schätze ich Deine Ausführungen sehr.

    Liebe Grüße

    zerfreila

    Zitat von Legolas

    wenn ich dann wieder etwas trinke glaube ich meinen seelischen Freiden wieder zu haben...Ich fühl mich dann gut. Alles was weh tut ist weg.

    Hallo Legolas,

    damit begibst Du Dich mit Absicht in die Scheinwelt des Alkohols. Es ist eine Flucht in den Alkohol. Wovor flüchtest Du? Vor Problemen? Vor Dir selbst?....???

    Mit Alkohol wirst Du weder Erleichterung noch Genuss erfahren, so meine Erfahrung.

    Ein Stadtbummel z.B. kann doch so etwas Schönes und Leichtes und Heiteres haben. Auch ohne Konsum. Du begegnest dort anderen Menschen, da ist Leben. Ein Stadtbummel ist für mich immer eine kleine Entdeckungsreise, und wenn ich die Wege doch schon hundert mal gegangen bin.

    Mit Deiner Sauferei wird Dir wirklicher Genuss verwehrt bleiben, sowohl der kleinen wie der großen Dinge, und der Genuss Deines eigenen Lebens.

    Ich würde an Deiner Stelle zum Arzt und sonstiger Beratung gehen, und zwar möglichst schnell, und nicht erst den Therapiebeginn abwarten. Du hast es in der Hand.

    Deine Schilderungen klingen mir auch etwas nach Selbstmitleid, was aus Alk-Sicht wohl typisch ist.


    LG zerfreila

    Hallo,

    das Forum war mir von Anfang an eine große Hilfe, zuerst und lange nur lesend im offenen Bereich, dann lesend und schreibend im offenen Bereich und seit zwei Monaten lesend und schreibend auch im offenen und geschlossenen Bereich.

    Alles war und ist mir hilfreich und auch die Reihenfolge der verschiedenen Etappen scheint mir für mich plausibel.

    Hilfreich wegen der "Schatztruhe Forum", in der unzählige Beschreibungen von Erfahrungen und Entwicklungen und Erkenntnissen zu finden sind.

    Durch die eigene Schreibarbeit werden schon eigene Prozesse in Gang gesetzt. Durch die Betrachtung anderer Teilnehmer erfährt man über feetback neue Anstöße und Impulse. Es kann sich ein fruchtbarer und lebendiger und offener Austausch auf Gegenseitigkeit entwickeln. Jeder ist auf seinem eigenen Weg unterwegs und doch nicht allein. Das finde ich gut so.

    LG zerfreila

    Hallo Yvonne,

    ich nehme abends ein ganz minimal dosiertes AD, welches in der Schmerztherapie erfolgreich angewendet wird, es soll Einfluss auf das Schmerzgedächtnis nehmen. Bei ganz stark aufkommenden Schmerzen nehme ich ein starkes Schmerzmittel, welches die Schmerzspitzen nimmt und auf ein erträgliches Maß herunter fährt.

    Aus Erfahrung weiß ich, dass Schmerzen als Dauerbegleiter in alle Lebensbereiche hinein wirken kann. Deshalb scheue ich heute auch nicht vor ganz starken Medikamenten zurück, sondern setze sie gezielt ein.

    Zum Glück habe ich schon seit bestimmt 10 Tagen fast gar keine Schmerzen mehr. Und seit heute trage ich meine neuen und den Schiefstand korrigierenden Einlagen. Mal schauen.

    Danke, dass Du diesen thread eröffnet hast.

    Hast Du auch mal bei Dir untersuchen lassen, ob Du "schief" sozusagen bist und die Schmerzen im Knie quasi einer Projektion entsprechen?

    Liebe Grüße und gute Besserung

    zerfreila

    Hallo Lobanshee,

    gute Frage.

    Ich betrachte und zerlege mir das Wort "Rückfall". Zurückfallen, in etwas zurückfallen, sich in etwas zurückfallen lassen.

    Worein? - In alte Muster, in alte Verhaltensmuster, gelöste Konditionierungen wieder bilden, sich alte Verknüpfungen wieder bilden und ausprägen lassen...

    Wenn Du vorher gute und intensive Trockenheitsarbeit geleistet hast, stellt dies ein gewisses Rüstzeug dar. Bei einem Rückfall fällst Du wieder zurück und musst zunächst die mit der Trockenheitsarbeit verbundenen Lernprozesse ignorieren und über Bord werfen und die ursprünglichen Konditionierungsmuster aus Trinkzeiten wieder aktiv aufnehmen, was allerdings sehr schnell passieren kann.

    Bei einer Trinkpause, sei sie auch noch so lang, hat eine wirkliche Trockenheitsarbeit gar nicht oder nur ganz oberflächlich stattgefunden.

    Das ist meine Meinung zu Deiner Frage.

    Liebe Grüße
    zerfreila

    Hallo Tumi,

    danke für Deinen ausführlichen und offenen Vorstellungsbeitrag und herzlich willkommen im Forum. Ich habe noch einige Anmerkungen und Fragen an Dich, aber da werde ich später nochmal drauf zurückkommen. Komme erst einmal hier in Ruhe an.

    Ich hatte auch vor meiner Anmeldung hier vorher schon lange Zeit nur gelesen. Das Forum ist mir bis heute eine große Hilfe.

    LG zerfreila

    Guten Morgen Harry,

    danke für die beeindruckende und nachdenklichstimmende Morgenlektüre. In Vielem erkenne ich mich wieder, hätte es aber nicht so ausdrücken können. Deine Worte sind mir ein Spiegel.

    Ich danke Dir und wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    LG zerfreila

    Guten Morgen Harry,

    vor einigen Wochen hatte ich mir einige ganz kurze und kleine Worte von Dir in einem anderen thread mitgenommen, es waren genau sechs Worte.

    Als ich mich dafür bei Dir bedanken wollte, stellte ich fest, dass Du gar keinen eigenen thread hattest.

    Also jetzt hier, Harry, danke schön.

    LG zerfreila

    Hallo Uwe,

    ich möchte Dich ganz herzlich hier im Forum begrüßen. Der Austausch ist mir bis heute ein großer Haltepunkt bei meiner täglichen Trockenheitsarbeit. Seit ich im geschlossenen Bereich bin, kann ich diesen noch offener und freier und fruchtbarer für mich nutzen, da er geschützt stattfinden kann.

    Ich wünsche Dir einen guten Weg.

    @ Spedi) wieder mal große und klare Worte, sie sind griffig und konkret. Anfangs hatte auch ich damit etwas Schwierigkeiten, heute erkenne ich klar ihren Nutzen, und dafür danke ich Dir.

    LG zerfreila

    Nachtrag

    ...meine Motivation war, aus meinem Elend herauszukommen, mich aus ihm zu befreien.

    Und als ich auf meinem Weg die so deutlichen Besseungen sah, war dies für mich eine weitere, zusätzliche Motivation.

    Und meinen heutigen Zustand zu behalten und nicht wieder an den Alkohol abzugeben, ist mir eine weitere Motivation.

    Und auf meinem weiteren, guten, trockenen Weg weiter zu gehen ist mir Motivation.

    Ich war verwelkt und bin wieder aufgeblüht, und dieser Prozess des Aufblühens darf auch gerne noch weiter gehen.

    LG zerfreila

    Hallo kawi,

    ich spürte, dass ich am Abgrund stand. Ich konnte diese Droge, das Gift, die Chemikalie, den ALKOHOL, nicht mehr vertragen und den Zustand mit ihm nicht mehr ertragen. Ich empfand meine Situation so, dass ich mich ganz unten befand.

    Aus dieser Hölle wollte ich mich befreien, um wieder leben zu können.

    Entsetzlicher, körperlicher Kater, grauenvoller Psychokater, Isolation mangels verloren gegangener Fähigkeit zur Kommunikation, Verlust des Vertrauens in mich selbst, mangelnde Achtung vor mir selbst, Gedächtnis- und Merkschwächen, insbesondere im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses, mangelnde Konzentration Magen- und Darmprobleme, Aufgedunsenheit, Antriebsschwäche, depressive Verstimmung, ...

    Diese Zustände manifestierten sich in der Endphase meiner nassen Zeit immer deutlicher.

    Zum Glück konnte ich das Elend wenigstens noch wahrnehmen.

    Ich sagte mir, "Ich bin Alkoholiker" und beschloss, mein weiteres Leben in Trockenheit zu leben.

    Ich holte mir Hilfen.

    Schon ziemlich schnell konnte ich feststellen, dass sich einige der o.g. Zustände besserten und schließlich ganz behoben waren.

    Bei manch anderen der o.g. Zustände brauchte es mehr Zeit, das war mir aber auch klar, dass so manches nicht von heute auf morgen behoben worden konnte.

    Mit der Zeit wurde alles immer besser und leichter, ich näherte mich auch meinem eigenen Selbst.

    Meine Wahrnehmung und mein Bewusstsein gewannen wieder an Qualität.

    Mein Gehirn ist heute wieder in der Lage, konzentriert und mit einer gewissen Leichtigkeit auch komplexe Themen mit mehreren Gedankenebenen und Gedankensträngen zu verfolgen und kreativ Eigenes zu produzieren.

    Den Umgang mit meinem Umfeld, mit meinen Mitmenschen kann ich wieder freundlich und offen und kommunikativ leben.

    Und heute ist es so, dass sich immer wieder Türen öffnen auf meinem guten, trockenen Weg.

    Hing ich doch im Suff in Dumpfheit im Sessel und ließ mich vollkommen interessenlos vor der Glotze berieseln.

    Heute bin ich wieder interessiert, neugierig, offen, lebendig, spielerisch...

    Ich bin dankbar dafür, ich bin diesem Forum dankbar dafür.

    Und meine Trockenheitsarbeit sehe ich als Prozess, der fortwährend ist.

    Ich werde immer, jeden Tag achtsam bleiben.

    Liebe Grüße
    -zerfreila