Beiträge von zerfreila

    Hallo Bruce,

    ich empfand den Zustand meiner letzten Trinkphase als großes Elend und Siechtum, es entsprach nicht dem, was ich mir mal unter dem Begriff Lebensqualität vorgestellt hatte. So wollte ich mein restliches Leben nicht "leben". Mir war klar, dass ich auch noch weiter abrutschen und dann irgendwann wohl überhaupt keinen eigenen Handlungsspielraum mehr haben werden würde. Mein restliches Leben frühzeitig aus der Hand gegeben hätte.

    So traf ich eine gute Entscheidung. Das war genau 1.500 Tagen, da begab ich mich auf den Weg.

    PS: Ich bin heute noch dankbar für diesen lichten Moment damals, ich nenne es manchmal Eingebung

    LG zerfreila

    Nachtrag:...es verschwand, das Gefühl. Unabhängig davon hatte ich noch lange Saufblitze und einmal nach etwa fünf Monaten richtiges Druckgefühl. Auch Träume, in denen Alkohol in irgendeiner Weise vorkam, hatte ich in den ersten drei Jahren gelegentlich. LG zerfreila

    Hallo Matthias, Danke für Deinen Beitrag und die Gratulation. Hallo OF, Danke für Deinen Beitrag mit dem Hinweis auf Kerouac (hatte das schon im Gefühl). Die ersten Jahre, als ich als junger Mensch unterwegs war, kannte ich Kerouac noch gar nicht, erst später dann. In den 1980-er Jahren besonders kamen für mich viele, viele Pflichtjahre, doch selbst da nahm ich mir immer mal eine kleine Auszeit für mich. Das Beste war dann für mich die Natur, ganz nah und wild, sie hatte auf mich schon ganz früh große Anziehungskraft und ich schätzte ihre Schönheit und auch ihre heilende Wirkung. Oft denke ich noch an meine Wanderung durch die wilden, korsischen Berge, das war 1985, auch die Pyrenäen sind wild und schön...

    Was ich so gut finde, Matthias und OF, wie Ihr hier auch die Neuankömmlinge am Anfang ihres Weges begleitet, das ist einfach schön zu lesen und ich finde das sehr wertvoll (ich hatte das für lange Zeit aus den Augen verloren bzw. erst jetzt wieder entdeckt). Dankeschön.

    Und liebe Grüße, zerfreila

    Zitat

    und vor allem der gedanke, daß ich das mit einem bier abstellen könnte

    Bei einem Bier würde es nicht bleiben, sonst hättest Du Dich hier nicht angemeldet. Also: Das erste Glas stehenlassen.

    Hallo Phillip, das war für mich auch typisches Merkmal meines Suchtverhaltens. Ich soff, um zu...Die schnelle und zunächst einfache, vermeintliche Lösung. Bei mir war die Ausprägung zum Teil schon reflexartig. Nach einer Weile der Trockenheit betrachtete ich mir meine Suchtstrukturen, meine "Um-zu" sehr genau und dann wurde es durchschaubar und immer einfacher. So wurde mir mein Suchtverhalten plausibel und hatte für mich seine Rätsel verloren.

    Für den Anfang:Anfangs mir einfach ein klares Nein sagen, Kontakte mit Saufkumpanen, Kneipe und so meiden. Ablenkung durch Spaziergänge, Wandern, Jogging, Radfahren, Schwimmen, Gespräche, Telefonate mit guten Leuten...Abends kein Geld mehr mitnehmen, wenn Du nochmal auf einen Spaziergang unterwegs bist. Viel Wasser trinken, auch für unterwegs mitnehmen. Nur mal ein paar praktische Tipps.

    Den Austausch suchen und sich aktiv beteiligen, hier wie real vor Ort. Fragen, wenn Du Fragen hast. Menschen, denen Du vertraust, Dich anzuvertrauen, das Gespräch suchen.

    Es geht um Dich. Pass auf Dich auf, sei achtsam bei dem, was Du denkst, fühlst und tust. Der gute Weg lohnt sich...


    Zitat

    soweit ich das ich das hier sehe, habe ich nichts in meinem postfach.

    Das verstehe ich nicht.

    LG zerfreila

    Die gestrige, gemeinsame Ausflugs- und Besuchsfahrt war trotz des vielen Regens sehr, sehr schön. Unterwegs durchs schöne Ländchen und dann die lieben, herzlichen Menschen, die wir besuchten, im kleinen, schönen Dorf…

    Vor 1.500 Tagen machte ich mich auf den Weg, seitdem bin ich unterwegs. Unterwegs auf meinem guten Weg. Schön ist das, so unterwegs zu sein.

    Nächsten Sonntag geht’s auf große, weite Tour bis in den hohen Norden. Hoch im Norden, war schon eine Ewigkeit nicht mehr dort. Am Samstag habe ich mal ganz, ganz grob so etwas wie Tagesetappen geplant, doch Zeit spielt dabei keine Rolle. Eine Rolle spielen meine Unterwegs-Eindrücke, meine Unterwegs-Betrachtungen, meine Unterwegs-Begegnungen, meine Unterwegs-Gefühle, mein Unterwegs-Sein… All dies und noch viel mehr lasse ich schön auf mich zukommen. Zelt, Schlafsack, Matte. Unterwegs-Klamotten, Werkzeug, Proviant… Wenn’s zu sehr regnet, Herberge. Vorfreude. Mal wieder unter freiem Himmel schlafen, 2009 zum letzten Mal , drei schöne Tage waren das unterwegs. Früher hielt ich es so, jedes Jahr mal für ein paar schöne Tage draußen zu schlafen unter freiem Himmel. Ein Relikt aus der Jugend, mitgenommen ins neue Millenium.

    In Bewegung und unterwegs.

    Zerfreilahausen ist überall.

    Liebe Grüße, zerfreila

    PS: Heute sind noch ein paar wichtige Kleinigkeiten dran

    Zitat von ohnerausch

    ...

    Gestern schrieb ich ja bereits, dass ich das Gefühl hab, das Tempo drosseln zu müssen bzw zu wollen. Und ich denke, ich tu gut daran.

    Immer wieder achtsam sein. Immer wieder zu schauen, was ich brauche, was mir gut tut. Inne halten.

    ...

    Ich glaube, son Tag ohne PC dafür mit viel frischer Luft tut mir gut.

    hallo ohnerausch, Deine Aussagen finde ich sehr wichtig und sinnvoll. Sich auf den Weg zu begeben, bedeutet nicht loszurennen. Seinen eigenen Rhythmus und sein eigenes Tempo finden. Achtsamkeit ist wesentliches Instrument für das Erlangen und das Bewahren der Trockenheit. Was brauche ich! Elementares Thema. Und raus in die Natur.

    Weiter so, ohnerausch!

    Schönes Wochenende, zerfreila

    Hallo Philipp,

    herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, Dich hier anzumelden. Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    Hast Du außer der Hoffnung, nüchtern zu bleiben schon eine Vorstellung, wie Du trocken bleibst?

    Zwei Wochen sind ja immerhin schon ein Anfang.

    LG zerfreila

    Adieu Charly ist mir gerade ein schönes Wort, dass ich seit einigen Tagen gerne und bei Gelegenheit ausspreche. Meist vergesse ich das aber schon und das ist dann noch besser.

    Abendspaziergang, ein langer, Stadtbummel, ein ausgiebiger, Gartenarbeit im Regen, anstrengend, schön, soziale Kontakte, Treffen, Gruppe, Gespräche, schöne, unterwegs mit dem Rad, schön. Fotografieren, schön. Erledigungskram, ok.

    Unaufgeregt und langsam und schön neigt sich meine erste Ferienwoche dem Ende zu.

    Heute steige ich wieder auf's Rad (gerade hört's zu regnen auf und die Sonne blinzelt leise) und morgen gibt's einen Tagesausflug über kleine Dörfer und zu dritt, gemeinsam unterwegs.


    Meinem Resümee hatte ich meine Gedanken zu Achtsamkeit angehängt. Sie bleibt. Was gut und bewährt ist, bleibt. Ich lernte von anderen Menschen, dass sie mit zunehmender Dauer der Trockenheit immer wichtiger wird. "Alte Hasen" gibt's überall.

    Ein neues Thema habe ich vorhin bei Manfred aufgenommen, dabei geht es um Erfüllung. Fülle, die. Ich fülle mich. Womit. Es füllt sich in mir. Ich werde gefüllt, lasse mich füllen... Ein Thema, dass es wert ist, ausgebreitet und betrachtet zu werden. Erfüllt - mehr braucht's (gerade) nicht - satt.

    Ich denke an Wanderungen, tagelang, wochenlang, an Sport, an die Schönheit der Natur, an die Liebe, an schöne Erlebnisse und Begegnungen, ans UnterwegsSein. Auch an die Schönheit der Ruhe und Stille, in den Wäldern und Bergen, in mir...

    Schönes Wochenende und liebe Grüße, zerfreila unterwegs (1.498) :D

    Zitat von Manfred

    Zwischendurch haben wir auch immer wieder mal zusammen gelacht.


    Hallo Manfred,

    ich finde beides wichtig, die Erfüllung von innen wie von außen, wobei die Efüllung ja schon ein großes Wort ist. Davor ist vielleicht das Wohlbefinden, die Freude...

    Eine Wanderung, ein Spaziergang, eine Beobachtung, eine Betrachtung, eine Begegnung, ein gutes Gespräch, eine Umarmung...

    Erfüllung kann ich auch in einem einzigen Moment nur finden.

    Im Kleinen kann das sein. Unaufgeregt und still.

    Für mich allein, aber auch gemeinsam. Mit einem lieben Menschen oder in einer Gruppe.

    Beispielsweise das gemeinsame Lachen mit Deinem Vater finde ich einfach schön. Ist dies nicht auch ein Moment der Erfüllung gewesen.

    Ich denke bei Erfüllung auch nicht unbedingt an etwas Dauerhaftes, bei Glück sehe ich es ähnlich.

    Erfüllung hat ganz viel zu tun mit einem guten Gefühl, auch mit Wohlbefinden, Erfüllung kann ich finden in meinem Tun, in meinen Aktivitäten, durch eine Aufgabe, wenn ich unterwegs bin. Auch durch Gedanken und still in meiner Stube, natürlich.

    Erfüllung ist ein hohes Gut und oft nur in Momenten zu finden, aber auch auf Dauer wohl möglich.

    Auch das Einfache und Erfüllung zeigt sich mir als Thema.

    Das ist ein interessantes Thema und ich könnte jetzt noch schreiben und schreiben, etwas unsortiert wie in meinem Beitrag hier, doch ich gehe gleich wohl mal raus und im Regen spazieren.

    Danke für Deinen Beitrag und Dir auch ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, zerfreila

    Hallo Petter,

    ich bin gerade dabei, Deinen Thread nochmal von vorne zu lesen, hatte den damals irgendwann aus den Augen verloren. Von Deinen Beiträgen bin ich sehr beeindruckt und möchte mich nochmal bei Dir für Deine Offenheit bedanken.

    Bei der Dankbarkeitsfrage zögere ich gerade noch, wie ich die Antwort am besten auf den Punkt bringe; lang wird sie nicht ausfallen.

    Liebe Grüße, zerfreila :D

    Hallo Matthias,

    ich denke auch, dass Achtsamkeit etwas sehr Persönliches und mit dem eigenen PersonSein ganz eng verknüpft ist. Daher spreche ich auch von meiner Achtsamkeit. Mein guter Weg war auch von Anfang an von einer Leichtigkeit gekennzeichnet (nicht Leichtsinnigkeit) und so konnte sich meine Achtsamkeit gut entwickeln. Meine Achtsamkeit hat etwas mit Leichtigkeit und Beweglichkeit zu tun. Nichts mit Verkrampftheit, Starre, Strenge oder mit etwas Verordnetem, dies wäre mir kein guter Nährboden für Achtsamkeit.

    Meine Achtsamkeit fühlt sich gut an und ich bin dankbar und froh, mich über solche Themen hier wie auch in meiner realen Welt auszutauschen.

    Liebe Grüße, zerfreila

    Guten Morgen mein lieber zerfreila,

    das Leben ist gerade sehr großzügig zu mir. Es hat mir Schmerz- und Bewegungsfreiheit zurückgegeben. Es hat mir eine sehr schöne und interessante Wunscharbeit ermöglicht, viel Freizeit springt nebenbei auch dabei heraus. Ich habe ein paar wirklich gute Freunde. Ich habe die Gelegenheit des guten Austauschs sowohl virtuell als auch real. Ich gewinne meine Energien zurück. Ich bin wieder in Bewegung. Ich bin unterwegs (zerfreilahausen ist überall). In meinen Gedanken. Im Herzen. Ob zu Fuß, per Velo oder im ZerfreilaMobil. Die Vorfreude auf die lange Reise per Velo... unterwegs...

    Die Freude am Unterwegssein.

    Das Schöne. Das Gute. Die Klarheit. Die Trockenheit, gelebte Trockenheit. Das Leben in Trockenheit. Mein Leben.


    Das Leben ist gut zu mir. Ich bin gut zu mir. Das Leben ist schön. Dankeschön.

    Bis bald und liebe Grüße, zerfreila unterwegs (1.496) :D


    ps: gestern war die Gartenarbeit, schön, lustig (gemeinsam unterwegs), anstrengend, erfolgreich und regenreich. Muskelkater, ick hör Dir ziepen.

    Zitat von silberkralle

    glück auf zerfreila

    he? wie kommstde denn auf sowas?

    ACHTSAMKEIT < is das wichtigste element der "trockenheitsarbeit" je länger trocken, desto wichtiger.jede/r die/der s ernst meint hat das kappiert.

    schöne zeit

    :D
    matthias


    Hallo Matthias,

    die Achtsamkeit habe ich im ersten, trockenen Jahr entdeckt und als etwas für mich sehr Wichtiges und Wertvolles betrachtet und schätzen gelernt, sie mir mit auf meinen Weg genommen und mir sie beibehalten und gepflegt und angewendet. Mir war schon früh klar geworden, welche Bedeutung sie auf meinem und für meinen weiteren Weg haben wird.

    Erst kürzlich hatte ich in meinem Unterwegs-Thread sehr ausführlich meine Betrachtungen ausgebreitet und darin spielt die Achtsamkeit eben auch eine sehr wichtige und wesentliche Rolle für meine Trockenheitsarbeit, für meine Trockenheit, für meinen guten, trockenen Weg. Für mein Leben. Auf einiges von dem, was mit vernachlässigter und verloren gegangener Achtsamkeit und mit Unachtsamkeit im Rahmen der Trockenheit verbunden ist, bin ich ja dort auch eingegangen und möchte es hier nicht wiederholen.


    Seit noch nicht allzu langer Zeit habe bzw. nutze und pflege ich häufiger und intensiver den Austausch mit einigen wirklich langzeittrockenen Menschen. Sie alle haben mir meine Einstellung zur Achtsamkeit aus ihrer eigenen, langjährigen Erfahrung heraus bestätigt. So auch Du hier, Matthias. Danke. Ich bin dankbar und froh, solche Menschen, ob nun virtuell oder real, an meiner Seite zu wissen.

    Und Deine Aussage werde ich mir auch in den nächsten Tagen immer mal wieder ansehen.

    Achtsamkeit. Das wichtigste Element. Je länger trocken, desto wichtiger.

    Da schaue ich gerne drauf. Bis bald und liebe Grüße, zerfreila unterwegs (1.496) :D

    Zitat von ohnerausch


    ...

    Diesmal möchte ich den Weg gründlich gehen.

    ...

    Liebe Grüße, ohnerausch


    hallo ohnerausch, ich bin's nochmal, zerfreila. Den zitierten Satz finde ich sehr wichtig, speziell auch das Wort gründlich.

    Genaues Betrachten erlernen und Achtsamkeit entwickeln.

    Sich auf den Weg machen. Sich am Erfahrungsaustausch beteiligen und ihn pflegen. Lernen (es gibt viel zu lernen). Das Gelernte umsetzen, anwenden. Am Thema Dranbleiben.

    Mein Motto:

    Die Kapitulation (vor dem Alkohol)

    Das erste Glas stehenlassen

    Den guten Austausch pflegen


    Bitte lies Dir auch die Grundbausteine durch.

    LG zerfreila

    hallo miteinander,

    ACHTSAMKEIT war, ist und bleibt für mich sehr wichtig. Sie war, ist und bleibt wesentliches und bewährtes Element meiner Trockenheitsarbiet.

    Liebe Grüße, zerfreila, unterwegs im fünften Jahr :D

    PS: Und mir wäre es persönlich auch wurscht, wenn dies belächelt oder in irgendeiner Weise despektierlich kommentiert werden würde