Hallo Relaisputzer,
Ich kann Dir nur kurz von meinem Erlebnis mit der psychosomatischen Kur berichten.
Vor zehn Jahren fing es bei mir mit Schmerzen an, die immer schlimmer wurden und ich kaum noch laufen konnte, es wurde nichts organisches festgestellt. Einen ganzen Sommer lang bin ich auch von Arzt zu Arzt gerannt. Danach bin ich so in ein Loch gefallen und endlich merkte jemand daß ich an einer Depression litt, dann folgte der Klinikaufenthalt über 3 Monate.
Die erste Zeit hatte ich immer das Gefühl, was soll ich denn eigentlich hier, ich gehöre hier überhaupt nicht hin. Ich habe mich darüber auch mit den Stationsschwestern unterhalten, die mir dann sehr wohl bestätigten, daß ich schon richtig hier wäre.
Nach einiger Zeit hatte ich mich dann eingewöhnt, ich habe die Therapie angenommen, auch wenn es manchmal schwer war. Es gab einige dort, die es nicht annehmen konnten, denn man wird schonmal auf Dinge gestoßen, die einem erstmal garnicht so recht sind.
Denen hat die Therapie dann leider auch nicht helfen können.
Du wirst es nicht glauben, aber nach den 3 Monaten konnte ich wieder ohne Schmerzen laufen, hatte wieder Lebensfreue und habe dann gleich mit Yoga und Walking angefangen, was ich heute immer noch tue.
Ich will Dir nur Mut machen, dranzubleiben und wenn es sein muß geh jede Nacht zu den Schwestern, dazu sind sie da.
Wir hatten damals auch eine Frau mit Stimmproblemen, die manchmal überhaupt nicht mehr reden konnte, man nennt das larvierte Depressionen.
Es kann schon sein, daß Du Deine Depressionen mit dem Alkohol überdeckt hast und es jetzt erst alles richtig rauskommt, sodaß es Dir sinnbildlich die Stimme verschlägt. Ich konnte damals nicht mehr weiterlaufen und mußte mir neue Wege suchen um meinen eigenen Weg zu finden.
lieben Gruß Wish 