Hallo Harry,
bin gerade über Deine Worte gestolpert und find sie einfach nur gut.
Danke Wish ![]()
Hallo Harry,
bin gerade über Deine Worte gestolpert und find sie einfach nur gut.
Danke Wish ![]()
Lieber Lütze,
ZitatDas ist in keiner Form ein Nachtrauern von alten Zeiten,das ist für mich ein Abschliessen eines Zeitabschnittes in meinem Leben.
Ich finde, das schön, daß Du alles so bewußt machst und erkennst.
Auch Dein Mitteilen und Reflektieren zeigt sehr große Reife und Verantwortung für Dich und Deine Familie.
Ich freue mich für Dich, wenn das Bauprojekt endlich abgeschlossen ist.
Ich kann Dich gut verstehen, habe vor Jahren selber mal in so einer Situation gelebt, die 1 Jahr anhielt.
Als alles fertig war, wollte ich erst nur mal meine Ruhe, hatte noch nicht mal Lust, irgendetwas schön einzurichten oder Bilder aufzuhängen.
Deswegen lass Dir Zeit auch damit, eins nach dem anderen und laß dich auf keinen Fall von irgendwelchen Leuten zu einer vorschnellen Einweihungsfeier drängen. Wenn es für Dich soweit ist, wirst Du es tun oder nicht und dann in Deinem eigenen Stil.
Ich hoffe, daß du auch bald wieder zu Deinen anderen Interessen zurückfinden kannst, denn das was du die letzte Zeit geleistet hast kann kein Dauerzustand sein.
Ich wünsche Dir von Herzen Zufriedenheit im neuen Haus und viele Möglichkeiten dort auch für Dich zur Ruhe zu finden.
lieben Gruß Wish ![]()
Lieber Lütze,
es ist immer wieder schön Dich zu lesen. Vor allem wie feinfühlig und sensibel du mit allem umgehst und mit Deinem Kleinen das berührt mich immer sehr. Wie er so voller Liebe und Hingabe an seinen Pflanzen werkelt und wie Du es liebevoll aus der Ferne betrachtest, daß er sich so kreativ auf Deiner geplanten Wiese verwirklicht und es zuläßt und einfach abwartest was daraus wird.
Ich will garnicht viel dazu schreiben. Du bist schon auf einem guten Weg und ich wollte Dir das einfach mal dalassen.
lieben Gruß Wish ![]()
Lieber Manfred,
schön dich mal wieder zu lesen.
Du glaubst garnicht wie gut ich Dich verstehen kann, da ich auch immer von meiner Familie manipuliert wurde, es war oft so schlimm, daß es mir die Luft nahm. Heute leide ich unter Engegefühlen im Brustbereich !
Es ist so, daß Sie Dich da immer wieder mit reinziehen wollen.
Man schafft das glaube ich nur, mit direkter Abgrenzung und klaren Ansagen, was man persönlich nicht mehr will.
Du kannst Deiner Schwägerin sagen, das Du gerne mit ihr reden willst aber über das Thema Familie nicht, da Du jetzt erstmal zu Dir selber kommen willst. Ich habe dann immer festgestellt, daß die garnicht wußten, über was sie eigentlich mit mir sonst reden sollten. Im Nachhinein kam ich mir eigentlich richtig ausgenutzt vor, da ich auch für alles Antennen hatte und überhaupt nicht zu meinem eigenen Leben kam.
Ich weiß wie schwer das ist, diese angeblich gutgemeinten, vermittelnden Gespräche haben oft nur den vielleicht unbewußten Zweck, schlechtes Gewissen zu vermitteln und damit das krankhafte Familiengefüge zusammenzuhalten.
Wenn ich da so über mich nachdenke, was mit mir gemacht wurde, bekomme ich noch richtig eine Wut
.
Bitte laß Dich nicht unterkriegen.
Lieben Gruß Wish ![]()
Lieber Lütze,
das was Du mit Deiner Frau beschreibst kann ich sehr gut nachempfinden.
ZitatDa mich das beschäftigt,erzähle ich dies meiner Frau,die vor Wut an die Decke geht und mir vorwirft,ich hätte viel entschiedener reagieren müssen.Mmh.Nun fühl ich mich unter Druck gesetzt und ihrer Erwartungshaltung ausgesetzt.
Mein Mann hat auch klare Vorstellungen, wie er bei etwas reagiert, er reagiert anders als ich - das muß aber nicht falsch sein. Mich hat das auch immer unter Druck gesetzt, wenn er mir erklärte wie er das gemacht hätte. Es kam mir dann immer so vor, als ob alles sch... ist was ich mache.
Ich habe nun für mich entdeckt, daß ich meine eigene Art habe mit Dingen umzugehen und das die durchaus auch zum Erfolg führt.
Ich denke es geht darum, daß man sich einfach mit jemandem austauschen will, über Dinge die einem beschäftigen oder ärgern (denn Du weist ja das Du nicht mehr trinken willst - ich denke auch nicht das dieser alte Mann das in Dir bewirken wird) - Du solltest ihn vielleicht auch garnicht so ernst nehmen und Dein Selbstbewußtsein nicht davon abhängig machen. Einfach nein sagen - ohne Erklärung und weggehen.
Vielleicht solltest Du mit Deiner Frau mal ein Gespräch über Deine Gefühle diesbezüglich führen. Ich weiß das das schwer ist, aber ich bin mittlerweile so weit, das ich mich dagegen wehre.
Weil ich mich immer wieder in die Position derjenigen begeben habe, die alles irgendwie nicht so richtig macht.
Ich denke mal, Co hin oder her, jeder hat das Recht so zu sein wie er ist und darüber gilt es sich auszutauschen. Und Du hast soviel geschafft auf Deine eigene Art und Weise.
Ich glaube, daß ein Co-Verhalten auch nicht nur bei einem Angehörigen eines Alkoholikers auftreten kann, sondern in allen Lebensbereichen und das wir das alle irgendwie in uns haben.
Die Aussage meines Mannes war auch immer, Du hast aber dies und das und jenes nicht gemacht und Du hättest so und so machen sollen.
Das hat mich immer sehr klein gemacht.
Ich konnte kein Zutrauen zu mir finden.
Mein Mann hat das heute verstanden und hält sich da zurück und ich fühle mich gut, wie viele Dinge ich doch auf meine Art ganz gut bewältigen kann.
Ich denke ich hatte früher auch oft schuld, insofern, daß ich ihn immer um Rat fragte. Das tue ich heute nicht mehr, ich möchte mich austauschen - das ist etwas anderes als wenn einem jemand vorschreibt, wie man sich verhalten sollte - man kann dann gemeinsam zu Lösungen kommen.
Ich finde es schon gut, wie Du alles was um Dich herum vor sich geht, reflektierst und wahrnimmst. Seit ich nichts mehr trinke, bin ich da auch viel sensibler geworden.
ZitatVielleicht ist das schon der Fortschritt schlechthin,das ich Probleme erkenne.Oder sich anbahnende greifen kann.
Ich sehe das als großen Fortschritt ![]()
Es ist immer schön Dich zu lesen.
lieben Gruß Wish
Hallo Tumi,
Alk-freies Bier solltest Du nicht trinken, da es trotzdem ein bischen Alkohol enthält. Auch weckt der Biergeschmack das Suchtgedächtnis.
lieben Gruß und weiter so
Wish
Lieber Manfred,
Ich kannte früher auch die Gefühle des Ausgeschlossenseins und habe mir schwer getan, Kontakte zu schließen.
Bei mir ist das jetzt nicht mehr so, habe aber auch schon sehr viel Therapie hinter mir. Praktisch seit meinem 30. Lebensjahr immer wieder in mehr oder weniger großen Abständen plus einer psychosomatischen Kur. Ich will Dir da jetzt keine Angst machen, bei mir war das eben so. Als meine Familie noch lebte und mich permanent mit Ihren Problemen belastet hat, konnte ich eigentlich garnicht richtig mein eigenes Leben leben.
Später hat das meine Tante noch versucht fortzusetzen und ich konnte das auch nur mit Hilfe meiner Psychologin in den letzten Jahren in den Griff bekommen.
Nach einem bösen Brief ihrerseits, der mich nochmal in tiefe Verunsicherung und Depression gestürzt hat, habe ich mit Hilfe meiner Therapeutin diesen Brief ganz kurz und knapp beantwortet und bin nur bei mir geblieben. Damit konnte sie dann wohl nicht umgehen und jetzt habe ich - hoffe ich doch - endlich Ruhe gefunden.
Deswegen kann ich das schon verstehen, mit Deinem Bruder.
So schwer das auch ist, man muß sich davon frei machen, von diesen kranken Verhaltensweisen, bleib da mit Deinem Therapeuten dran.
Die letzte Therapeutin, die ich jetzt seit 5 Jahren habe, hat mich erstmal wieder so aufgebaut, daß ich nun doch wieder mehr Lebensfreude gefunden habe und aufeinmal auch gemerkt habe, wie gut ich doch auf andere Menschen zugehen kann. Vor allem weil mein Kopf jetzt auch von diesem ganzen kranken Familienkram frei ist.
Ich erwarte jetzt auch nicht mehr so viel von den anderen und es kommt sehr viel zurück.
Du schaffst das auch noch.
Ich denke wenn Du einen guten Freund hast, dann hast Du schon genug und Freundschaft kann nur langsam wachsen, geht nicht von heute auf morgen.
Es klingt vielleicht abgedroschen, aber es ist wirklich so, man muß erstmal sich selbst lieben, ehe man einen anderen lieben kann.
Ich kann mich heute eher selbst gern haben und akzeptieren und seitdem klappt das auch mit den anderen besser.
liebe Grüße Wish
(ich schreibe ja im geschlossenen Bereich)
Hallo Manfred,
ich lese auch öfter mal bei Dir, da ich auch fast mein halbes Leben damit verbracht habe mich von meiner Familie loszulösen, die mir auch nicht guttat.
Zitatich bin ein wenig depressiv dieser Tage. Weiß nicht genau, warum, aber ich glaube, es hängt damit zusammen, dass es in der letzten Zeit ein paar Streitereien und Enttäuschungen mit Menschen gab. Manchmal spüre ich einen regelrechten Menschenhass.
Könnte es nicht sein, daß Du eher Hass auf Dich hast, weil Du mit den Streitereien und Enttäuschungen durch andere Menschen nicht umgehen kannst. Das würde zu den Depressionen passen.
Anstatt die Aggressionen dahin zu richten, wo sie hingehören, richtet man sie lieber gegen sich selbst, daraus entstehen Depressionen.
Ich schreibe das hier so, weil ich es so selbst erlebt habe.
Außerdem brauchst Du Dich auch für angeblich negative Gefühle nicht zu schämen, alles hat seine Berechtigung.
Gefühle sind Gefühle, ob gut oder böse, sie sind in uns. Man muß sie annehmen und sie betrachten und versuchen zu verstehen, was sie uns sagen wollen.
Ostern ist auch ein Familienfest und man hat, so geht es mir jedenfalls, daran vielleicht auch schöne Erinnerungen - auch Kindheitserinnerungen.
Ich wünsch Dir schöne Osterfeiertage ![]()
liebe Grüße Wish
Hallo Wasser,
ja zu dem kontrollierten Trinken kann ich auch einiges sagen.
Da ist es mir auch das erste mal bewußt geworden, das irgendwas bei mir nicht richtig läuft.
Ich konnte immer problemlos meine Fastenwochen durchziehen, weil ich wußte es gibt nichts !
Ich habe mich oft selbst überlistet und habe mir kleine Weinfläschchen oder Sektfläschchen gekauft. Ich stand dann manchmal minutenlang vor dem Regal im Supermarkt und habe gekämpft, nehme ich jetzt nur 2 oder 3, 3 mußten es immer sein. Wenn ich mal den Fehler machte mir die Ration für 2 Tage zu kaufen, dann waren alle 6 weg am Abend weg.
Das hat mich auch viel Kraft gekostet.
Eine Freundin sagte mal zu mir, warum kaufst Du Dir denn nicht gleich eine ganze Kiste, ich wußte schon warum !
Diese Gedanken wie teile ich mir das am besten ein, damit es reicht, wollte ja auch nicht unkontrolliert viel trinken, haben mich auch ganz schön genervt, da das erste Glas auch ziemlich schnell weg war.
Es tut gut zu wissen, daß es anderen auch so ergangen ist.
lieben Gruß Wish
Hallo Lütze,
wie Du Dich fühlst, kann ich Dir gut nachfühlen. Erst die Familie quasi verloren, dann alleine diese unglaubliche Leistung vollbracht mit dem Alkohol fertigzuwerden und für Dich selber ein neues Leben einzurichten und jetzt kommt wieder etwas Neues auf Dich zu mit der Familie zusammen ein neues Nest bauen. Kein Wunder, das Du müde und erschöpft bist und Dich zwischen den Stühlen fühlst.
Aber hast Du nicht intuitiv das richtige gemacht :
ZitatBin weggegangen auf den Hof und hab dem Kleinen zugesehen,der ein Gewächshaus gießt,wo fast nichts drinne wächst.Mmh,das Wort Gewächshaus trifft es eigentlich nicht wegen des mangelnden Bewuchses
Es wird schon etwas darin wachsen und wenns nur ein kleines Samenkörnchen ist was aufgeht, der Kleine zeigt Dir worauf es ankommt immer schön gießen und geduldig sein
.
lieben Gruß Wish
Hallo Lütze,
wenn ich so Deine Entwicklung lese, die ja immer weiter geht und die ich total positiv finde, wird mir aufeinmal bewußt, daß sowas, was Du jetzt alles durchlebst, eigentlich nur nüchtern funktionieren kann.
Es hat sich so viel in Deinem nüchternen Leben bewegt, das kann nur Mut machen - übrigens durch Deine Geschichte, die ich schon lange mitverfolge bin ich hier auch ins Forum gekommen (schreibe aber im geschützten Bereich) und ich wünsch Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg, den ich natürlich auch weiterhin verfolgen werde.
Besonders berührt hat mich auch die Stelle, daß Du für Deinen "Kleinen" etwas Arbeit aufhebst. Das kling so liebevoll für mich ![]()
herzl. Grüße Wish
Wenn das kein Erfolgserlebnis ist ![]()
![]()
Mach weiter so.
lg Wish
Hallo Lütze,
schreibe heute das erste mal an Dich, bin aber eigentlich am Anfang durch Deine Berichte, die ich immer so gut und interessant fand erst auf dieses Forum gekommen. Also ich verfolge Deinen Weg schon eine ganze Weile und ich muß sagen - meine Hochachtung vor dem was Du geleistet hast.
ZitatDa ist es manchmal die Frage nach der Zeit.Ich richte mich danach,wie andere Zeit haben.Unter Vernachlässigung der Tatsache,das mir zwar was dran liegt,aber eben nicht zu diesem Moment oder Zeitpunkt.
Daran bastele ich im Moment.Ich hab dann Schwierigkeiten,wenn ich mich unter Zeitdruck fühle,oder unter Zeitdruck gesetzt werde.Da habe ich zu oft auf die Schnelle selbst gar keine Ahnung,was ich im Moment will.Mein Unterbewustsein ist dann wie weggeschalten
Das was Du oben beschreibst, ist auch ein großes Problem von mir. Ich
ich habe auch immer versucht erstmal den Wünschen der anderen entgegenzukommen und kam mir immer sehr gut vor, was ich doch für ein netter lieber Mensch bin. Aber eigentlich habe ich es nur gemacht, weil ich mir dann mehr Zuwendung und Liebe erhofft habe .
Aber es ist oft das Gegenteil eingetreten. Mein Mann meint oft sogar ich sei unglaubwürdig. Ich würde einmal so und einmal so reden.
Ich hatte früher immer das Gefühl, daß Menschen die sofort wissen was sie wollen die besseren sind. Ich habe es jetzt erst mal akzeptiert, daß ich anders bin - nicht besser und nicht schlechter.
Ich weiß daß ich mir für alle Entscheidungen Zeit nehmen muß. Ich habe schon oft Dinge zugesagt und hinterher gemerkt, daß ich das garnicht oder so nicht will.
Ich denke wenn man nach so vielen Jahren mit einem solchen Verhalten aufeinmal mehr auf seine eigenen Bedürfnisse achtet, die natürlich nicht unbedingt mit denen des Partners übereinstimmen müssen, bekommt man erstmal Angst, weil es ja dann wie eine Art Entfremdung ist (die Symbiose wird aufgehoben). Früher hat man diese Entfremdung ja vermieden, indem man zu allem ja gesagt hat. Aber innerlich ist der Frust gewachsen weil man irgendwie sein eigenes Lebe nicht gelebt hat, so war es jedenfalls bei mir.
Aber ich glaube heute auch durch diese Angst muß man durch, auch wenn das neue Verhalten erst mal die Partnerschaft schwierig macht.
Ich habe ja schließlich auch nur ein Leben und möchte es doch auch in meinem Sinne gut haben. Dieser Frust darüber bringt einem ja oft ans Trinken und man kann noch nicht mal den Partner dafür verantwortlich machen, da man sich ja nie gewehrt hatte.
Dieses neue Verhalten gilt es jetzt halt immer wieder einzuüben.
Und dann wird sich auch zeigen, ob die Partnerschaft Bestand hat.
lieben Gruß
Wish