Beiträge von Doro

    Hallo Kiramietz,

    also, mein Mann hat immer mal wieder ne Überraschung auf Lager - positiv wie negativ.
    Wir sind ja getrennt, von daher ist die Situation nicht vergleichbar.

    Aber meine spontane Einschätzung wäre:
    Hoffnung keimt schnell, das lässt sich auch nicht so leicht rausrupfen.
    Trotzdem: Keep cool, lass ihn machen, freu dich drüber, aber rechne erstmal mit nichts.
    Suchtberatung ist gut, aber ist ja auch nur ein Schritt, dem viele viele weitere folgen müssen.

    Besteht jetzt Handlungsbedarf?
    Wenn nicht: Abwarten, was passiert.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Trauerkloss,

    also, beim Autofahren ist spätestens Schluss.
    Stell dir vor, es passiert einem unschuldigen Menschen etwas.

    Warum fährst du nicht, hast du keinen Führerschein?
    Ansonsten: Finde irgendeine andere Lösung, aber steig nicht zu ihm ins Auto, wenn du nicht sicher bist, ob er getrunken hat.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo san,

    meine Gedanken dazu:
    - Gut, dass du auf deine Sicherheit achtest.

    - Pass auch auf deine psychische Sicherheit auf und lass dich nicht runterziehen, denn du wirst höchstwahrscheinlich nichts ausrichten.

    - Wieso solltest du schreiben, dass er dir fehlt? Fehlt er dir wirklich? Obwohl du so lange keinen Kontakt hattest?
    Ich würde nichts schreiben, was nicht auch stimmt.

    - Die Idee mit den Postkarten find ich eigentlich ganz nett. Ob's was bringt - weiß wohl niemand. Bist du dir aber sicher, dass er dann nicht anfangen würde, dir irgendwelche Schwierigkeiten zu machen? Ich denke da so beispielsweise an unangenehme Anrufe. Mein Mann hat das jedenfalls mit verschiedenen Leuten gemacht: Einfach zu allen möglichen Zeiten angerufen und oft auch einfach wieder aufgelegt.
    Deshalb - so nett ich die Idee finde - würde ich nicht so regelmäßig schreiben.

    - Schreib ihm doch erstmal deinen EIndruck von eurer Begegnung: Dass du schockiert warst, ihn so zu sehen, dass du dir Sorgen machst und ihn bittest, etwas gegen seine Erkrankung zu unternehmen. So in etwa.

    Hoffe, ich konnte dir ein paar Denkanregungen geben.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Kiramietz,

    als ich mitten in der Trennung war, haben mich am Anfang die Sorgen darum, wie es wohl weitergeht, erst einmal total runtergezogen.
    Unter anderem die finanzielle Seite.
    Und da hat mir eine Freundin gesagt, ich soll einfach drauf vertrauen, dass sich diese Dinge irgendwie regeln lassen.
    Das hat mir geholfen und hilft mir immer noch: Einfach tun, was ich JETZT tun kann, und darüber hinaus: vertrauen.

    Ich weiß auch noch nicht, was alles noch kommen wird an Problemen. Könnte dir da jetzt ne Liste aufzählen, wo noch überall Komplikationen auftreten könnten. Und die Monate nach der Trennung waren auch kein Spaziergang. Es gab Höhen und Tiefen. Aber es war nie so furchtbar, dass ich es nicht geschafft hätte.
    Ich hab versucht und versuche immer noch, all das, was ich noch nicht wissen kann, mir nicht zu Herzen zu nehmen. Im "Heute" leben, indem ich mich nicht verrückt mache.
    Das, was ich jetzt tun kann, tue ich, aber darüber hinaus muss ich auch da: loslassen! Und es geht, ich bin seltsam gelassen.

    Ich will dir sagen: Lass die Zukunft Zukunft sein. Du bist dabei, dich zu wappnen, hast schon zwei ganz ganz wichtige Klärungen gehabt (Anwalt und Bank). Nun mach dich nicht verrückt mit dem, was kommen könnte. Es wird schon, du wirst im Ernstfall die Kraft finden, die du brauchst, wenn du dein Hilfs-Netzwerk lebendig hältst.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo DAdefana,

    also spätestens, wenn er sich betrunken mit ihnen ins Auto setzt, ist die Gefährdung ja wohl offensichtlich.

    Ich hatte mich schon mal mit dem Jugendamt in Verbindung gesetzt und die meinten, ich könne einen Antrag stellen, dass das Umgangsrecht gerichtlich geregelt wird.
    Eine Ebene drunter haben die mich zur Arbeiterwohlfahrt geschickt und dort hatte ich ein Gespräch mit einem Sozialarbeiter, der dann meinen Mann eingeladen hat. Leider hat mein Mann nicht mitgespielt und ist nicht hingegangen und da er zwischenzeitlich wieder abstinent war, ruht die Sache da jetzt. Aber der AWO-Mann hat mir ganz klar gesagt: Wenn ich meine, dass ich die Kinder schützen muss, dann soll ich das machen. Sorgerecht hin oder her.
    Da reicht schon, ganz normal betrunken zu sein, das ist einfach nicht sicher. (Allerdings sind meine Kinder noch klein, da können noch ganz andere Sachen passieren.)

    Eine richtige Lösung hab ich auch nicht, leider.

    Ich weiß auch nicht genau, was ist, wenn man es nicht nachweisen kann, dass er trinkt.
    Aber warum nicht das Jugendamt fragen?

    Wie setzt er denn deine Kinder unter Druck, wenn sie ihn gar nicht sehen?

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Kerstin,

    das Problem, das ich sehe:
    Wie soll dir denn dein Freund jemals garantieren können, dass er nicht wieder rückfällig wird?
    Jeder Alkoholiker kann rückfällig werden.
    Und wenn er rückfällig wird, warum sollte er dann nicht auch wieder gewalttätig werden, wenn er es schon mal war. Kann er das steuern im betrunkenen Zustand? Warum sollte er es dann plötzlich steuern können, wenn er es das letzte Mal auch nicht steuern konnte?

    Pass auf dich auf.
    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Zeitgeist,

    kein Mensch weiß genau, was weiter passieren wird. Vielleicht geht es noch eine lange Zeit gut, vielleicht passiert irgendwas, das ihn wieder zur Einsicht bring, vielleicht wirds richtig schlimm.
    Du kannst es nicht wissen und vor allem kannst du es nicht beeinflussen. Kannst ja mal mit deiner Muter darüber sprechen, aber das wars dann auch schon.

    Mit Gewalt meinte ich auch schon verbale Gewalt, die kann einen auch schon ganz schön fertig machen.

    Was kannst du tun?
    Dich um dich selbst, um dein Leben kümmern.
    Vielleicht suchst du dir eine SElbsthilfegruppe oder schreibst und liest hier weiter im Forum, um einfach deine Sorgen zu verarbeiten, damit du frei wirst für dein Leben.
    Das ist es, was alle Co-Abhängige, die hier im Forum schreiben, versuchen: Ihr eigenes Leben zu führen, weil sie die Alkoholkrankheit des Partners oder der Eltern nicht beeinflussen können. Es ist eine bittere Erkenntnis erstmal, aber dann ist es auch befreiend. Klar ist es auch sehr traurig und ich hab auch viel geweint um meinen Mann, aber irgendwann war der Schmerz verarbeitet und jetzt nimmt es mich nicht mehr so mit.
    Als Angehörige/r ist man oftmals total fixiert auf die Alkoholerkrankung, aber diese Fixierung ist auf Dauer einfach nur selbstzerstörerisch und vor allem nützt sie nichts.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Zeitgeist,

    mein Mann hatte nach jahrelanger Abstinenz im Dezember vergangenen Jahres einen Rückfall.
    Dachte ich.
    In Wirklichkeit hat er mindestens schon ein halbes Jahr vorher getrunken, kürzlich fand ich zufällig (! - Ich suche nicht nach sowas) einen Kassenzettel, dass er schon im Mai 08 Bier gekauft hat, das sicher nicht für Gäste war.
    Wenn ich ehrlich bin, hat er eigentlich schon jahrelang die REgel "keinen Tropfen" nicht richtig eingehalten. Einmal Nippen beim Sektempfang - beim Abendmahl in der Kirche - alkoholfreies Bier...
    Ich hab gedacht: Siehste, bei ihm funktionierts ja, er trinkt ja sonst nicht.
    Wahrscheinlich hat er das auch gedacht.
    Irgenwann kam er dann von Wochenendtripps mit komischem GEruch nach Hause. Ich hab mich gern beschwichtigen lassen, dass mich meine Sinne trüben. Ich wollte nicht, dass meine Welt zusammenbricht.
    Auch das Verhalten wurde schleichend wieder aggressiver. Ich kann gar nicht genau sagen, wann es begann. Aber je mehr ich drüber nachenke, desto stärker ahne ich, dass er schon viel länger wieder trinkt - wenn auch sehr kontrolliert - als ich es für möglich gehalten hatte.
    Zur Erinnerung: mein EHemann, den ich Tag für Tag erlebt hab. Trotzdem hab ich es nicht bemerkt oder bemerken wollen oder total verdrängt, wenn was komisch war.

    Wie das bei euch ist, weiß ich natürlich nicht.
    Mich hat bloß erstaunt, wie langsam und schleichend dieser Prozess ging. Er war vor seiner Abstinenz ein ziemliches Alki-Wrack, also schon weit fortgeschritten in der Krankheit. Da könnte man doch meinen: Ein Schluck und einige Wochen später ist er wieder der "alte". Aber so war es nicht. Das hat mich so irritiert, dass ich dann auch irgendwie dachte: Er wird schon wissen, was er tut, wenn er z.B. alkoholfreies Bier trinkt.
    Letztendlich weiß ich natürlich auch gar nicht, ob es der "Stoff" war, der seine Rückkehr in die Sucht ausgelöst hat oder ob er es einfach nicht geschafft hat ohne Alkohol.

    Ich denke auch, es ist wichtig, dass du dich gegen jegliche Gewalt -auch verbal - wehrst. Das hab ich leider lange nicht gemacht - für mich stand ja auch die Ehe und Familie auf dem Spiel. Also hab ich mich anbrüllen, beschimpfen usw. lassen, bis es irgendwann zu dicke kam.

    Weiß nicht, ob dir meine Erfahrung irgenwas bringt.
    Ich wünsch dir jedenfalls, dass du voll in deinem Leben durchstartest und ihn links liegen lässt. Es ist Zeitverschwendung, aber DU hast ein wunderbares Projekt mit deinem Studium. Mach das beste draus, ich fand meine Studienzeit etwas ganz Besonderes. Lass es dir nicht überschatten von so ner ollen Suchtgeschichte, die du nicht in der Hand hast.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Kiramietz,

    eigentlich sagt man ja immer, dass es nichts bringt, wenn er es nur für jemand anderes tut. Insofern musst du wohl hinnehmen, dass er "seine Methode" wählt und wenn du dieser nicht vertraust, dann DEINE Konsequenzen ziehst.
    Also, wenn er fest davon überzeugt ist, dass er es SO schafft, dann kann ich gut nachvollziehen, dass er "nur" weil du es willst, es nicht stationär machen wird. Wahrscheinlich belügt er sich, aber das zeigt eigentlich, dass er es einfach nicht richtig ernst meint mit dem Aufhören.
    Auch dass er nicht richtig erzählt, was eigentlich der Arzt genau gesagt hat, ist nicht grade ein Zeichen, dass er Ernst machen will.

    Man kann viel spekulieren, wichtig ist doch, was du noch mittragen willst, was nicht.
    Das musst du wohl ganz allein entscheiden.

    Mein Mann hat nie eine LZT gemacht und sowieso überhaupt keine Therapie und war trotzdem ein paar Jahre trocken. Wie er das geschafft hat ... keine Ahnung.
    Aber letztendlich hatte er dann wieder einen Rückfall, also ich denke, er hätte die Sache viel entschlossener angehen müssen. Aber er wollte es auf Biegen und Brechen nicht, dann kann man nichts machen, außer eben für sich entscheiden: Should I stay or should I go now?
    Ich hab ihm vertraut, es schien ja zu funktionieren...
    War wohl falsch.

    Ich wünsch dir gute Nerven,
    deine Doro

    Zitat

    geh nicht davon aus, dass du mit einem Süchtigen irgendetwas regeln kansnt wie mit einem normalen nicht abhängigen Menschen.

    Das ist ein sehr wichtiger Satz von Frozen Tears.
    Diese bittere Erfahrung hab ich - zumindest was den nassen Süchtigen angeht - mühevoll im Versuch-und-Irrtum-Verfahren gelernt und ich vergesse es trotzdem immer mal wieder.
    Das macht es wirklich schwer.
    Aber wenn man es begriffen hat und danach handelt, spart man seine Energie für die Dinge auf, die Sinn machen.
    Was hab ich mit meinem betrunkenen Mann debattiert - mich aufgeregt, versucht ihn zu überzeugen, geweint, geschrien. Mir halbe Nächte um die Ohren geschlagen und am nächsten Tag gerädert aufgestanden um todmüde durch den Tag zu taumeln.
    Völlig sinnlos. Er erinnert sich höchstwahrscheinlich nicht mal mehr daran, worüber geredet wurde, geschweige denn, was er oder ich gesagt haben!

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Kiramietz,

    ich finde dein Chaos und deine Gefühle mehr als normal.
    Alles bricht zusammen, wie soll man sich dabei denn anders fühlen?
    Es ist eine totale Krise.
    Aber es ist auch der Beginn von etwas Neuem, Besserem.
    Du hast doch schon wesentliche Weichen gestellt:
    Guckst endlich hin, bist zum Arzt gegangen, hast mit deinem Mann Klartext geredet, hast dich hier im Forum angemeldet, gehst zur Selbsthilfegruppe.
    Es geht nicht von heute auf morgen.
    Auch das Loslassen braucht Zeit.

    Ich selbst bin seit einem halben Jahr von meinem Mann nach einem Alkoholrückfall getrennt. Wir haben zwei kleine Kinder und ein gemeinsames Haus, die Lage ist nicht gerade unkompliziert.
    Als vor einem halben Jahr ich mir eingestehen musste (es war nicht mehr zu übersehen), dass er wieder trank (und zwar schon seit Längerem, DAS wollte ich mir vorher nicht eingestehen), also in dieser Situation war ich auch total am Boden zerstört und hab geheult und geheult.
    Und hatte auch jede Menge Existenzängste.
    Und konnte mir einen Ausweg absolut nicht vorstellen.
    Meine Suizidankündigungen liegen noch bei mir rum, ich war wirklich absolut verzweifelt und sehr lebensmüde.
    Im Augenblick geht es mir gut, richtig gut. Natürlich ist noch viel zu klären und auch emotional wird es mich wohl noch ab und zu mal schütteln, aber ich leb mein Leben mit den Kindern und was mit ihm ist, überschattet mein Leben nicht mehr fundamental. Ich habe wieder guten Kontakt zu Leuten, die ich vorher ihm zuliebe vernachlässigt habe. Und ich hab vor allem immer besseren Kontakt zu mir selbst, denn er hat mich doch sehr dominiert.
    Ich hab allerdings das Glück, dass ich finanziell auch ohne ihn über die Runden komme, auch mit dem Haus, obwohl es ein bisschen knapp ist.

    Ich möchte dir Mut machen!
    Es wird sich finden, wenn du den Weg gehst, den du jetzt eingeschlagen hast. (Damit meine ich nicht zwangsläufig die Trennung, sondern dass du dir helfen lässt.)
    Es dauert, aber es lohnt sich absolut. Und es gibt letztlich eigentlich auch keine Alternative.

    Alles Gute für dich,
    Doro

    Hallo Susanne,

    ich würd am liebsten nix mehr von ihm hören.
    Aber ich sehe nicht, wie das in unserem Fall praktisch funktionieren soll, weil ja nun mal die gemeinsamen Kinder da sind und ab und zu eben auch praktische Dinge zu regeln sind.

    Eine Zeitlang wünschte ich, er wäre einfach nicht mehr existent, was kein schöner Wunsch ist für einen Menschen, den man mal sehr geliebt hat. Und dann kam ich zu der Einsicht, dass es verdammt noch mal meine Aufgabe ist, damit klar zu kommen, dass er eben existiert und an meiner Fähigkeit zur Abgrenzung zu arbeiten.

    Ein Alkoholiker kann ja auch nicht verlangen, dass im Supermarkt alle Flaschen weggeräumt werden, wenn er eintritt.

    Im Augenblick geht es mir recht gut damit. Er ist mir nicht völlig egal, aber das finde ich eigentlich normal. Wie könnte es anders sein nach 16 Jahren und den ganzen Verflechtungen durch die Kinder? Es bleibt jedenfalls eine Herausforderung.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Canis!

    Ich hab da kein Insiderwissen, aber ich kann dir ja trotzdem mal meine Gedanken aufschreiben. Hab allerdings noch nicht alles so ganz verstanden.

    Ich denke mal grundsätzlich, dass das Jugendamt nicht so schnell ein Kind auf Dauer den Eltern wegnehmen wird. Es kostet sehr viel Geld und ist ja auch nicht im Interesse des Kindes, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sie eben wollen, dass du ganz klar Schritte gehst, das Kind zu schützen und das willst du ja auch.
    Aber du bist ja schon Schritte gegangen mit deiner Anwältin. Das werden die doch sehen. Warum sollten sie gerade JETZT das Kind rausnehmen?
    Dass du da noch manchmal nicht ganz konsequent bist, ist - denke ich - erstmal der Normalfall. Musst halt jetzt weiter dran arbeiten.

    Ich denke, was zählt, ist, dass du dir helfen lässt, mit denen zusammen arbeitest und natürlich nicht mehr dauernd einknickst. Aber dazu gibt es ja auch Hilfestellen.

    Ich war wegen der Umgangsfrage bei einer Beratung der Arbeiterwohlfahrt.
    Der Mann hat mir gesagt: Klar hat er erstmal ein Umgangsrecht, aber wenn er betrunken ist, muss ich die Kinder schützen. Ich soll das entscheiden bzw. ich hab die Pflicht, die Kinder zu schützen. Ich hätte auch einen Antrag beim Jugendamt stellen können, dass die den Umgang offiziell regeln.
    Also würd ich an deiner Stelle versuchen, den Kontakt zu ihm zu meiden, bis die Umgangsfrage geregelt ist. Und das musst du nicht mit ihm alleine aushandeln (bzw. solltest du vielleicht auch gar nicht, wenn er sowieso ständig trinkt), sondern dafür gibt es eben Jugendamt, Arbeiterwohlfahrt oder sonstwas.

    Ich drück die Daumen,
    Doro

    Hallo Mädchen,

    es ist ein etwas längerer Weg, glaub ich.

    Bei mir begann er vor 8 Monaten und ich hab keine Ahnung, wie lange er noch dauert, vielleicht ewig, weil wir Kinder zusammen haben.
    Seit 7 Monaten sind wir offiziell getrennt, monatelang danach hatten wir noch "nassen" Telefonkontakt, d.h. er hat dauernd angerufen und war offenbar blau und hat entsprechend aggressiv geredet und ich Schaf hab das mit mir machen lassen. War einfach noch nicht so weit, mich auch in diesem Punkt zu trennen. Irgendwann hab ich dann schrittweise mich gelöst:
    - nachts Telefon abgeschaltet
    - tagsüber auch nicht mehr rangegangen, wenn er anrief, oder sofort aufgelegt.
    Kinderfrage war und ist schwierig.
    Und es ist noch vieles zu klären (Geld, Haus).

    Jetzt scheint er im Augenblick trocken zu sein und wegen der Kinder haben wir jetzt wieder Kontakt. Da gehts dann von vorne los mit dem Abgrenzen, denn er würde jetzt am liebsten wieder zurück ins alte Leben mit mir. Ich aber nicht.

    Trotzdem: Ich bin wie befreit, es ist ein neues Leben ohne ihn.
    Er funkt noch dazwischen, aber es ist schon viel besser geworden.
    Als ich z.B. diese Telefonsperre endlich geschafft hatte, hat er nur noch ungefähr eine Woche lang es weiter versucht, dann war Schluss mit seinen Anrufen. Das war für mich wie ein Wunder.
    Seitdem glaube ich endlich daran, dass ICH diejenige bin, die letztendlich entscheidet, wie es läuft mit uns. Er kann zwar dies und das probieren und hat mir auch manch Unanehmlichkeit bereitet, aber ich weiß jetzt: Ich hab meine Mittel. Der Knackpunkt bin ich selbst, weil ICH mich eben auch erst lösen muss und aufpassen muss, dass ich nicht zurückkehre.

    Ich wünsch dir viel Geduld und Zuversicht,
    Doro