Hallo emily,
schreib einfach, ich les das später dann noch und antworte dir.
Liebe Grüße
Doro
Hallo emily,
schreib einfach, ich les das später dann noch und antworte dir.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Emily,
ja, es hat mir die Sache eigentlich vereinfacht, dass er so aggressiv gegen mich geworden ist. Er hat mich nicht geschlagen, aber verbal war es sehr heftig und es ging auch schon gegen Gegenstände. Also ich hab mich schon bedroht gefühlt und dann war ich an MEINEM Tiefpunkt. Ich kann ihm dankbar sein, dass er sich so unter aller Kanone benommen hat, sonst wär ich vielleicht heut noch bei ihm.
Ich kann sehr gut verstehen, dass es viel schwieriger ist, wenn es keinen solchen Anlass gibt.
Und auch das mit dem Haus verstehe ich sehr gut. Aber wieso würdest du alles verlieren?
Verlust gäbe es natürlich, aber das Haus ist doch was wert.
Da gibts mehrere Varianten:
a) Er bleibt wohnen und zahlt dich aus.
b) Du bleibst wohnen und zahlst ihn aus (kannste natürlich nicht).
c) Du bleibst wohnen, er bleibt Miteigentümer, aber du zahlst ihn erstmal nicht aus.
d) Verkauf - und dann bleibt Kapital übrig.
Oder seh ich was falsch?
Und er muss dir ja wohl Unterhalt zahlen, also mittellos in dem Sinne bist du nicht.
Aber dass es schwierig ist, ist schon klar. Ich verstehe das absolut.
Ich mag gar nicht ausrechnen, was mich diese Beziehung und ihr Scheitern finanziell kostet. Darüber denk ich gar nicht nach. Hauptsache, ich schaffe es finanziell überhaupt. Aber ich hab auch meinen Beruf, also bin ich erstmal finanziell autonom.
Vielleicht musst du dich auch nicht gleich trennen. Vielleicht kannst du erstmal innerlich anfangen, dich von ihm zu lösen und wieder mehr zu dir zu kommen. Indem du zu einer Beratungsstelle gehst (Ich geh zurzeit zur Suchtberatung), indem du zu einer SHG gehst, einfach weiter hier schreibst, dich um dich selbst kümmerst. Und dann wirst du ja merken, was passiert.
Meine Kinder sind noch sehr klein, aber ihnen hat die Trennung gut getan. Klar werden sie eine normale Familie irgendwann vermissen, aber dass jetzt wieder gute Stimmung im Haus ist, das tut ihnen gut, das sieht man. Sie können einfach unbeschwerter und fröhlicher sein.
Bleib mal am Ball, auch hier im Forum. Dinge entwickeln sich, Schritt für Schritt.
Liebe Grüße
Doro
Hallo empty,
ja, ich finde ja eigentlich auch, dass es irgendwie eine Entschuldigung ist und dass man so tut, als gäbe es keine Verantwortung mehr, wenn man das so sieht mit der Krankheit.
Du kannst mir glauben, dass ich da auch schon so manchen Wutanfall hatte und viel rumgehadert hab.
Einerseits Krankheit - andererseits kann nur ER alleine sie durch sein Verhalten beenden.
Und als mein Mann dann plötzlich trocken wurde, ging es ja auch!!!
Plötzlich konnte er nicht mehr trinken. Der Zwang war - zumindest für einige Jahre - nicht mehr da.
Vielleicht ist es auch einfach ein Prozess des Akzeptierens. Ich hab ja auch lange genug mir die Augen ausgeheult und irgendwann kämpft sich das Leben wieder durch und man möchte einfach nur noch ein glückliches Leben haben und sich nicht ewig mit Leid und krankem Verhalten beschäftigen.
Aber du steckst jetzt einfach noch mittendrin und wahrscheinlich kann man das nicht verhindern. ES TUT EINFACH WEH!!!
Aber du kannst gewiss sein: Es wird besser. Ganz bestimmt.
Ganz liebe Grüße
Doro
Hallo empty,
ich bin seit einem halben Jahr von meinem alkoholkranken Mann getrennt, den ich seit 16 Jahren kenne. Zwischenzeitlich war ich schon mal getrennt und dann wurde er trocken und daraufhin kamen wir wieder zusammen. Aber jetzt hatte er einen üblen Rückfall.
Was ich dir sagen wollte:
Ich glaube nicht, dass er sich in dem Sinne gegen dich und für den Alk entscheidet. Das hab ich auch immer gedacht und war am Boden zerstört und verletzt. Heute sehe ich das anders, weil ich zugesehen habe, wie er immer tiefer gesunken ist und gemerkt hab: NICHTS war ihm so wichtig wie der Alkohol. Der Tiefpunkt kam bei ihm erst, als er konkrete Todesängste hatte.
Ich glaube, es ist eben einfach eine schreckliche Krankheit.
Er macht das, weil er noch nicht anders kann, weil die Sucht ihn zwingt. Sein Tiefpunkt ist woanders.
Mach es dir nicht schwer und beziehe das auf nicht auf dich.
Und auch die Sache mit der Liebe...
Manchmal reicht Liebe einfach nicht, um mir jemandem zusammen leben zu können. Stell dir vor, er hätte irgendeinen anderen psychischen Schaden, der ihn dazu bringt, von Zeit zu Zeit auf dich loszugehen und deine Gesundheit zu gefährden. Dann würdest du auch einsehen: Okay, auch wenn ich ihn liebe, es geht einfach nicht. Punkt. Es ist zu gefährlich.
Wenn man betrunken ist, verhält man sich eben anders.
Viele Menschen verhalten sich dann aggressiver, die Hemmschwelle wird enorm herabgesetzt.
Und man hilft ihm ja auch gar nicht!!!!
Vielleicht ist es ein größeres Zeichen von Liebe, wenn man jemanden loslassen kann, ihm damit eine Chance gibt, zur Besinnung zu kommen.
Ich bin nach all den Jahren an diesem Punkt, wo ich es nicht mehr in diesen Kategorien von Liebe sehe, sondern nur noch von "Krankheit". Ich bin auch nicht wütend auf ihn, sondern nur traurig.
Und ich weiß: ES GEHT NICHT.
Aber ich hab lange gebraucht. Das heißt nicht, dass ich mich ewig schlecht gefühlt hab, irgendwie war ich nach allem, was ich mit ihm erlebt hab, nach der (ersten) Trennung erstmal einfach froh, dass Ruhe war.
Die Sorge um ihn blieb lange, aber es war erträglich und dominierte nicht mehr mein Leben.
Und jetzt bin ich noch weiter weg von ihm innerlich.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Emily,
ich hab einen alkoholkranken Mann, von dem ich mich vor einem halben Jahr getrennt hab (oder er von mir? - schwer zu sagen).
Jedenfalls war für mich eigentlich nie so sehr die Frage: Liebe ich ihn noch oder nicht?
Eher: Kann ich so leben? Kann ich das meinen Kindern zumuten? Bin ich nicht glücklicher ohne ihn (und jetzt kann ich sagen: JAAA!!!).
Ich muss allerdings sagen, bei uns wars echt heftig. Er hat mich sehr schlecht behandelt, wenn er betrunken war. Also war der Leidensdruck einfach sehr hoch.
Was man erstmal als Partnerin kapieren muss, ist: Man kann den anderen nicht dazu bringen, aufzuhören mit dem Trinken. Entweder er will es selbst oder eben nicht.
Eine drohende Trennung kann bei manchen zwar ein Anlass sein, aber muss es nicht. Am Anfang dachte ich immer: Wenn er mich genug lieben würde, würde er aufhören. Und war verletzt.
Jetzt kann ich das akzeptieren, dass das gar nichts mit mir zu tun hat, sondern mit seiner Krankheit, wie sie bei ihm funktioniert. Bei ihm ist der Tiefpunkt eben ganz woanders, er hört nicht auf, "nur" weil er seine Familie verliert, er muss erst tiefer sinken.
Das kann bei deinem Mann wieder anders sein. Vielleicht hört er auf, wenn du ernst machst mit der Trennung, vielleicht nicht.
Liebe Grüße
Doro
Hier ist ja schon wieder was los...
Nur - wo ist Innocent?
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Doro
Hhm, hab grad mal gelesen, was du so im EKA-Bereich schreibst.
Und irgendwie hab ich da gedacht:
Vielleicht solltest du wirklich deinen Vater erstmal lassen und bei dir anfangen.
Da haste genug zu tun.
Nochmal liebe Grüße
Doro
Und vergiss dich selbst nicht.
Hörst du? Sehr wichtig!
Denn für dich ist das bestimmt auch sehr schwer, dich da abzugrenzen.
Aber wenn du dich auf den Weg machst und deinem Vater davon erzählst, vielleicht färbt das ein bisschen ab und gibt ihm Denkanstöße.
Alles Liebe
Doro
Hallo Sommerkind,
ich versteh dich jetzt besser, wieso dir das so wichtig ist.
Einen goldenen Tipp hab ich auch nicht.
Ich denke schon, dass man mit Co-Abhängigen eigentlich eher über ihr Problem reden kann als mit Alkoholikern. Denk ich zumindest, so von mir ausgehend, weil die einfach nicht durch den Stoff so total vernebelt sind.
Andererseits muss ich auch gestehen, dass eine Freundin von mir schon immer mal sagte:
Hey, guck mal, du übernimmst doch alles für ihn.
Du musst mal was für dich tun.
Und die berühmte Frage: Wie geht es DIR, du redest ja nur von ihm.
Das fällt mir jetzt grad so ein. Da war ich wohl genauso vernagelt wie ein Alkoholkranker.
Ich hab gar nicht verstanden, was sie will.
Wie es ihm geht, hatte doch ganz viel damit zu tun, wie es mir geht? Was will sie eigentlich?
Nun, wie hat von außen viel besser sehen können, wo mein Problem lag.
Sie hat mir auch mal einen Text über Co-Abhängigkeit gegeben und ich hab gar nicht verstanden, was sie mir sagen will.
Sowas hätte ich mir selbst gar nicht zugetraut.
Also, ich geh nochmal von mir aus. Wenn sie mir das damals ganz in Ruhe lang und breit erklärt hätte, was sie mir sagen will, was ihre Sorgen sind, was genau Co-Abhängigkeit in meinem Fall bedeuten könnte. Vielleicht hätte ich mir ein paar Gedanken mehr dazu gemacht. Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Jedenfalls sehe ich es schon so, dass du es vielleicht einfach ganz in Ruhe und gelassen nochmal versuchen könntest, es zu erklären.
Oder das mit dem Buch probieren.
Aber du musst drauf gefasst sein, dass er es nicht annehmen kann.
Ich war jetzt auch zweimal bei einer Suchtberatung, die war auch sehr hilfreich im Hinblick auf Co-Abhängigkeit.
Vielleicht könntest du ihn da hin schicken. Auch wenn er denkt, er geht für seine Frau, vielleicht klären die ihn da ein bisschen auf und er ist einfach sensibilisierter für "Hilfe durch Nichthilfe".
Und vielleicht kannst du ihm einfach indirekt helfen, indem du was mit ihm machst, was ihm gut tut. Mit ihm alleine was unternehmen oder ein neues Thema mit ihm teilen. Dich einfach für IHN interessieren, sein Leben, was nur ihn betrifft. Dass du ihm vor Augen führst, dass es noch mehr gibt als die Probleme deiner Mutter.
Aber du wirst nicht das ganze Problem einfach so auflösen können.
Und vergiss dich selbst nicht.
Liebe Grüße
Doro
Liebe Karo,
setz dich nicht unter Druck. Bleib auf deinem Weg und es wird reifen.
Ich bin zwar nicht stolz drauf, aber ich hab bei meiner ersten Trennung von meinem Jetzt/Noch-Mann zwei Jahre lang noch gewartet, nachdem ich schon sicher war, dass es eigentlich nicht mehr geht. Zwei Jahre, nur um meinen Mut zu sammeln.
Dafür hab ichs dann durchgezogen.
(Bin später zwar zurück, aber da war er trocken, das war einige Jahre später.)
Sei lieb zu dir. Es braucht Zeit, es ist sehr schwierig am Anfang, sich da freizuschaufeln. Aber es lohnt sich und wenn du es willst, wirst du es auch schaffen.
Gute Nacht,
Doro
Hallo Sommerkind,
ich bin seit 16 Jahren mit diesem alkoholkranken Partner zugange, seit einem halben Jahr getrennt.
Und ich bin nicht doof.
Aber so richtig begriffen hab ich das Phänomen Co-Abhängigkeit auch noch nicht. Dass ich so lange Zeit mit einem Alkoholiker zusammen war, deutet ja wohl darauf hin, dass ich co-abhängig bin, manche Symptome treffen zu, andere wieder nicht so sehr.
Aber mir ist das inzwischen auch wurscht. Ich hab begriffen, dass ich was für mich tun muss, um die Trennung durchziehen zu können und um nicht wieder in die gleiche Falle zu tappen. Außerdem sehe ich es sozusagen als Wachstumschance, an mir hier zu arbeiten.
Warum dir wichtig ist, dass dein Vater sich auch als co-abhängig sieht, hab ich noch nicht so ganz verstanden.
Vieles, was co-abhängiges Verhalten ausmacht, ist gesellschaftlich auch sehr anerkannt. Mitleid, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsgefühl für andere. Das sind doch alles sehr positiv besetzte Eigenschaften. Dass man sich dann so sehr reinziehen lässt, dass man sein eigenes Leben total vernachlässigt, dann wirds natürlich irgendwie unnormal. Aber selbst dann erntet man teilweise noch Bewunderung.
Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Angehörigen ihr Verhalten als normal ansehen. Es ist ja auch -gesellschaftlich gesehen - irgendwie normal.
Aber nochmal: Wieso ist das wichtig für dich?
Liebe Grüße
Doro
Hallo Karo
ZitatIch bin die Einzige die ihm noch zuhört!
Vielleicht wäre es mal ganz gut für ihn, wenn ihm niemand mehr zuhört.
Vielleicht entlastet ihn das für den Moment immer wieder.
Zitatsolche endlos Diskussionen die zu nix führen
.
Oh ja, ich möchte nicht ausgerechnet bekommen, wie viel Lebenszeit ich mit Diskussionen mit ihm verbracht habe. Es müssen Jahre gewesen sein.
Mein Exemplar ist noch dazu ein brillianter Rhetoriker, er gewinnt auch noch jede Diskussion, so dass ich mich auch noch minderwertig gefühlt hab hinterher.
ZitatAber ich weiß genau, wenn ich gehe und ihn fallen lasse, bringt das rein gar nichts
Wenn du gehst, dann solltest du nicht im Hinterkopf haben, dass du nur gehst, um bei ihm was zu erreichen.
Wenn du dich trennst, tu es für dich. Damit du wieder glücklich wirst.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Karo,
dass er dir die Schuld gibt, ist wirklich ganz ganz typisch.
Eine Freundin von mir hat mir das mal so erklärt: Jeder Mensch will von sich selbst ein gutes Bild haben. Was ein nasser Alkoholiker tut, lässt sich mit einem guten SElbstbild nicht vereinbaren. Er weiß schon irgendwie (vielleicht sehr verdrängt), dass er Mist baut. Aber sich selbst die Schuld zu geben ist zu schmerzhaft - außerdem müsste er ja dann was tun. Also sucht er irgendwo da draußen Schuldige.
Trotzdem, es verletzt erstmal, ich kenn das. Ich hab schon oft bitterlich geheult, mich verletzen lassen.
Ich weiß auch nicht genau, ob man sich davon distanzieren kann, solange man noch in der Beziehung drin steckt.
Aber im Grunde ist es doch nichts weiter als emotionale Erpressung.
In einer Beziehung bleiben, nur um den anderen nicht fallen zu lassen???
Ich finde, ein normaler Mensch würde das doch gar nicht wollen - dass man nur aus Mitleid oder Verpflichtung bei ihm bleibt.
Würdest du dich gut dabei fühlen, wenn du z.B. eine schwere Krankheit hättest und er würde bei dir bleiben, nur um dich nicht fallen zu lassen?
Bist du sicher, dass er dich wirklich so sehr braucht, wie du glaubst?
Ich hab meine Rolle früher irgendwie immer überschätzt.
Ich hab z.B. gedacht, ohne mich würde mein Mann niemanden mehr haben. Jetzt kennt er - im Gegensatz zu mir - den halben Ort, weil er dauernd in irgendwelchen gastronomischen EInrichtungen rumhängt. (Wir wohnen hier noch nicht lange, deshalb kenne ich keinen.) Er kann sehr gut Kontakte knüpfen, wenn er will.
Er ist irgendwie ganz viele Personen in einer:
mal der völlig Hilflose - dann der Macher - der völlig Unsoziale - der charmante Plauderer - der Schmeichler - der Brutalo
War jetzt ein bisschen viel, kam mir grad alles so in den Sinn, vielleicht kannste was mit anfangen.
Liebe Grüße
Doro
Oh, kleine Panne, sorry.
Doro
Hallo Töfte,
ich bin Frau eines schwer alkoholkranken Mannes und hab mich nach einem Rückfall getrennt. Hab erst jahrelang versucht ihm zu helfen, dann jahrelang mit dem Alkoholproblem gelebt, später war er trocken, dann kam der Rückfall. DAs zu meiner Geschichte.
Zitatdann denke ich auch ich würde vor dem Problem weglaufen als es zu lösen....
du kannst das PRoblem nicht für sie lösen.
Wenn sie das nicht als Problem sieht, bist du absolut machtlos.
Erst recht, wenn sie wirklich schon richtig süchtig ist, dann wird die Sucht sie so lange regieren, bis sie einen Grund hat aufzuhören, bis sie selbst anfängt zu stark darunter zu leiden. Und ein paar Vorwürfe von deiner Seite sind höchstwahrscheinlich noch kein Grund. Zumal es für sie alles noch keine negativen Seiten hat. Sie hat in gewisser Weise Recht: Für sie ist es noch kein PRoblem, nur für dich.
Ich finde, es ist entscheidend, wie stark es dich stört.
Die offizielle Alkoholikerdefinition ist doch eigentlich nicht wichtig.
Eine Beziehung sollte doch so sein, dass beide SEiten gerne mit dem Partner/der Partnerin zusammen sind. Wenn du dich vor ihr ekelst, wenn du immer mehr Gelegenheiten hast, an denen du nicht gerne mit ihr zusammen ist, was willst du dann machen?
Ich glaube, du kannst dann gar nichts machen, außer: Entscheiden, ob du damit leben kannst, ob du dich damit irgendwie arrangierst, oder ob du das nicht möchtest.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Töfte,
ich bin Frau eines schwer alkoholkranken Mannes und hab mich nach einem Rückfall getrennt. Hab erst jahrelang versucht ihm zu helfen, dann jahrelang mit dem Alkoholproblem gelebt, später war er trocken, dann kam der Rückfall. DAs zu meiner Geschichte.
Zitatdann denke ich auch ich würde vor dem Problem weglaufen als es zu lösen....
du kannst das PRoblem nicht für sie lösen.
Wenn sie das nicht als Problem sieht, bist du absolut machtlos.
Erst recht, wenn sie wirklich schon richtig süchtig ist, dann wird die Sucht sie so lange regieren, bis sie einen Grund hat aufzuhören, bis sie selbst anfängt zu stark darunter zu leiden. Und ein paar Vorwürfe von deiner Seite sind höchstwahrscheinlich noch kein Grund. Zumal es für sie alles noch keine negativen Seiten hat. Sie hat in gewisser Weise Recht: Für sie ist es noch kein PRoblem, nur für dich.
Ich finde, es ist entscheidend, wie stark es dich stört.
Die offizielle Alkoholikerdefinition ist doch eigentlich nicht wichtig.
Eine Beziehung sollte doch so sein, dass beide SEiten gerne mit dem Partner/der Partnerin zusammen sind. Wenn du dich vor ihr ekelst, wenn du immer mehr Gelegenheiten hast, an denen du nicht gerne mit ihr zusammen ist, was willst du dann machen?
Ich glaube, du kannst dann gar nichts machen, außer: Entscheiden, ob du damit leben kannst, ob du dich damit irgendwie arrangierst, oder ob du das nicht möchtest.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Krüger,
Zitatstellt sich mir die Frage, warum sie sich nicht von mir trennt?!?!.
mögliche Antworten:
- weil sie auch keinen Mumm hat
- weil es für sie so auch bequemer ist
- weil es ganz schön ist, wenn man immer jemanden zum Beschuldigen parat hat
- weil noch genügend Zuneigung da ist
- weil sie im Grunde weiß (in klaren Momenten), dass das Quatsch ist, dass du Schuld hast
Würde es die Lage verbessern für dich, wenn die Trennung von ihr käme?
Hätte doch eigentlich die gleichen Konsequenzen - finanziell, in Bezug auf Haus und Kinder, oder?
Einen lieben Gruß
von
Doro
Hallo Skye,
danke, dass du dir Zeit genommen hast.
Erwartest du eine Antwort?
Mir fällt viel dazu ein, was du schreibst, aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht wieder als ein "Im-Kreis-Drehen" interpretiert wird.
Liebe Grüße
Doro
Warum lest ihr nicht, was ich schreibe?
Es ist okay für mich! Ich kann es akzeptieren.
Bloß meine erste Reaktion war Befremdung, Irritation.
Ist das kein Deutsch, was ich schreibe?
Doro
So, ich hab inzwischen Distanz gewonnen und will mich hier wirklich nicht weiter aufregen.
Trotzdem noch ein Gedanke, eine Erfahrung.
Als mein Mann das erste Mal das Wunder der Verwandlung vom nassen zum trockenen Alkoholiker geschafft hatte, hat er sich damals auch nirgends entschuldigt, sondern hat sein Leben geändert.
Das war auch das wichtigste.
Trotzdem wäre es, glaube ich, noch besser gewesen, wenn er denjenigen, mit denen er zu tun gehabt hat während der nassen Zeit, irgendwas gesagt hätte zu dem, was gelaufen ist. Er hat darüber nie mehr sprechen wollen. Wahrscheinlich wars zu schmerzhaft, ich hab das damals auch so akzeptiert. Aber ich glaube, er hätte mehr Unterstützung bekommen von anderen Leuten. So kam es bei manchen so an wie: Er stellt imme rnur sich selbst in den Mittelpunkt, er sieht überhaupt nicht, was bei anderen - durch ihn - los war.
Vielleicht ist es zu viel verlangt.
Ich kann hier auch nur die Sicht der Angehörigen wiedergeben, wie das auf einen wirkt.
Soll nur ein Denkanstoß sein.
Liebe Grüße
Doro